Pokhara


Advertisement
Nepal's flag
Asia » Nepal
March 31st 2012
Published: June 20th 2017
Edit Blog Post

Geo: 28.2111, 83.959

Als wir morgens aufwachen, ist mir noch immer schlecht von all dem Essen am Vorabend.
Um uns noch ein bisschen Ruhe zu goennen zum Verdauen, versuchen wir am Vormittag einige Fluege zu buchen. Wir sind mittlerweile bei unseren Planungen dahingehend umgeschwenkt, dass wir nun nicht noch einmal nach Thailand wollen, sondern Indien eine wirkliche, 2te Chance geben. Wir wollen von Kalkutta nach Trivandrum fliegen und dann dort die Kueste hoch nach Mumbai. Von dort aus soll es dann nach Australien gehen und dann eben noch nach Suedafrika.
Gegen 12:00 Uhr sind wir dann voellig gefrustet, weil es mit dem Buchen einfach nicht klappen will - immer stuerzt bei Zahlungsversuch das Programm ab,
Also machen wir uns auf die Stadt zu erkunden. Wir mieten Fahrraeder und wollen dann Richtung Davis Falls. Als wir in eine kleinere Strasse abbiegen, kommen wir irgendwann nicht wiklich weiter, weil uber den Fluss nur eine kleine Bruecke fuehrt. Sogleich sind wir umringt von Kindern, die uns gegen Bezahlung helfen wollen. Wir erwehren uns dem zuerst und ich bin zum Teil wirklich genervt, wie dreist die Kids versuchen ans Ziel zu kommen. Ein Maedchen zieht staendig an unseren Getraenkeflaschen, schlaegt gegen den Rucksack und wird dann irgendwann doch von der Mutter zurueckgepfiffen.
2 Jungs, die auch die ersten Beiden waren, sind am Hartnaeckigsten und dabei noch nett. Als wir sie fragen, wo die Davis Falls sind, scheint es recht kompliziert dort hin zu gelangen und soll 30 Minuten dauern. Wir nehmen schliesslich das Angebot der Jungs an, uns den Weg zu zeigen. Ein wenig mulmig ist uns dann schon dabei, mit den beiden (vielleicht 9 und 11 Jaehrigen) surch die Gegend zu ziehen, denn die Blicke die wir ernten, als die Jungs bei uns auf der Querstange sitzend den Weg deligieren, sind nicht wirklich zu deuten. Finden es alle unmoeglich, lustig, interessant oder gut? Es ist wirklich nicht zu sagen. Die Jungs werfen allerdings immer mal recht freundlich ein paar saetze in Richtung der Dorfbewohner. Immer wieder fragen die 2 zudem, ob sie mal das Fahrrad selber fahren duerfen und wir gewaehren schweren Herzens mal den Wunsch. Irgendwie schaeme ich mich im Nachhinein, dass wir auf gar keinen Fall beide Raeder gleichzeitig aus der Hand geben wollten, weil wir Angst hatten, dass sie dann weg sind. Schade, wie negativ grundeingestellt man doch immer mal wieder ist.
Nach nicht einmal 10 Minuten kommen wir dann auf die Hauptstrasse und an den Davis Falls Eingangsbereich. Wir entloehnen die beiden Jungs wie gefordert mit je 50 Rupees und legen noch unseren begehrten Fruchtsaft oben drauf. Die Jungs ziehen gleucklich davon. Bedenkt man, wie gering hier das Einkommen ist, sind die 50 Rupees sicher ein kleines Vermoegen und die Jungs sehr stolz auf sich. Wir hingegen haben ein etwas schlechtes Gewissen die Kinder "versaut" zu haben, was das Grunddenken angeht, dass Touris fuer alles Bezahlen und auch zahlen muessen.
Schliesslich gluecklich (weil wieder unter Touris) vor den Davis Falls angekommen, sind wir deutlich enttaeuscht: das ist mal zur nicht Monsun Zeit gar nichts. Ein kleines Baechen "stuerzt" einige Meter in die Tiefe... Es sieht zwar irgendwie nett aus - dass es eine echte Touristenattraktion der Region ist, koennen wir aber schwer nachvollziehen. Den anderen Horden an Touris scheint es aber zu gefallen.
Nach dieser etwas enttaeschenden Erfahrung sparen wir uns dann die Grotten auf der gegenueberliegenden Strassenseite und machen uns mit dem Fahrrad auf den Weg zur Altstadt.
Dabei entschliessen wir uns den Flughafen linker Hand neben uns liegen zu lassen und nicht die Hauptstrasse zu nehmen und landen bei diesem Weg in einer sichtbar armen Wohngegend, die wirklich ganz anders aussieht als die, wo wir gestern Abend herumgeirrt sind. Gut, dass es heute hell ist und die Menschen viel zu ueberrascht davon, dass Touris hier herumirren, als dass sie nur darueber nachgedacht haetten, ob die dicke Kamera um meinen Hals (sehr schlau) eventuell interessant sein koennte. Stattdessen gruessen die Kinder auf Englisch und einige Erwachsene mit einem freundlichen "Namaste".
Als wir den Flughafen umkurvt haben, denken wir eigentlich schnell das Mountain Museum zu finden, tun es aber nicht und setzen dann unsere Reise Richtung "Old Bazar" fort.
Die Stadt ist weg von der Touri Gegend "Seaside" natuerlich nicht besonders ansehnlich und auch der alte Bazar haut uns nicht um... Also zurueck zur Seaside. Dieses mal bergab...
An der Seaside angekommen, essen wir ein Sandwich und geniessen noch einmal den Blick ueber den See. Leider ist es auch heute zu diesig um das Himalaya zu sehen. Was das angeht war Pokhara fuer uns also ein Satz mit x.
Nach dem ausufernden Abendessen gestern, geht es heute ohne weitere Mahlzeit zurueck ins Hotel und wir versuchen abermals verzweifelt Fluege zu buchen....


Additional photos below
Photos: 9, Displayed: 9


Advertisement



Tot: 2.366s; Tpl: 0.057s; cc: 10; qc: 27; dbt: 0.038s; 2; m:saturn w:www (104.131.125.221); sld: 2; ; mem: 1.3mb