Ordesa - Grand Canyon meets Dolomiti


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September 17th 2014
Published: September 27th 2014
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Nachdem wir die französische Seite der Hochpyrenäen zumindest zum kleinen Teil kennen, wird es Zeit, sich das ganze mal aus spanischer Perspektive anzuschauen. Doch dazu müssen wir erst mal den nächstgelegenen Pass auf die andere Seite erreichen. Der liegt etwas im Westen und für den direkten Weg dorthin queren wir erst mal auf der französischen Seite - über einen weiteren, kleinen Pass. Unter Mitnahme zweier Anhalter mit ganz schön dicken Rucksäcken wird der Col Soulon zur Tortur für das Mammut und auf der Passhöhe ist der Siedepunkt erreicht - Zwangspause! Zum Glück das einzige Mal und ohne weitere Folgen. Während des Wartens auf Abkühlung sehen wir dafür zum ersten Mal die in den Pyrenäen nicht seltenen Geier, allerdings noch rechtweit weg.

Nach einer Nacht kurz hinter der Grenze erreichen wir am nächsten Tag den Nationalpark Ordesa-Monte Perdido. Eigentlich sollte hier unter anderem der mit namensgebende Monte Perdido unser Ziel werde, doch wegen zweifelhafter Wettervorhersage und vor allem fragwürdigem Gesundheitszustand von Sandra lassen wir das sein. Wir erkunden dafür das traumhaft schöne Ordesa-Tal, das einem großen Canyon gleicht, von dessen Grund die flankierenden Wände aber sehr an die Felstürme der Dolomiten erinnern. Unsere Wanderung führt auf dem Hinweg über eines der teils mehr, teils weniger breiten Bänder, die die gewaltigen Felswände in verschiedene Stufen gliedern, die Faja de Pelay. Eine Aussicht zum Staunen nach der anderen auf dem Weg bis zum Wasserfall im Talschluß. Von den höchsten Stellen sieht man immerhin ab und zu die Nachbarn des Monte Perdido durch eine Wolkenlücke und ein Stückmweiter sieht man wieder die Brêche du Rolande und den Taillon, wo wir vor ein paar Tagen standen und das Ordesa-Tal nur als Rand einer tiefen Furche erahnen konnten. Der Rückweg im Tal selbst wird dann allerdings trotz Auflockerung durch diverse weitere Wasserfälle ganz schön lang. Darauf, diesen Weg dann nochmal auf dem Weg zur Hütte zurückzulegen, verzichten wir dann auch gerne.

Wegen der weiterhin instabiles Wetter versprechenden Wettervorhersage muß die noch spektakulärere Bänderwanderung auf der Faja de las flores leider bis zum nächsten Mal warten und wir fahren stattdessen weiter, mit kurzem Zwischenstop am Cañon de Añisclo, nach Benasque im nächsten Naturpark Posets-Maladeta. So jedenfalls der Plan - etwas verzögert durch einen kleinen Schlenker nach Barbastro zwecks ärztlicher Konsultation.

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