ON TOUR - Woche 031 (Vietnam)

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Vietnams flagPublished: April 29th 2012Asia » Vietnam
April 22nd 2012

16.04.12
Bereits um 05.15 Uhr checkte ich aus und lief zum Bahnhof. Obwohl es sehr kurzfristig war, konnte ich noch ein Ticket kaufen. Pünktlich um 06.10 Uhr fuhr der Zug ab. Im Waggon, wo ich sass, war ich die einzige Touristin. Die meisten Touristen buchen entweder eine Tour oder nehmen einen Schlafzug. Die Fahrt dauerte elend lange und die Natur war auch nicht extrem spektakulär. Erst um 17.00 Uhr kamen wir in Lao Cai an, also zwei Stunden später als man mir sagte. Gemäss Informationen gab es um diese Zeit keinen lokalen Bus mehr, sondern nur noch Minibusse. Das erste Angebot war wieder einmal ungeheuer frech und nachdem ich etwas entnervt nachfragte, kam der Typ mit dem Preis um einen Viertel herunter. Ich war mir trotzdem nicht sicher, ob das Angebot immer noch überteuert war, denn ich erhielt andere Informationen darüber und das Verhältnis zu anderen Busfahrten stimmte überhaupt nicht. Ein paar Touristen stimmten dem Preis zu, ich hingegen lief noch etwas ausserhalb des Bahnhofs umher um an Infos zu kommen. Ich fragte zwei Touristen, doch diese waren mit dem Guide An unterwegs. Trotzdem baten Sie An, ob er mir helfen könne. Schlussendlich war er so nett und organisierte für mich einen Gratistransport nach Sapa mit Leuten, die sowieso dorthin zurück fahren mussten. Nach knapp einer Stunde Fahrt wurde ich direkt im Zentrum abgesetzt, direkt bei der Adresse, die mir An angegeben hatte. Hier wurde ich herzlich empfangen und erhielt eine günstige Unterkunft. Da es schon etwas spät war, ging ich gleich auf die Suche nach einem Restaurant. Als ich die Hauptstrasse entlang lief, quatschte mich bereits die erste Frau der H’Mong Minorität an. Giorgio spricht gut englisch und ist sehr lustig. Wir unterhielten uns eine Weile und sie stellte mir vor, welche Tour ich mit ihr machen könnte. Da ich noch nichts gegessen hatte und noch nicht wusste, was ich überhaupt alles besuchen will, machten wir noch keinen Handel. Sie gab mir ihre Handynummer, damit ich sie im Falle einer Tour anrufen könnte. Wenn eine Tour, dann sicher mit ihr, denn sie ist so freundlich und witzig. Hier war es überhaupt nicht schwierig, ein Restaurant zu finden, jedes zweite Gebäude ist ein Restaurant. Hier hat man dann eher das Problem, sich für eines zu entscheiden. Ich entschied mich für ein Restaurant, das ein komplettes Menü anbot - Cola, Frühlingsrollen, Kürbissuppe, Poulet mit Reis und einen Pfannkuchen mit Honig - mmh, lecker!

17.04.12
Da ich gestern erst spät in Sapa ankam, konnte ich mich nicht mehr informieren, was man alles besuchen kann. So lief ich heute Morgen etwas durch die Gassen. Irgendwann traf ich zwei Touristen, Alexis und Kazibi. Ich fragte sie um Tipps, doch sie sind auch erst angekommen. Sie hatten jedoch bereits ein Ziel vor Augen, das kleine Dorf Cat Cat. Ich schloss mich ihnen an, obwohl ich betreffend Verpflegung überhaupt nicht ausgerüstet war. Nachdem wir eine kurze Weile gelaufen sind, stand schon ein Häuschen, wo man Eintritt bezahlen musste. Eigentlich finde ich solche Eintritte sehr frech, nur um ein Dorf zu besuchen. Schliesslich wollen die Einheimischen ja auch ihre Souvenirs verkaufen. Aber ich hatte keine Lust mich zu ärgern und bezahlte den Eintritt. Dafür kamen wir pünktlich, um noch eine kleine tänzerische Aufführung anzuschauen. Aber sonst hat das kleine Dorf, ausser dem kleinen Wasserfall, überhaupt nicht viel zu bieten. Es hat nur Souvenirstände, soweit das Auge reicht. Wir beschlossen, noch etwas weiter durch das Tal zu laufen. Die Umgebung war sehr schön mit etlichen Reisterrassen und hohen Bergen. Hier kamen wir auch an dem kleinen Dorf Sin Chai vorbei, wo es keine Souvenirstände und keine Touristen mehr gab. Eine ältere Frau lud uns zu sich nach Hause zu einer Tasse heissem Wasser ein. Natürlich sprach sie kein Wort englisch, aber es war trotzdem ein lustiges Erlebnis. Natürlich holte auch sie am Schluss ihre Tasche mit ein paar handgemachten Sachen hervor, aber sie war nicht aufdringlich, was die ganze Sache sympathisch machte. Wir verabschiedeten uns von der Frau und machten uns wieder auf den Weg. Zwischendurch mussten wir nach dem Weg fragen, da es keine richtigen Strassen mehr gab. Die Aussicht auf die Umgebung war einfach genial. Das Wasser wurde jedoch knapp und der Hunger grösser, denn schlussendlich waren wir Stunden unterwegs, bis wir irgendwann an der Hauptstrasse ankamen. Nun fehlten noch 2 Kilometer, um den Silber-Wasserfall zu besuchen. Da es jedoch fast kein Wasser hatte, besuchten wir den Wasserfall schlussendlich nicht, da man wieder hätte Eintritt zahlen müssen. Der kurze Marsch hat sich somit nicht gelohnt, aber dafür trafen wir ein paar Motorradfahrer, die uns netterweise bis nach Sapa mitnahmen. Ich verabschiedete mich von allen und lief noch etwas durch die Gassen. Es fiel mir auf, dass die Leute hier mit den Preisen noch unverschämter sind als in anderen Gegenden und sie lassen sich auch nicht auf ein Verhandeln ein. Ich traf Giorgio wieder und unterhielt mich etwas mit ihr, dann war wieder ein leckeres Abendessen angesagt. Eigentlich wollte ich noch etwas für den nächsten Tag planen, doch Annie und Mickael waren noch in Hanoi und konnten sich einfach nicht entscheiden, ob sie Vietnam bereits früher verlassen sollen oder nicht. Ich fand die Idee natürlich überhaupt nicht toll, da ich sie unbedingt auf der Cat Ba Insel wiedersehen wollte. Ich schrieb ihnen etliche Informationen, um zur Cat Ba Insel zu fahren und viele Gründe, weshalb sie noch nicht abreisen sollten. Schlussendlich war ich so müde, dass ich meine Planung für den nächsten Tag nicht mehr machen konnte.

18.04.12
Ich kommunizierte nochmals mit Annie, doch leider funktionierte heute Skype nicht. Danach wartete ich auf ihre Entscheidung, doch ich erhielt keine Antwort mehr. Es war bereits 10.00 Uhr und ich hatte keine Ahnung, was ich am heutigen Tag machen wollte und ob ich überhaupt noch eine Nacht bleiben solle oder nicht. Zudem wusste ich nicht, ob noch ein Zugticket mit dem Nachtzug verfügbar ist oder nicht, das konnte ich erst vor Ort in Lao Cai ausfindig machen, da mir in Sapa keiner helfen konnte oder wollte. Ich entschied, Richtung Lao Cai zu laufen, um mir unterwegs vielleicht noch etwas anzuschauen. So checkte ich aus und machte mich auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit wurde ich jedoch von einem Motorradfahrer mitgenommen. So konnte ich immerhin die schöne Umgebung etwas geniessen, aber ein Besuch eines weiteren Dorfes war natürlich nicht mehr möglich. In Lao Cai kaufte ich mir das Zugticket. Den Rest des Tages verbrachte ich mit herumsitzen und hin- und herlaufen. Kurz vor der Abreise ass ich noch etwas. Als ich noch meine eMails prüfte, las ich die Nachricht von Annie, dass sie bereits morgen abreisen würden. Ich war sehr traurig über diese Nachricht, ich war überzeugt, dass ich sie noch umstimmen konnte. Dies ist der traurige Teil des Reisens. Man macht teilweise so schöne Begegnungen und dann sind sie einfach abrupt wieder vorbei. Der Zug fuhr auch heute wieder pünktlich ab. Der Sitzplatz war heute jedoch noch enger als bei der Anreise und ich konnte mir kaum vorstellen, wie ich schlafen sollte. Die Leute waren teilweise sehr laut, sodass ich irgendwann den Waggon wechselte. Doch auch hier konnte ich kaum Ruhe finden. Ich wechselte meinen Sitzplatz mehrere Male, doch auch nachts um 03.00 Uhr waren Leute respektlos laut am reden.

19.04.12
Irgendwann konnte ich anscheinend doch noch einschlafen, denn kurz vor 04.00 Uhr wurde ich von einem Zugbegleiter geweckt, da wir bereits in Hanoi ankamen. Ich lief zum einen Hotel, welches ich mir vor ein paar Tagen angeschaut hatte. Dort konnte ich ein Bett im Dorm beziehen und endlich schlafen gehen. Es dauerte jedoch nicht lange, da packten ein paar Touristen ihre Sachen und waren wieder so laut, dass es unmöglich war zu schlafen. Ich war sehr genervt, wo ich mir immer soviel Mühe gebe, leise zu sein und dann die respektlosen Touristen antreffe. Irgendwann stand ich auf und ging zurück ins Hotel wo ich vorher war um zu fragen, ob dasselbe Zimmer noch frei war. Ich hatte Glück und wechselte gleich das Hotel. Annie und Mickael sind bereits am frühen Morgen abgereist. Wenn ich dies gewusst hätte, hätten wir uns sogar noch treffen können, nun war ich noch trauriger. Ich verbrachte praktisch den ganzen Tag am Computer, erledigte meine Wäsche und klärte einige Flugmöglichkeiten ab. Um 16.30 Uhr entschied ich, mir das Wasserpuppentheater anzuschauen. Die Vorstellung dauerte 45 Minuten. Ich konnte mir vorher überhaupt nichts darunter vorstellen. Naja, nun habe ich es einmal gesehen, aber überwältigt hat es mich keinesfalls. Beim Abendessen traf ich Mica aus Argentinien, doch nach dem Essen gingen wir bereits wieder getrennte Wege. Ich kehrte zurück ins Hotel und kümmerte mich erneut um den Weiterflug.

20.04.12
Heute wollte ich meinen Flug buchen, da es mit günstigen Angeboten immer knapper wird. So prüfte ich nochmals die Angebote und buchte schliesslich direkt im Büro der Air Asia. So konnte ich immerhin meine zu viel bezogenen Vietnamesischen Dongs ausgeben, statt diese nachher mühsam zurück zu tauschen. Danach verbrachte ich wieder Stunden am Computer. Erst gegen 15.30 Uhr ging ich hinaus, um noch etwas in der Gegend umher zu spazieren. Die Sonne schien und somit erschien die Grossstadt etwas freundlicher. Zudem fand ich endlich einen Supermarkt, auch dies war schwierig heraus zu finden. So konnte ich endlich meine Siebensachen einkaufen, ohne mit all den Verkäufern handeln zu müssen. Abends entdeckte ich ein gediegenes Restaurant mit schönem Ambiente und leckerem Essen. Hanoi gefällt mir schon viel besser als am ersten Tag.

21.04.12
Bis 11.00 Uhr war arbeiten angesagt, danach ging ich hinaus, um die Grossstadt nochmals zu erkunden. Da ich noch den Transport für die Cat Ba Insel abklären wollte, machte ich meinen Spaziergang zuerst Richtung Busterminal. Dort erhielt ich den Preis und alle Abfahrtszeiten. Danach lief ich kreuz und quer durch die Strassen Richtung Ho Chi Minh Mausoleum, wo ich noch eine kleine Pagode besuchte. Weiter ging es bis zum Westsee, ein weiteres Viertel von Hanoi. Auf dem Weg zurück ins Zentrum kam ich auch noch beim Busterminal für den Flughafen vorbei und konnte auch dort gleich den Transport absichern. Im Zentrum selbst kaufte ich noch ein paar Sachen für den morgigen Trip ein. Danach ging ich erneut in das gediegene Restaurant, bevor es ans packen ging. Die Zeit verging wieder einmal viel zu schnell, doch heute wollte ich früh schlafen gehen, da morgen wieder einmal früh aufstehen angesagt ist.

22.04.12
Früh morgens machte ich mich zu Fuss auf den Weg zum Busterminal, dieses Mal jedoch ohne grosses Gepäck. Der Weg dorthin dauerte doch 40 Minuten, aber ich kam frühzeitig an, um noch ein Ticket nach Cat Ba zu kriegen. Am Busterminal waren noch zwei Schweizer, Chantal und Bilu. Wir redeten während der ganzen Busfahrt, so verging die Zeit wie im Flug. Als wir in Haiphong ankamen, mussten wir beim Büro der Busgesellschaft etwa 20 Minuten warten, danach wurden wir mit einem Minibus zum Hafen gebracht. Von dort aus ging es mit einem Schnellboot weiter bis zur Insel Cat Ba. Da wir noch am anderen Ende der Insel waren, mussten wir nochmals etwa 40 Minuten mit einem Minibus fahren und kamen schlussendlich gegen 12.00 Uhr in der Stadt an. Es hatte also alles bestens geklappt mit dem Transport, aber leider geben einem die Leute in Hanoi überhaupt keine Auskunft über diese Möglichkeit, da sie ihre Touren verkaufen wollen. Ich checkte im Hotel ein, welches ich mir zuvor im Internet angeschaut hatte. Hier gab es ein 14er Mehrbettzimmer, aber zum Glück war ich die Einzige. Ich schaute mir zuerst das Zentrum noch ein wenig an, bevor ich zum ersten Strand lief. Von dort aus konnte man über einen schönen Weg um den kleinen Hügel laufen, um zum nächsten Strand zu kommen. Hier hatte es etwas mehr Leute und der Strand war ziemlich verschmutzt. Der dritte Strand war ähnlich wie der zweite. So kehrte ich auf dem schönen Weg zurück Richtung erster Strand und setzte mich auf einen Felsvorsprung, wo ich die schöne Aussicht und die Ruhe genoss. Es kam mehr als eine Stunde kein einziger Tourist vorbei. Am späten Nachmittag musste ich noch abklären, welche Touren angeboten werden. Ich entschloss mich schlussendlich für irgendein Reisebüro. Eigentlich hätte ich jedoch wieder aus dem Reisebüro hinaus gehen sollen, denn der Typ war sowas von unsympathisch, aber ich hatte keine Energie mehr, nochmals überall nachzufragen. So buchte ich die Tour und danach ging ich etwas essen. Ich traf wieder auf Chantal und Bilu, die in Begleitung eines Südkoreaners waren. Später kamen noch Mirjam und Jebbe hinzu aus Dänemark, die die Schweizer von der Reise her kannten. Hier treffen wohl alle wieder zusammen.

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Otane75
Hallo zusammen, am 19. September 2011 gehts los nach Bangkok, die erste Stadt von meiner hoffentlich langen Asienreise... gerne berichte ich auf diesem Blog über meine Reise und hoffe, auch von Euch ab und zu News zu lesen...! Um in Kontakt zu bleiben bin ich wie eh und je über gabikuehne@hotmail.com erreichbar. Bis bald Grüessli Gabi ******************************** Hello everybody on the 19th of September I'll start my trip to Bangkok, the first city from my hopefully long trip to Southeastasia. On this blog you may see some pictures. The text will be in german only - s... full info
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