Ein Traumtag.


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Oceania » Australia » New South Wales
May 2nd 2012
Published: June 20th 2017
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Wir stehen um halb acht auf und kurz später steht auch Crocodile auf der Matte, macht uns einen Kaffe und mir noch einen lecker Müsli mit Joghurt und Banane.Ich genieße bei diesem Frühstück die Terasse mit Blick auf den Fluss und die schon kräftige Sonne scheint mir ins Gesicht. Was für ein schöner Start in den Tag, der noch viel besser weitergehen soll.

Gleich nach dem Frühstück geselle ich mich zu den wunderschönen, Jungpferden und füttere sie nach erster Überwindung der Scheu mit dem Rest des Futters welches Crocodile noch nicht verfüttert hatte. Die Jungtiere sind dabei wirklich scheu und es dauert eine Weile, bis sie nicht mehr schreckhaft zurückweichen wenn ich mich bewege.

Während ich noch am füttern bin kommt auch schon der Hufschmied, der eines der Pferde beschuhen soll. Ich hatte am Vorabend aus „Shoed" – „Shot“ gemacht und war schon wirklich irritiert warum mich Crocodile so leichtmütig fragte „have you ever seen a horse being shot?“ Der Hufschmied ist ein feiner Kerl, der JJ und mir so einiges über seine Handwerkskunst erzählt.

Als der Schmied weg ist machen wir uns fertig für den Ausflug zum Smoky Cape Leuchtturm und die nähere Umgebung. Bevor wir aufbrechen fischt JJ noch einmal einen der lustigen Frösche aus dem Spülkasten der Gartentoilette und wir starten eine kleine Fotosession mit dem grünen Kollegen.

Nach wenigen Kilometern Fahrt sehen wir ein paar Pelikane über den Fluss fliegen – irgendwie unwirklich. Wir halten hinter dem Fischhafen an und kaufen fangfrischen Snapper und anderthalb Kilo Scampis die wir auf dem Rückweg mitnehmen.

Kurze Zeit später kommen wir am Smoky Cape Leuchtturm an und haben einen wundervollen Blick über die Buchten. Australien hat wirklich fantastische Strände und Natur.

Auf dem Rückweg vom Leuchtturm haben wir dann wirklich unglaubliches Glück: ein Auto steht am Straßenrand und ein paar Leute schauen freudestrahlend zum Himmel. Crocodile versteht sofort und hält an – und wir sind echte Glückspilze uns sehen einen Koalabären in freier Wildbahn. Crocodile selbst hat in seinem Leben noch keinen in der Natur gesehen und später berichtet uns auch Penny, dass sie trotz ihrer unzählichen Walks und stetigem Ausschauhalten noch nie einen außerhalb eines Zoos gesehen hat... Wir müssen also wirklich Schwein gehabt haben....

Als nächstes fährt Chris uns zum Strand von Trial Bay und zum Gefängnis. Hier wurden während des ersten Weltkrieges diverse deutsche Auswanderer gefangen gehalten, die unter Generalverdacht standen potentielle Kriegsgener zu sein. Das Gefängnis ist dabei wirklich schön anzusehen und von Klippen umgeben und ist heute ein Museum. Auf dem Museumsgelände sehen wir dann auch unser erstes Känguru – es liegt gemütlich auf der Wiese und sonnt sich und macht keine Anstalten sich zu bewegen. Es ist ein wenig wie im Zoo.

Wie es dann wirklich in freier Wildbahn mit den Springern ist, sollen wir wenige Minuten später erfahren: wir sind gerade vom Museumsparkplatz runter und fahren den Campingplatz entlang, da sehen wir eine Gruppe von Kängurus. Diese Gruppe traut Menschen ganz offensichtlich nicht so sehr über den Weg und ist alamiert als wir auf sie zukommen. Ein paar Fotos dürfen wir noch machen und dann verschwinden sie in bester Känguru-Manier in großen Sätzen im Busch. Irgendwie wirken sie ein wenig wie zu groß geratene Hasen...

Nun geht es weiter in Richtung South West Rocks und wir schauen uns die Strände an während Crocodile ausgiebig telefoniert und fahren dann noch kurz einkaufen. Wir kaufen u.a. für schlappe 14,50 AUD ein Sixpack Bier und schütteln einmal mehr ungläubig den Kopf.

Zu Hause angekommen bereitet Crocodile das Mitagessen vor: wir essen die frischen Scampi in Brot mit von Croc selbstgemachter Sauce und Avocado. Ein Traum! Dabei leistet uns Jamie Gesellschaft, seinerseits Makler und ein Bekannter von Crocodile der es wohl nicht glauben konnte als Crocodile ihm am Telefon erzählte er habe gerade 2 deutsche Backpackerinnen zu Besuch....

Nächster Tagesprogrammpunkt ist dann der, auf den ich mich riesig freue: das Reiten! Crocodile hat morgens seine beiden schönen Studten angebunden um diese selber zu reiten und macht nun zudem seinen gutmütigen Zuchthengst Smoking Acres startklar.

Kurze Zeit später sitze ich auf dem Prachtkerl und versuche mich zu erinnern wie das mit dem Reiten noch gleich ging... Der feine Kerl ist so gutmütig und faul, dass ich mir schwer tue ihn am Laufen (bzw. GEHEN) zu halten.

Als nächstes überwindet JJ ihre Angst und sitzt auf. Sie macht eine tolle Figur auf dem schönen Tier und hat ein so breites Grinsen im Gesicht, dass ausser Frage steht ob es ihr gefällt oder nicht!

Nun müssen noch die beiden Stuten bewegt werden und Crocodile macht sich an die Arbeit.

Als er meint die erste Studte gut warmgeritten zu haben, lässt er mich aufsitzen – und dann geht die Post ab. Sah es bei Crocodile noch so aus als sei es ein Kinderspiel das Pferd zu manövrieren, weiß es bei mir sofort dass es tun und lassen kann was es will, bzw kann mit meinen (falschen) Befehlen nichts anfangen. Die ersten paar Minuten bin ich nah daran jegliche Kontrolle über das Pferd zu verlieren und lande fast im Gras. Als ich endlich kapiere dass Crocodile nicht ruft „get her head DOWN“ sondern „get her head 'round“ gewinne ich endlich die Oberhand und habe danach einen Heidenspaß auf dem Rücken des wundervollen Tieres. Wir finden einen gemeinsamen Rhythmus und sie versteht meine Weisungen. Oh, man – das ist wirklich toll.

Ich bin total beseelt als ich kurz später vom Acker reite und Crocodile die andere Studte fertig macht um sie auch noch zu bewegen.

Während Crocodile am Reiten ist, kommt Kathy mit einem neuen Mitbewohner: sie hat eine 6 Wochen alte, schneeweiße Katze mit langem Fell dabei, die von nun an das Haus von Mäusen befreien soll.

JJ und ich sagen kurz „hallo“ und gesellen uns dann wieder zu den Jungpferden. Es ist wirklich ein Spaß zuzusehen, wie die scheuen Tiere immer dann, wenn man sie nicht beachtet auf einen zugehen und den Kontakt suchen. Bei JJ sind sie sehr an den Füßen interessiert und mir knabbern sie am Oberschenkel. Sobald man sich aber bewegt huschen sie wieder davon.

Wir genießen ihre Spiele und den Sonnenuntergang über den Weiden. Es ist einfach wunderschön hier!

Als es dann wirklich dunkel wird begeben wir uns ins Haus und trinken einen fantastischen Rotwein mit Crocodile ehe wir den Salat und das Gemüse und er den Fisch für's Abendessen zubereiten.

Es wird abermals ein Festmal!


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