My Eurovision: Workaway in Europa - Step 15: Vadehavscentret


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April 19th 2017
Published: April 19th 2017
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Auf Tour mit Wattrollstuhl
Tag 230 – Mandø-Tour mit Wattrollstuhl

Nachdem ich am Vormittag bei Carina gewesen war, ging ich am Nachmittag mit auf Tour: Emil, Karen und Eva fuhren mit drei fünften Klassen nach Mandø. Karen und Eva nahmen das Auto, und Emil und ich fuhren im Mandø-Bus mit. Alex hatte gleichzeitig mit ein paar Erwachsenen eine Seehundsafari und so war der Bus voll.
Eines der Mädchen bekam den Rollstuhl des Wattenmeerzentrums geliehen. Das war vielleicht ein starkes Gefährt – solarbetrieben und mit vier gut profilierten Reifen, die auch durchs Wasser fahren konnten. Er wurde mit einer Art Schaltknüppel gesteuert, nur blieb er leider ab und zu grundlos stehen.

Als erstes liefen wir durch den Ortskern. Emil erzählte, dass hier 33 Einwohner lebten, davon nur eine Familie mit Kindern, so dass diese jeden Tag mit dem Mandø-Bus zur Schule aufs Festland fahren mussten. So kam es natürlich öfter mal vor, dass sie nicht zur Schule kommen konnten oder aber auf dem Festland festsaßen, weil die Wetterbedingungen die Überfahrt nicht ermöglichen. Das klang jetzt vielleicht erst mal toll, dass man ein paar freie Tage extra hatte, doch der Stoff wurde später nachgeholt, was die Sommerferien verkürzte.
Als wir weitergingen fiel Emil ein, dass er seine Gummistiefel am Auto vergessen hatte. Ob ich noch mal schnell zurücklaufen und sie holen könne? Machte ich natürlich. Dadurch verpasste ich dann aber leider ein paar Informationen über Mandø, weshalb ich ja eigentlich hatte herkommen wollen. Naja, aber ich war eben Praktikantin. Und Emil vergesslich. 😉

Daraufhin gingen wir raus aufs Watt. Als erstes wurden drei Durchgänge des Nebelspiels gespielt.
Danach gingen wir dann etwas weiter raus und alle sollten sich in einem Kreis aufstellen. Dann grub Emil in den Wattboden und warf allen etwas Erde vor die Füße – hier konnte nun nach Würmern etc. gegraben werden. Es kamen dann auch ein paar Wattwürmer zum Vorschein. Einer wurde zum Beobachten ins Wasser gelegt und man sah, dass er seine Kiemen ausfuhr und begann zu atmen: Er wurde insgesamt rötlicher, da ja das Blut für den Sauerstofftransport sorgte.
Anschließend gingen wir zu einer Rinne, wo die Kinder nach Herzmuscheln suchen und sie dann in einer Reihe hinlegen sollten. So konnten wir beobachten, wie sie sich wieder eingruben.
Dann ging Emil mit der Gruppe zu einer etwas tieferen Wasserfläche, wo er sie Keschern schickte. Ich sollte die Wattwürmer in den orangen Eimer
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Lebewesen im Wattboden
sammeln (Futter für Plattfische und Krabben im Anfass-Becken) und das Loch wieder zuschaufeln, damit später keiner hineinfiel.

Die Schüler bekamen allerhand in ihre Netze, unter anderem natürlich auch eine Menge Garnelen, die die meisten dann probieren wollten.
Außerdem erzählte uns Emil von einem kleinen Tierchen. Die Weibchen wechselten ihren Panzer, und nur, wenn der Panzer eine bestimmte Größe hatte, konnten sie sich paaren. Fand ein Männchen jedoch ein besonders tolles Weibchen, dann trug er sie solange unter dem Arm mit sich herum, bis sie ihren Panzer wechselte. Na das war ja auch eine Geschichte!

Nun war es auch schon an der Zeit, zurück zum Mandø-Bus zu gehen. Emil überlegte noch kurz, ob wir vielleicht doch noch kurz die Kirche besichtigen sollten, das war zeitlich nämlich nicht immer drin. Doch dann meinte er zu mir, dass er den anderen versprochen hatte, dieses Mal pünktlich da zu sein – meistens musste der Mandø-Bus wohl auf ihn warten.
Nun, wirklich viel hatte ich jetzt von der Insel nicht gesehen (wobei die Frage offen bleibt, was es auf so einer kleinen Insel sonst noch zu sehen gibt). Ich würde jedenfalls gerne noch mal herkommen.

Das High-Tech-Wattgefährt musste nun wieder über die Heberampe hinten in den Bus geladen werden. Um den Rollstuhl auf die Rampe zu bekommen setzte sich Emil kurz hinein – war offenbar gar nicht so einfach mit dem Manövrieren. Als wir ihn am Zentrum wieder abgeladen hatten schlug Emil vor, dass ich ihn rüber zum Lager fahren könne. Haha okay, gerne doch. Ich blieb dann gleich mitten auf der Straße stehen, weil er ab und zu rum spann, und natürlich kam kurz darauf auch ein Auto. ^^ Ich fragte einen der Lehrer um Hilfe, weil Emil schon drinnen war, und erfuhr so, dass man ihn einfach einmal aus- und wieder anschalten musste. Richtig geradeausfahren konnte ich mit dem Teil auch nicht, es war immer ein leichter Rechts-oder Linksdrall. Und er gab immer so in Stößen Gas. Das war echt eine kleine Herausforderung. Naja, aber ich kam schließlich am Lager an, wo ich das Gefährt mit Karen zusammen wegstellte; die kannte sich zum Glück damit aus. ^^


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Kartoffel-Zucchini-Röstis, naja, oder sowas in der Art, mit Möhrensalat


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