Titicaca-See


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Published: May 17th 2009
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Der beruehmte Titicaca-See. Der groesste See Suedamerikas und dazu noch ziemlich hoch. Naemlich ungefaehr 3800 Meter. Aber an die Hoehe waren wir ja mittlerweile gewoehnt. Da wir nachmittags in La Paz losgefahren sind, haben wir den See leider erst mal nur im dunkeln sehen koennen. Aber man konnte schon ungefaehr erahnen, wie riesig er ist.
Die Fahrt war uebrigens die furchbarste meines bisherigen Lebens, sogar noch schlimmer als von Villazon nach Tupiza. Weil wir dem Gerede vertraut hatten, es wuerden den ganzen Tag Busse von La Paz nach Copacabana (das war unser erstes Ziel am See) fahren, haben wir uns erst so gegen vier Uhr nachmittags um einen Bus gekuemmert. Es fahren nicht den ganzen Tag Busse! Also mussten wir schnell umdisponieren und haben erfahren, dass noch Microbusse nach Copacabana fahren. Die sind sogar viel billiger, aber auch viel viel kleiner. Sie sehen aus (und sind es wahrscheinlich auch) wie diese winzigen japanischen Kleinbusse. Wir sassen auch noch ganz hinten, wo die Sitze einen 90 Grad-Winkel haben und man jeden Schlag durch die Achse in den Ruecken gejagt bekommt. Der Fahrer hat natuerlich gewartet, bis auch jeder Sitz belegt war und wir uns wirklich keinen Milimeter mehr bewegen konnten. Das waren die laengesten 3 Stunden, die ich je erlebt hab.
Aber der naechste Tag hat das Ganze wieder wett gemacht. Frueh ma morgen sind wir ausgecheckt und haben ein Boot auf die Isla del Sol genommen. Diese Insel liegt im See auf der boliviaischen Seite uns ist Teil des Inkaischen Schoepfungsmythos. Hier wurde angeblich der erste Inka und die Sonne geboren. Allein die zweistuendige Fahrt dorthin war schon ziemlich beeindruckend. Das azurblaue Wasser und die Berge im hintergrund sind schon ein einmaliger Anblick.
Am Strand der Insel kam dann erstmal ein kleiner Schock: um in das Dorf zu gelangen, wo die ganzen Hostels sind, muss man erstmal eine unendlich lange und Steile Treppe hoch. Und das bei der Hoehe, bei knallender Sonne und mit allem Gepaeck. Nach einer halben Stunde waren wir dann endlich oben, aber untewegs dachte ich manchmal meine Lunge platzt gleich. Aber der Ausblick war es definitiv wert: was schon vom Boot aus ziemlich gut aussah, war von hier oben einfach nur ueberwaeltigend (irgendwie benutze ich Woerter wie "atemberaubend" oder "ueberwaeltigend" in letzter Zeit viel zu oft, aber es gibt hier einfach zu viel das man so beschreiben muss). Wir haben uns dann auch ei Hostal mit Terasse genommen, von dem man einen wahnsinns Ausblick hat.
Als wir dann unsere Zimmer bezogen hatten, haben wir uns schnell in unsere Wanderkluft geschmissen und sind aufgebrochen um in den Norden der Insel zu wandern. Wir waren naemlich ganz im Sueden. Der Weg fuehrte ueber die Bergkaemme immer rauf und runter in richtung Norden, wo es einen Sonnentempel der Inka gibt. Der Weg hin war anstrengend, immerhin waren wir auf 4000 Meter Hoehe, aber dafuer gab es auch wahnsinnige Aussichten.
Der Tempel an sich war nicht so beeindruckend, er war letztlich nur ein Haufen alter Steine. Die richtig guten Ruinen werden wir wohl erst in Cusco sehen koennen. Dann machten wir uns auf den Weg zurueck. Dank eines kleinen Navigationsfehlers meinerseits, sind wir ungefaehr eine Stunde eim Kreis gelaufen. Beziehungsweise geklettert, einen Weg gab es naemlich ploetzlich nicht mehr. Dafuer haben wir noch mehr von der Landschaft gesehen, immerhin.
Nachdem wir dann den echten Weg gefunden hatten, ging es durch ein paar kleine Doerfer und an Straenden entlang zurueck in den Sueden der Insel. Das war der wirklich anstrengende Part, denn jedesmal wenn man an einem Strand war, musste man danach auch zwangslaufig wieder zurueck auf den Berg. Kein Spass, wenn man davor schon 3 Stunden gewandert ist. Zufaellig kamen wir duch ein Dorf, in dem gerade so etwas wie Karneval war. Zumindest gab es Musik und alle waren in unterschiedlichen Trachen gekleidet. Eigentlich haette man da etwas laenger bleiben koennen um sich das anzusehen, aber weil man einfach von jedem Boese angeguckt wurde, sind wir schnell weiter. Das war sowieso etwas, was mich an Bolivien gestoert hat: das Land an sich ist wunderschoen und ich hab Landschaften gesehen, die ich wahrscheinlich nirgendwo anders wieder sehen werde, aber die meisten Leute sind einfach nur unfreundlich bis feindselig. Besonders in den kleinen Doerfern und Staedten. Wenn sie nicht versuchen einem irgendeinen Schrott anzudrehen, wird man meistens abweisend behandelt. Ich weiss nicht woran das liegt, vielleicht denken sie, dass wir denken dass wir etwas Besseres sind oder sie sind einfach von Natur aus verschlossene Menschen. Die Bolivianer sind jedenfalls kein Grund Bolivien zu besuchen.
Ganz anders als Peru, wo wir als naechstes hin sind. Naemlich nach Puno, was ebenfalls am Titicaca-See liegt. Nur 3 Stunden von Copacabana entfernt. Hier wollten wir nur einen Zwischenstopp machen, damit wir nicht wieder eine Hoellenfahrt nach Cusco haben. Den ersten Abend waren wir dann essen und kamen mit dem ellner ins Gespraech, der uns angeboten hat, nach Feierabend mit uns einen Trinken zu gehen und uns am naechsten Morgen die Schwimmenden Inseln zeigen wollte. Wunderbar, endlich wieder freundliche Leute. Wir haben dann nebenan, in einer Gringo-Bar ein paar ueberteuerte Bier getrunken und auf Julio gewartet. Mit ihm sind wir dann ziemlichj intensiv durch ein paar Einheimischen-Discos gezogen, wo die Getraenke viel viel billiger waren. Ausserdem konnten wir mit Peruanern reden und unser Spansich mal wieder benutzen. Hat sich wirklich gelohnt.
Der naechste Morgen war dann weniger lustig und Julio war irgendwie auch nicht am Treffpunkt. Wir sind dann auf eigene Faust zum Hafen und haben ein chiff zu den Uros, den schwimmenden Inseln. Auf diesen leben schon seit Ewigkeiten Indios, die diese Inseln selbst aus Schilf bauen. Urspruenglich aus Verteidigungsgruenden gegen die kriegerischen Inka. Immer wenn Gefahr drohte, konnten sie die Inseln losbinden und auf den See treiben. Hier ist wirklich alles aus diese besonderen Schilf gemacht: die Inseln, die Huetten, die Boote und sie essen den Schilf sogar. Er soll nahrhaft sein und dazu auch noch gut fuer die Zaehne. Hoert sich alles beeindruckend an, sieht auch so aus, aber wenn man ankommt trifft einen der Tourismushammer mit voller Wucht. Alles hier ist auf den Tourismus ausgerichtet. Man wird dazu gedraengt Fotos mit den leuten zu machen, sie wollen einem natuerlcih irgendwas verkaufen und alles wirkt irgendwie gestellt und unecht. Irgendwie waren wir froh, als wir wieder gefahren sind.
Im Hostal war dann Julio und hat sich entschuldigt, dass er nicht km, anscheinend hatte er irgendwelche Probleme. Wir haben uns dann noch zum Abendessen mit ihm verabredet und den Rest des Tages gechillt. Und zwar mit dem besten Fernsehprogramm der Welt! Wir hatten naemlich das erste Mal Fernsehen im Zimmer und dazu noch ein Satellitenprogramm, das man einfach nur als ueberirdisch bezeichnen kann. Muss ja auch mal sein.
Nach einem kurzen Abend haben wir dann am naechsten Tag einen Bus um 10 Uhr Richtung Cusco genommen, wo wir wahrscheinlich die laengste Zeit unserer Reise verbringen werden. Und ich war natuerlich krank!

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19th May 2009

lame
ich hab am samstag viel mehr spass in haltern als ihr in eurem langweiligen Mexiko oder so. Ich bin mim Pharao und dem Davegork in Haltern... Und dann wird das Laternenspiel gespielt....oh ja.......

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