Tag 55: Ab ins Land der Früchte


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North America » United States
June 28th 2014
Published: June 30th 2014
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Start: Hanksville

Ziel: Fruita

Tageskilometer: 81.2

Höchstgeschwindigkeit: 55.6

Gesamtkilometer: 4'748.1.

Beim Erwachen hatte ich starke Kopfschmerzen. Blieben etwas länger liegen und gingen spät zum Frühstück. Fuhren deshalb erst um ca. 9.30 h los. Kurz nach Hanksville trafen wir auf Mick, einen Irländer, der beim Militär war und nun pensioniert wurde. Lebte für 2 Jahre in Wien. Als Abschlussgeschenk macht er nun die Fahrradreise von San Francisco nach Boston. Er gab uns einige Tipps für den weiteren Weg und wir natürlich ihm. Wegen unserer späten Abfahrt war es natürlich schon sehr heiss und wir waren dauernd am Trinken um nicht völlig auszutrocknen. Erstaunlich wie schnell sich die Landschaft verwandelt und immer wieder neue Formen zeigt. Links und rechts von uns erheben sich die riesigen Felsformationen. Kurze Abfahrten folgen auf knackige Steigungen und schon relativ bald biegen wir in den Capitol Reef National Park ein. Dort erstreckt sich eine gigantische, 160 km lange Falte in der Erdkruste. Ein gewaltiges Wirrwarr von massiven Wölbungen, in den Himmel ragenden Spitzsäulen, starren Monolithen, sich windenden Schluchten und anmutigen Bögen. Am Ende des Parks kamen wir nach Fruita wo sich auch das Visitor Center befindet wo wir gleich für 80 Dollar einen Jahrespass für 2 Personen erstanden der für alle Nationalparks in den USA gilt. In Fruita lebten schon 700 nach Christus Indianer der Freemont Kultur welche jagten und verschiedene Nahrungen sammelten. Daneben bauten sie auch Mais, Bohnen und Kürbisse an. Sie teilten ihre Kultur mit den Anasazi, welche im Süden leben. Als sie rätselhafterweise um ca. 1250 n. Chr. verschwanden hinterliessen sie nur wenige Spuren (Piktogramme und Petroglypehen). Forscher und Mormonenpioniere drangen Ende des 19. Jahrhunderts in das rauhe Gebiet ein. Um 1917 war eine kleine Mormonengemeinde am Ufer des Freemont Rivers in voller Blüte. Mit geschickter Bewässerung des guten Talbodens wurde Fruita für seine ertragreichen Obstgärten und die gute Qualität des Obstes bekannt. Nach Schaffung des Nationalparkes im Jahre 1937 zogen die Familien jedoch weiter in andere Gebiete.

Wir geniessen jedenfalls die Oase im sonst Wüstenähnlichen Gebiet und schlagen unser Zelt im lang ersehnten Schatten eines Baumes auf.


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