nach Istanbul 300 km


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April 29th 2019
Published: April 29th 2019
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Im Park Hotel in Alexanropolis wird das Gemeinschaftserlebnis groß geschrieben. Wir alle wussten, wann die anderen Bewohner des Stockwerks zurück kamen und was sie dabei sagten, welches Fernsehprogramm die Nachbarn bevorzugten und wie oft sie nachts aufs Klo mussten.
Ich bin gegen Gemeinschaft.👹
Beim Beladen von Paul kam ein alter Mann vorbei, zahnlos, mit Stock, und sprach mich auf Deutsch an. Unterhaltung ergab sich keine, weil er mir erklärte, dass er taub sei. Er wackelte weiter und ich sattelte Paul. Dann hätte ich eine Idee. Ich sammelte all meine Euromünzen aus dem Geldbeutel, fuhr ihm nach und gab sie ihm. Zum Dank wollte er mir die wunderschöne Rose schenken, die er herumtrug. Sie tat mir leid, der Wind hätte sie schnell zerstört. So dankte ich ihm und schenkte sie ihm zurück.
Bei der Ausfahrt aus Alexandropolis lieferte ich mir dann ein Slow Race mit dem Zug: Wer kann's langsamer. Konstruktionsbedingt war der Zug im Vorteil und hat gewonnen.
Dann kam endlich der Wegweiser zur Autobahn. Nur ohne weitere Angaben und es stellte sich heraus, dass es die falsche Richtung war. So konnte ich einen weiteren Haken an meiner Bucket List machen: in verkehrter Richtung die Autobahn befahren. Nachdem griechische AB auf Vorrat gebaut sind hat es keiner gemerkt.
Grenze war langwierig und langweilig. Warum kontrolliert Griechenland bei der Ausreise so gründlich?
Erstmals gelang es mir ohne Autobahn nach Istanbul zu fahren. Es gibt nämlich eine 4spurige Straße, die daneben verläuft und keine Maut kostet. Es geht hier nicht um Geld sondern um Organisation. Man muss eine Karte kaufen, sie mit Geld aufladen und jedes Mal, wenn man durch eine automatische Mautstelle fährt, wird automatisch abgebucht. Nachdem ich keine Ahnung habe, wo's das gibt und wie viel ich aufladen soll, bin ich bisher einfach so durchgefahren. Dann ertönt ein haaresträubendes Signal und die Kamera erfasst mein Nummernschild. Und das war's.
So etwa 100 km vor dem Topkapi und damit so etwa dem Zentrum von Istanbul beginnt die durchgehende Bebauung. Und die wird immer dichter und der Verkehr immer wahnsinniger. Normalerweise mag ich solche Straßenschlachten aber heute haben sie mich genervt. Irgendwie die richtige Abzweigung versäumt, mitten durch die Altstadt. Dann 1 Std das vorgebuchte Hotel gesucht. Zu Fuss, lauter Einbahnstraßen und keiner hatte eine Ahnung, wo es war. Als ich es endlich hatte war es eine wüste Kaschemme, wo man gerade versuchte, 4 Inder über den Tisch zu ziehen. Ich stürzte hinaus und ging zurück zu dem letzten Mann, den ich nach dem Weg gefragt hatte. 1 Zimmer, 2 Nächte, 80 Euro. Schlicht aber ok. Ich war so fertig, dass ich ihm zuerst an der Rezeption was vorheulte.

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8th May 2019

Heulsuse!
Das kann ich auch, wirkt Wunder an Rezeptionen und Flugschaltern! Frau kriegt alles, was sie will und oder braucht! Ich erinnere mich an Istanbul, damals noch hinten drauf auf der Kawasaki mit meinem Ex Mann. Die Stadt war die Längste, die, ich je durchfahren bin. Als ich mir abends das Gesicht wusch, war es schwarz von den Diesel Abgasen usw!!!!

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