willkommen am ende des regenbogens


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Palau's flag
Oceania » Palau » Babeldaob
April 11th 2010
Published: April 12th 2010EDIT THIS ENTRY

wieder ein tag voller reisen sollte uns erwarten:

es gings wieder mal morgens los, wo wir mit dem öffentlichen mini-van von donsol nach legazpi fuhren, um von dort nach manila zu fliegen.
im bus kam mani drauf, dass er sein handy im zimmer vergessen hatte, nach einem telefonat mit dem resort würden wir mittags einen fahrer beim flughafen treffen, der uns das handy vorbeibringt, weil er sowieso einen transport hat - das nenn ich mal hilfsbereit!!
mani zweifelte zwar, aber der typ kam wirklich und wollte noch nicht mal ein kleines dankeschön dafür haben, die menschen hier sind so unterschiedlich manchmal. in manila zocken sie dich ab, hier wollte er nicht mal 50 peso (nicht mal 1 euro) annehmen...
unser flug startete wieder mal verspätet, wir haben uns gar nicht mehr gewundert, aber da der flug nach palau ja eh erst am abend gehn sollte, war alles im rahmen.

in manila mussten wir dann den terminal wechseln, wir waren ja immer nur im terminal 2 gewesen, einem ziemlich neuen, doch da starteten nur die domestic-flüge. der internationale ist terminal 1, welcher ungefähr 15 minuten mit dem bus entfernt ist und veraltet ist, kein vergleich mit dem terminal 2.
es gibt zwar gratis internet, aber fast keine sitzplätze, auch kein richtiges restaurant vor dem check in und wenn man schon einige stunden vorher da ist, so wie wir, dann wird einem langsam fad *g
beim check in trafen wir dann auch die schweizer wieder, die ebenfalls nach palau flogen um 1 woche tauchen zu gehen, wir hatten 9 tage und waren uns noch nicht sicher, ob wir tauchen probieren wollten, bin ja ein bisschen ängstlich bei solchen sachen unter wasser *g

vor dem boarding wurden wir noch auf nadel und faden durchgesackelt, alles wurde kontrolliert, selbst meine toilettentasche und meine schuhe, auch flip-flops, wurden auf bomben hin untersucht :-) palau gehört zwar nicht offiziell zu amerika, da der flug aber weiterging nach guam - das zu amerika gehört, mussten wir das über uns ergehn lassen.

ja und dann, 3h später, um 1 uhr morgens, waren wir angekommen in palau, am ende des regenbogens :-)
wir hatten schon vorab eine unterkunft gebucht, das arai view annex hotel (nicht zu verwechseln mit dem großen arai view bunker, einige meter entfernt - http://kateyshealinggarden.com/index.php?p=1_15_Place-to-Stay).
wir wurden vom kristy, einer philippina, die schon 20 jahre auf palau arbeitet, abgeholt, das hotel liegt wirklich nur einige minuten vom flughafen entfernt, gleich neben der straße, dahinter fängt der mangrovenwald an.

am nächsten morgen starteten wir erstmal mit einem mega frühstück vom küchenchef nestor, auch ein philippine, der schon seit 3 jahren hier arbeitet. danach brachten sie uns nach koror, der früheren hauptstadt von palau, in der sich aber nach wie vor alles abspielt. 2006 beschloss die regierung, dass diese eine neue hauptstadt brauchen, so wurde auf der hauptinsel babelthuap einfach ein berg abgeholzt und da steht nun das vermutlich größte regierungsgebäude von ganz mikronesien, ich glaube nicht mal das parlament in wien ist so groß, wie dieser palast.

wir wollten gleich mal eine tour für den nächsten tag ausmachen und wenn man schon in palau ist, muss man auch zu sam´s - der tauchagentour in palau. man war nicht auf palau, wenn man nicht bei sam´s war, hab ich mal wo gelesen *g
dort trafen wir auch die schweizer wieder, die hatten schon mal ihre tauchausrüstung gecheckt und wir buchten eine schnorcheltour zum berühmten jellyfishlake am nächsten tag. tja, und wie das halt so ist, in einem tauchgeschäft, im angeblich besten tauchgebiet der welt, wird einem das auch schmackhaft gemacht, auch wenn es noch soviel kostet und schlussendlich buchten wir auch eine schnupper-schnorcheltour, so ganz überzeugt war ich aber noch nicht, dass ich das schaffen werde *g

weiter gings später ins touribüro, zu einem internetcafe und dem aquarium, wo man alle fische sehen konnte, die es in palau gibt. hier ist uns auch wieder aufgefallen, dass vor dem aquarium zwei krokos in einem ziemlich kleinem gehege gehalten werden, sowas würd bei uns niemals funktionieren, da wär schon der tierschutz und der wwf oder was auch immer da...

den tag wollten wir am strand ausklingen lassen, bevor wir eines der besten abendessen überhaupt serviert bekommen haben. der fisch war einfach ein traum, seit dieser reise bin ich sowieso begeisterter reis-fan und das gemüse war auch lecker, von mir aus kanns das jeden tag geben *g

neuer tag, neue abenteuer:
wir starteten um halb 8 zu sam´s, wo unsere tour um 9 uhr startete (frühstück war noch zwischendrin). wir waren zu 7 unterwegs, alles amerikaner oder kanadier mit uns am boot. schon einige meter nach dem hafen waren wir begeistert von der wasserfarbe - alles so klar, man brauchte gar nicht auszusteigen, auch im boot konnte man noch alles sehen und grün und blau soweit das auge reicht. auch war es sehr ruhig, da das riff, dass die meisten inseln von palau umgibt, die starken wellen abfängt.

zuerst fuhren wir zu einem platz, der sich milky way nennt. auf dem grund gibt es einen weissen gatsch - keine ahnung was das wirklich ist, es ist nicht tief, man kann ohne was hinuntertauchen und sich den gatsch ins gesicht schmieren, ob er allerdings eine heilende wirkung hat, bezweifle ich. begrüßt wurden wir von einem kroko, dass ich auf einem felsen sonnte und lt. unserem guide, ist das das einzige hier, also konnten wir das wasser genießen.

weiter gings zum ersten schnorchelspot, wo ich probleme mit meinem schnorchel hatte, weil immer wieder wasser von oben hineinfloss, der hatte wohl ein loch. zum glück hatte ich mir aber einen ersatz von sam´s mitgenommen und nach dem tausch gings auch super, trotzdem lieber mit rettungsweste.
schon hier sahen wir so viele, kleiner bunter fische, keine ahnung wie die alle heissen aber es war fast so wie im aquarium tags zuvor, wir sahen soviel unterschiedliche fische.

doch der wirkliche höhepunkt war erst der nächste spot: der big drop off!!!
die taucher unter euch werden sich jetzt was vorstellen können, ich hatte keine ahnung was da auf mich zukommt, doch umso geiler war es!
zuerst geht man einige meter lang im knietiefen wasser und von null auf nix ist da eine steilwand, wo es mindestens 300 meter in die tiefe geht, ich glaube ganz genau wissen sie es nicht, wie weit es ist.
hier findet man so ziemlich alles, was es gibt in den gewässern umher - es war unbeschreiblich!!!
da muss man gar nicht tauchen gehn, schon beim schnorcheln sieht man alle arten von fische und auch haie haben wir gesehen, gar nicht weit weg von uns. super war auch, dass man sich nur treiben lassen muss, aufgrund der strömung kommt man ganz easy am steilhang vorbei und kann sich alles in ruhe anschaun. wirklich, das war der geilste schnorchelplatz überhaupt, ich glaube, der kann auch nicht mehr so leicht getoppt werden. achja, die wasserfarbe war wirklich so blitzblau wie auf den fotos! :-)

so, jetzt brauchten wir erstmal eine stärkung, nach all den eindrücken. auch hier konnten wir eine kleinen hai im wasser beobachten, sowas kann einem nur in palau passieren, ein hai als gesellschaft beim mittagessen *g

bevor es zum jellyfishlake ging, schauten wir noch in clam-city vorbei, einer ansammlung von rießenmuscheln und die waren wirklich groß.

der nächste stopp war das, auf das wir uns eigentlich am meisten gefreut hatten bei der planung, wir würden durch einen see mit quallen schwimmen, die nicht stechen bzw. spürt man das nicht. das ist einzigartig in der welt und diese seen (es gibt 7 davon) gibt es nur in palau.
zuerst muss man ein bisschen kraxeln und gut aufpassen dabei, der kanadier von uns gab einmal geräusche von sich, wie wenn er gleich sterben würde, aber wir haben nicht mal blut gesehen. männer, halten eben keine schmerzen aus *g
im see selber sind anfangs nur ein paar und wenn man zum sonnigstens platz schwimmt, jo bistdu - da sind sie dann und man glaubt es nicht, wieviele es da doch gibt. wahnsinn, zuerst probierst du noch auszuweichen aber keine chance, da sind soviele, augen zu und durch :-)
ich glaube, die bilder sprechen für sich...

der letzte schnorchelspot war ein platz, der friedhof genannt wurde, wieso weiß ich leider nicht mehr, da lernten wir den könig der fische kennen, den napoleon, der bis zu 200kg schwer werden kann.

auf der rückfahrt beschlossen wir dann, dass wir das tauchen absagen werden, ich glaub, das würd ich nicht packen und mani hatte schon beim tauchen in 2-3 metern tiefe einen ohrendruck.

so mieteten wir uns ein auto für den nächsten tag und wollten die insel babeldaob, die größte von palau und auch die, auf der wir wohnten, erkunden. unser auto war ein kleiner flitzer mit automatik, wie die meisten in palau und irgendwie war der extrem laut. wir versuchten zur ersten attraktion zu kommen, haben aber den falschen weg erwischt und da beschlossen wir, dass wir nochmal zum autovermieter fahren und um ein anderes auto bitten, das muss dringend zur werkstatt.
hat alles hingehaut, wir haben ein neues auto bekommen und los gings... nur ist in palau so gut wie nichts beschildert. auf der karte ist alles super eingezeichnet, rund um die insel geht eine asphaltierte strasse, sobald man aber von dieser abfährt gibt es nur mehr schotterwege und meistens erwischt man dann den falschen. an diesem tag haben wir nicht viel gesehen, unser benzin war dem ende und wir dachten uns, in der neuen hauptstadt wird es wohl am ehesten eine tankstelle geben... weit gefehlt, es gab da gar nichts, weil die erste hinweistafel auch ins nirgendwo führte - erst die 2. tafel führte uns ins richtige dorf, wo es aber natürlich keine tankstelle gab. mit ach und krach erreichten wir diese im nächsten dorf und so machten wir uns auf den weg zur nächsten attraktion, den steingesichtern. wir haben gesucht und gefragt bis wir es endlich sahen, da standen in einem privaten garten 4 steinklötze, in denen mehr oder weniger gesichter zu erkennen waren - auf den fotos hat das alles ein bisschen spektakulärer ausgeschaut *g

weiter gings mit den monoliten, die so ähnlich wie die auf der osterinsel sein sollten... hm, zuerst mal , haben wir wieder mal die abfahrt nicht gefunden und dann war das auch nicht so aufregend. gut, stehn ein paar steine aus dem boden in verschiedener anordnung, 5 dollar eintritt war das nicht ganz wert.
eigentlich gäbe es noch viel mehr anzuschaun, aber es wurde schon dunkel und wir hatten nur einen bruchteil von den attraktionen gesehen, also behielten wir das auto auch noch für den nächsten tag und besuchten einen wasserfall (die einzige attraktion, die von der straße aus beschrieben ist) und eine lokomotive aus kriegszeiten (während dem 2. weltkrieg wurde heftig um palau gekämpft - japan gegen usa). wir besuchten auch noch den japanischischen leuchtturm, was eine einmalige aussicht auf beide küsten am nördlichsten punkt von babeldaob darbietet.

der countdown tickte immer lauter, es war nun sonntag und am freitag ging bereits unsere maschine zurück nach manila und samstag würden sich unsere wege wieder trennen, wir wollten aber auch noch zu einem platz, wo es sandstrand gibt. in koror und babeldaop gibt es nur steinküste, wie in kroatien und in den 70 islands oder den rock islands, dort wo sich die tagestouren abspielen, kommt man ohne boot nicht hin und da bräuchten wir eine campingausrüstung, wenn wir da übernachten wollten.
also fiel unsere wahl auf peleliu, eine insel 40 km südlich von koror.

ein tipp noch zum ausgehen in koror: wir waren nur 1x auswärts essen, da es im arai view billiger war uns das essen supergut, aber da es viele japanische und taiwanesiche urlauber gibt auf der insel, gibt es dementsprechend auch viele resti´s, die sich auf diese urlauber eingestellt haben. im jive haben wir einmal gegessen, es war teuer und die haben einen affen in einen winzig kleinen käfig gesperrt, da sollte man nicht speisen, um das nicht noch zu fördern.




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