3 Tage im wunderschönen Granada


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Published: April 25th 2018
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Sonntag, den 15. April, sind Rebecka und ich gegen 14h, nach einer sehr ungequemen einstündigen Busfahrt in einem Chickenbus von Manágua endlich in Granada angekommen. Da wir den ganzen Nachmittag noch vor uns hatten und keine Aktivität geplant hatten, haben wir nach dem Check-in in unser Hostel Granada erkundet. Diese kleine Stadt ist wirklich super schön ; sie hat nur kleine, hübsche, bunte Gebäude im Kolonialstyle mit einem netten kleinen Park im Stadtzentrum, gegenüber der Kathedrale. Es gibt dort eine schöne, kleine, lebhafte Straße voller Bars und Restaurants und es gibt auch einen direkten Zugang zum See. Wir haben den Nachmittag also damit verbracht, durch die Straßen zu schlendern, Photos zu machen und Eis zu essen. :-) Danach sind wir zurück zu unserem Hostel gegangen (De boca en boca) und haben ein bisschen dort gechillt bevor wir zu Abend essen gegangen sind. Im Hostel haben wir Gwendoline aus der Bretagne in Frankreich kennengelernt. Sie schien richtig nett zu sein und wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Sie erzählte uns, dass sie am nächsten Tag zum Mombacho Vulkan gehen möchte um dort zu wandern und fragte, ob wir keine Lust hätten sie zu begleiten. Anscheinend ist es dort etwas teuer, denn man muss ein Shuttle von 20$US pro Person nehmen um zum Gipfel zu kommen, möchte man nicht 2 1/2 Stunden bis oben wandern um dort die Wanderung zu machen wegen der man dort ist ; außerdem muss man anscheinend einen Guide bezahlen der pro Gruppe 14$US kostet. Es wäre also billiger, würden wir gemeinsam hinfahren. Wir haben online ein bisschen recherchiert und Bilder angeschaut und dann beschlossen die Wanderung zu machen. Das einzige Problem war das Geld : wir hatten kaum noch Geld übrig und irgendwie schienen alle Bankautomaten der Stadt an diesem Sonntag Abend leer zu sein... Schlussendlich, nachdem wir jeden Automat 2-3 Mal mit verschiedenen Karten auf Dollar und Córdobas probiert hatten, bekam Rebecka ein paar Córdobas und ich 60 Dollar !

Das erlaubte es uns dann die Tour am nächsten Tag mit Gwen mitzumachen und etwas zu Abend zu essen. Rebecka und ich gingen zu einem richtig guten japanischen Restaurant und aßen Sushi und gebratene Nudeln mit Scampis. Es war etwas teuer, aber manchmal muss man sich auch etwas gönnen ! ;-)



Am nächsten Morgen waren wir ein bisschen im Stress, denn Rebecka ist sehr spät aufgestanden und sie war ziemlich genervt wegen einer Versicherungssache. Schlussendlich haben wir den Bus nach Mombacho zu Glück bekommen, ich musste Rebecka nur etwas Geld leihen, denn sie hatte im Stress ihr Portmonnaie im Hostel vergessen.

Wir haben also einen Chickenbus in Richtung Rivas genommen und nach 20 Minuten stiegen wir auch schon wieder aus. Dort nahmen wir dann ein Tuk Tuk zum Eingang vom Mombacho Park (wir waren zu faul bis dort hoch zu laufen...) und auf dem Weg dorthin trafen wir ein Paar auch Paris. Sie wollten auch oben wandern gehen und so beschlossen wir zusammen zu gehen. Wir kamen gerade rechtzeitig zum Parkeingang um das Shuttle nach oben zum Gipfel zu bekommen. Das Shuttle ist mit 20$US p.P. zwar ziemlich teuer, aber es ist besser das zu zahlen als 2 1/2 h einen sehr steilen, uninteressanten, gepflasterten Weg hochzulaufen. Oben angekommen hat man die Wahl zwischen 3 verschiedenen Strecken. Aus Zeitgründen hatten wir nur die Wahl zwischen einem 1 1/2 stündigen Weg und einem von 2 1/2 Stunden. Da man für diesen zweiten Weg einen Guide braucht, der relativ teuer ist (14$US in Spanisch, 17$US in Englisch) und man nicht viel mehr sieht als bei dem von 1 1/2 für den man nur die 5$US Eintritt zahlt, haben wir uns für die kurze Route entschieden.



Diese Wanderung war ziemlich einfach und eher ein Spaziergang als eine Wanderung, aber sie war sehr schön. Die Flora und Fauna dort war wirklich toll und wir sahen sogar ein paar Affen. Wir haben uns viel Zeit genommen die Natur zu genießen und Photos zu machen vor allem am Aussichtspunkt von dem aus man den Nicaragua See, die Laguna de Apoyo und den Vulkan Masaya sehen kann. :-)

Schlussendlich waren wir zurück am Eingang nach 2 Stunden Wandern und wir hatten sofort ein Shuttle das uns zurück nach unten brachte. Dort, am Eingang zum Park, waren noch mehr Affen und da Gwen Affen total liebt sind wir noch eine Zeit lang dort geblieben um die Affen zu beobachten und um Photos zu machen. ^_^ Als wir endlich zurück an der Hauptstraße waren, wartete bereits eine ganze Horde Tuk Tuks die uns für sehr viel Geld zurück nach Granada bringen wollten. Wir lehnten dankend ab und warteten lieber darauf, dass ein Chickenbus vorbeikommt. Nach nur 10 Minuten kam auch schon einer ein bisschen weiter vorbei und wir liefen zu ihm. In jedem Chickenbus gibt es jemanden, der in der Türe steht und auf die Straße das Ziel des Buses ruft, um zu sehen ob jemand mitfahren will. Wenn diese Person dann Leute sieht, die mitfahren wollen, stoppt der Bus ganz kurz und man muss sich beeilen ihn zu bekommen. Laufen und dann reinspringen, eigentlich ganz lustig ^_^



Wir waren also ziemlich früh zurück im Hostel (+/- 14h) und, da Rebecka und ich vor Hunger am sterben waren, sind wir dann etwas essen gegangen. Ich war ziemlich schlecht drauf, da ich furchtbaren Hunger hatte, aber nach einem riesigen Falafel-Teller ging es mir dann besser. :-) Wir haben es dann auch endlich geschafft, richtig Geld vom Geldautomaten abzuheben, der anscheinend morgens wieder gefüllt worden war. Dann sind wir zurück zum Hostel gegangen, wo wir dann ungefähr 20 Minuten hatten um uns auszuruhen bevor das Shuttle zum Masaya Vulkan kam, das wir am Tag zuvor gebucht hatten, da Rebecka unbedingt dorthin wollte. Der Masaya Vulkan ist noch immer aktiv und abends kann man dort die Lava sehen. Während unser Shuttle in der Warteschlange am Eingang zum Park hielt, sah ich im Shuttle vor uns Skander und Anja aus der Schweiz neben ihrem Shuttle warten. Ich bin also zu ihnen hin gegangen und habe mich gefreut, sie wiederzusehen. Ich wusste nicht, dass sie schon in Granada sind und es war also eine nette Überraschung. Leider hatten sie beide eine Kater und waren zu müde um abends noch was trinken zu gehen. Naja, vielleicht irgendwo irgendwann in Costa Rica, wer weiß! ^_^

Als wir endlich oben am Aussichtspunkt ankamen (das Shuttle fährt bis ganz oben), waren wir ziemlich enttäuscht. Man kann nicht wirklich Lava sehen, sondern nur den roten Schein der Lava. Nachdem wir Fuego in Guatemala haben ausbrechen sehen war das tatsächlich sehr langweilig und definitiv keine 20$US wert!



Als wir zurück zu unserem Hostel kamen fanden wir dort Max und Jennifer, die ein paar Stunden zuvor angekomen waren, und wir sind mit ihnen zu Abend essen gegangen. Max war mal wieder mit allem was sie gesehen hatten am angeben und versuchte Rebecka ein schlechtes Gewissen zu machen, dass sie nicht dabei war. Nach nur 5 Minuten war ich ihn mal wieder satt und er ging mir furchtbar auf die Nerven. Ich war wirklich froh, als nach kurzer Zeit Gwen vorbeikam um ihr Abendessen zu bestellen und so habe ich den Rester der Zeit mit ihr gesprochen und die 3 Schweden alleine auf schwedisch diskutieren lassen. Irgendwann hat Max komplett aufgehört mit mir zu reden ; ich denk er hat gemerkt, dass er mir auf die Nerven ging. Es tat mir nur ein bisschen leid für Rebecka (und Jennifer), denn sie sind schon seit langem Freunde. Naja, man kann nicht alles haben. ;-)

Als wir nach dem Essen zurück zum Hostel kamen, hatte dort gerade das Konzert von Cucha Cucha begonnen. Das ist ein Gruppe junger Musiker aus Argentinien und Uruguay die schon seit 2 Jahren Süd- und Zentralamerika bereisen und für eine freie Unterkunft in Hostels Musik machen. Sie waren wirklich total gut ! Wir haben den ganzen Abend zu ihrer Musik getanzt und hatten eine super Zeit zusammen ! :-D



Am nächsten Morgen ist Gwen dann nach Ometepe weitergefahren, während Rebecka und ich zur Laguna de Apoyo fuhren. Der einzige Ort dort wo man wirklich hingehen kann ist das Paradiso Hostel. Wir sind also dorthin gefahren und haben den Tag damit verbracht in der Sonne zu chillen, zu lesen, zu schwimmen und lecker zu essen. :-)

Um 16h ging dann unser Bus zurück nach Granada und um 18h haben wir ein gratis Shuttle zum « Treehouse Hostel » (Baumhaus Hostel) genommen. Ein Freund von mir, Alex, hatte uns empfohlen dorthin zu gehen und wir hatten und auf einen ruhigen, gechillten Abend im Wald gefreut, aber dann erfuhren wir, dass es voll das Partyhostel ist ! Wir hatten zu Glück nur einen kleine Rucksack mit Kleidern für einen Tag mitgenommen und nicht mehr. Wir wollten eigentlich unseren großen Rucksack mitnehmen, aber ein Franzose in unserem Hostel meine das wäre verrückt, dann es sei ein ganz schön schwieriger Hike bis oben. Schlussendlich waren wir froh, seinem Rat gefolgt zu sein, denn auch ohne Rucksack war die Wanderung nach oben zum Hostel ganz schön anstrengend.

Im Shuttle dorthin haben wir 2 Schweizer, eine Deutsche und einen Holländer kennengelernt. Sie waren echt nett und wir haben den Abend viel Zeit mit ihnen verbracht.



Das Treehouse Hostel war wirklich sehr cool! Die Location in den Bäumen im Wald war richtig cool, wir hatten ein bequemes Doppelbett draußen, das Essen war sehr lecker und die Cocktails sehr gut und billig. Das Personal im Hostel bestand nur aus Freiwilligen und sie waren alle voll nett. Die meisten Leute kamen mit dem Shuttle von 21h an und fuhren gegen Mitternacht wieder zurück nach Granada. Jede Nacht findet dort eine party statt und jede immer gibt es Spiele oder so. Den Abend war « Beachparty » und ich hatte meine Bikini an sowie ein Strandtuch. Jeder der sich nach diesem Motto verkleidet bekam einen gratis Shot und so habe ich einigen Leuten mein Strandtuch geliehen, damit sie auch einen gratis Shot bekamen. Es war auch Spiele-Nacht und wir spielen ein Trinkspiel bei dem Rebecka und ich mit Jason aus Toronto, Annicka aus Kanada und Josh aus Irland in einem Team waren. Wir haben zwar verloren, aber wir hatten total viel Spaß und hatten eine tolle Nacht ! Ich kann mich nicht wirklich an das Ende des Abends erinnern, aber was solls, es war richtig geil! Dieser Abend war sogar den Kater wert, den ich am nächsten Tag hatte! ^_^



Am nächsten Morgen haben wir dann eine lokale Gemeinde besucht. Jeder Freiwillige vom Treehouse Hostel muss dort in der Schule unterrichten. Es war sehr interessant zu lernen, dass die lokalen Einwohner nichts gegen das Partyhostel haben, sondern, im Gegenteil, sehr froh damit sind. Dank den Freiwilligen haben ihre Kinder Lehrer und mit dem Geld dass im Treehouse Hostel auf Parties gesammelt wird, konnten sie sogar einen Spielplatz für ihre Schule bauen, die überhaupt nicht vom Staat unterstützt wird ! Viele Erwachsene dieser Gemeinde arbeiten auch im Hostel, entweder als Security, als Shuttlefahrer oder als Köchin. Das bringt den lokalen Familien viel Geld und daher, auch wenn es ein Partyhostel ist, tut das Hostel doch sehr viel für die lokale Gemeinschaft ! :-D



Gegen 13h sind wir dann zurück zu unserem Hostel nach Granada gefahren um unser Gepäck zu nehmen und nach Ometepe zu fahren.



Es war relativ hart, das Hostel zu verlassen. De boca en boca ist eins der tollsten Hostels wo ich je war ! Die Zimmer sind geräumig und sauber und haben private Badezimmer ; jedes Schließfach hat eine Steckdose, d.h. man kann bedenkenlos seine Sachen aufladen, während man die Stadt besichtigt oder etwas unternimmt (sehr cool!). Das Personal im Hostel ist super nett, der Außenbereichi ist sehr groß und bequem und die Bar ist günstig und hat leckere Cocktails. Im Hostel werden Toure angeboten und man kann sein Gepäck gratis über Nacht dort lassen, wenn man zum Treehouse Hostel geht. Die Location des Hostels ist super und sie organisieren sogar Konzerte und Spiele-Abende ! :-) Das einzige was man an dem Hostel bemängeln kann, ist, dass es nachts sehr warm in den Zimmern wird und dass das WLan nicht immer gut funktionniert. Aber ich würde auf jeden Fall dorthin zurück gehen! :-)


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