Xilitla 1


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September 12th 2015
Published: September 12th 2015
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Ich kann mal wieder nicht schlafen. Das kommt bei mir eigentlich selten vor. Vielleicht haengt mir immernoch die Zeitumstellung nach.
Am Donnerstag, unserem ersten Tag in Xilitla, haben wir tatsaechlich ausgeschlafen, im Garten spaet gefruehstueckt und uns lange mit dem Besitzer des Hotels unterhalten. Alejandro ist um die 70, Katalane, hat viel erlebt und ist weit gereist, weiss viel und redet wie ein Buch. Xilitla ist ein Kaffeedorf, und auch er baut Kaffee an. Schon bei unserem letzten kurzen Besuch vor 6 Jahren war uns der besondere Geschmack des hiesigen Kaffees aufgefallen.
Kaffee kann schrecklich sein in Mexiko. Manchmal (und oft auch in Privathaeusern) bekommt man eine Tasse heissen Wassers und ein Glas Nescafe serviert, gerne auch koffeinfrei. Oder einen Café americano, wo mit einer Schrotflinte eine Kaffeebohne durch heisses Wasser geschossen wurde. Aber es gibt auch hervorragenden Kaffee, wie in Veracruz oder eben hier in Xilitla, oder ganz anders, der Café de olla auf den Doerfern, wie griechischer Kaffee, suess, weniger stark, und aus dem Tontopf.
Am Nachmittag sind wir in die Cueva del Salitre, die Salpeterhoehle hinabgestiegen. Die liegt ausserhalb des Dorfes. Wenn man erst einmal die Betonziegelfabrik gefunden hat, sieht man auch das handgeschriebene Schild. Nach gutem Zureden durch einen Einheimischen wagt man es, verschiedene Tore, Viehgatter und ein privates Anwesen zu durchqueren, dann geht es ueber einen gruenen Berghang steil bergab zum Hoehleneingang. Die Hoehle ist ein 80 m tiefer schraeger Trichter. Erst ist es taghell, unten ist es stockdunkel. Unten liegen duenne Nebelschwaden, beim Wiederaufstieg fliesst der Schweiss in Stroemen. Oben kommt noch ein Morphofalter vorbei geschwebt, ein handtellergrosser Schmetterling mit leuchtend metallisch blauer Oberseite und notorisch schwer zu fotografieren.
Nach der Anstrengung kam gerade der Wasserfall recht, den wir ein paar km weiter angesteuert haben. Dort haben wir uns ins kuehle, aber nicht kalte Wasser gelegt. Unser Gastgeber hat uns spaeter gesagt, wir haetten nur den kleinen Ableger erwischt, der richtige sei noch ein paar 100 m weiter und weiter oben. Wir muessen also noch einmal hin.

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