hacienda mortiños


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South America » Ecuador » Centre » Cotopaxi
July 12th 2014
Published: July 16th 2014
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wir verlassen quito vormittags in einem teuren geländewagen. die chefin persönlich bringt uns in die gebuchte hacienda am rande des nationalparks cotopaxi. über unseren hochzeitstag hat markus eine wunderschöne unterkunft gebucht. wirklicher luxus mit eigenem bad, in traumhafter lage und entsprechendem service. kurz vor der abfahrt besorge ich noch box lunch am markt. der riecht dann zwar etwas seltsam, aber wie sich später heraus stellen soll, sind unsere mägen nicht mehr so leicht zu beleidigen.
so fahren wir also gut zwei stunden durch die ausläufer von quito, bis es immer ländlicher wird und wir schließlich an kuh- und erdäpfeldörfern vorbei die säuberlich weiß eingezäunte auffahrt zur hacienda erreichen. unser zimmer ist ein traum! mit riesigem fenster direkt vorm kuschelig mit fleece-decken bezogenen bett und steinernem badezimmer! wir sollten öfter so auf den putz hauen… ;-)
die umgebung etwas erkundend verlassen wir unseren neuen ruhepol und stürzen uns hinaus in den gemein windigen nationalpark. es erwarten uns endlose wiesen voll bunter blumen. saftig gelbe butterblumen, zart-lila herbstzeitlose neben kräftig violetten klee-blüten. dazwischen teetassen-große marghariten - ohne stengel, denn das wäre irrsinn in dem starken wind.
goldgelb-blond wiegt sich das hohe gras in den böen. die spitze des cotopaxi-berges ist umhüllt von einer weißen, fast magnetisch anhaftenden, wolkenschicht. über uns schier endloser himmel. nicht, wie in patagonien so bedrückend dicht. trotz der vielen wolken blinzelt immer wieder die sonne auf uns und das neugierige pferd, das uns verfolgt. eine herde alpakas weicht uns anfangs skeptisch aus und lässt sich dann nach einer zeit doch idyllisch vor der schneekappe des cotopaxis ablichten. geduldig schleicht markus ihnen gut eine stunde hinterher. ganz in seinem element wartet er auf DAS foto.
“'s erinnert mi an österreich. krieg i glei hamweh!” ist markus' spruch des tages. nicht über die alpakas, doch über die uns umgebende landschaft. wie österreichische almen auf 3.000m, so sieht es hier aus.
wir haben auf dieser reise schon soviel gelernt. wie man vietnamesischen kaffee trinkt, wie man um einen mani-stein in nepal geht, wie man steak richtig auf spanisch bestellt oder wo unsere kälte-limits liegen. wir haben aber auch gelernt, unser heimatland richtig zu schätzen. das klingt vielleicht kitschig, aber womöglich muss manch einer auf die andere seite der welt reisen, um “daheim” nicht nur ein bisschen zu vermissen, sondern auch einen gewissen heimat-stolz zu entwickeln, der zumindest mir bislang gefehlt hat!


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