Samarkand


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Asia » Uzbekistan » Samarkand
September 21st 2010
Published: November 22nd 2010EDIT THIS ENTRY

Samarkand hat bereits einen magisch klingenden Namen, Tausendundeinenacht steht einem unaufgefordert vor den Augen. Und tatsächlich, die Gebäude in dieser Stadt sind eine Klasse für sich. Der alte Hauptplatz, der Registan, hat nicht (wie das in Europa der Fall wäre) auf einer Seite das religiöse Hauptgebäude, daneben das Rathaus und auf einer dritten Seite vielleicht den Markt. Der Registan hat auf drei Seiten eine Medrese, (im Mittelalter waren dies Universitäten). Die Medresen wenden sich alle dem Platz mit einem Iwan zu, einem grossen überdimensionalen „Eingangstor“ das eine Art Halb- oder Teilkuppel ist.
Auch die Nekropole Schohisinda mit seinen 11 Mausoleen ist prachtvoll und wie aus einem Märchen aus Tausenduneinernacht.
Neben den unzähligen schön restaurierten Mausoleen und Medresen wirkt die Stadt Samarkand seltsam leblos. Alles ist auf Tourismus ausgerichtet, jeder Eintritt in eine Medrese kostet etwas und wenn man noch Fotos machen möchte, dann sollte man noch zusätzlich etwas drauflegen (was wir aber meistens nicht gemacht haben…..). In den Medresen und Mausoleen selber gibt es unzählige Shops, in denen Souvenirs, Teppiche, Buchständer, Taschen, …. Angeboten werden. Es ist für uns etwas seltsam, dass man in diesen „heiligen“ Städten überall etwas verkaufen oder sonst irgendwie zu Geld kommen möchte. Auch der Polizist, der jeweils zuständig ist für die „Bewachung“ des Registan (übrigens ein sehr beliebter Posten unter Polizisten) verdient mit den Touristen nicht schlecht dazu. Er spricht ungeniert alle Touristen an…: „ Are you interested in Minarett? This is my secret business… 10000 Sum only for you…. Für 10000 Sum pro Person (etwa 5 Dollar) kann man also vom Minarett auf dem Registan und die Stadt Samarkand herunterschauen und das Geld wandert natürlich direkt in die Tasche des Polizisten selbst..... Wir liessen uns dann doch noch dazu hinreissen auf das Minarett zu steigen (by night), nachdem wir den Preis auf die Hälfte runtergehandelt hatten (siehe Fotos).
Die Frauen aus Samarkand sind in farbige, plüschige Kleider gehüllt. Die westliche Mode hat sich hier also noch nicht durchgesetzt….
In Samarkand haben wir im B&B Bahodir übernachtet, eine Oase für Rucksacktouristen. In einem lauschigen Innenhof kann man sich mit anderen Reisenden austauschen. Es ist auch mal sehr schön, seine Erlebnisse und Erfahrungen mit anderen Reisenden zu teilen, die irgenwie ähnlich ticken… Claudio, ein Italiener aus Treviso, ist seit mehreren Monaten mit seinem Scooter unterwegs. Er startete in seiner Heimatstadt Treviso und fuhr die ganze Strecke bis nach Samarkand und möchte weiter bis nach China. Er möchte ins Guinness Buch der Rekorde und berichtet regelmässig im Radio von seinen Abenteuern. Die beiden Schweizer Adrienne und Christian haben Tadschikistan bereist und möchten jetzt noch die Städte Samarkand und Buchara sehen. Einige dieser Reisenden werden wir auf unserem weiteren Weg durch Usbekistan immer wieder treffen….



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