Phu Quoc Island


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December 25th 2012
Published: December 25th 2012
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Phu Quoc Island

Nach einem kurzen Flug von Saigon sind wir nach ca. 1 Stunde auf einer kleinen Trauminsel am südlichen Zipfel von Vietnam – Phu Quoc. Ein Flug hier her kostet nicht wesentlich mehr als die Fähre, erspart uns allerdings einen ganzen Tagestrip mit Bus und Fähre. Also nehmen wir diesmal, nicht gerade backpackermäßig, einen Flug. Einsame Strände, unverdorbenen Fischerdörfer, ein bisschen Urwald und freundliche Menschen... so stellen wir uns die Insel in etwa vor.

Die Ankunft am Flughafen stellt schon mal klar, wo die Insel in Zukunft einmal hin will. Die Fluggäste steigen aus in einem scheinbar nagelneuen, blitze blanken und für so eine kleine Insel am Ende von Vietnam riesig anmutenden Terminal. Wow. Dann die Fahrt mit dem Taxi in unser kleines Domizil direkt zum schönsten Strand der Insel. Da das kleine Idyll auch wieder am letzten Zipfel der Insel liegt, und es hier überwiegend unbefestigte Straßen gibt, zieht sich die Fahrt etwas in die Länge. Unterdessen klettert der kleine Taxemeter über seine Grenzen hinaus und nimmt nahezu ungeahnte Dimensionen an. So viel wie wir hier für die eine Fahrt zum Hotel gezahlt haben, hatten wir während des ganzen Aufenthaltes in Saigon nicht für Taxis ausgegeben. Am Ende traut man sich ja gar nicht mehr weg hier...

Ankunft im My Lan Ressort. In unserem Reiseführer heißt es: „Der Süden ist touristisch noch fast völlig unerschlossen- fast, denn am besonders schönen Bai Sao Strand sind jetzt die ersten Bungalows zu mieten...“ Genau, das ist unser Ansinnen. Die Bungalows sind wirklich tadellos. Ziemlich neu, sehr geräumig, mit Klimaanlage und die Badezimmer sind sogar im westlichen Standard. Was will man mehr. Einzig der Strand enttäuscht ein wenig. Angeblich sollte es ja einer der schönsten Strände des Landes sein. Etwas nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass hier des Nachts immer allerlei Unrat angeschwemmt wird. In der Anlage gibt es sogar einen Angestellten, der stets bemüht ist diesen Unrat zu beseitigen. Das heißt er fährt dann unter anderem das, was das Meer dem Menschen wieder zurück gibt, zwei mal am Tag mit seiner Schubkarre genau 20m neben den besagten Strandabschnitt. Mit etwas Phantasie kann man sich also vorstellen, wie der Strand dann so im weiteren Verlauf ausschaut. Wenn man aber in dem zum Ressort gehörenden Strandabschnitt bleibt, ist es hier schon ein kleines Idyll (bis auf die bissigen Strandflöhe).

Aber wenigsten ist die Insel tatsächlich touristisch noch fast unerschlossen. Im Ressort gibt es scheinbar nur einen Menschen, der neben vietnamesisch auch noch eine weitere Weltsprache spricht. Immerhin verstehen es die Inhaber wenigstens in diesem kleinen Ressort fast schon ein bisschen ein Heimatgefühl aufkommen zu lassen- nämlich mit der Preisgestaltung des einzigen Restaurants am Platz. Da es auch sonst keine Möglichkeit gibt sich zu verköstigen, hinterlässt es fast schon das Gefühl der durchaus ambitionierten Köchin ausgeliefert zu sein. Dabei kann man sich über die kreative vietnamesische Küche durchaus nicht beklagen. Hier gibt es wirklich alles, was das Meer so zu bieten hat.

Unsere Tagesbeschäftigungen wechseln sich täglich ab. Mal ist es Sonnen und dann Baden, und an wieder anderen Tagen ist es Baden und dann Sonnen. . . Mal liest man ein Buch, und manchmal hört man ein Hörbuch. In seltenen Fällen kann man auch schon mal den weiteren Verlauf der Reise planen. Das klappt allerdings immer nur dann, wenn das WLAN auch mal bis auf unseren kleinen PC funktioniert. Dazu muss man allerdings wachsam und flink sein. Gestern Morgen um 6 Uhr früh zum Beispiel hab ich es tatsächlich ertappt, wie es mal für 2 Stunden funktionieren wollte.

Man kann an diesem Ort wirklich wunderbar entspannen. Hier gibt es eigentlich nichts, was einem davon überhaupt abhalten könnte. Da färbt sogar die Arbeitsmoral der Angestellten ein bisschen auf uns ab. So in etwa nach dem Motto: Lieber mal ein bisschen zu wenig tun als ein Schritt zu viel. Oder: mal schauen, wer es am längsten in der Hängematte aushält. Generell bezieht sich diese Meinung allerdings nur auf dieses kleinen Fleckchen von Vietnam. Im Allgemeinen kann man das dem eher als emsig und strebsam bekannten Volk ja nicht nachsagen.

Und so verbringen wir Weihnachten unter einer Palme anstelle des Tannenbaumes, liegen im Sand und nicht im Schnee und holen uns eher einen Sonnenbrand als eine Erfrierung oder einen Schnupfen. Wir bauen keine Schneemänner im Schnee, dafür Kokosnussmänner im Sand, dass, wie wir finden, durchaus eine gute Alternative ist. Zur Feier des Tages gibt es am Weihnachts- Abend dann ein Hot Pot, eine thailändisch Spezialität, die am ehesten an ein Fondue erinnert. Nur, dass anstelle des Käses in dem Topf ein Sud vor sich hin brodelt, in dem man dann allerlei Grünes oder Fisch und Fleisch garen kann. Fast so lecker wie eine Weihnachtsgans.

Am ersten Weihnachstfeiertag geht’s dann wieder weiter. Zurück auf´s Festland und weiter nach Mui Ne. Dort wo die Sanddünen zu finden sind...


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