Road and climbing trip through the Wild West


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North America » United States
April 3rd 2011
Published: April 4th 2011
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Road trip through the Wild West

Boulder, Rifle, Castleton Valley, Indian Creek, Moab, Salt Lake City, Jackson, Grand Teton National Park, Lander, Sinks Canyon, Thermopolis, Devils Tower, Spearfish Canyon, Mount Rushmore, Boulder

Castleton Tower, UtahCastleton Tower, UtahCastleton Tower, Utah

Da wollten wir hoch. Beim Wollen ist es geblieben.
Nach einigen Tagen in Boulder sollte es also los gehen, mit unserer Nordschleife, Klettern und Roadtrip durch Colorado, Utah, Wyoming, South Dakota und zurueck. Zwei Wochen und ein Mietwagen waren eingeplant. Nach etwas Stress mit dem Mietwagen kamen wir am Freitag, dem 18.3. los.

Alle Erlebnisse in voller Laenge zu beschreiben wuerde wohl den Rahmen sprengen und meine werten Leser vergraulen. Deswegen nur eine kurze Auflistung der Stationen und Highlights. Den Rest erzaehlen die Fotos.

Durch die noch Schneebedeckten Rocky Mountains ging es nach Rifle, wo man in einer drei Meilen-Schlucht klettern kann. Der ganze Canyon war voller Schnee und Matsch, sodass wir nach einer Nacht auf einem ebenso schneebedeckten Camping-Platz und einer halben Route weiter Richtung Castle Valley gefahren sind. Dies liegt in der Wueste Utahs und zeichnet sich durch extrem roten Fels und auf hohen Schutthalden stehenden Felsnadeln aus. Auf den Castleton Tower wollten wir in einer vier Seillaengen umfassenden Route hoch. Nach einem langen Lagerfeuer- und Bierabend kamen wir jedoch nicht aus den Federn. Ein Windstoss hat unser Zelt samt Isomatten in die Kakteen gefegt, so dass dann fuer den halben Trip Isomattenflicken angesagt war. Um zwei Uhr standen wir am Einstieg zur Tour und kehrten
Unser Equipment, Trad, here we come :)Unser Equipment, Trad, here we come :)Unser Equipment, Trad, here we come :)

Mehr al zwei volle Racks an Friends, Nuts, Tricams, Expressen, Schrauber, Schlingen, Gurte, Helme, Schuhe
um. Der Wind war einfach zu stark und somit unsere Trad-Vorstiegsmentalitaet zu gering. Trad steht fuer Traditional und bezeichnet das Klettern an selber gelegten Zwischensicherungen anstatt an wie vom Sportklettern gewoehnten eingebohrten Haken. Die Zwischensicherungen bestehen aus Klemmgeraeten, namentlich Klemmkeile, Friends, Tricams und Hexcentrics. Der geneigte Leser moege sich selbst informieren 😊.

Also auf, nach Indian Creek, zum dafuer weltbekannten Rissklettern. Dort trafen wir David, aus Kanada und Tyler aus Wyoming. Nach einem Besuch des suedlichen Teils des Canyonland National Parks ging es ans Haende tapen und ab in den "Incredible Handcrack". Spassig wars, interessant und schmerzhaft. Man zwickt halt passende Koerperteile in den Riss und zieht sich hoch. Finger, Haende, Fuesse, Knie, Ellbogen. Auf dem Rueckweg durch Moab gabs nochmal Kletterei an Sandstein an der Wallstreet und die erste Dusche.

Der naechste Stop war Salt Lake City, wo wir unbedarft in den Mormonentempelbereich stolperten und nach einer Stunde Fuehrung durch eine deutsche Glaubensschwester gelaeutert wieder herauskamen. Interessant an der Religion ist das Buch Mormon, das durch allerlei Absurditaeten glaenzt (http://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Mormon). Ein Highlight: Die Indianer sind eine der drei Staemme, die vor Urzeiten aus Jerusalem angesegelt kamen und deren Hautfarbe von Gott rot gefaerbt wurde, weil sie die
Skigebiete mit klingenden NamenSkigebiete mit klingenden NamenSkigebiete mit klingenden Namen

Vail, Breckenridge, Keystone
Bibeltreuen anderen beiden Staemme abgemurkst haben. Ich empfehle die South Path Folge "All about the Mormons" (http://www.southparkstudios.com/full-episodes/s07e12-all-about-the-mormons).

Nach einem Besuch am Grossen Salzsee fuhren wir in einer Mammut-Autofahrt durch endlose Leeren in Utah, Wyoming und Idaho nach Jackson. Dort kamen wir nachts um 12 bei Minusgraden recht verzweifelt an und goennten uns das einzige Hotel unseres Trips. Dummerweise war an diesem Wochenende "Hill Climb" wo allerlei Verrueckte Schneemobilfahrer versuchen ihr Gefaehrt moeglichst weit einen absurd steilen Berg hochzufahren. Alles motorisierte ist hier total hip und im Winter geht hier im Norden anscheinend nichts ueber ein Schneemobil. Vom Hill Climb haben wir nichts gesehen, dafuer sind wir vier Stunden mit Schneeschuhen durch den bei besserem Wetter sicherlich sehr beeindruckenden Grand Teton National Park gerannt.

Das Wetter hat uns weitergescheucht, nach Lander. Hier kann man mitten in der Stadt im City Park campen. Wir trafen Evan, einen absolut total verrueckten Griechen, der in Pinedale lebt, oder eigentlich in seinem Pickup. Wir haben die seit laengerem absurdesten Geschichten gehoert und uns gut unterhalten. Uns Deutsche bezeichnete er als "tipping the balance", "Gods of War" und unseren schoenen Ford Fiesta Mietwagen als "Little Panzer". Wir sind damit staendig aufgefallen, weil er so klein, blau und schnieke war und alle anderen Fahrzeuge, gross, gelaendegaengig und nicht so schnieke. Wir waren drei Tagen im Sinks Canyon klettern (endlich) und haben einige 5.11er Touren geknackt. Die Naechte haben wir uns mit Lagerfeuer und Bier auf einem eingeschneiten Campingplatz vertrieben. Im Zelt war immer Winterunterwaesche und Daunenschlafsack angesagt.

Die zweite Waesche gabs dann in Thermopolis, wo heisses, mineralhaltiges Wasser aus dem Boden tritt und direkt ins Wyoming State Bath House geleitet wird. 20 Minuten "soaking" fuer umsonst. Nice. Und dann nichts wie ab zum Devils Tower, dem von Abraham Lincoln eroeffneten, ersten National Monument. Fuer die Indianer war es die "Bear Lodge", fuer die Wissenschaftler ist es ein Magmapropfen, um den herum die weichen Gesteinsschichten ueber Jahrtausende abgetragen wurden. Bei um die Null Grad sind wir in unsere Sechsseillaengentour eingestiegen. Es war wieder Vorstiegsmentalitaet gefragt, Selbstabsicherung einer 5.7 Off-Width-Risskletterei. Oben angekommen bietet sich einem ein Wahnsinnblick ueber die Umgebung. Und man tritt ein Indianerheiligtum mit Fuessen. Als einer von 2000 Kletterern pro Jahr.

Mehr Sportkletterei sollte uns im Spearfish Canyon erwarten. Eine sich endlos windende Schlucht in South Dakota saugt uns Nachts auf und spuckt uns wieder aus, weil alle Campingplaetze im Canyon meterhoch mit Schnee bedeckt waren. Also schlugen wir unser Zelt in Spearfish direkt auf und hatten einen schoenen Klettertag, wo Piet ziemlich gerockt hat und ich nicht ganz so sehr 😊. Regen am naechsten Tag trieb uns weiter zum Mount Rushmore, wo sich die in Stein gemeisselten (oder besser gesprengten) Gesichter von Georg Washington, Thomas Jefferson, Theodor Roosevelt und Abraham Lincoln bewundern lassen. Nach einer laenglichen Schlafplatzsuche feuerten wir ein Lagerfeuer in einem geschlossenen Campingplatz an und wurden am naechsten Morgen prompt von Park Rangers geweckt und hinausgescheucht. Das Mount Rushmore Memorial Center ist amerikanischer National- und Demokratikitsch pur. Nach Regen und um die Null Grad standen wir sechs Stunden spaeter wieder im warmen Abendwind von Boulder, bei 20 Grad und Sonnenschein.

Kalt wars, aber interessant. Wir haben Wetter- und Landschaftsmaessig alles moegliche erlebt und gesehen und alles gut ueberstanden. Was bleibt sind nicht die Temperaturen sondern die fantastischen Eindruecke und eine gute Zeit zu zweit, an der Wand, viel im Auto, am Lagerfeuer und beim Zaehneputzen morgens im Supermarkt. Real dirtbags.


Additional photos below
Photos: 119, Displayed: 25


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Unser Campingplatz in spe.Unser Campingplatz in spe.
Unser Campingplatz in spe.

Wir haben uns dann doch fuer einen anderen entschieden.
Unsere Route...Unsere Route...
Unsere Route...

...die wir bis zur Haelfte geschafft haben.
Da stand 20 Sekunden vorher...Da stand 20 Sekunden vorher...
Da stand 20 Sekunden vorher...

...noch eine tonnenschwerer Eissaeule
Rifle ArchRifle Arch
Rifle Arch

unsere Mehrseillaengentour geht zentral im Bild hoch


11th April 2011
Unsere Route

Schaut cool aus
Hey Flo, das ist ein echter Hingucker. Gerade recht für Deinen Trach Record :-) VG und viel SPAAAAAAAAAAAASSSSSSS! :-) Fred

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