Rugby und Bondi Beach


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Oceania » Australia » New South Wales » Sydney
April 29th 2012
Published: June 20th 2017
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Geo: -33.8671, 151.207

Ich tue mir etwas schwer aus dem Bett zu kommen, als der Wecker um kurz vor sieben klingelt. Die Aussicht darauf noch einmal Surfen zu gehen lässt mich aber trotzdem aufstehen.Im Wohnzimmer finde ich Will dann schlafend vor und habe glatt ein schlechtes Gewissen ihn zu wecken. Er ist erst ein wenig irritiert, dann aber zuckersüß wie immer. Will schreibt Penny eine Nachricht, dass wir zum Sufen fahren und dann geht es los.Am Strand angekommen ziehe ich mich um –nur um kurz darauf festzustellen, dass der Surfclub zu so früher Stunde außerhalb der Saison nicht auf hat und somit die Surfboards eingeschlossen und für uns unerreichbar sind. Oh, man – da ist mir schon einmal etwa s so vielwert, dass ich mich morgens aus dem Bett schäle und dann soetwas... Schade.

Mein Bedauern soll sich allerdings schon kurze Zeit später in ein tiefes Durchatmen verwandeln: nachdem ich eine gute halbe Stunde lang von niemandem ausser Will und Carl etwas gehört oder gesehen habe, ist Gary auf einmal unter Strom und will sofort zum Frühstück aufbrechen.Den Teil der Wochenendplanung haben JJ und ich wohl nicht ganz aufgenommen gehabt, aber es hieß wohl 8:30 Uhr ist Abfahrt. Janette liegt allerdings noch im Bett und
ich muss sie nun ordentlich scheuchen. Sie schafft es gute 5 Minuten später fertig
zu sein und unten zu stehen. Na das hätte vielleicht etwas gegeben, wenn Will
und ich noch beim Surfen gewesen wären... Will hatte von dem Tagespunkt nichts mitbekommen und meinte es würde reichen, wenn wir um 9:00 Uhr los kämen zum Rugby – mit ihm hatte Gary den Tagesablauf aber eben auch nicht im Detail besprochen....Kurze Zeit später sitzen wir also wieder im „The Boat House“ und heute kommen JJ und ich auch in den Genuss des superleckerern Frühstücks. Die Preise sind für deutsche Verhältnisse wirklich total drüber, aber das Essen ist auch wirklich bester Qualität. Wir haben natürlich abermals keine Chance unsere Zeche selbst zu zahlen welches uns wirklich verlegen macht.

Da das Essen spät kommt und wir ja nun auch spät dran waren wird es dann ein wenig hektisch. Als das Essen kommt müssen wir schnell machen und dann sofort los. Wir holen noch einen Mannschaftskameraden und Freund von Will mitsamt dessen Vater ab bevor es zum Spiel geht.

Wir verspäten uns deutlich und müssen auch noch einmal umdrehen um die Karten für das Rugby-Union Spiel der Waratahs zu holen, welches am Nachmittag im Stadion stattfindet und Gary, Will und Kamerad plus Vater besuchen werden.

Wir nehmen natürlich alle Schuld auf uns und werden so kurzzeitig zu Italienerinnen – Deutschen glaubt man ja im Ausland nicht, dass sie zu spät sind...

Das Rugby Spiel von Will ist dann wirklich anzusehen. Leider geht Will's Mannschaft völlig unerwartet total unter und macht keinen einzigen Punkt, der Sport selbst ist jedoch wirklich interessant und gut anzusehen.
Nach Will's spiel geht es dann direkt zum Stadion, wo wir die 4er Bande absetzen. Wir haben für die nächsten 4 Stunden das Auto und können einmal mehr tun oder lassen, was wir wollen.

Wir fahren nach Bondi Beach – irgendwie muss man ja doch einmal da gewesen sein...

Der Sand am Strand ist dann auch wirklich besonders fein und schön und die Bucht als Solches ist auch sehr nett anzusehen. Es ist nicht viel Betrieb, denn dafür ist es schon zu kalt, aber man kann sich lebhaft vorstellen, wie hier in der warmen Jahreszeit (sprich im Winter) die Reichen und Schönen die Promenade entlang stolzieren und es gilt „sehen und gesehen werden“.
An diesem (dem bekanntesten Strand Sydney's) wird zudem die TV Serie „Bondi Rescue“ gedreht. Das ist das moderne „Baywatch“ – allerdings angeblich nicht geskriptet.

Nach dem Bummel am Strand und der Promenade sowie einem Abstecher an das Cliff an dem die Brandung unter lautem Getöse anrauscht und an den Steinen bricht, fahren wir noch ein kleines Stück und bummeln dann noch einige Meter ehe wir einen Kaffe trinken gehen und dann die Bande wieder am Stadion einsammeln.

Zu Hause angekommen gibt es dann auch ganz bald ein leckeres Abendessen: Penny hat Fisch gekocht, der eimal mehr phänomenal lecker ist.

Beim Tischgespräch kommen wir dann noch einmal mit Gary darauf zu sprechen, wie wir denn unsere Route gen Norden planen wollen und sollten. Wir sind natürlich für jeden Tip dankbar und haben binnen kürzester Zeit eine komplette Reiseroute am Start. Und die Gerstles wären nicht die Gerstles, wenn nicht auch noch die letzen für uns genialen Puzzelstücke zusammengesetzt würden.

So haben wir am Ende des Abends nicht nur eine Route, sondern mehrere Übernachtungsmöglichkeiten in Aussicht sowie: ein Auto!
Es ist wirklich unglaublich, aber Gary muss seine Mutter wohl gar nicht erst groß überzeugen uns ihr Auto zu leihen. Es sind einfach alle total großzügig und hilfsbereit. Mary (die Mutter) hat sich vor 6 Wochen die Hüfte gebrochen und kann deshalb gerade „eh nicht fahren“ – von daher sei das alles gar kein Problem. Wir sind sprachlos...

Nun heißt es also ab übermorgen nicht „mit dem Greyhoundbus zur nächsten Stadt“, sondern wir können vollkommen Flexibel überall halten wo wir wollen und haben zudem auch noch Anlaufpunkte und können sonst auch mal im Auto schlafen. Das ist wirklich der Hammer und zu der uns entgegengebrachten Gastfreundschaft kann ich nur sagen, dass mir das wirklich ein Vorbild ist. Genau so möchte ich es auch handhaben wenn ich die Möglichkeit bekomme.

Mit großen Plänen geht es dann ins Bett. Morgen wollen wir in den Zoo und da wir ja nun schon übermorgen abreisen, wollen wir dann morgen für die Famile kochen – ein klitzekleines Dankeschön an alle...


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