Puerto Maldonado 28.11.-08.12.09


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December 11th 2009
Published: December 11th 2009
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Puerto Maldonado 28.11.09 - 08.12.09

Wir verbrachten 10 Tage in Puerto Maldonado und davon eine ganze Woche in der Selva. Wir flogen von Cusco nach Puerto Maldonado und wurden am Flughafen von Sue abgeholt Sie und ihr Mann Jim arbeiten fuer eine kirchliche Gemeinde. Dorothe hat ihre Adresse von “ihrem” Pastor in Arequipa erhalten (welcher mit dem Paar befreundet ist) und so sind wir an unserer Unterkunft gelangt. Am Flughafen haben wir auch noch Bernhard und Hanni aus der Schweiz kennengelernt, die vor 16 Jahren in Puerto Maldonado eine Gemeinde aufgebaut haben und vor 18 Monaten wieder dahin zurückgekehrt sind. Dieses Pastorenehepaar hat fuer eine Jungle tour die Anakonda Lodge empfohlen, welche von einem Scheizer namens Donald und seiner thailaendischen Frau Wadee geführt wird. Also wurden wir dorthin gefahren und sind dort neben einem feinen thai-lunch auch mit unserem zukuenftigen Jungle Guide Felix gestossen, der natürlich ein Freund von Donald ist. Zusammen mit Felix bastelten wir dann unsere Urwaldexkursion zusammen... Ein paar Tage Zelten im Urwald und Besuch am Lago Sandoval.

Am Montag sollte es los gehen, wurde allerdings auf Dienstag verschoben. So hatten wir noch genügend Zeit fuer Besuche im Internet Cafe, die Plaza de Armas zu erkunden und Eis zu essen (viel mehr gibt es in Puerto nicht zu tun, denn es ist ein Kaff in der Pampa). Wir besuchten auch die Anakonda Lodge nochmals um nochmals lecker Thai zu essen und danach gingen wir zu Fuss zu Hanni und Bernhard... Was eine nicht allzu gute Idee war, denn es war etwas weiter als wir dachten.... Und gerade als wir nach einbruch der Dunkelheit eine Taxi fuer die letzten Meter nehmen wollten, gabelte uns Jim mit dem Motocarro auf. Der traute seinen augen nicht als er uns Huehner auf der Strasse sah und bot uns an hinten auf den Motocarro zuklettern damit er uns mitnehmen konnte. Bei Bernhard und Hanni empfing uns ihr grosser Hund mit dem schnuckeligen Namen Mutzli sehr heftig und nachdem er sich beruhigt hatte gab es ein super z Nacht; selbstgebackenes feines Brot und selbstgemachtes Joghurt und dazu Fruchtsalat - so was von lecker!!!

Am Dienstag morgen ging es dann per Boot in den Dschungel - Guide Felix, Ernesto der Motorista, Vilma die Koechin und Dorothe und ich. Es ging 8 h lang Fluss aufwärts Zuerst Madre de Dios, dann via Rio Piedra in den Rio Paria Manu. Unterwegs bekamen wir nebst braunem Wasser (wenn es regnet das Wasser noch brauner als sonst) auch die Mineria zu Gesicht, die Suche nach Gold. Das Gold gibt es als Staub im Boden. Um es aus dem sandigen Boden rauszuholen, pumpen die Arbeiter einfach Wasser aus dem Fluss und spritzen es auf das Flussufer und spuelen so das Erdreich über eine Art Teppich (in welchem der Goldstaub offenbar hängenbleibt) wieder runter in den Fluss. Am Ende jeden wird dann der Goldstaub rausgschuettelt, in ein Fass und gespuelt und dann mit Quecksilber versetzt. Das ganze wird mit blossen Haenden oder Fuessen gemischt und nachdem das Quecksilber verdampft ist, bleiben 7-15 g reines Gold in Form von Nuggets zurück. Wenn eine Mine weniger als 7 g pro Tag hergibt, wird an einen anderen Ort am Fluss gewechselt. Zurueck bleibt ein trauriges Bild der Zerstörung: gewaltige Luecken im Ufer mit umgekippten Bäumen, Abfall und die uebereste des Camps. Eine äusserst fragwuerdige Methode des Goldabbaus, denn die Ausbeute ist im Vergleich zur Zerstoerung und der gigantischen Verschmutzung der Umwelt durch das Quecksilber einfach lächerlich. Aber Gold zieht die armen an und gibt ihnen die truegerische Hoffnung auf ein besseres Leben. Tatsache ist arm bleibt arm, denn die Arbeiter werden vieler Orts nur ausgebeutet, da Kosten fuer Unterkunft und Verpflegung den Lohn of bis auf wengige Cents auffressen.
Wir verbrachten 3 Naechte in unserem Zeltlager an einem kleinen Sandstrand im Rio Paria Manu. Morgens vor dem Fruehstueck stand jeweils ein Spaziergang zur nahe gelegenen Colpa auf dem Programm um die Ara zu beobachten die sich dort taeglich verpflegen. Eine Angelegenheit die mit viel Warten verbunden war und der gelegentliche Bootsverkehr auf dem Fluss war keine Hilfe. Der Laerm der abartig laut knatternden Motoren verscheuchte die Voegel zig mal. Nichts desto totz, wir bekamen die rot-gruenen Aras 2 mal zu Gesicht ... Wunderschoene Vögel! Nach dem z Morge, ging es meistens auf einen Spaziergang in den Dschungel... Viele Tiere aussen Voegeln, Ameisen und anderen Insekten bekamen wir leider nie zu sehen, dafür war die Vegetation zum einen zu dicht und zum anderen verrbachten wir nie Stunden mit warten auf ein Tier. Auf unserem letzten Spaziergang trafen wir auf Jaguarspuren. Es gibt ihn also doch noch!! Das war das Highlight dieses Tages. Es hatte jeder Tag sein Highlight. In der Dunkelheit der ersten Nacht gingen wir auf Kaiman suche... Wir fanden taetsaechlich welche. Den ersten versuchte Felix fangen... Er war ein bisschen groesser als angenommen und unser Guide lande e beinahe im Wasser. Den 2. Kaiman fuhren wir beinahe über den Haufen auf Grund eines Missverstaendnisses der Zeichensprache zwischen guide und Motorista. Die weiteren leuchtenden Augen tauchten jeweils als wir uns näherten, die schienen zu wissen wieso. Kaimane waren das Highlight dieses Tages. Bei Tag 2 waren es die Aras, bei Tag 3 “fand” Felix eine Schlange, sie war ca. 1, 5 lang, grau mit weissem Bauch. Tag 4 hatte nebst den Jaguarspuren sogar noch weitere Highlights: am morgen hing an meiner Fischerrute ein Fisch, ein ziemlich grosser sogar und Vilma bereitete daraus ein leckeres Mittagessen. Vor dem Mittgessen konnten Dorothe und ich uns ein Bad goennen in einem kleinen Zufluss - klares Wasser! Wie schoen und entspannend.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Lago Sandoval... Wir schlugen unsere Zelte am Rio Madre de Dios auf und erlebten die Regenreichste Nacht seit Machu Pichu. Es schifft fuer Stunden in Stroemen. Am fruehen naechsten Morgen setzten wir unsere Reise fort. Zuerst noch etwas Flussabwaerts im Rio Madre de Dios, dann zu Fuss weiter., ausgerüstet mit Gummistiefeln. Nach einem kurzen Stop im informations-Center des Tambopota Naturschutz Gebietes ging es ca. 1 h lang zu Fuss über einen matschigen Pfad bis zu einer Bootsanlegestelle. Die Lodge erreichten wir über den See, eine gemuetliche, langsame Fahrt auf der wir schon einiges an Voegeln beobachten konnten. Nach dem Zimmer beziehen, dem Mittagessen und einem erfrischenden Bad im See ging es wieder auf Erkundungstour per Boot. Wir hoerten und sahen Bruellaffen, verschiedene Voegel und nach Einbruch der Dunkelheit fanden wir auch wieder Kaimane. Unser Guide (wir waren nun mit Jose unterwegs) fing einen jungen Kaiman - schoenes Tier mit sehr scharfen Zaehnen. Nach einem Nachtessen das aus lauwarmen Spaghetti bestand und nach ein paar runden Tschau-Sepp mit Jose gingen wir zu Bett.

Der naechste Tag startete sehr früh... Wir wurden um 4:45 Uhr geweckt. Wir gurkten ca. 1,5 Stunden lang auf dem See um ohne viel Spannendes zu sehen. Als wir aber den Aussichtsturm raufkletterten wurden wir fuer unsere Geduld belohnt: Im Dach des Turmes hatte es kleine Fledermaeuse und im See waren plötzlich die Riesenotter zu sehen. Wir beobachteten sie mit dem Fernglas eine Weile und kehrten dann ins Boot zurück um sie von etwas naeher zu beobachten. Praechtige Tiere und sehr neugierig. Die kamen zum boot hin, schwammen darum herum, richtig schoen, aber schwierig zum fotografieren. Nach einem ziemlich lausigen Fruestueck ging es auf einen Waldspaziergang, dann gab es ein akzeptables Mittagessen, ein erfrischendes Bad im See und dann schon die Abreise per Boot. Kaum abgelegt, stiessen wir auf eine kleine Gruppe Totenkopfaeffchen so als 2. Tierisches Highlight des Tages.
Wieder in der Anakonda Lodge Telefonierten wir mit Sue, die uns mitteilte, dass sie uns leider nicht abholen koenne, da sie einen Plattfuss am Auto hatte. So kam es, dass wir eine Nacht in der Anakonda Lodge verbrachten, ein Ort mit Strom! Das hatten wir schon seit langem nicht mehr.

Nach einem Hammer-Fruehstueck reisen wir per Collecttivo in die Stadt um die von der Selva gezeichneten Kleider in die Waescherei zu bringen und wieder mal ins Internet zu gehen. Sue holte uns am spaeten Nachmittag ab und wir verbrachten einen gemuetlichen letzten Abend in Puerto Maldonado... Begleitet von einem feinen Essen und einem Besuch ihres Nachtaffen Winnie.

Am folgenden Tag holten wir unsere Waesche ab, fuhren nochmals in die Anakonda Lodge um uns von Wadee und Donald und natürlich Felix zu verabschieden. Am Flughafen verabschiedeten wir uns von der herzlichen Sue. Er Flug nach Cusco mit Star Peru war kurz und angenehm, allerdings etwa 1,5 Stunden verspätet. In Cusco gingen wir fein Essen im Jacks Cafe und reisten am fruehen Abend an den Bus terminal wo wir in den Nachtbus nach Arequipa stiegen. Wir kamen wohlbehalten, aber ziemlich muede in Arequipa an. Nach einem Morgentee im Terminal Terestre, fruehstueck nahe Plaza de Armas (war gar nicht so einfach ein offenes Lokal zu finden um diese eher fruehe Uhrzeit), relaxen in der Morgensonne vor der Kathedrale und natürlich wieder mal Internet, trafen wir uns mit unserem ehemaligen Tanzlehrer Johnny. Der liebe Kerl hat mir auch eine Bleibe fuer ein paar Tage organisiert. Ganz nette Leute die mal bis vor ein paar Tagen im Gebaeude der Tanzschule gewohnt haben.
Dorothe und ich geniessen nun ein paar ruhige Tage in Arequipa bevor es am Samstag fuer 4 Tage in den Colca Canyon geht. Wieder mal etwas Trekking, denn schliesslich muss man ja wieder mal was machen!




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