Reifenpanne und Whitsundays Tag 1


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Oceania » Australia » Queensland
May 11th 2012
Published: June 20th 2017
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Um 6:00 Uhr geht der Wecker denn Netti will noch duschen und ich muss noch meine Sachen packen und will noch ein wenig das Internetpaket nutzen.Am Grillplatz am Laptop sitzend lerne ich einen freundlichen Neuseeländer kennen, der mir sein Lammfilet mit Champions schmackhaft machen will. Es riecht auch wirklich gut, aber irgendwie ist mir um kurz nach sechs am Morgen nicht nach Grillfleisch... Yennis ist ein netter und redsamer Kerl und so quatsche ich am Ende mehr mit ihm als dass ich irgendetwas im Netz erledigt bekäme. Ich erzähle ihm dabei auch, wie unfassbar nett und gastfreundlich wir die Australier bisher erlebt haben und irgendwie muss ihn das inspiriert haben: er erzählt von seinen letzten Unternehmungen und berichtet, dass er leider kaum Fotos hat weil sein Kamera-Akku leer gewesen ist. Ich bin gerade dabei meinen Akku zu laden und sage dass mir das wohl nicht passieren würde und erwähne dann, dass es aber sehr gut sein kann, dass ich auf dem Segeltörn keine Fotos mehr machen kann weil meine Speicherkarte voll ist und ich leider momentan die Fotos nicht von der Speicherkarte auf den Computer übertragen bekomme. Jennis drückt Janette dann wenige Minuten später 30 Dollar in die Hand und sagt wir sollen davon unbedingt noch eine neue Speicherkarte kaufen! Wo gibt es denn bitte soetwas!?!

Netti will das Geld natürlich nicht annehmen, aber daraufhin wirft Yennis das Geld auf den Boden und geht weg... Verrückt!

Ich habe derweilen leider ganz andere Sorgen: als ich mich gerade daran machen will die Morgentoilette zu machen sehe ich dass unser linkes Hinterrad komplett platt ist! Oh man!!! Und wir wollen doch in gut 1,5 Stunden zum Segeln los und können den Wagen da wo er jetzt ist nicht stehen lassen! Einen Ersatzreifen finde ich im Wagen, aber weder ein Radkreuz noch ein Wagenheber sind im Auto und wir haben keine Zeit auf einen Reifenservice zu warten, sonst verpassen wir das Boot.

Ich renne zur Rezeption, die aber nur mit einer Person besetzt ist, welche also den Tresen nicht verlassen kann und mir rät mal zu sehen ob auf dem Platz schon jemand wach ist und mir vielleicht aushelfen kann. Ich spreche also den erstbesten (und zu dem Zeitpunkt einzig wachen) Menschen an und scheine Glück zu haben: es ist ein Automechaniker aus München und er scheint auch einen Wagenheber zu haben. Leider ist an den aber kein herankommen und so spreche ich noch ein paar Leute an, die alle sehr hilfsbereit nachsehen ob sie einen Wagenheber haben. Kurz später habe ich also 2 Wagenheber aber kein Radkreuz das die richtige Größe hat. Ich werde extrem nervös denn langsam drängt die Zeit. Als mich dann ein Vogel anscheißt ist mein Morgen perfekt.
Aber angeschissen zu werden soll ja Glück bringen und so ist es dann auch: Der freundliche Münchener bietet mir noch an sich den Tag über darum zu kümmern und das kaputte Rad unter den Wagen zu legen, da kommt der rettende Mann: der Freund der Rezeptionistin hat einem Werkzeugkasten in der Hand und kurz später löst der Münchener mit der Knagge (Respekt) die Muttern und der Reifen kann gewechselt werden.

In größter Eile packe ich nun willkürlich ein paar Dinge ein und parke den Wagen um, dann rennen JJ und ich zum Pier und treffen auf die Minute pünktlich ein, ich stelle allerdings fest, dass ich meinen Adapter, sowie Ladegerät und Kameraakku am Zeltplatz in der Steckdose gelassen habe... Was für ein Morgen.

Die einzigen, die nicht zur dringend einzuhaltenden Zeit am Treffpunkt sind, sind unsere Besatzungsmitglieder.
Als diese kurz vor Abfahrt eintreffen isr der erste Eindruck gut und die Verspätung vergeben. Wir sind nur 8 Passagiere an Bord – eine wunderbar kleine Gruppe.

Nach kurzer Einweisung ins Boot geht es dann endlich los: Wir schippern erst motorbetrieben, später dann nur unter Segel durch das Great Barrier Reef – ein Traum wird wahr.

Unser erster Stop zum Mittagessen und dann zum Schnorcheln wird Blue Pearl Bay – ein grandioser Spot für einen ersten Schnorchelausflug! Wir werden mit dem Schlauchboot etwas näher ans Riff gebracht und direkt nach dem Einstieg ins Wasser wimmelt es von Fischen und ein prächtiger Napoleon wartet darauf von uns gefüttert zu werden (ob das nun so gut ist lasse ich einmal dahingestellt). Spaß macht es aber allemal und die großen Augen von JJ, dass es so große Fische gibt werde ich so schnell nicht vergessen.

Nach einer Tee und Cookies Pause geht es weiter und wir setzen nach Langfort Island über. Vom Boot aus sehe ich eine Schildkröte und kann es kaum erwarten ins Wasser zu kommen.
Wir werden abermals per Schlauchboot zum Strand gebracht. Die Insel ist klein und besteht ausschließlich aus Sand.

Kaum im Wasser finden wir auch schon eine Schildkröte, die gewohnt gelassen mit unserem Auftauchen umgeht und sich beäugen lässt. Und damit nicht genug: Schildkröte 2, 3, 4 und 5 lassen nicht lange auf sich warten. Ich bin davon so gefesselt, dass ich die nächsten 2 Stunden nicht aus dem Wasser komme.
Als dann auch mir irgendwann kalt ist geselle ichmich zu den anderen an den Strand und wir genießen alle den Sonnenuntergang bevor es wieder auf das Boot geht.

Dann fahren wir zu unserem Ankerplatz für heute: die Stoneheaven Bucht.

Dem guten Abendessen folgt ein sehr netter, geselliger Abend mit Kartenspielen und „wer bin ich“. Während ich mit den recht einfachen Aufgaben (Madonna, Michael Jackson) recht schnell fertig bin, hat es Janette mit Bill Clinton und Taz (unserem "Deckie"😉 schon etwas schwerer. Ben Franklreich kommt auf Homer Simpson so gar nicht und Steve Jobs und Mike Tyson stellen Fiona vor schwere Aufgaben, während Sara sich bei James Cameron und James Bond) extrem schwer tut.

Glücklich und zufrieden gehen wir später in unsere Kojen und freuen uns über einen erst hektischen, dann aber sehr gelungenen Tag.


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