Einmal Eis mit Pfannkuchen, bitte!


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September 24th 2008
Published: September 24th 2008
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"Almost 45m of snow every year on top of this glacier!"



Queenstown ist eine sehr belebte kleine und sehr touristische Stadt. Sie ist die Spass- und Adrenalinhauptstadt Neuseelands. Unzaehlige Unternehmen versuchen hier ihr breitgefaechertes Programm an den Touristen zu bringen. Bungeejumping, Rafting, Speedbootfahrten oder Paragliding, sowie Lord of the Rings Tours sind nur eine Auswahl aus diesem grossen Aktivitaetsspektrum. Wir entschieden uns erst einmal in eine Partie Indoor-Minigolf spielen zu gehen. In der Stadt selbst war es uns sowieso zu wuehlig und hier war nciht viel los und wir konnten in Ruhe ein paar Baelle versenken. Die Bahnen sind keine ganz Gewoehnlichen, sondern etwas Besonderes. Die Baelle werden schon mal auf Sesselliften den Berg hinaufgezogen, oder einen Fluss hinunter gerollt. Eine spassige Angelegenheit. Nach der Partie beschlossen wir erst einmal den Berg mit einer Gondelfahrt zu bezwingen und uns die Stadt von oben anzugucken. Durch das richtig gute Wetter, war das eine tolle Idee. Das sonst immer mit Wolken verhangene Queenstown war an diesem Tag strahlend schoen. Auf dem Berg gingen wir dann einer Lieblingsbeschaeftigung von Jule nach, das Lugefahren. Wir heizten also mit den kleinen Gefaehrten das ein oder andere Mal den Berg hinunter und liessen uns nett von einem Sessellift wieder hinauffahren. Merle bereute zum ersten Mal leichter zu sein, als Jule, da sie nicht so viel Geschwindigkeit aufnehmen konnte wie er und so immer als letztes ins Ziel kam. Nach einem kleinen Snack in der Sonne gings dann wieder den Berg hinunter. In der Stadt wurde dann nur noch ein teurer, aber immer noch der billigste, Campingplatz angesteuert und beschlossen am naechsten Morgen eine Bodyboard-Tour auf dem Fluss zu buchen.

Zu unserer Enttaeuschung konnte diese Tour leider nicht stattfinden. Das ganze Gruebeln war also umsonst gewesen. Es wurde also der Plan gefasst einfach weiter zu fahren und dem Touristenauflauf zu entkommen. Statt den State Highway 6 weiter zu fahren, fand Merle eine tolle Abkuerzung. Schmale Spuren uns enge Serpentinen fuehrten einen Berg hinauf, dass Wanda nur so keuchte. Letztendlich war die Abkuerzung sicher keine Zeitersparnis und brachte uns erneut zum Zittern um unsere LPG Reserven, aber auf jedenfall war sie sicher die schoenere der beiden Strecken.
Die Fahrt brachte uns bis nach Wanaka, das an einem schoenen See liegt und in dem wir das Puzzling World besuchten. Hier kann man einen ganzen Tag damit zubringen Puzzel-Raetsel und kleine Geduldsspielchen zu entknobeln oder gegen einen kleinen Eintritt in ein grosses Labyrinth und ein paar Illusionsraeume zu gehen. Eine schiefe Angelegenheit!
Unsere Fahrt ging weiter Richtung Haast Pass, den wir aber an diesem Tag nicht mehr erreichten. Wir verbrachten die Nacht in einem Wilderness Resort.

Frueh aufgestanden und bei tosendem Regen, ging es weiter an die Westkueste. Die Entfernungen in dieser Region sind zwar nicht sehr gross, jedoch ist es hier unmoeglich schnell voran zu kommen. Wir fuhren bis zum Fox Glacier und nach einem kurzen Halt weitere 45min. zum 25km entfernten Franz Josef Glacier. Durch den starken Regen war es unmoeglich an diesem Tag noch etwas zu unternehmen, also buchten wir nur noch auf gut glueck eine Gletschertour fuer den naechsten Tag. Abends besuchten wir noch eine gut gefuellte Bar auf unserem Regenwaldcampground. Am ersten Tag Westkueste hatten wir das hier ueblich vorherrschende Wetter also schon mal kennengelernt!

Bei strahlendem Sonnenschein begann um 8.45am unser Trip auf den Gletscher. In den etwa zwei Stunden auf dem Gletscher wurden uns viele Informationen ueber die Region und Gletscher im Allgemeinen gegeben. Der Franz Josef Gletscher wurde nach dem oesterreichischen Kaiser benannt und ist einer der wenigen Gletscher, auf so geringer Hoehe, der im Gegensatz zu den meisten Anderen auch noch waechst. Eine sehr schoene Tour, von der wir Mittags zurueckkehrten.
Es blieb uns also noch genug Zeit um unsere Fahrt fortzusetzen. Wir entschieden uns noch waehrend der Fahrt noch bis zu den Pancake Rocks in Punakaiki zu reisen und uns diese beim Sonnenuntergang anzusehen. Eine gute Entscheidung, wie sich am naechsten Morgen herausstellte. Die Pancake Rocks erheben sich tatsaechlich wie riesiege Haufen an Pfannkuchen aus dem Wasser. Merle fuehlte sich wie in einem bestandenen Petzi-Abenteuer, fuer alle, die die Sendung mit der Maus je verfolgt haben. Im Schatten eines grossen Felsens, die an dieser Steilkueste keine Seltenheit sind, wurde das Lager fuer die Nacht aufgeschlagen.

Fuer den naechsten Tag hatten wir uns eine lange Fahrt raus aus dem Regen der Westkueste vorgenommen. Bei einem kleinen Zwischenstopp in Westport wartete leider eine schlechte Ueberraschung nach unserem Einkauf im Supermarkt auf uns. Wanda stand nur noch auf drei Reifen. Der Vierte war geplatzt. Zum Glueck befand sich direkt gegenueber von unserem Parkplatz eine Werkstatt mit Reifenservice. Nach nicht all zu langer Zeit befand sich ein "neuer" secondhand-Reifen hinten rechts am Auto. Uns fiel auf, dass dieses erst die zweite schlechte Sache an unserem Auto waehrend der gesamten Tour (toi,toi,toi) war. Nach einer langen Fahrt sahen wir die Wolken aufbrechen und als wir die Golden Bay bei Motueka, nicht weit entfernt vom Abel Tasman National Park, erreichten waren wir endlich am Ziel. Wir sind wieder im Norden der Suedinsel!

Heute werden wir noch ein wenig noerdlicher fahren, da man uns die Strasse als Tipp empfohlen hat. Uns geht es, wie es bislang hier drueben immer war, sehr gut. Ein paar Tage bleiben wir noch auf der Suedinsel bevor wir dann in einem grossen Bogen um die Nordinsel zurueck nach Rotorua fahren. Wir berichten die naechsten Tage wieder!

Cheers,
Merle & Julian




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