Reif fuer die Inseln


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March 21st 2011
Published: March 25th 2011
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"Put it on top"


Die Ueberfahrt nach Koh Tao war sehr schaukelig. Merle musste sich 1,5 Stunden konzentrieren, um nicht ueber der Rehling zu haengen. Den meisten Asiaten ging es aber so schlecht. Die Aussicht auf einen klaren Himmel und viel Sonne liessen uns die Fahrt aber dann doch ueberstehen. Auf Koh Tao angekommen wurden unsere Rucksaecke schnell auf den Pier geschmissen und wir durften suchen. Circa 50 Meter weiter quatschten 20 Thais wild auf uns Touristen ein, um ihre Unterkuenfte anzupreisen. Nachdem wir das Gewirr hinter uns gelassen hatten, trafen wir auf zwei Deutsche, die ebenfalls in die Tanote Bay wollten. Ein Taxi (Pick up mit Riesenreifen) war schnell gefunden. Die Fahrt war nicht weniger holperig als die Schifffahrt. Riesengrosse Findlinge liessen das Auto wie bei einem Motorcross schaukeln. Die Steigung war an manchen Stellen enorm. Und das alles ohne irgendeine Sicherung. Auf den Holzbaenken sitzend versuchten wir uns irgendwo festzukrallen, um nicht herauszufallen.
In der Tanote Bay sahen wir uns ein paar Bungalows an und entschieden uns fuer eines mit Blick aufs Wasser. Erst einmal musste richtig gefruehstueckt werden. Wir waren schliessliche seit 5:30 wach und nun war es schon 11. Die Sonne brannte sehr heiss auf uns, als wir den Kopf zum Schnorcheln unter Wasser steckten. Es gab viele bunte Fische und ein paar Seegurken zu bestaunen. Am Nachmittag goss es wieder mal wie aus Kuebeln. Wir vertrieben uns die Zeit in der Naehe des Piers. Am Abend entschieden wir uns dafuer am naechsten Tag noch in einer weiteren Bucht zu naechtigen.

Beim Fruehstueck am naechsten Tag sahen wir ein wartendes Paerchen mit gepackten Rucksaecken. Wir fragten sie, ob sie auch in Richtung Pier wollten. Schliesslich muss man auf dieser kleinen Insel so gut es geht versuchen, Geld beim Taxifahren zu sparen. Sie wollten weg von der Unterkunft und irgendwo hin. Kurz entschlossen machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Ao Leuk. Ao Leuk ist eine noch viel kleinere und schoenere Bucht. Hier fanden wir ein Bungalow direkt am Strand mit Blick auf Palmen, Sand und blaues Wasser. Wieder begannen wir den Tag direkt mit einer Schnorcheltour. Hier hatte man eine noch bessere Sicht. Das Wasser war ganz klar und Korallen und Fische waren gut zu erkunden. An diesem Tag, man lese und staune, gab es nicht einen Tropfen Regen. Wir konnten den gesamten Tag am Strand verbringen und verkohlten uns, trotz mehrmaligem Eincremen, auch prompt. Am Abend teilten wir uns erneut ein Taxi mit Andrea und Rene, unseren Nachbarn. Wir assen in einem schoenen Restaurant am Pier und tranken Happy Hour Cocktails. Sie weihten uns in ihre Plaene, am naechsten Tag nach Ko Phangan zu fahren, ein. Von dort aus ist es moeglich den Ao Tong Marine National Park zu besichtigen. Wir zerbrachen uns ueber diese Option den Kopf. Als wir schlafen gehen wollten, traf Merle im Badezimmer auf eine riesengrosse Kakerlake. Auch Jule war es zu eklig, sie mit einer Plastiktuete einzufangen, sodass sie entwischen konnte. Die Nacht war von purem Ekel und Ungewissen geplagt.

Um 8 Uhr klopfte es vorsichtig an der Tuer. Andrea wollte sich verabschieden, da sie die fruehe Faehre nach Ko Phangan nehmen wollten. Wir gesellten uns zum Fruehstueck, mit einem tollen Blick ueber die Bucht, zu ihnen. Es wurden kurz noch einmal Vor- und Nachteile eroertert und dann beschlossen gemeinsam die Reise anzutreten. Schnell die Rucksaecke gepackt und in einem hohen Tempo die steile Buckelpiste erklommen. Dieses Mal war die Faehrfahrt ruhiger und fast schon angenehm.
Am Pier in Ko Phangan angekommen nieselte es und eine Frau mit vielen Prospekten fragte dezent in welche Bucht es gehen solle. Wir nannten ihr Had Yao und sie zog prompt den richtigen Prospekt aus ihrer Tasche. Auf dem Weg zum Taxi fing es ploetzlich an wahnsinnig doll zu schuetten. Alle Thais brachten sich in Sicherheit und liessen uns im Regen stehen. Wir wurden mit sieben anderen Personen in ein Songthaeo gestopft und es wurde der Vorschlag gemacht unsere Rucksaecke auf dem Dach zu lagern. Was fuer eine Idee...
Die Bucht in der wir nach der Fahrt ankamen ist wunderschoen. Wir leifen mit Andrea und Rene, auf der Suche nach einer Unterkunft die ganze Bucht ab und entschieden uns letztendlich fuer die ersten Zimmer. Nach einem Mittagsnickerchen gingen wir zum Baden an den Strand. Das Wasser ist so flach, dass man nur, wie in einer Badewanne liegen und nicht richtig schwimmen kann. Abends trafen wir unsere Nachbarn wieder und spielten eine Partie Kniffel, die durch einen Stromausfall auf der gesamtren Insel unterbrochen wurde. Wir verabredetn uns fuer eine Motorrollertour am naechsten Tag. Die Kakerlake vom Vortag sass gemuetlich an unserem Spiegel. Merle quietschte und Jule bereitete sich auf einen Angriff vor. Es dauerte eine gute halbe Stunde und eine ausgebaute Schublade, bis er sie aus dem Zimmer getrieben hatte. Diese Nacht konnten wir endlich wieder beruhigt schlafen.

Liebe Gruesse,

Merle und Jule


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