ON TOUR - Woche 322 (Philippinen)


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Asia » Philippines
January 27th 2019
Published: February 21st 2019
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People's Park
Montag, 21.01.19
Ich kam heute wieder kaum aus dem Bett. Erst kurz vor 08.00 Uhr stand ich auf. Ich packte meine Sachen für einen Stadtrundgang und ging kurz vor 09.00 Uhr aus dem Haus. Mit dem Jeepney fuhr ich bis zum People’s Park. Dort lernte ich Lon aus Amerika kennen. Wir unterhielten uns eine Weile und liefen eine Runde im Park, dann trennten sich unsere Wege wieder. Da das Tourismusbüro gleich in der Nähe war, ging ich dorthin. Ich hätte mir die Stunde aber auch sparen können, denn ich kam sozusagen ohne Informationen wieder aus dem Büro. Im Büro waren etliche Angestellte, ich fragte mich nur wieder einmal, was diese den ganzen Tag machen. Wahrscheinlich sind diese alle mit Facebook und ihren anderen Applikationen am Handy beschäftigt, so sah es auf jeden Fall aus. Auf jede Frage, die ich stellte, erhielt ich die Antwort „sorry, ich weiss es nicht“. Ich setzte meinen Stadtrundgang fort. Es gab jedoch nur eine Stadthalle und eine Kirche, welche etwas aus dem Stadtbild herausstach. Ansonsten lief ich einfach in der Gegend umher. Dem Strand entlang haben sich die ärmeren Leute angesiedelt. Man findet sehr einfache Hütten vor, doch die Leute sind überall offen und freundlich, grüssen
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People's Park
einen mit einem „hello“ und lächeln einen an. Das habe ich vermisst, das Lächeln der Leute. Vorallem wenn Kinder mich mit ihren strahlenden Augen anlächeln, ist das einfach ein wunderbares Gefühl. Auf meinem Spaziergang lernte ich Ryan kennen. Er bot mir zwar an, mich durch eine Gegend der ärmeren Leute zu führen, aber schlussendlich fuhren wir völlig woanders hin. Zuerst zu ihm nach Hause, dann kaufte er für mich Früchte ein, danach wollte er unbedingt, dass ich etwas esse und dann noch einen kurzen Besuch bei seiner Mutter. Und schon war es wieder Zeit, nach Hause zu gehen. Er fuhr mich sogar bis vor die Haustüre und kaufte mir Abendessen zum Mitnehmen. Zuhause unterhielt ich mich wieder mit Anne und danach ass ich alleine. Anne und Archie gingen wie jeden Abend ins Stadtzentrum. Ich wollte eigentlich meine Arbeiten direkt erledigen, doch es wurde 23.00 Uhr, bis ich überhaupt mit meinem Tagebuch begann. So wurde es auch heute wieder spät mit ins Bett gehen.

Dienstag, 22.01.19
Ich stand erneut später auf als normal. Ich hatte bereits eine Nachricht von Lon auf dem eMail, weil er zur Insel Samal gehen wollte und mich dazu einlud. Das Wetter war ziemlich bewölkt und
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San Pedro Kathedrale
ich brauchte noch eine halbe Ewigkeit, bis ich mich entscheiden konnte. So wurde es etwas spät, als ich endlich das Haus verliess. Erst gegen 08.45 Uhr lief ich zur Hauptstrasse. Es stand kein Jeepney parat und somit stellte ich mich an die Strasse zum trampen. Ich kam mir etwas komisch vor, gleich neben den Jeepneys zu trampen, wurde aber kurze Zeit später von zwei Frauen mitgenommen. Sie fuhren mich netterweise bis ins Stadtzentrum zum gewünschten Ort. Ich ging zu Lon ins Hotel. Kurze Zeit später fuhren wir mit dem Reiseführer Diego los. Während wir zum Hafen fuhren, erklärte Diego einige Sachen zur Stadt selbst. Es hatte viel Verkehr und somit schien die Fahrt extrem lange. Zudem mussten wir ziemlich lange warten, bis wir auf die Fähre konnten. Die Fahrt auf der Fähre selbst dauerte nicht einmal eine Viertelstunde. Als erstes fuhren wir zu einer Fledermaus-Höhle. Der Ort hat diverse Löcher, sodass man nicht wie sonst in eine Höhle gehen muss, sondern man konnte die Fledermäuse von oben beobachten. Da ich schon viele Male Fledermäuse gesehen hatte, war der Ort ok, aber nichts Spezielles. Wir liefen noch kurz zum Meer hinunter, dann fuhren wir weiter zum nächsten Ort. Wir machten einen
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San Pedro Kathedrale
Halt beim Hagimit-Wasserfall. Dieser war sehr schön und wir gingen auch kurz baden. Man kann hier durch ein Loch in eine kleine Höhle gehen und unten wieder durchtauchen. Es war etwas eng und ich hatte keine Ahnung, ob ich überhaupt stehen kann oder ob ich gleich auf Steine fallen würde, doch zwei Jungs halfen mir netterweise unfallfrei durch zu kommen. Wir verweilten noch ein bisschen an diesem Ort, dann fuhren wir weiter zu einem Strand. Die Fahrt dauerte etwas länger, doch da Diego und Lon ziemlich viel schwatzten, verging die Zeit sehr schnell. Der Strand war zwar schön, aber ziemlich klein und wir hatten beide keine Lust, schwimmen zu gehen. So fuhren wir wieder zurück bis in die Nähe des Fährterminals und gingen noch etwas essen. Diego hatte anscheinend schon gegessen und wartete auf uns. Die Gegend ist bekannt für Thunfisch, doch den, den ich auf dem Teller hatte, war so trocken, dass ich kaum etwas davon ass. Da Lon ein grosses Stück Fisch hatte, wurden wir beide davon satt. Nach dem Essen fuhren wir wieder zum Hotel zurück. Es nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch, da es zwischendurch viel Verkehr hatte. Ich verabredete mich hier mit Ryan und verabschiedete mich von Lon und Diego. Ryan schenkte mir heute getrocknete Mangos und kaufte extra für mich Durian. Er ist wirklich unglaublich nett mit seinen Gesten.

Mittwoch, 23.01.19
Ich hatte den Wecker gestellt und stand somit früh auf. Als erstes packte ich alle Sachen zusammen. Anne schrieb mir, dass wir zusammen frühstücken sollen, doch ich hatte gar keine Zeit mehr dafür, weil Diego mich bereits abholen wollte. Ich teilte ihm meinen Standort mit und verabschiedete mich bereits von Anne und lief zum Terminal. Dort wartete ich sicher eine halbe Stunde, bis Diego schliesslich auftauchte, er fuhr zuerst zum falschen Ort. Wir fuhren zu ihm nach Hause, weil ich mein Gepäck dort lassen konnte. Ich lernte seine Frau Becky kennen. Ich kontrollierte nochmals kurz mein Gepäck, während Diego sich parat machte. Ich erhielt einen Kaffee, Toast und Konfitüre. Danach fuhren wir ins Stadtzentrum. Er lud mich direkt im Hotel von Lon aus. Er war noch beschäftigt, deshalb wartete ich noch eine Weile unten. Ich deponierte nur meinen Rucksack in seinem Zimmer, dann gingen wir raus. Irgendwie hatten wir keinen genauen Plan, beschlossen dann aber zum Adler-Park zu gehen. Zuerst suchten wir noch eine Bank, wo Lon Geld abheben konnte, dann mussten wir ein Taxi finden. Da soll wieder einmal jemand sagen, ich solle doch das Taxi nehmen. Meiner Meinung nach ist das das Anstrengendste zu organisieren, denn die übertreiben es gewaltig mit dem Preis. Die Taxifahrer verlangten einen horrenden Preis für hin und zurück, aber nur eine Hinfahrt wollten sie nicht machen. Wir gaben es schliesslich auf und nahmen die lokalen Verkehrsmittel. Es gab sogar einen kleinen Van, der ziemlich gut belüftet war. Es wurde zwar extrem eng, aber somit kamen wir immerhin vorwärts. In Calinan mussten wir auf ein Motorradtaxi wechseln, mit welchem wir direkt zum Adler-Park kamen. Der Park war wie ein Dschungel mit diversen Wegen, welche an Gehegen mit diversen grossen Vögeln vorbei führte. Nach dem Besuch liefen wir Richtung nächste Kreuzung und wollten entweder erneut ein Motorradtaxi nehmen oder trampen. Trampen klappte jedoch überhaupt nicht, denn es hatte kaum Autos. Auf dem Weg kauften wir noch ein paar Früchte ein. Am Terminal stiegen wir gleich in den Van ein, um den Naturpark Eden zu besuchen. Doch da es schon ziemlich spät war, wechselten wir unseren Plan und fuhren direkt zurück nach Davao. Wieder im Hotel, brachten wir nur kurz unsere Sachen auf das Zimmer, dann gingen wir etwas essen. Lon wählte ein Restaurant mit Meeresfrüchten aus. Das Essen war heute besser als gestern. Wir schwatzten ziemlich lange, danach liefen wir noch etwas durch das Einkaufszentrum. Zum Schluss gab es noch einen Dessert zum mitnehmen. Wieder zurück im Hotelzimmer, assen wir diesen. Weil die Frucht, welche wir gekauft hatten, bereits sehr reif war, assen wir auch noch einen Teil davon. Wir waren danach beide wirklich satt. Auch heute startete ich wieder sehr spät mit Tagebuch schreiben, wir schwatzen einfach viel zu lange. Heute übernachtete ich bei Lon im Hotelzimmer, damit ich bereits im Zentrum bin für die morgige Weiterreise.

Donnerstag, 24.01.19
Bereits gegen 06.00 Uhr standen wir beide auf. Ich packte mein Gepäck und wir gingen frühstücken. Danach machten wir uns auf den Weg zum Terminal, wo wir gestern schon waren. Wir fuhren bis nach Ulas, von wo aus wir den Bus nahmen. Dieser hatte eine Klimaanlage und war sehr bequem. Gegen 09.30 Uhr kamen wir in Digos an. Wir fragten ein paar Tricycle-Fahrer betreffend dem Preis, um zum Virgin-Wasserfall zu kommen. Diese wollten nicht einmal mit dem Tricycle dorthin fahren, sondern nur mit einem Motorrad. Die Preise waren auch bei ihnen viel zu hoch, die Leute
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Jeepney
machen uns jeweils fast wahnsinnig mit ihren Preisen. Sogar Lon, der sehr grosszügig ist, konnte die Preise kaum fassen. Nebenan gab es einen Shop, wo sie Pickups vermieten, doch diese Preise waren noch viel extremer und der Herr schien nicht wirklich so, als hätte er Bock, Geld zu verdienen. Naja, wer wohl solche Pickups hat, hat schon genügend Geld. Die anwesende Frau Iza wollte uns zwar helfen, doch wir kamen nicht weiter. Immerhin durfte ich mein Gepäck hier deponieren, das half schon mal sehr viel. So liefen wir eine kurze Strecke, weil wir von einer Kreuzung aus trampen wollten. Doch als wir erneut Motorradfahrer antrafen, fragten wir erneut nach den Preisen und erhielten ein besseres Angebot. So fuhren wir kurze Zeit später doch noch los. Die Strecke war ziemlich lang, etwa 20 Kilometer. Irgendwann ging die Strasse von der Hauptstrasse weg und war nur noch eine Dreckstrasse, welche an ziemlich vielen Stellen mit Wasser gefüllt war. So liefen wir von hier aus bis zum Wasserfall. Die zwei Herren, welche uns hierher fuhren, wussten den richtigen Weg nicht mehr, deshalb fragten wir ein paar einheimische Jungs, uns bis zum Wasserfall zu begleiten. Der Weg hinunter war ziemlich steil und teilweise rutschig. Ich schaffte es dieses Mal, ohne hinzufallen runter zu kommen. Lon rutschte jedoch aus und hatte grosses Glück, dass er nicht runterfiel, weil ihn einer der Jungs noch rechtzeitig aufhalten konnte. Der Wasserfall war schön, auch wenn das Wasser vom vielen Regen von gestern eine Brühe war. Natürlich wäre es schön gewesen zu schwimmen, aber das liessen wir alle bleiben. Wir verweilten eine kurze Zeit dort, dann kehrten wir zurück. Wir machten noch einen kurzen Besuch bei einem kleinen See, doch dieser sah auf den grossen Postern viel anders und vorallem schöner aus als in Wirklichkeit. So fuhren wir zurück bis nach Digos. Ich holte mein Gepäck ab und hier verabschiedete ich mich auch von Lon, da er wieder nach Davao zurückkehrte. Ich hatte wieder einmal keine Ahnung, wohin ich als nächstes soll, lief aber einfach mal der Hauptstrasse entlang. Ich trampte schliesslich bis nach Malalag, nochmals etwa 25 Kilometer von Digos entfernt. Ich wurde vom Pastor Gerome per Motorrad mitgenommen. Er fuhr mich die ganze Strecke dorthin, obwohl er gar nicht nach Malalag musste. Wir besuchten noch einen Strand und einen Aussichtspunkt, bevor wir uns auf die Suche nach seinem Pastor-Kollegen Rodel machten. Es dauerte eine Weile, bis wir sein Haus fanden, denn Gerome wusste nicht mehr genau, wo sich das Haus befindet. Wir wurden herzlich empfangen. Gerome ging Huhn einkaufen und die Familie lud uns zum restlichen Essen ein. Wir verbrachten einen gesprächigen Abend und hatten viel zu lachen. Gegen 20.30 Uhr verabschiedete sich Gerome von uns, er musste wieder bis nach Digos zurück fahren. Ich startete nach der Dusche endlich mit der Arbeit, natürlich wieder einmal viel zu spät.

Freitag, 25.01.19
Als ich aufstand war die ganze Familie schon lange wach. Ich ass Frühstück und packte alle Sachen zusammen. Nachdem Rodel seine Kinder zur Schule gebracht hatte, fuhren wir und Hara, eine Bekannte, in seinem Tricycle los. Wir fuhren zuerst nach Santa Maria. Hier gibt es einen Strand mit dem Namen Little Boracay. Als wir dort ankamen, fanden wir aber nicht wirklich annähernd einen Strand vor, der dem normalen Boracay glich. Wir durften uns den Strand auch nicht ansehen, ohne Eintritt zu bezahlen. Deshalb fuhren wir wieder zurück. Wir fuhren eine weitere Strasse Richtung Strand. Diese war teilweise etwas steil und auf einmal sagte Rodel, dass wir den Ort nicht besuchen können, weil dort Muslime wohnen. Ich sagte ihm, dass ich keine Angst von Muslimen habe,
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Werbung mit so quasi schlechtestem Essen der Welt
so fuhren wir doch noch weiter. Respektive wir zwei Frauen mussten laufen und Rodel fuhr den steilen Hügel hoch. Oben angekommen, sagte er, dass man für den weissen Sandstrand ein Boot nehmen müsse und er nicht wisse, ob er mit seinem Tricycle überhaupt die Strasse bis zum Ausgangspunkt überwinden könne. So kehrten wir auch hier um. Als wir wieder den Hügel runter fuhren, stellte Rodel fest, dass seine Bremsen kapputt sind. Ich wäre am liebsten raus gesprungen, hatte aber keine Zeit mehr, denn wir wurden zu schnell dafür. Zum Glück konnte Rodel die Kurve gerade noch korrekt fahren, sodass wir nicht umkippten. Wow, das war wirklich knapp. Wir fuhren noch bis kurz vor Santa Maria. Ich sagte Rodel, dass ich sonst alleine nach Malita trampen würde, um keine Zeit zu verlieren. Doch er und Gerome sagten, dass es in Malita nichts zu sehen gäbe. So trampte ich und Hara zurück zu Rodel’s Haus. Die Frau, welche uns mitnahm, sagte jedoch, dass es viele schöne Orte in Malita gäbe. Nun wusste ich genau wieder nicht, was ich überhaupt machen sollte. Da Rodel auch nach der Reparatur keine Lust mehr hatte, nach Malita zu fahren, beschloss ich, mit all meinem Gepäck dorthin zu fahren. Ich holte somit nur mein Gepäck ab und machte mich gleich auf den Weg. Es dauerte eine Ewigkeit, bis ich mitgenommen wurde. Zuerst von einem Herrn bis Santa Maria und von dort aus halfen mir ein paar Kinder, mit einem weiteren Auto mitzufahren. Die waren echt süss, eines der Mädchen kaufte mir sogar Cracker, als sie erfuhr, dass ich noch nicht gegessen habe. Ich fuhr mit der Polizei bis nach Malita. Sie sagten, dass ich mich in Malita bei der Polizei registrieren müsse. Als wir dort ankamen, erledigte ich dies direkt, ich hatte auch keine andere Wahl, weil die mich gleich zur richtigen Stelle fuhren. Der Herr liess sich natürlich viel Zeit und als ich danach nach Orten fragte, die ich hier besuchen könne, hatte wieder keine Person eine Antwort. Sie halfen mir überhaupt nicht weiter. Ich liess meinen Rucksack bei der Polizei und lief zum Strand. Es war nichts Besonderes. Ich fragte noch ein paar Einheimische, doch auch hier blieben die Informationen aus. Ich machte mich auf die Suche nach dem Tourismusbüro, doch der Tricycle-Fahrer, welcher von der Polizei organisiert wurde, hatte auch keine Ahnung. Ich kriegte schon bald die Krise, ich hatte schon so viel Zeit vergeudet. Schliesslich landete ich in einem Büro, wo Almah mir weiterhalf. Sie organisierte sogar jemanden, der mich zu einem Aussichtspunkt fuhr. Dumm war nur, dass es bereits 16.30 Uhr war. Ich verbrachte also drei ganze Stunden hier für genau gar nichts. Ich war extrem genervt. Almah war dann noch so nett und organisierte mir ein Zimmer in einem Gästehaus, wo ich auch zum Abendessen eingeladen wurde, so quasi als Entschädigung für die Komplikationen. Und sie kaufte Durian für mich. Dummerweise hatte ich den ganzen Abend einen komischen Magen und war so müde, sodass ich nicht mehr fähig war, überhaupt etwas zu erledigen.

Samstag, 26.01.19
Als ich aufwachte, regnete es, deshalb ging ich wieder ins Bett. Ich hatte immer noch Bauchschmerzen, keine Ahnung ob es vom wenig essen oder von der Durian war. Und ich war immer noch müde, es schien, als wäre irgendetwas nicht in Ordnung. Irgendwann stand ich doch auf und packte alles zusammen. Gerome wollte mich eigentlich abholen, aber das wäre viel zu weit gewesen für ihn, sodass ich versuchte zu trampen. Ich startete heute erst nach 10.00 Uhr. Es dauerte eine Weile, aber ich kam dafür bis zur Kreuzung der Hauptstrasse mit. Dort wartete Gerome auf mich. Wir unterhielten uns kurz, dann fuhr er mich noch ein paar Kilometer weiter, wo es nur noch zwei Spuren hatte. Hier verabschiedeten wir uns und ich trampte weiter. Ich wurde von Johny mitgenommen. Er musste eigentlich nur nach Malungon, aber er bot mir an, mich bis kurz vor General Santos zu fahren. Zudem fragte er, ob ich eine Grapefruit-Farm ansehen möchte und ich sagte zu. So machten wir noch einen kurzen Abstecher. Ich lernte seine Frau Elenore und ein paar Arbeiter kennen. Wir besuchten noch einen kleinen gemütlichen Park, dann fuhren wir zurück zur Firma. Elenore schenkte mir fünf Grapefruits. Es war ja super nett, dass sie mir diese schenkte, doch eine Grapefruit alleine wiegt schon etwa 700-800 Gramm, so hatte ich mit den Grapefruits und den restlichen drei Durians ziemlich viel zu schleppen. Johny fuhr mich nach Lagao, der Kreuzung, von wo aus die Strasse nach Glan führt. Hier hielt kein einziges Auto an, nur ein Motorradfahrer. Ralph war sehr hilfsbereit und wollte für mich Transport organisieren. Doch leider fing es an zu regnen, sodass wir in einer kleinen Hütte in der Nähe Unterschlupf suchten. Ralph sagte, dass ich in Glan bei seiner Grossmutter wohnen könne. Zudem war er so nett und fuhr mich die ganze Strecke bis zu meinem gewünschten Ziel. Wir fuhren ziemlich lange mit seinem Motorrad. Kurz bevor wir bei seiner Grossmutter ankamen, sagte er, dass sie eventuell doch keinen Platz habe. Er meinte jedoch, dass ich in einem Resort am Strand kostenlos übernachten könne. Die Fahrt dorthin war nochmals etwa eine Viertelstunde. Als wir dort ankamen, sagte er, ich könne in einem kleinen offenen Häuschen übernachten. Ich dachte ich kriege die Krise, denn vorher sagte er noch, es sei ein Zimmer, wo ich meine Privatsphäre hätte. Ich sagte ihm, dass ich hier nicht schlafen könne, denn wenn, hätte ich zumindest mein Gepäck irgendwo lassen müssen. Er sagte, ich könne in seinem gemieteten Zimmer schlafen und wir fuhren sofort dorthin. Er übergab mir seine Schlüssel und ich packte meine Sachen aus. Keine Stunde später tauchte er wieder auf und sagte, seine Frau würde ein Problem machen. So packte ich meine Sachen wieder zusammen und wir fuhren zur Kirche, wo Ralph scheinbar ein gemütliches Zimmer für mich organisiert hatte. Dumm war nur, dass es eine Art Klassenzimmer war, also kein Bett und nichts mit gemütlich. Die anwesenden Leute, unter anderem Ron und Reyna, waren zwar nett, aber sie fragten wieder alle drauf los, sodass ich genervt war. Ich war schon wieder so kapputt, dass ich am liebsten nur gleich geschlafen hätte. Die Philippinos sind ähnlich wie die Indonesier und stellen tausend Fragen. Ich sagte ihnen direkt, dass ich jetzt keine Lust hätte zu schwatzen, sondern gerne meine Arbeiten erledigen würde und dann früh ins Bett wolle. Nachdem ich ihnen meine Situation erklärt hatte, akzeptierten sie es einigermassen respektive ich fing einfach an zu arbeiten und irgendwann verliessen sie den Raum. Später durfte ich mit ihnen essen. Wir schwatzen dafür jetzt ziemlich lange. Um 21.30 Uhr konnte ich endlich weiter arbeiten und hatte meine Ruhe. Ich bin erst eine Woche in den Philippinen und ich bin schon wieder so müde, dass ich nur noch schlafen möchte.

Sonntag, 27.0.19
Die Leute sagten, dass um 08.00 Uhr die Kinder Unterricht hätten. Als ich jedoch um 08.30 Uhr meinen Tagestrip startete, waren noch keine Kinder hier. Ich lief zuerst kurz im Zentrum umher und trampte danch zum Strand Gumasa. Der Strand ist teilweise privat und teilweise von Resorts erschlossen und natürlich muss man in Resorts Eintritt bezahlen, auch wenn man keine fünf Minuten dort verbringt. Eigentlich wollte ich einfach von der einen Seite des Strandes zum anderen Ende laufen. Der erste Resort wollte mich nicht kostenlos reinlassen, deshalb ging ich wieder zur Hauptstrasse zurück und bei der zweiten Strasse durch einen defekten Zaun. Hier klappte es wunderbar. Ich war anscheinend nicht die einzige Person, die diesen Weg genommen hatte. Der Strand wäre schön gewesen, wäre er nicht so von Abfall verschmutzt. Ich hatte keine Lust zu baden, sondern machte nur ein paar Fotos. Danach lief ich weiter bis zu einem weiteren Strand. Von dort aus konnte man über einen zementierten Weg dem Meer entlang laufen und auf einen Hügel hoch, um dort eine Rundtour zu machen. Ich kam bei einem kleinen Resort raus und lief rund um den kleinen See, bis ich wieder am Startpunkt war. Von hier aus trampte ich bis zur Hauptstrasse. Von hier aus wollte ich weiter Richtung Süden trampen, doch es kamen praktisch keine Autos und wenn, dann hielten sie nicht. Ich kam mit einem Herrn namens Godson per Motorrad weiter. Er fuhr mit mir zu einem Resort, welchen er und seine Frau Ernesta betreuen. Dort wurde ich gleich zum Mittagessen eingeladen. Ich erkundete den Strand nur kurz, es war nichts Besonderes. Danach organisierten sie
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Nachbau eines Hauses von Stammesangehoerigen
einen Fahrer für mich, damit ich die Gegend erkunden konnte. Kurze Zeit später fuhr ich mit Giovanni per Motorrad los. Wir fuhren über 50 Kilometer, bis wir am südlichsten Zipfel ankamen. Schade nur, dass das Wetter bewölkt wurde, sobald ich auf dem Motorrad war. Somit war das Licht wieder einmal schrecklich, um Fotos zu machen. Wir mussten denselben Weg zurück fahren. Giovanni brachte mich direkt nach Glan zur Kirche. Ich richtete mein Zimmer wieder ein und las zuerst ein wenig. Erst um 20.30 Uhr fing ich mit meinen Arbeiten an. Es wird immer schlimmer, ständig zu müde, um die Arbeiten direkt zu erledigen. Ich war sogar zu müde, um etwas essen zu gehen. Reyna machte noch Pommes Frites, welche wir zusammen mit Ron assen und noch etwas schwatzten.


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mit Ryan
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unser Reisefuehrer Diego
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Monfort Fledermaushoehle


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