Australia 2


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March 14th 2013
Published: March 14th 2013
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The Way down 2

Nachdem wir ein paar wunderschöne Tage auf Fraser Island verbracht haben, ging es auch schon weiter gen Süden. Unsere erste Nacht auf dem Festland haben wir in der Camp Area „Elanda Point Canoe Company“ in der Nähe von Noosa Heads verbracht. Es war wirklich günstig, aber wie ihr auf dem Foto sehen könnt, sehr „anders“, um es noch nett auszudrücken. So sah es da wirklich fast überall aus, richtiges Wildwest Camping, aber einen WC/Duschen-Bereich haben sie renoviert, weshalb man trotz allem noch schön duschen konnte. Am nächsten Tag ging es dann ein kurzes Stück weiter an der Sunshine Coast bis nach Caloundra, wo der Australia Zoo auf uns gewartet hat.



Australia Zoo and the Australian Animals

Der Australia Zoo ist der Zoo vom Crocodile Hunter Steve Irwin, von dem ihr mit Sicherheit schon gehört habt. Vor ein paar Jahren wurde dieser nicht von einem Krokodil, aber leider von einem Rochen getötet. In dem Zoo gibt es eine ziemlich große Gedenkecke von ihm, was eher an ein Museum erinnert hat, aber interessant war es allemal.

Der Zoo an sich war ganz schön, aber im Vergleich zu den deutschen Zoos absolut überteuert. Wir hatten schon ermäßigte Tickets und sind trotzdem knapp 100 Dollar losgeworden. Da könnt ihr euch ja vorstellen, wie arm man wird, wenn man mit der ganzen Familie hingeht.

Was ich euch über die Koalas sagen kann, ist dass sie definitiv nicht so gut riechen, wie man sich das bei all dem Eukalyptus so vorstelllt. Eigentlich trifft eher das Gegenteil zu...Flauschig waren sie auch nicht und eigentlich will man sie gar nicht mehr anfassen, wenn man sie riecht und erfährt, dass sie sich nie waschen. Die schlafen über 20 Stunden am Tag und die restliche Zeit fressen sie. Das ist nen Leben :D

Sven ist von den Kängurus schon genauso genervt wie vermutlich der Großteil der Australier. Es gab wieder einige im Zoo und die ganzen Touris finden es fantastisch die Tiere so live zu erleben und ich gehöre auch dazu :D Die besonders großen faszinieren Sven dann allerdings auch wieder.

Neben den zwei typischsten australischen Tieren gab es noch Emus, allerlei Reptilien anderes Federvieh und natürlich Krokodile. Die Krokodil-Show war auch echt cool! Man konnte sogar richtig sehen, wie die Tiere auf Bewegung im Wasser reagieren und da mussten sich auch die Trainer manchmal sputen.

Eine Area fand Sven ganz besonders toll und ich hab nur gedacht, hoffentlich hat die Scheibe keinen Riss...wir waren bei den gefährlichsten Schlangen der Welt, die sich alle hier in Australien heimelig fühlen. Einige gibt es nur im Norden, andere nur im Outback usw. begegnen will ich allerdings keiner! Ein guter Anhaltspunkt, um die gefährlichen von den ungefährlichen zu unterscheiden ist die Farbe. Die Australier laufen wohl auf jeden Fall immer vor den braunen und den schwarzen Schlangen weg. Bis jetzt habe ich allerdings nur eine gesehen und das war auf Granit Gorge. Die Schlange war allerdings eine Art Haustier vom Campingplatz und definitiv ungefährlich, berühren wollte ich sie trotzdem nicht.




National Parks

Eine ganz tolle Erfindung in Australien sind die vielen tollen National Parks! Der erste den wir erleben durften, war der Springbrook NP unterhalb von Brisbane in der Nähe von der Gold Coast. Was man gleich merkt, wenn man von der Küste Richtung Inland fährt, ist der Temperaturunterschied. An der Küste waren es zu dem Zeitpunkt über 30 Grad und da fängt man bei knapp über 20 im NP schon an zu frieren. Es gibt einen wunderschönen Campingplatz in dem NP für den man theoretisch bezahlen muss. Allerdings läuft das entweder online oder per Kreditkarte über das Telefon; beides doof, wenn man keinen Empfang hat. Wir haben dann die Ranger gefragt, was wir machen sollen und die meinten nur „no worries“. Seit dem wir festgestellt haben, wie schön man in Down Under für lau campen kann, haben wir die take it easy Mentalität doch gleich noch mehr verinnerlicht :D

Am nächsten Tag haben wir Queensland verlassen und sind der Gold Coast bis nach New South Wales gefolgt. Einen kleinen Zwischenstop haben wir noch am Hinze Damm eingelegt und einen wirklich leckeren Kaffee bekommen den wir dort definitiv nicht erwartet hatten. Sven hat hier leider (mal wieder) feststellen müssen, dass ein Latte Macchiato eben nicht überall unserer deutschen Vorstellung entspricht...

Da wir jetzt das System mit den NPs durchschaut hatten, haben wir die nächste Nacht im Bundjalung NP direkt am Strand verbracht. Wir hatten da sogar unseren eigenen Tisch mit Bänken und ne Wäscheleine! Ein älteres Pärchen hat hier noch mit ihrem Papageien gecampt, ansonsten waren wir allein 😊 Am nächsten Morgen war ich recht früh wach und habe Sven zum Sonnenaufgang an den Strand geschleppt. Geschleppt ist hier das richtige Wort, den eigentlich war er noch halb am Schlafen. Der Sonnenaufgang war es aber wert!



Autopanne die Erste

Am 13.02 hat uns der Highway direkt nach Grafton gebracht, wo wir eigentlich nur schnell was einkaufen wollten...Eigentlich...

Als wir aus dem Parkhaus Richtung Tankstelle gefahren sind, hat unser Auto auf einmal unter der Motorhaube geraucht. Wir haben dann relativ fix herausgefunden, dass eine Rolle über die der Keilriemen läuft kaputt ist. Die sind wohl standardmäßig aus Plastik und schmoren immer mal durch. Wir sind dann erstmal ca. 2,5km bis zu einem Autoshop gelaufen und haben Werkzeug gekauft. Die Rolle gab es dort leider nicht uns so sind wir nochmal 10min weiter bis zu einem Schrottplatz gelaufen.

Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Brüderchen wurde uns noch schnell das nötige Know How vermittelt und mit dem passenden Werkzeug konnte es dann losgehen. Zuerst ging die Schraube für die Rolle auch ganz leicht abzudrehen, doch beim letzten Stück nicht mehr und dann ist es passiert: sie ist abgebrochen... Die nächste Werkstatt war dank internetfähigem Handy auch schnell gefunden und nur 500m entfernt.

Das ganze hat uns dann noch zwei Stunden und 215 Dollar gekostet und dann waren wir wieder on the Road.



New England

Der Waterfall Way hat uns durch den kleinen hübschen Ort Dorrigo bis nach New England gebracht. Und was soll ich sagen, es war wie in England: nieselig und frisch. Es hat den ganzen Tag mal nur leicht mal stärker geregnet, aber wir waren trotzdem frohen Mutes und auf der Suchen nach dem Little Styx Campground. An dem sind wir auch leider erstmal dran vorbeigefahren und nasse Dirt Road im Regen und Nebel zu fahren macht nicht soo viel Spaß. Irgendwann haben wir Experten gemerkt, dass der Campingplatz schon vor der Brücke gewesen sein muss und sind umgekehrt. Man muss dazu sagen, dass die Beschilderung hier sehr zu wünschen übrig lässt und auch die Beschreibungen in unserem Atlas nur sehr dürftig sind. Ohne Navi findet man die Campgrounds in der Regel nicht so schnell, doch dazu braucht man Empfang, was wir mal wieder nicht hatten...

Doch nachdem wir ihn gefunden hatten, war Sven zunächst etwas skeptisch, weil hier der Rasen mal nicht wie üblicherweise gemäht war und es auf dem ersten Blick eher zurückgeblieben aussah. Doch es hat nicht lange gedauert, da stand unser Zelt samt Regendach direkt am Fluss und wir waren dabei Regenwasserspaghetti zu kochen. Und Nudeln im Regenwasser gekocht waren gaaaanz samtig :D

Der Campingplatz war auch echt ganz lauschelig....bis Sven mir von der Wolfscreek-Story erzählt hat. Es gab wohl im Northern Territory einen Mann, der eine Zeit lang Backpacker umgebracht hat und dieser Campingplatz war wirklich wie für einen Horrorfilm gemacht....Ein Mann hat Richtung Straße gecampt und wie Sven so ist, meinte er joar vielleicht ist der das ja und was machen wir denn dann etc. Er wusste nicht, ob der Killer schon gefasst war oder nicht und so hatte ich mit ein paar kleinen Einschlafschwierigkeiten zu kämpfen, doch am nächsten Morgen war soweit alles in Ordnung. Später haben wir auch erfahren, dass der Killer gefasst wurde. Das ganze ist auch verfilmt worden, falls ihr es euch mal angucken wollt.



Autopanne die Zweite

Keine 5km nachdem wir von dem „wildromantischen“ Campingplatz gefahren sind, wurde unser Auto auf einmal heiß und wir haben angehalten um nachzusehen. Nach einem kurzen Anflug von Verzweiflung haben wir gemerkt, dass unser Kühlwasser auslief und haben kaltes Wasser nachgefüllt. Es war auch erstmal alles in Ordnung und unser Auto sprang auch an. Wir haben es allerdings noch einmal kurz ausgestellt und als wir dann losfahren wollten, sprang der olle Karren nicht mehr an....

Das war echt ein Traum in the middle of nowhere ohne Handyempfang stehen zu bleiben! Der Mann von unserem Campingplatz war schon weg und so konnten wir erstmal nur warten. Es hat gottseidank auch nicht lange gedauert bis ein Forstarbeiter vorbeigekommen ist und uns Beistand geleistet hat. Innerhalb der nächsten 15min kam noch jemand und die zwei haben uns einen Abschleppwagen gerufen und die Adresse für eine Werkstatt gegegeben.

Es hieß dann erstmal 2 Stunden warten bis der Abschleppwagen kam und nach 40km Fahrt hatten wir wieder Handy-Empfang... Insgesamt hat uns das Abschleppen nach Armidale 220 Dollar gekostet für 80km und dort angekommen hieß es wieder warten. In der Werkstatt wurde Mittagspause gemacht und noch ein paar andere Autos ehe man sich mal um unseren Karren kümmern konnte. Als wir den Kostenvoranschlag für den neuen Kühler und die Benzinpumpe bekamen, sind wir ja fast vom Glauben abgefallen... 870 Dollar!

Man kann wohl mit einer kaputten Benzinpumpe fahren, wenn man mit einem Hammer gegen den Benzintank haut und daher konnten wir mit dem Auto bis zum Campingplatz fahren. Die Werkstatt wollte unser Auto dann am Montag reparieren, also haben wir erstmal bis Montag auf dem Campingplatz in Armidale eingecheckt.

Am Wochenende dachten wir, wir könnten ja auch mit Kaputzki zum Einkaufen fahren, da es mit dem Hammer/Stein ja anscheinend funktioniert. Doch wie sollte es anders sein, im 4,3 km entfernten Shop sprang unser Karren nicht mehr an und wir haben unseren Rucksack mit Futter bepackt und sind gelaufen. Am Sonntag dann wieder hin, weil wir dachten, dann springt er vielleicht an, doch wir durften die paar Meterchen wieder zurück laufen.

Am Montag haben wir uns dann noch von ein paar anderen Werkstätten einen Kostenvoranschlag geben lassen und sind fast vom Glauben abgefallen, als wir hörten, dass die für 1000m abschleppen 70 Dollar haben wollen! Von einigen Locals haben wir einen Tip für eine gute und günstige Werkstatt bekommen und dort insgesamt noch 170 Dollar gespart. In der Nähe war auch ein Abschlepper und dem haben wir 40 Dollar cash für's abschleppen gegeben.

Da der aber nicht alle Ersatzteile da hatte, mussten wir noch eine Nacht im wunderschönen Armidale verbringen und waren sehr froh, als es dann endlich weiter ging. Insgesamt aber eine teure Woche...



The next days....

In den darauffolgenden 10 Tagen haben wir nur einmal für unser Camping zahlen müssen und sind darauf auch ein wenig stolz 😊

Wir sind weiter an der Küste entlang gefahren und haben viele schöne Strände und vor allem auch Seen entdeckt an denen wir teilweise länger geblieben wären bzw. sie gerne bei schönem Wetter erlebt hätten. Denn seit wir New England verlassen haben, hat uns der Regen verfolgt. Überall wo wir ankamen, haben uns die Leute erzählt, dass die Sonne die letzten Tage soo schön geschienen hat und sie jetzt aber froh über etwas Regen sind... Also ganz fantastisches Timing! Aber es ist ja nicht so, als könnten wir es uns nicht überall gemütlich machen und ab und zu schien auch mal für uns ein paar Stunden die Sonne.

Besonders schön war es am Port Stephens etwas nördlich von Newcastle und am meisten verwundert waren wir am Bendeela Reserve in Kangaroo Valley. Dort haben wir uns aus dem überfüllten kostenlosen Campingplatz noch den schönsten ruhigsten Platz am Rand in der Nähe von einer kleinen Reihe großer Bäume ausgesucht. Spät Abends kamen dann noch Franzosen und was machen die?! Stellen sich direkt neben uns und das allerschärfste war der Platz an dem sie ihr Zelt aufgeschlagen haben: Zu den Toiletten musste man ca. 5min laufen, was einigen Vorgängern wohl zu weit war und die Bäume komfortabler aussahen. Joar und die Franzosen schlagen ihr Zelt genau darauf bzw. darin auf... ohne Worte!


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