valle de la luna y valle de los muertos


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Published: May 31st 2014
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entspannt beginnt der morgen mit kleinen erledigungen in der sandstadt san pedro. der vulcano symetrico thront wachsam vor strahlendem himmel und endlich können die t-shirts auch wieder ans licht! mittags ist es in der sonne so warm, wir kommen fast ins schwitzen. für jeden sandsturm oder lauernde schattenseite wird allerdings fleece immer mitgeführt…
san pedro hat nur 5.000 einwohner bei jährlich 50.000 touristen, aber dafür erweist sich die stadt als überaus gemütlich und dezent. in den doch eher zahlreichen touri-shops quellen feine lama-woll-artikel wie socken, hauben und pullover aus allen laden und mindestens jeder zweite trägt stolz eine herde lamas gestrickt zur schau. wieder einmal sind wir dankbar, unsere reise in nepal begonnen zu haben, denn dadurch gehören wir zu wenigen touristen, die der nächtlichen kälte entsprechend zu trotzen vermögen.
am nachmittag beginnt unsere tour zum sunset im valla de la luna. der erste stop bringt uns an eine berauschend windige felskante mit weiter sicht über die unter uns staubende atacama-wüste bevor wir im valla de los muertes (dem südamerikanischen death valley) einen kleinen marsch zwischen scheinbar meterhohen termitenhügeln beginnen. die rötlichen sandberge zu unser beider seiten sind furchig und lösen sich unter wind in böse sandwolken auf. weiter geht es durch ebenso rötliche enge gassen, gespickt mit kristallenem salz, wie bergkristall schimmert es unter dem sand hervor. wir kriechen durch ganze höhlen aus dem merkwüdig sandig-salzenem sediment um anschließend der bereits tief hängenden sonne auf einem bergrücken bei ihren letzten minuten beizuwohnen. nur momente nachdem sie hinter den bergen am horizont verschwindet, spielen himmel, wolken und umliegende sandfelsen ein unwirkliches farbspektrum von dunkelviolett bis safrangelb. kaum vermögen wir es, uns davon loszu reißen… wir müssen aber unseren tourbus zurück erreichen.
abends, in neuem hostel, gibt es noch ein bescheidenes mahl, bevor dank der kälte intensives kuscheln angesagt ist! ohne körperwärme wäre es gut möglich, dass ich morgen blau, kalt und steif erwache…
… genießt doch bitte euer warmes bett mit warmem bad ein bisschen für uns mit… es ist doch witzig, wie sehr man den kleinsten komfort auf reisen zu schätzen beginnt - vielleicht gar keine so unwesentliche erkenntnis! hoffentlich bleibt sie uns lange in erinnerung.


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