chocolate


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Peru's flag
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July 1st 2014
Published: July 2nd 2014
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seit dem eisigen aufstieg zum gipfel des chachani wollen meine zehen nicht mehr richtig auftauen. sie fühlen sich immer noch taub an und schön langsam mache ich mir fast ein wenig sorgen - ob sie wohl abfallen?! :-)
gemeinsam mit den wieder getroffenen deutschen alicia und alex wird gefrühstückt und anschließend ein schokoladen workshop ausgemacht.
außerdem besichtigen wir heute das berühmteste gebäude arequipas. eigentlich ist es nicht nur ein gebäude, sondern eine stadt in der stadt. das kloster santa catalina ist seit dem 17. jahrhundert ein architektonisches meisterwerk. gebaut aus dem viel verwendeten lava-gestein, sind drei kreugänge, patios, kleine wohneinheiten und kirchlein durch eigene schmale straßen miteinander verbunden. plätze mit brunnen, ein eigener überdachter pool, ein offener waschplatz, zwei friedhöfe, küchen, bäckereien und zahlreiche dachterassen sind heute für die öffentlichkeit begehbar. der sonst überall in arequipa in strahlendem weiß belassene lava-stein wurde innerhalb der klostermauern in strahlendem blau und warmem rot gestrichen. nach jeder ecke, jedem torbogen, wechselt die wandfarbe. vor dem irisierend blitzenden blau stehen knallig rote pellagonien in perfektem kontrast während vor dem erdigen rot gelbe kaktusblüten eine symbiose bilden. dunkle, alte, teilweise wurmgemarterte tore sitzen in rundbögen, unter pyramidenen dächern und zwischen friedlich mit marghariten bewachsenen gärten. über uns liegt leichter nonnengesang und biblische fresken. leise und besonnen wandern wir stundenlang durch ehemalige nonnen-zellen mit küchen, betten, schränkchen und utensilien, wie eben erst verlassen! die ehre, arequipas beste sehenswürdigkeit zu sein, trägt das kloster nicht zu unrecht.
nach wunderbar anderem essen, französische crepes in der crepisimo-bar, kaufen wir noch rasch fürs abendessen ein. der mercado san camilo bietet alles, was es zu einem ausgewogenen salat braucht. das hohe wellblechdach des riesigen marktes bietet schutz für die vielen, unüberschaubar vielen, obst-, gemüse-, fleisch- und haushaltswaren-stände. hier kann man auch die neuesten gesundheitsdrinks verkosten. gemixter frosch gehört ebenso dazu, wie wunderpillchen für einfach alles! ob die speziellen mittelchen außer diarrhoe auch noch andere wirkungen zeigen sei dahingestellt.
nachmittags beginnt dann unser schokoladenkurs. schokolade, der ursprünglich aphrodisierende trunk der azteken und mayas, hat seine hauptproduktion schon vor langer zeit von südamerika nach afrika verloren. gerade in peru wird aber immer noch die teuerste, weil so reich an kakaobitter, aller schokoladensorten hergestellt. so lernen wir viel über anbau, ernte, fermentierung, röstung und legen selbst hand an. wir lesen,knacken und mahlen das gold der alten zeit erst zu chili-schoko-honig-wasser. später gießen wir unsere eigenen kleinen täfelchen. gefüllt mit chili, zimt, quinoa, coca und chia-samen tragen wir sie stolz nach hause, die glänzenden täfelchen.
so ein schön gemütlicher tag in arequipa geht bei gemeinsamem abendessen über fisch, salat und obst zu ende.
ein bisschen ruhe für das impressions-ünerladene traveller-hirn ;-)


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