Ein Markt der unendlichen Möglichkeiten


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March 4th 2019
Published: March 6th 2019
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Abendmahl mit MeeschweichenAbendmahl mit MeeschweichenAbendmahl mit Meeschweichen

Leider ist es verwackelt, weil man, sobald man nicht fotografieren darf, vielleicht nicht mit Blitz fotografieren sollte.
Also ich kann im Vorraus schon einmal sagen, dass mich heute die Regezeit in Cusco doch noch erwischt hat. Und doch habe ich noch zwei Sachen von meiner Liste streichen können. Nach einem enspannten Frühstück, welches wieder das gleiche war wie am Tag zuvor, habe ich mich aufgemacht, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Und meine wahl viel auf eine kleine Pastete, gefüllt mit der hiesigen Spezialität lomo saltado, was am Ende wahrscheinlich bloß gesalzenes Fleisch war, aber in Kombination mit dem süßen Teig, der es umgeben hat, war es super. Dann ging es mit neu erstarkten Kräften weiter zu der Kathedrale, die am Tag zuvor noch von Feiernden Karnevalisten blockiert wurde. Dies ist, wie zu erwarten, eine katholische Kirche und dementsprechend pompös war sie ausgestattet. Im Hauptschiff befanden sich meterhohe Gemälde, die diverse Heilige und ihren Lebensweg zeigten, aber auch ein, zwei besondere Motive. Berühmt ist zum Beispiel das Bildnis des Letzten Abendmahl, wo vor Jesus ein Meerschweinchen zu sehen ist, das nur noch darauf wartet verspeist zu werden. Oder der schwarze Jesus, der im 17. Jahrhundert zu dem Schutzpatronen gegen Erdbeben wurde und seitdem in der Osterwoche eine eigene Prozession spendiert bekommen hat. Leider durfte man keine Fotos machen,
Das HauptschiffDas HauptschiffDas Hauptschiff

Hier wird wenigsten die Größe sichtbar, wenn auch schief.
weshalb nur ein oder zwei verwackelte Bilder entstanden sind und ein schiefes bei diesem Besuch herausgekommen sind. Aber die Größe des Hauptschiffs kommt doch recht gut durch und seine dunklen Säulen, die im direkten Kontrast zu den weißen Deckenwölbungen stehen. Insgesamt war es eine eindrucksvolle Kirche, die sich allerdings erst so richtig interessant gemacht hat durch ihre lokalen Eigenarten. Und genau darum ging es mir auch als nächstes. Ich wollte erleben, was diese Stadt besonders macht und dafür ging es auf den Markt, um zu sehen wie gefeilscht wird, wie die frischesten aller Früchte angebote werden und vor allem was alles angeboten wurde. Und da gab es eine Menge. Wichtig ist vielleicht auch zu erwähnen, dass das Ganze überdacht war und sogar in seine einzelnen Bereiche aufgeteilt. Da gab es zum Beispiel, den besagten Fruchtteil, wo es von mir bekannten Früchten wie Mangos, Äpfeln oder Orangen, über Früchte die ich zwar kennen sollte, aber wohl noch nie reif gesehen hatte, wie Passionsfrüchte, die nicht lila und schrumpelig waren, sondern fest und orange, zu Cherimoyas, die außen wie eine Schlangenhaut aussieht, also von großen, grünen Schuppen umgeben. Und innendrin erwartet einen dann sehr sanftes weißes Fruchtfleisch mit mehreren großen Kernen. Und
Der Markt San PedroDer Markt San PedroDer Markt San Pedro

Hier ist die Haupthalle zu sehen.
schmecken tut das ganze am ehesten nach einer süßen Banane, die sehr weiches Fruchtfleisch besitzt, aber da war auch noch ein besonderer Geschmack, den ich nicht erklären kann. Und direkt daneben gab es eine Reihe von Ständen, die diese Früchte direkt verarbeitet haben und als Smoothie angeboten haben. Ich selbst habe mich wieder einmal als Mango Liebhaber offenbart und einen Shake mit Milch getrunken. Einfach herrlich. Und es gab noch Stände mit sämtlichen Gewürzen oder Getränken und etwas weiter hinten lauerte noch Stände mit frischem Fleisch und Fisch. Und daneben gab es wiederum noch "Restaurants", die allerdings mehr wie ein Schalter an dem man Tickets abholt anmuteteten. Als ich den Markt verließ fand ich vor mir eine Straße, die die wirklichen Leckerbissen präsentierte. Neben normalen Gewürzständen, die inmitten dieser Nebenstraße waren gab es rechts und links Fleischerstände, die unteranderem ganze Köpfe, Herzen oder allerlei Innereien feilboten. Und diese konnte man nicht nur in Geschäften finden, sondern auch ein einfachen Plastikschalen auf dem Boden. Nachdem ich dort nichts kaufen wollte, machte ich mich auf den Weg zurück auf mein Zimmer, weil die Mittagssonne gerade erst so richtig Fahrt aufnahm. Und kaum war ich über die Türschwelle getrehten, zog sich der Himmel zu und eine weitere Viertelstunde später fing es an in Strömen zu regnen. Und das hat auch nicht mehr aufgehört. Zumindest nicht bis ich später eingeschlafen bin. Natürlich war ich noch kurz etwas zu Abend essen, doch nach diesen 200 Metern war ich bis auf die Knochen nass. Da ist wohl Wasser auf meine Pläne gefallen, doch ich hatte ja noch einen weiteren Tag in der Hinterhand.


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