Was machen in Oaxaca ?


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March 1st 2018
Published: March 6th 2018
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Montag Abend, den 26. Februar, kam ich gegen 19h in Oaxaca an. Leider gibt es dort kein UBER, aber Taxis sind nicht sehr teuer und so nahm ich eins für 50$ zu meinem Hostel Casa Ángel. Ich hatte ein Bett in einem 12-Bett Zimmer gebucht, das wirklich ganz ok war. Es war genug Platz in dem Raum, es gab genug Badezimmer auf der Etage, die Betten waren bequem und es war sauber. Es gibt nur 2 Dinge zu bemängeln : 1. In dem 12-Bett Zimmer war es nachts schrecklich warm, selbst mit 2 Ventilatoren und dem Fenster offen ; 2. heißes Wasser für die Dusche gab es nur von 8-10 Uhr morgens und abends, aber man kann danach fragen, falls man zu anderen Zeiten warmes Wasser möchte und es ist gratis.

Dieses Hostel ist definitiv nichts für einen ruhigen Urlaub : es ist ein super soziales Partyhostel. Die Dachterrasse stellt sicher, dass, wenn du von einem Ausflug zurückkommst, du immer andere Leute triffst, die bereits ihr erstes Corona trinken und die Sonne genießen. Die Terrasse ist bis 23h offen und danach bleiben viele noch in dem kleinen Salon auf der 1. Etage. Leider hat die Dachterrasse keine Bar, aber gegenüber vom Hostel gibt 2 kleine Läden, wo man immer ein kühles Bier bekommt und ein Block entfernt kann man Mezcal und andere Spirituosen kaufen.



Den ersten Abend den ich in Oaxaca war, habe ich Ajla aus Deutschland und Chase aus England kennengelernt. Wir haben in einem kleinen Restaurant neben unserem Hostel zu Abend gegessen. Wirklich lecker ! Danach haben Ajla und ich noch ein paar Bier gekauft und sind zur Dachterrasse hoch. Dort haben wir viele andere getroffen, wie Isaac aus Australien, Peter aus Kanada, Paul, Matthias und Elisa aus Deutschland, Clayne aus Australien und Marianne aus Texas. Sie hatten alle schon einiges getrunken als wir ankamen und wollten noch weggehen als um 23h die Terrasse schloss, aber ich war müde von den 7 Stunden Busfahrt nach Oaxaca und bin zu Bett gegangen. Es scheint allerdings, dass ich nichts verpasst habe, denn die Bar wo sie hin waren, war fast leer und die Stimmung nicht gut und sie sind nach 30 Minuten zurückgekommen. Wir hatten allerdings einen tollen Abend zusammen und ein paar von uns haben gemeinsam Pläne für den nächsten Tag gemacht.



Was machen wenn du in Oaxaca bist ? Ich für meinen Teil habe am 1. Tag eines der MUST-DOs gemacht : mit Peter, Ajla und Elisa bin ich zum Monte Albán gefahren, die wichtigsten Ruinen in Oaxaca mit vielen Tempeln, Palästen, hohen Plattformen und einem Observatorium. Sie wurden von einer Zivilisation gebaut die « Zapoteken » heißen und die von +/- 500 v.Chr. bis 950 n.Chr. das zentrale Tal von Oaxaca regierten. Sie hatten frühe Kontakte zu den Olmecs im Nordosten. Der Höhepunkt der Stadt war von 300 bis 700 n.Chr. als mehr als 25 000 Menschen dort lebten. Die Ruinen in Monte Albán sind sehr gut erhalten und auf jeden Fall einen Besuch wert. Dort haben wir auch Chris und Feliz aus Deutschland getroffen, die auch in unserem Hostel wohnten und die Betten über Elisa und mir hatten.



Von dort aus haben wir einen Bus zurück in die Stadt genommen und haben den Nachmittag damit verbracht, Oaxaca zu entdecken. Es ist eine sehr schöne Stadt und man könnte problemlos einige Tage dort verbringen, die Atmosphäre der Stadt genießen und in der Sonne chillen. Auf den Straßen wird überall Essen verkauft, vor allem Früchte, da es so warm dort ist, aber man kann auch Tacos und anderes Essen finden. Ich würde auf jeden Fall die Taquería Alvaro neben unserem Hostel empfehlen, wo das Essen sehr lecker ist. Solche kleinen Restaurants gibt es überall und das Essen ist lecker und billig. Danach sind wir zur Kirche Santo Domingo gegangen und ich habe das Museum Culturas de Oaxaca besichtigt. Es ist sehr interessant, aber man sollte Spanisch sprechen, wenn man dorthin geht, denn es gibt keine Erklärungen auf Englisch.



Wir haben den Rest des Nachmittags auf der Dachterrasse unseres Hostels verbracht, das schöne Wetter genossen und ein paar Corona getrunken. Gegen 19h sind wir zu einem Restaurant mit Dachterrasse gegangen und haben dort zu Abend gegessen. Ich hatte ein sehr typisches Gericht aus Oaxaca : Tlayuda oaxaqueña. Es ist super lecker : eine getostete Tortilla aus Mais gefüllt mit Gemüse und dem Fleisch deiner Wahl, Rind in meinem Fall.

Danach sind wir zurück in unser Hostel gegangen und hatten eine andere tolle Nacht dort. Da habe ich auch Nina aus den Niederlanden und Clifford aus London kennengelernt, 2 super nette Personen !



Am zweiten Tag, haben wir zu einer Gruppe von 11 Personen ein anderes MUST DO in Oaxaca gemacht : wir sind zu Hierve de Hierve de Águas gefahren. Man kann entweder eine Tour dorthin buchen, auf der man auch andere Orte wie eine Mezalería besuchtm oder man fährt selbst dorthin. Wir haben uns für letztere Option entschieden, da die Stops der Tour uns alle nicht interessierten und wir lieber mehr Zeit in Hierve de Águas verbringen wolten. Es ist eigentlich nicht schwierig dorthin zu gelangen : man nimmt einen Bus oder ein taxi collectivo vom Stadium aus nach Mitla und von dort aus ein taxi collectivo nach Hierve de Águas. Allerdings war das Ganze in unserem Fall viel schwieriger, da an diesem Tag die ganze Hauptstraße auf Grund eines Streiks gesperrt war und die Busse nicht richtig fuhren. Ich war die einzige Person in unserer 11-köpfigen Gruppe die Spanisch spricht und musste so herausfinden, wie wir nun nach Mitla kommen konnten. Der Polizist der den Verkehr regelte sagte uns, dass wir nur einen Block weitergehen müssen und von dort aus Busse nach Mitla fahren, aber ein Taxifahrer sagte uns, das würde nicht stimmen und dass sie 100$ pro Person fragen um uns nach Mitla zu bringen. Viel zu viel (später habe ich rausgefunden dass es eigentlich nur 25$ pro Person kostet mit einem taxi collectivo) ! Glücklicherweise wartete auch eine andere, sehr nette Dame auf den Bus nach Mitla und wir konnten uns ihr anschließen. Wir mussten ein bisschen warten um dann zu erfahren, dass wir erst einen Bus nach Tlacolula nehmen müssen und von dort aus einen anderen nach Mitla, da keine Busse direkt nach Mitla fahren. Das haben wir dann getan und es hat uns insgesamt eine Stunde mehr gekostet als geplant, aber wir sind angekommen! :-D

In Mitla haben wir dann eine Überraschung erlebt : die taxis collectivos sind keine richtigen Taxis, sondern Geländewagen mit Holzbänken auf der Ladefläche, wo man sich draufsetzen kann. Wir haben uns zu 9 Personen da rein gequetscht und 2 Personen haben sich nach drinnen gesetzt. Die Fahrt war definitiv ein Abenteuer ! Die Straße war sehr holprig und schlecht und Elisa und ich, die am Ende saßen, mussten uns sehr gut anhalten damit wir nicht rausfielen ! Eine Woche später habe ich immer noch blaue Flecken ... Irgendwann sind wir fast über eine Ziege gefahren und ein bisschen später ging die Heckklappe einfach auf und unsere Rucksäche wären fast rausgefallen ! Peter war unser Held und hat sie wieder geschlossen, denn als wir dem Fahrer ein zeichen gaben er soll anhalten damit wir sie schließen können, sagte er wir sollen sie einfach offen lassen, kein Ding ! Verrückt ! Aber wir hatten so viel Spaß ! :-D



In Hierve de Águas sind wir sofort zu den Wasserbecken gegangen und die Aussicht dort war einfach unglaublich ! Es gab 2 große Becken und ein paar kleinere. Eins der großen befindet sich am Rand dieses Plateaus und sieht daher wie ein Infinitypool aus. Sehr cool !



Wir haben unsere Sachen alle in eine Ecke gelegt und sind sofort in Wasser gesprungen. Es war sehr warm draußen und nach all der Aufregung des Morgens war ein kühles Bad sehr ansprechend. Das Wasser war tatsächlich relativ kalt zunächst, aber nach ein paar Minuten fühlte es sich richtig gut an und man meinte tatsächlich, dass es draußen kälter ist als im Wasser. Wir haben uns ein wenig lustig gemacht über Cliffton der nicht ins Wasser wollte, weil er nicht schwimmen kann und deshalb nur am Rand sitzen blieb. Dann sind wir alle an eine weniger tiefe Stelle gegangen, wo Clifford bei uns sitzen konnte und wo das Wasser auch viel wärmer war. Die Aussicht war einfach unglaublich dort ! Wir sind auch in das andere große Becken gegangen, aber dort war es auch kalt und genauso tief wie im ersten Becken und daher sind wir wieder gegangen. Clifford und ich haben dann entschieden, oben auf dem Berg etwas essen zu gehen und Vicky und ihr Freund Phil haben uns begleitet. Sie sind auch aus England und sehr tolle Leute ! Wir haben alle leckere vegetarische Quesadillas gegessen und als wir gerade fertig waren kamen auch Ajla, Chase, Nina und Bridget hoch zum Essen. Bridget ist von Nebrasca in den USA und eine super nette Person !

Ich mochte wirklich jeden aus unserer Gruppe sehr gerne und unser abenteuerreicher Tag hat uns alle sehr nahe gebracht und zu guten Freunden gemacht !



Ein bisschen später sind auch Elisa und Paul zu uns gestoßen, aber wir haben sie alleine essen gelassen um zu dem Wasserfall zu gehen, bei dem sie gerade schon waren. Wir haben ein bisschen geschummelt und sind nicht den ganzen Weg von den Wasserbecken zu dem Wasserfall gegangen, sondern sind von oben, d.h. von den Essensständen aus gegangen und das war nicht ganz so anstrengend. Ein paar Leute hatten allerdings Höhenangst und wir waren daher nur zu ein paar Leuten die tatsächlich zum Wasserfall gingen. Eigentlich war es gar kein Wasserfall, sondern wird nur so genannt, weil der Fells aussieht wie einer und es ist daher nur ein Aussichtspunkt. Außerdem ist es zu dieser Zeit viel zu warm und trocken, damit irgendwo Wasser fließt und falls dort Wasser fließt, dann nur zur Regenzeit (Mai bis November). Wir haben dort also ein paar tolle Photos gemacht und sind dann zurück zu den anderen gegangen um wieder nach Oaxaca zu fahren. Dies stellte sich allerdings auch als problematisch heraus.

Da wir 11 Personen waren, füllten wir einen ganzen Van, bzw. Taxi collectivo. Leider waren in einem Van bereits 4 Leute darauf am warten, dass sich ihr Van füllt und sie losfahren können und der Fahrer sagte, wir dürften nicht vor den anderen fahren, das sei nicht fair.... Er wollte, dass wir uns aufteilen und die einen sofort fahren, während die anderen warten, dass der nächste Van voll wird. Das wollten wir allerdings nicht, denn wir konnten schließlich nicht einfach die Hälfte unserer Gruppe zurücklassen ! Also haben wir gewartet ... und gewartet ... Was für eine dämliche Situation ! In der bereits wartenden Gruppe war eine Frau, die mit dem Fahrer diskutierte um das Problem zu lösen, denn sie wollten fahren und es kamen einfach keine anderen Leute um ihren Van zu füllen. Schlussendlich hat sie es geschafft, dass er akzeptierte 3 von uns in ihren Van zu stecken, die anderen in einen anderen, und alle gleichzeitig losfahren konnten. Gott sei Dank!

Zurück in Mitla wollten wir eigentlich einen Bus nach Oaxaca nehmen, aber dort meinte ein Taxifahrer, dass die taxis collectivos uns für 25$ pro Person zurück bringen. Das war wirklich billig und wir haben das Angebot angenommen, die Leute schnell aufgeteilt und fuhren gerade los, als mir auffiel, dass Vicky und Phil noch draußen herumirrten und uns verloren hatten ! Also sagte ioch dem Taxifahrer er soll anhalten und wir haben die noch verbliebenen Taxis und Leute neu aufgeteilt damit alle mitkamen. In den mexikanischen taxis collectivos sitzen vorne auf dem Beifahrer 2 Leute (!!!!) und hinten immer 3, daher ist die Fahrt relativ unbequem und kann einem seeeehr lang vorkommen. Ich fuhr mit Bridget und Phil zusammen und Bridget erzählt von ihrer Arbeit als professionnelle Fotografin. Eine sehr interessante Person !

So kamen wir zurück nach Oaxaca und hatten nur noch einen 20-minütigen Marsch zurück zum Hostel vor uns.

Hierve de Águas war absolut eine Reise wert und wir waren sehr froh, sie gemacht zu haben ! Ich kann diesen Ort nur weiterempfehlen, aber wie für die meisten Orte in Zentral- und Südamerika würde ich empfehlen erst Spanisch zu lernen, da es so viel einfacher ist sich durchzuschlagen.



Die erste Sache die wir gemacht haben als wir zurückkamen, war heiß zu duschen. Durch den Kalkstein auf dem Felsen in dem die Wasserbecken waren, war unsere Haut und unser Haar super trocken und durch die ganze Anstrengung klebten wir und fühlten uns einfach furchtbar. Nur selten war eine Dusche besser als diese! :-D

Danach sind Paul, Elisa, Ajla, Bridget, Chase, Johannes (aus Deutschland, gerade im Hostel kennengelernt) essen gegangen bei Alvaro um die Ecke. Bridget und ich hatten leckere Tacos al Pastor, ein sehr berühmtes mexikanisches Gericht.

Danach sind Elisa, Johannes und ich Geld abheben gegangen, aber leider bekam Elisa kein Geld mehr, da nach Johannes und mir kein Geld mehr im Automat war...

Dann sind wir Bier kaufen gegangen und hatten noch einen schönen letzten gemeinsamen Abend auf der Dachterrasse bevor wir totmüde ins Bett fielen.



Der nächste Morgen war sehr hart für uns, da wir uns von unseren neuen Freunden verabschieden mussten. Alle fuhren entweder nach Puerto Escondidos, blieben dort oder, wie ich, nach Pueblos Mancomunados.



Ich hatte eine super tolle Zeit in Oaxaca und kann euch nur empfehlen selbst mal dorthin in Urlaub zu fahren. Es ist eine Stadt mit einer super tollen Atmosphäre, viel zu sehen und zu erleben und man kann dort eine tolle Zeit haben !


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