Goodbye Australia - auf nach Bangkok


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Oceania » Australia » Queensland » Cairns
October 18th 2018
Published: October 20th 2018
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Unser letzter Tag in Australien startet um 8:00 Uhr mit dem Wecker. Wir hätten alle gerne noch länger geschlafen, aber um 10 ist Checkout, wir haben noch nicht gepackt und das Haus ist noch nicht aufgeräumt. Um Punkt 10 haben wir es dann aber auch geschafft und machen uns auf, noch einmal in Cairns zu shoppen: Emma ist auf der Jagd nach UGGs, Anja nach Opalen. Die UGG Jagt gestaltet sich schwieriger als erwartet, denn scheinbar haben auch Australierinnen eher kleinere Füße als wir. Der angesteuerte Souvenir Shop kann nicht liefern und ebenso das große Kaufhaus. Der Flughafen bleibt die letzte Option. Wir decken uns ein letztes Mal bei Cole‘s mit Lebensmitteln ein und fahren dann in Richtung Strand.

Auf dem Weg halten wir bei einem Opal-Miener, über dessen Schild „The Opal Factory“ wir schon mehrfach gestolpert waren. Es scheint schon eine Sackgasse, denn nichts an dem Haus weist auf einen Verkaufsraum hin. Wir wollen schon abdrehen, da öffnet ein Mann, offensichtlich schlaftrunken, eine Terassentür. “Habt ihr gerade geklingelt und wollt ihr in den Opal Shop?“. Geklingelt hatten wir nicht, aber die Frage nach dem Shop beantworten wir trotzdem mit „ja“. Wenig später befinden wir uns im Shop. Es gibt drei Vitrinen in denen meist die blanken, geschliffenen Steine liegen, nur wenige Exemplare sind bereits gefasst. Die Qualität der Steine ist selbst für mich als Laien als deutlich besser auszumachen als das, was wir in den Läden so gesehen haben - zumindest zum guten Teil. Hinzu kommen dann schnell die Hintergrundgeschichten von Nick Sofialakis, Fotos von ihm in der „Olympia-Miene“, die in Coober Pedy liegt und eine Menge neues Wissen über Opale. Nick betont allem voran immer wieder, dass es solide Steine sind, die er hier verkauft, welches ich nach einem Gegenbeispiel als „von allen Seiten Opal und geschliffen„ verstehe.

Einige Steine sind wirklich beeindruckend klar und schimmern in den schönsten Farben. Als ich hier und da einen Blick auf die Preise erhasche wird mir klar, dass Qualität seinen Preis hat. Ich verliebe mich sofort in einen kleinen, dreieckigen Stein, der ein rotes Leuchten hat, traue mich aber kaum nach dem Preis zu fragen. Zu meiner Freude ist dieser längst nicht so abschreckend wie befürchtet und so sehe ich mir entspannt noch einige der offensichtlichen Top Exemplare an, ehe ich „meinen“ Stein kaufen will. Erst versuchen wir Nick die uralt US Dollar anzudrehen, die meine Mutter mir für eben diesen Kauf mitgegeben hat, aber als wir gestehen, dass wir sie ob ihres Alters bisher nicht umgetauscht bekommen haben, würde Nick doch lieber auf sein brandneues Kreditkartenlesegerät zurückgreifen. Und somit beginnt der halbstündige Versuch das Gerät zu nutzen. Am Ende gibt Nick auf und nimmt die uralt US-Dollar. Wir haben in der Zwischenzeit so viel geschnackt und gelacht, dass es ihm fast egal scheint, ob er dafür tatsächlich noch etwas bekommt. Als das Geschäft abgewickelt ist und ich versuche „endlich“ zu gehen, da ich mir denken kann, dass der draußen wartenden Bande der Magen mindestens so in den Kniekehlen hängt wie mir, pfeift mich Nick mit den Worten „I would like to give you something on top“ zurück und kramt in einer Schublade, in der unfertige Steine und Bruch zu schlummern scheint. Er nimmt ein Steinchen heraus um es nach Begutachtung doch wieder zurück zu legen und in die Ecke zu gehen, wo mein Stein lag. Dort nimmt er einige 2-Fach Steine in die Hand, bis er ein Paar findet, wo er sogleich den Preis von 180 Dollar abkratzt um mir diese zu geben. Ich mag nicht annehmen, aber er sagt es habe ihm so viel Spaß gemacht mit mir, dass er mir sie gerne schenken möchte - von Herzen. Hach - toll.

Der rest der Bande ist wenig begeistert von der Wartezeit und die Mägen knurren. So begeben wir uns nun direkt an den nächsten Strand, der it Picknickbereich glänzt und schlagen uns die Mägen voll.

Den Nachmittag verbringen wir am Strand, wobei das Wetter leider etwas zu wünschen überlässt, denn es ist stark bewölkt.

Gegen 18 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zum Flughafen und retournieren den Wagen.

Unser Flieger fliegt leicht verspätet los, sollte das aber einholen können. Wir haben schließlich nur 15 Minuten nach Landung, bis wir neu eingecheckt haben müssen. Nachdem wir den Flughafen in Denpasar gesehen haben, ist uns klar, dass es kein Dorfflughafen mit kurzen wegen ist. Als die Schleusen aufgehen, starten wir den Sprint: erster Stopp: Passkontrolle. Es ist uns unangenehm, aber wir skippen alle die Schlange wobei sich Janette am geschicktesten anstellt und haben noch Hoffnung.

Weiter geht’s zum Gepäckband, nur Netti prescht zum Schalter vor mit dem Auftrag sie so lange es geht aufzuhalten.

Als zweiter Koffer überhaupt kommt mein Koffer und wird aufgeladen. Nicht viel später folgt der von Tyrone. Und dann: sehr lange nichts... Wir begreifen langsam, dass es nichts mehr werden wird mit dem Anschlussflug nach Bangkok... Irgendwann kommt als letztes Emmas Gepäck - und dann noch ein Koffer, der wie meiner aussieht...? Es ist mein Koffer - ich habe einen Fremden Koffer aufgeladen. Glück im Unglück also, dass wir bis zum Ende warten müssen...

Die Schlange am Zoll ist lang, aber es ist auch schon egal. In 35 Minuten geht unser Flieger. Das war‘s Game Over. Wir beeilen uns noch sehr und skippen auch hier die Schlange, dann aber die Nachricht von Netti, dass das Thema durch ist...

Wir gehen trotzdem noch zum Counter - Netti hat ihren Boardingpass in der Hand. Die Jungs versuchen es sogar noch uns auf die Maschine zu bekommen, helfen uns dann aber am Ende „nur noch“ einen neun Flug 24 Std. später zu Buchen.



Bali also... 24 Std. zum ersten Mal überhaupt einen Flug verpasst. Ach - es hätte schlimmer kommen können...

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25th October 2018

G'day :-)

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