ON TOUR - Woche 310 (Taiwan)


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Asia » Taiwan
November 4th 2018
Published: November 13th 2018
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Montag, 29.10.18
Eigentlich war ich um 08.00 Uhr parat. Doch ausgerechnet heute stand Alex später auf und erschien erst knapp vor der Geschäftsöffnungszeit. Er hatte mir nämlich angeboten, dass ich seine Easy-Card (zum Mieten von Fahrrädern und Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln) haben kann, doch er hatte vergessen, diese parat zu legen. So ging ich erst um 09.00 Uhr aus dem Haus. Ich lief zuerst in die Richtung, welche ich mit Alex an einem der Abende erkundigt hatte. Die erste Sehenswürdigkeit war nichts weiter als ein Café in einem älteren Gebäude, welches vorher wohl die Residenz einer wichtigen Person war. Oder aber es war geschlossen, weil es Montag war. Danach ging ich erneut zum Longshan-Tempel. Dieser sieht von aussen und innen schön aus und hat sogar einen künstlichen Wasserfall im Aussenbereich. Danach wollte ich ein weiteres altes Gebäude besichtigen, doch wie vermutet war dieses wie viele andere Sehenswürdigkeiten heute auch geschlossen. Ich ging weiter bis zum Red House (rotes Haus), welches ein historisches Theater ist. Mich interessierte jedoch nur das Gebäude. Weiter ging es zum Präsidentenbüro, welches eher einem Palast glich, ein sehr schönes Gebäude. Danach machte ich nochmals einen Abstecher zur Chiang Kai-Shek Memorial Hall, weil das Wetter gerade gut war für Fotos. Eigentlich wollte ich dann ein Fahrrad mieten. Doch da mir Alex sagte, es hätte nur noch 5 Taiwanesische Dollar drauf, musste ich zuerst einen Shop suchen, um die Karte aufzuladen. Natürlich war jetzt weit und breit kein Shop zu sehen, dafür Fahrradstationen. Ich ging schlussendlich zum Hauptbahnhof. Dort sagte man mir, dass ich noch 100 Taiwanesische Dollar drauf habe. Super, dann hätte ich mir den Marsch hierhin sparen können. Ich machte mich auf die Suche nach einer Firma, die Reiseführer vermittelt, vielleicht haben sie ja auch Landkarten oder sonstige Informationen. Als ich das Büro endlich fand, stand ich vor verschlossenen Türen. Ich klopfte nebenan an und ein Herr namens Chilly half mir weiter. Er rief für mich die Nummer an, anscheinend hatten sie die Adresse gewechselt. Es war etwas mühsam am Telefon. Zuerst verstand ich die Dame nicht richtig, dann gab sie mir auf einmal eine neue Person und ich durfte mein Anliegen erneut schildern. Auch mit ihm war es etwas kompliziert. Er schickte mich zum Hauptbahnhof zurück, sagte aber zugleich auch, dass sie diverse Karten hätten. Aber irgendwie dauerte es lange, bis er endlich seine Adresse preisgab und eine Adresse des Hauptbüros für Tourismus gab er mir auch nicht. Chilly begleitete mich bis zum Hauptbahnhof. Beim Touristenbüro waren jedoch meine gewünschten Karten auch nicht auf Englisch erhältlich. Ich fragte den Herrn, ob er mir die Adresse des Hauptbüros für Tourismus angeben könne, doch er sagte nur, sie seien das Hauptbüro. Dies glaubte ich jedoch nicht, vielleicht waren sie einfach die grösste Filiale in Taipei, aber sicher nicht das Hauptbüro. Ich kam nicht weiter. Chilly begleitete mich noch zur Fahrradstation. Da ich auf meiner Karte noch etwas sah, was ich in der Nähe besuchen konnte, lief ich zuerst dorthin. Auch diesen Spaziergang hätte ich mir sparen können, denn ich stand vor einer leeren Wiese. Anscheinend wurde vor ein paar Monaten jemand an diesem Ort ermordet und somit wurde die Sehenswürdigkeit entfernt. Da die neue Adresse der Firma in der Nähe war, fragte ich nach der Richtung. Leider sandten mich zwei verschiedene Personen in zwei verschiedene Richtungen. Als ich das Büro endlich fand, empfing mich der Chef Jo Wong persönlich. Er sagte, er könne mir meine Tour durch Taiwan zusammenstellen. Aber eigentlich kam ich nur hierher, weil er sagte, dass er Landkarten habe, dem war jedoch nicht so. Es war verflixt und ich war genervt, dass ich deswegen den
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Wanhua Lin Haus
ganzen Nachmittag vertrödelte. Jo Wong bot mir an, dass zwei seiner neuen Reiseführer mich durch ein Viertel führen. Da nun meine Pläne sowieso durcheinander waren und die Zeit für meinen ursprünglichen Plan nicht mehr reichte, ging ich mit Sunny und dem anderen Reiseführer mit. Sie führten mich zum Hafen, wo wir gerade noch den orangen Himmel betrachten konnten, die Sonne war bereits verschwunden. Da es für Fotos von Gebäuden zu dunkel war, machten wir uns bereits auf den Rückweg. Auf dem Weg machten wir noch einen kurzen Halt bei einem kleinen Tempel. Dieser ist scheinbar bei vielen Frauen beliebt, weil sie sich durch ihre Gebete einen Ehemann erhoffen. Wieder zurück im Büro unterhielt ich mich eine Weile mit Jo Wong. Leider konnte er mir mit meinem Anliegen auch nicht weiter helfen. Ich kehrte nach Hause zurück. Alex hatte bereits gegessen, machte mir aber gleich das Hühnercurry parat. Wie immer war danach arbeiten angesagt und später schwatzte ich noch eine Weile mit Alex.

Dienstag, 30.10.18
Bereits um 08.00 Uhr ging ich aus dem Haus. Natürlich musste ich heute wieder länger eine Fahrradstation suchen. Es hat zwar einen Fahrradweg in der ganzen Stadt, man fährt aber auf dem Trottoir und nicht
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viele Verbote
auf der Hauptstrasse. Das heisst jedoch, dass wir alle paar Häuserblocks wieder anhalten müssen, weil es an jeder Kreuzung Ampeln gibt. Es waren nur ein paar Kilometer bis zum Ausgangspunkt zum Elefantenhügel, doch ich brauchte eine Ewigkeit, bis ich dort ankam, weil ich ab und zu auch noch Fotos machte. Ich stellte das Fahrrad zurück und ging zu Fuss auf den Hügel. Von oben hatte man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Als nächstes besuchte ich ein sehr kleines Viertel mit älteren Gebäuden. Danach war das Gegenteil angesagt, das höchste Gebäude in Taipei und sehr modern. Ich machte einen kurzen Rundgang durch das Einkaufszentrum. Es hatte kaum Leute, aber es waren ja auch nur Geschäfte der Luxusklasse in diesem Gebäude, alles sieht sehr edel aus. Weiter ging es zu einem Platz, wo es ein paar Skulpturen gab und dann zur Gedenkhalle von Sun Yat-sen, dem Gründer der Republik China. Als ich danach durch einen Park schlenderte, lernte ich eine Frau kennen. Sie wusste auch nicht, wie ich sie auf Englisch nennen soll, zuerst sagte sie Jenny, dann Mary, ich fand das noch witzig. Auf jeden Fall lud sie mich spontan zum Mittagessen in einem Restaurant gleich in der Nähe ein.
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Longshan-Tempel
Ihr Englisch war nicht sehr gut, aber wir konnten uns unterhalten. Zwischendurch kam der Übersetzer zum Einsatz. Da die Dame nach dem Essen noch viel länger bleiben wollte, verabschiedeten wir uns. Ich machte mich auf den Heimweg. Unterwegs fand ich tatsächlich den Teeshop Sharetea, welchen ich in den Philippinen zum ersten Mal sah und wo ich einen leckeren Milchtee trank. Leider hatte dieser Shop denselben Milchtee nicht mehr im Angebot. Ich hatte vor ein paar Tagen nach dem Shop im Internet gesucht, doch es kamen nur Filialen in anderen Ländern, obwohl der Shop ursprünglich aus Taiwan kommt. Scheinbar hatten sie ihre Filiale im Februar wieder eröffnet. Ich kaufte mir trotzdem einen Milchtee und ging nach Hause, obwohl es erst 15.00 Uhr war. Das Wetter war nämlich schon so bewölkt und dunkel, dass ich keine Lust mehr hatte auf weitere Sehenswürdigkeiten. Ich setzte meine Arbeiten fort. Abends brachte Alex ebenfalls Milchtee mit. Da ich vorher noch die Resten der Pizza ass, musste ich kein Abendessen mehr haben.

Mittwoch, 31.10.18
Heute war schlechtes Wetter und somit wieder ein Tag zum Arbeiten. Ich hatte nun zwar meine Landkarten immer noch nicht, aber dafür einige Broschüren. So fing ich damit an, diese durchzulesen
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im Longshan-Tempel
und mir einige Sehenswürdigkeiten aufzuschreiben. Mittags assen Alex und ich Zuhause, wir machten uns Dumplings. Abends war Alex länger ausser Haus, somit kochte ich nur für mich alleine. Als er spät abends wieder nach Hause kam, half er mir noch kurz ein paar Orte den Provinzen zuzuordnen.

Donnerstag, 01.11.18
Auch heute war das Wetter schlecht, sodass ich meine Reiseplanung und sonstigen Arbeiten fortsetzte. Endlich bekam ich eine Ahnung von den Orten, die man hier in Taiwan besuchen kann. Nun bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so oft regnet. Da Alex Mittagessen zubereitete, assen wir heute wieder einmal zu Dritt. Am Nachmittag war wie immer arbeiten angesagt. Zwischendurch musste ich jedoch schlafen, den ganzen Tag am Laptop macht einfach müde. Erst um 19.30 Uhr gingen wir raus, um etwas essen zu gehen. Danach gönnten wir uns noch einen Milchtee, welchen wir Zuhause tranken und etwas schwatzten.

Freitag, 02.11.18
Und noch einmal ein Tag mit Regen und somit noch einmal ein Tag zum Arbeiten. Heute packte ich jedoch schon mal mein Gepäck und prüfte nochmals die Sachen, welche ich bei Alex deponieren möchte. Dann war auch meine Liste fertig zum Ausdrucken, wieder etwas erledigt. Zum Mittagessen machte ich mir
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Beten im Longshan-Tempel
erneut Dumplings, das war am Einfachsten. Abends holten Alex und ich etwas zum Essen und assen Zuhause. Wie immer schwatzten wir noch eine Weile und auch heute wurde es wieder nach Mitternacht, bis ich ins Bett kam.

Samstag, 03.11.18
Gegen 08.00 Uhr stand ich auf und machte schon mal meine Sachen für den Tagesausflug parat. Bis Alex aufstand, arbeitete ich noch ein wenig. Kurz vor 10.30 Uhr fuhren wir los. Eigentlich wäre die Umgebung des Nationalparks Yangmingshan besser gewesen, um mit einem Auto zu erkunden, aber weil es so bewölkt war, machte dies keinen Sinn. So fuhren wir Richtung Yilan. Zuerst ging alles über eine Autobahn und durch Tunnels, bis wir schliesslich am Meer ankamen. Dies dauerte nicht einmal eine Stunde. Von hier aus fuhren wir praktisch alles der Küste entlang. Beim ersten Aussichtspunkt waren eher dunkle Regenwolken als eine schöne Aussicht zu fotografieren. Der nächste Halt war bei einer alten Kupfermine. Ich wäre am liebsten durch die grosse Anlage gelaufen, doch sie war geschlossen und somit konnte ich nur von aussen Fotos machen. Beim nächsten Stopp gab es spezielle Felsformationen. Hier hatte es einige Touristen. Anscheinend gibt es extra Reisebusse in ganz Taiwan, welche an bestimmten Sehenswürdigkeiten halten. Wir fuhren weiter nach Fulong, wo wir uns auf die Suche nach Essen machten. Die meisten Restaurants bieten hier Lunchboxen an, da früher anscheinend viele Lastwagenfahrer ihr Mittagessen mitnahmen. Aber man konnte diese auch direkt im Restaurant essen. Ich konnte kaum sagen, was ich möchte, schon war meine Box gefüllt. Leider aber mit Essen, welches ich gar nicht wollte. Ich dachte eigentlich, dass ich von den verschiedenen Sachen auswählen kann. Wir fuhren weiter zu einem Hafen in Daxi. Wenn wir noch ein bisschen Geduld gehabt hätten mit dem Essen, wäre hier die Auswahl definitiv besser gewesen, denn hier gab es alle Meeresgetiere frisch aus dem Wasser. Die Zeit ging schnell vorbei. Als es bereits 16.00 Uhr war, besuchten wir noch einen Wasserfall. Man konnte jedoch nur einen Teil davon besuchen, da der obere Teil gesperrt ist. Es gab noch eine schöne runde Kirche zu besichtigen mit Aussicht auf die Stadt am Meer, danach kehrten wir in die Stadt zurück. Wir machten noch einen Besuch bei den heissen Quellen. Ich stellte mir dies ganz anders vor. Ich dachte, es gäbe in Taiwan viele öffentliche heisse Quellen mitten in der Natur. Stattdessen gibt es in diversen Hotels einen öffentlichen Bereich getrennt nach
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Theater-Gebaeude
Frau und Mann oder man kann sich Räume mieten, um privater ein Bad zu nehmen. Wir buchten uns also einen Raum. Dieser ist oben offen und hat nur ein Bad und zwei Stühle. Wir liessen uns das Badewasser ein und genossen die Entspannung. Es gab zwar keine Drüsen für ein Sprudelbad, aber immerhin einen starken Wasserstrahl, der so quasi als Massage diente. Nun war wieder einmal Zeit zum Essen, zumindest für Alex. Da ich nämlich am Morgen bereits das Fleisch aus dem Gefrierfach genommen hatte, wollte ich nichts essen, sondern Zuhause kochen. Nach dem Essen schlenderten wir noch durch die Strassen. Plötzlich sagte Alex, wir sollen noch in eine Bäckerei gehen, dort könne man ein paar Sachen probieren. Gesagt, getan. Es waren an diversen Ecken Mitarbeiter am Kuchen schneiden, damit man kostenlos probieren konnte. Anscheinend kommt diese Idee gut an, denn die Bäckerei war voll und die Leute standen sogar Schlange an der Kasse - es war unglaublich. Nach diesem Abenteuer kehrten wir nach Taipei zurück. Natürlich war es nun schon ziemlich spät und wir beide sehr müde. Ich ging gleich schlafen, die Arbeit musste warten.

Sonntag, 04.11.18
Die Wettervorhersage war 50% Regen, 50% ok. Als ich aufstand, waren
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Praesidentenpalast
nur Wolken zu sehen, also keine gute Voraussetzung für den Nationalpark. Ich ging nochmals schlafen. Als ich erneut zum Fenster hinaus schaute, war auf der einen Seite blauer Himmel. So beschloss ich kurzfristig, doch noch raus zu gehen, aber da es schon spät war für den Nationalpark, war mein Ziel nur die nähere Umgebung. Ich suchte mir eine Fahrradstation und startete meine Tour. Beim Präsidentenpalast hielt ich an und machte nochmals Fotos. Da lernte ich Alex kennen. Er redete nur so drauf los und meinte, er könne mich begleiten. Statt dann aber zum Flussufer zu fahren, sagte er, wir sollten noch zu einem Platz fahren, wo es mir sicher gefallen würde. Ich dachte es sei gleich auf dem Weg, doch es war ein kurzer Abstecher. Zu sehen gab es nicht viel, was mich dann etwas nervte. Wir liefen hin und zurück, holten einen Kaffee und wieder zurück und irgendwie kam nichts dabei raus. Alex war irgendwie ein nervöser Typ, ständig am Schwatzen. Schliesslich fuhren wir doch noch in meine gewünschte Richtung. Wir sahen uns das Lin An Tai-Haus mit einem kleinen Park an und machten eine kurze Pause. Danach fuhren wir zum Grand Hotel, einem grossen Hotel im chinesischen Baustil.
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Gerichtsgebaeude
Hier machten wir auch nur kurz Fotos, dann fuhren wir weiter zur Residenz von Chiang Kai-shek. Hier gibt es kleine Gärten und viele Pflanzen, doch sein Haus war nicht wirklich sehenswert. Eigentlich wollten wir dann endlich an mein eigentliches Ziel fahren, dem Nationalen Palastmuseum. Doch kurz davor machten wir nochmals einen Halt in einem Park. Und dann fuhren wir auch noch an dem Museum vorbei, um nochmals eine winzige Pause in einem weiteren Park zu machen, wo es nicht einmal etwas Schönes zu sehen gab. Also wenn ich alleine unterwegs bin, sehe ich irgendwie mehr, weil ich nicht ständig Pausen mache. Zudem war ich dann wirklich genervt, weil genau zu dem Zeitpunkt, als ich Fotos vom Palastmuseum machen wollte, die Sonne hinter dicken Wolken verschwand und nicht mehr auftauchte. Wir stellten unsere Fahrräder zurück und nahmen einen Bus. Im Carrefour kauften wir uns Pizza und ein paar andere Sachen ein, assen kurz und gingen nochmals mit dem Bus zu einem kleinen Markt. Eigentlich war ich schon müde und meine Füsse hatten wieder einmal Wunden und schmerzten. Doch Alex wollte unbedingt noch, dass ich wegen neuen Schuhen schaue. Ich fand zwar auf Anhieb ein perfektes Paar Schuhe, doch Alex meinte, ich
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2/28 Friedenspark
solle mich noch weiter umsehen und vergleichen. Als ich ihn nach dem Preis fragte, sagte er nur „kein Problem, mach Dir keine Sorgen“. Bei den weiteren Ständen fand ich nichts Vergleichbares mehr, so kehrten wir zum ersten Stand zurück. Als mir Alex schliesslich den Preis sagte, traf mich fast der Schlag. Wenn ich den Preis von Anfang an gewusst hätte, hätte ich erst gar nicht probieren müssen und keine Zeit verschwendet. Ich hatte noch nicht einmal soviel Geld dabei und auch Alex konnte mir nichts ausleihen. Zudem war ich etwas geschockt, dass sie auf einem kleinen Markt so hochpreisige Schuhe verkaufen. Irgendwie war heute einfach nicht mein Tag, ich war schon wieder genervt. Wir kehrten zurück zur Metrostation. Dort sagte Alex, er würde mir die Schuhe kaufen und mir morgen irgendwo deponieren. Das war ja sehr nett, aber wo sollte er sie deponieren und wie will er wissen, welches Modell mir gefällt, wenn er einfach in einem Laden Schuhe kauft. Wir versuchten eine Lösung zu finden. Ich fragte ihn nach seiner Telefonnummer, doch er gab mir diese nicht. Ich sagte ihm, dass ich es komisch fände, dass er die ganze Zeit Händchen halten und mich massieren und nun auch noch
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Spital
küssen wollte, aber seine Telefonnummer nicht geben könne. Anscheinend war er etwas überfordert. Er sagte nur „einen Moment, ich habe Kopfschmerzen, lass mich überlegen“. Ich liess ihn in Ruhe und stellte kurze Zeit später fest, dass er sich so quasi in Luft aufgelöst hatte. Ich fand dies so dreist, dass ich richtig traurig war. Wie kann man einen ganzen Tag zusammen verbringen und dann einfach gehen, ohne sich überhaupt zu verabschieden. Ich war sprachlos und gerade völlig überfordert. Ich blieb noch eine Weile sitzen und machte mir viele Gedanken. Dann kehrte ich nach Hause zurück. Die Sache ging mir nicht mehr aus dem Kopf, ich war so enttäuscht. Am liebsten wäre ich nochmals zu seinem Fahrrad zurückgegangen, aber dafür war es zu spät, weil es zu weit weg war. Als Alex wieder Zuhause war, erzählte ich ihm die Geschichte. Wir schwatzten noch eine Weile und er kümmerte sich wieder einmal rührend um meine Wunden. Danach gingen wir zu einem Nachtmarkt etwas weiter entfernt. Wir schauten uns erneut nach Schuhen um, doch es war wie meistens, es gab nun kein einziges Paar Schuhe mehr mit schwarzer Sohle, die Schuhe von vorher waren einfach perfekt. Als wir wieder Zuhause waren, hatte ich
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meine Reisefuehrerin Sunny
keine Energie mehr zum Arbeiten, es wurde dann aber doch wieder nach Mitternacht, bis ich einschlief.


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Bogen des Friedensparks
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Rotkaeppchen gesichtet
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Tower 101


14th November 2018
Taipei

Bikes
Oh I love this motorbike
15th November 2018
Taipei

Motorbike
Yeah, looks really cool, even broken :-)

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