Mindo & meine letzte Woche in Quito


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July 28th 2018
Published: August 7th 2018
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Nach meinen 4 Wochen Freiwilligendienst im Amazonas, bin ich zurück nach Quito gefahren und, natürlich, ging ich wieder ins Casa Urbana Hostel, das mehr wie ein zu Hause für mich war als ein Hostel.

Ich habe mich sehr gefreut, die super nette Besitzerin, Carolina, und Jamshid, den Freiwilligen aus Usbekistan, wiederzusehen! :-)



Zum Glück war meine Freundin Elena aus der Schweiz (die ich in Minca in Kolumbien kennengelernt hatte) auch in Quito und so schafften wir es am nächsten Tag endlich uns wiederzusehen. Wir haben uns erst im Juan Valdez Café getroffen (mein Lieblingscafé, eine Art südamerikanischer Starbucks – gleiche Preise...), wo ich den Morgen damit verbracht hatte an meinem Blog zu arbeiten. Dann sind wir zusammen Mittagessen gegangen ; wir sind zu einem Platz in der Nähe vom Plaza Foch gegangen (Café Galeria oder sowas) und ihr Essen war wirklich lecker! Danach sind wir zurück zum Juan Valdez gegangen um dort einen leckeren Kaffee zu trinken. Wir hatten es richtig gut zusammen und ich war froh, dass wir die Möglichkeit hatten uns nochmal wiederzusehen! Ich werde sie auch ganz sicher in der Schweiz besuchen gehen! :-D



Am Sonntag habe ich dann den 13h-Bus von Quito nach Mindo genommen. Am Busterminal habe ich dann meine neue beste Freundin, Amy aus Kalifornien, kennengelernt. Von Anfang an hatte ich das starke Gefühl, wir würden uns gut verstehen und so vertraute ich ihr genug um meine Habseligkeiten bei ihr stehen zu lassen, während ich vor der Fahrt nochmal zur Toilette ging. :-) Der Bus brauchte 2 Stunden nach Mindo und kostete nur 3,5$. Die Fahrt war ganz gut, die Landschaft wunderschön!

Es stellte sich heraus, dass Amy dasselbe Gasthaus wie ich gebucht hatte und so gingen wir nach der Fahrt zusammen los.



Mindo ist eine sehr kleine Stadt, aber sehr süß! Die Hauptattraktionen dort sind 1) zu den Wasserfällen wandern, 2) Tubing (mit Reifen den Fluss runter fahren), 3) Ziplining und 4) Vögel beobachten, aber es ist alles dort ziemlich teuer. Mindo ist generell ziemlich teuer : das Essen, die Getränke, Aktivitäten, etc. Das billigste und beste dort war unser Gasthaus. :-)

Das Gueshouse Mindo ist eine relativ einfache Unterkunft mit nur ganz wenigen Zimmern und nur 2 Badezimmern, aber die Besitzer waren wundervoll : super nett, herzlich und hilfreich! Ich mochte sie vom ersten Moment an und ich kann euch nur empfehlen auch dorthin zu gehen, wenn ihr Mindo besucht! :-D



Nach unserer Ankunft und dem Einchecken in unser Gasthaus sind Amy und ich erstmal durch den Ort (man kann es nicht Stadt nennen) gelaufen. Abends sind wir dann zum besten italienischen Restaurant des Ortes (und Ecuadors?) gegangen ; so gut haben wir schon lange nicht mehr gegessen! Ich hatte gratinierte Gnocchi und Amy hatte Cannelloni. Super lecker! :-D

Dazu haben wir guten Wein getrunken und das war der Moment in dem Amy und ich angefangen haben eine tiefere Beziehung aufzubauen. Amy ist ein verrücktes Mädel, aber ich liebe sie! Sie ist lustig, nett, intelligent und ich habe das Gefühl, ich kann ihr alles erzählen. :-D

Als wir zurück zum Gasthaus gingen, beschlossen wir, dass wir mehr Wein brauchen, und so sind wir ins Geschäft gegangen um welchen zu kaufen. Um zum Geschäft zu kommen, mussten wir an der Kirche vorbei und plötzlich fragte Amy mich : „Kann man hier Sonntags überhaupt Alkohol kaufen?“ ! Hahaha da haben wir beide gut gelacht! Ecuador ist nicht mal katholisch sondern evangelisch und die Verkäufer dort würden sicher keine Gelegenheit verpassen, jemandem irgendwas zu verkaufen! ^_^ Wir haben wirklich viel darüber gelacht!



Am nächsten Morgen gingen Amy und ich zum Hostel El Descanso. Es ist ein ziemlich bekannter Ort in Mindo, denn es hat einen wunderschönen Garten. Vor 25 Jahren hat der Besitzer dieses Grundstück gekauft und hat aus dem Fußballplatz dort einen riesigen Garten gemacht. Er hat dort jede Menge verschiedene Bäume gepflanzt, die auch in den umliegenden Wäldern wachsen und heute kommen zahllose Colibris und andere Vögel dorthin um von den Bäumen dieser Früchte zu essen. Seit einigen Monaten lebt sogar ein super süßes Säugetier (ich erinnere mich nicht an seinen Namen, aber Amy nannte es „Katzen-Affe-Sloth“). Man kann sich dort auf die Terrasse setzen, einen Kaffee trinken und den ganzen Tag die Vögel beobachten, wunderbar! Ich fand es ganz gut, dass wir nicht in den Garten selbst durften ; auf diese Weise bekommen die Tiere keine Angst und kommen weiterhin dorthin. :-)



Nach dem Frühstück haben wir dann ein Taxi-Jeep zu den Wasserfällen genommen. Ich fand es super, wie glücklich es Amy gemacht hat, hinten im Jeep zu stehen und den Wind im Gesicht zu genießen, sehr süß! :-D

Erst sind wir zum „la reina“ Wasserfall gegangen, wo wir Matthew kennengelernt haben. Es stellte sich heraus, dass er auch in unserem Gasthaus untergebracht ist und wir entschieden, den Tag gemeinsam zu verbringen. Die Wanderwege in diesem Park waren richtig schön und, zum Glück, waren nicht sehr viele Leute dort. Leider bin ich irgendwann auf einer rutschigen Treppe aus Wurzeln und Erde ausgerutscht und richtig böse umgeknickt... Es hat schrecklich weh getan und ich konnte nicht mehr gehen. Amy und Matthew haben sich eine Weile mit mir hingesetzt und wir versuchten weiterzugehen, aber ich wusste, ich würde es nie schaffen den Weg fertig zu gehen. Also habe ich ihnen gesagt, sie sollen ohne mich weitergehen (es wäre blöd gewesen sie wären meinetwegen umgekehrt) und ich bin zurück zum Parkeingang gegangen. Es war eine schreckliche Wanderung zurück, ich hatte furchtbare Schmerzen...



Am Eingang zum Park habe ich dann ein Taxi zurück zur Stadt genommen und, auf dem Weg zur Arztpraxis, hat der Fahrer mir einen Antrag gemacht! ^_^ Er meinte so : „Oh, du bist so schön! Heirate mich! Ich kann dich morgen gerne nach Quito fahren oder auch irgendwo anders hin !“. Er war ziemlich nervig, also sagte ich ihm, dass ich schon verlobt bin (nicht wahr, aber das weiß er ja nicht) und ich war froh, als wir endlich ankamen! ^_^ Das ist etwas, das Frauen aus Europa und Amerika oft passiert, Männer die einem einen Antrag machen nur um an ein Visa zu kommen... Amy sagte mir, sie schafft es nie zu lügen und zu sagen, dass sie schon verlobt ist und so ist es sehr schwer für sie diese Typen loszuwerden. Ich sagte ihr, sie soll lernen besser zu lügen und immer einen Freund, Verlobten oder Ehemann zu haben wenn sie reist. Ich sage das immer, wenn ein Typ der mich nicht interessiert mit mir ausgehen will oder mich bittet ihn zu heiraten ; nimm einfach einen Typen den du tatsächlich kennst/magst als Modell und erfinde ein Geschichte auf dieser Basis! ;-)



Ich bin zur Klinik gekommen und dort waren alle sehr nett zu mir. Der Arzt hat nach mir geschaut und mir gesagt, dass es nur eine Verstauchung ist. Sie haben mir eine Spritze mit einem Mittel gegen Schmerzen und gegen Schwellungen gegeben, was sehr geschmerzt hat, denn sie kam in den Hintern! Am besten an diesem Arztbesuch war, dass er gratis war! Die Gesundheitszentren und die Arztversorgung in Ecuador sind komplett gratis ! Fantastisch! :-D Ich meine, ich habe zwar eine Versicherung die dafür aufkommen würde, aber die Leute in Ecuador sind oft sehr arm und daher ist es toll, dass das Gesundheitssystem für sie gratis ist!



Ich habe den Rest des Nachmittags im Hostel verbracht und entspannt. Am frühen Abend sind Amy, Matt und ich ein Bier trinken gegangen und als Matts Freunde, Esmee und Shlomo (auch in unserem Gasthaus) sich zu uns gesellt haben, sind wir dann zurück ins italienische Restaurant vom Vorabend gegangen. Amy und ich haben unser Essen geteilt : Gnocchi mit Käsesoße, Gnocchi mit Tomatensoße und Lasagne!



Am nächsten Tag haben Amy, Matt und ich den Bus um 11h30 zurück nach Quito genommen und, vom Busterminal aus, haben wir ein Taxi zu meinem Hostel genommen. Da ich nicht mehr gehen konnte, haben Matt und Amy mir geholfen, mein Gepäck zu tragen, das war richtig lieb! :-D

Zurück im Casa Urbana Hostel hat Jam mir dann geholfen meinen Kram rauf in mein Zimmer zu bringen und Carolina hat mir ein Bett für den Rest der Woche gegeben. Es war richtig scheiße, dass mir mein verstauchter Fuß es nicht erlaubte nach Otavalo zu gehen, wie ich es vorgehabt hatte, aber hey, ich liebe Quito und, mit Amy, Matt, Jam und Carolina hätte die Gesellschaft definitiv schlechter sein können! ;-)



An diesem Abend bin ich zum Community Hostel gegangen wo Matt schlief um eine Tagestour nach Otavalo zu buchen, aber es gab keine mehr für den Rest der Woche... Ich schätze, mein Besuch dieser Stadt sollte einfach nicht sein... Vielleicht nächstes Mal wenn ich in Ecuador bin. :-)

Matt und ich sind dann zum Secret Garden Hostel gegangen und haben ein paar Bier auf der Dachterrasse getrunken ; von dort aus hat man eine unglaubliche Aussicht über die ganze Stadt und ihr Bier ist ziemlich gut! :-) Amy hat sich ein bisschen später zu uns gesellt, sie musste vorher noch arbeiten. Sie hat einen richtig coolen Sommerjob : sie begleitet eine Gruppe Jugendlicher während 4 Wochen auf ihrer Reise durch die Galapagosinseln. Sie kann also nicht nur gratis dorthin fahren, sondern wird auch noch dafür bezahlt! :-D

Nach ein paar Bier dort sind wir zu einer Brauerei gegenüber vom Community Hostel gegangen. Matt und ich haben noch ein paar Bier getrunken (Amy mag Bier nicht, sie trinkt nur Wein und Cocktails) und wir haben sehr leckeres Essen geteilt : Käse-Sticks, Nachos und Chicken Wings!



Mittwoch bin ich spat aufgestanden und habe dem Morgen über im Hostel gechillt, noch müde und ein bisschen verkatert von unserer Party der letzten Nacht. Nachmittags bin ich mit Jam zum historischen Zentrum gefahren, denn ich wollte unbedingt Kallari kaufen, eine Schokoladenmarke aus Tena die Rahel uns gezeigt hatte. Wir sind in mehrere Läden gegangen, konnten aber nichts finden. Stattdessen habe ich andere Schokolade von Pacari gekauft und wir sind zur „República del Cacao“ gegangen. Dieser Laden ist unglaublich! Es roch total nach Kakau und ich habe die beste „frozen chocolate“ (schwarze Schokolade) überhaupt getrunken! :-D



Donnerstags habe ich den Morgen wieder im Hostel relaxed und meinen Fuß geschont. Nachmittags bin ich dann in Kino gegangen und habe mir „Mamma Mia 2 – Here we go again“ angeschaut. Ich liebte diesen Film : ich habe schrecklich viel gelacht und auch geweint. Es ist jetzt schon einer meiner Lieblingsfilme!

Später haben Jam und ich versucht wieder zur „República del cacao“ zu gehen, aber leider hatten sie schon geschlossen als wir dort ankamen... :-( Stattdessen haben wir das historische Zentrum bei Nacht genossen und sind zu La Floresta (ein anderes Stadtviertel) gegangen und haben dort die beste Pizza meines Lebens gegessen! Sie war unglaublich lecker! :-D



Am Freitag, meinem letzten Tag in Quito, bin ich zum Handwerksmarkt gegangen und habe für mich und für meine Familie Souvenirs gekauft. Ich habe es geschafft ziemlich gute Preise zu verhandeln und habe dann den letzten Abend mit einer Flasche Wein und einem guten Film genossen.



Ich habe Ecuador geliebt, es ist eins meiner liebsten Länder : es hat Berge, Jungle und Küste ; die Leute sind super freundlich, offen und hilfreich und das Essen ist fantastisch ! :-D Ich vermisse es bereits und ich werde sicher irgendwann wiederkommen!


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9th August 2018

letzte woche in Mindo
Sehr schöner Bericht. Wir wünschen dir genau so gute Erfahrungen in Afrika. Alles Liebe und Gute, Papa und Mama

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