Wanderung nach Gorak Shep (5180 Meter)


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Asia » Nepal » Namche
August 20th 2009
Published: August 21st 2009
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Auf dem Weg nach Tengboche.
Namche Bazar (Tage 2 und 3): Nebel

Wir verbrachten unseren Akklimatisierungstag in Namche (3440 Meter) mit einer Wanderung zum beruehmt-beruechtigten Everest-View-Hotel; beruehmt wegen seiner Aussicht, beruechtigt wegen seiner horrenden Zimmerkosten ($200). Es wird in der Hochsaison vornehmlich von japanischen Reisegruppen genutzt, welche den Everest zwar sehen, sich aber nicht bewegen wollen. Gegen die Effekte der Hoehe wird in jedes Zimmer zusaetzlicher Sauerstoff gepumpt.

Bei unserem Aufstieg durch Wolken und Nebel gerieten wir unverhofft auf einen verlassenen Flughafen. Die Piste wurde fuer Pilatus-Flieger (PC-6) konzipiert; da aber alle solchen in Nepal verfuegbaren Flugzeuge abgestuerzt sind, hat die Piste ihren Zweck verloren. Wunderschoen waren die unzaehligen Edelweiss.

Zurueck in Namche besuchten wir den Markt und hatten anschliessend keinen Appetit mehr (wenn man weiss, dass die Butter aus riesigen, offenen Faessern stammt und das Fleisch mehr als gut abgehangen ist, schmeckt Reis wieder wunderbar).

Namche - Tengboche (Tag 4): Scheintote Moenche

Der Weg von Namche nach Tengboche ist typisch: Erst 500 Meter Abstieg, dann 800 Meter Aufstieg. Wir trafen einen britischen Soldaten, der innerhalb eines Tages von Lukla nach Tengboche gelaufen war (!).

In Tengboche steht das groesste buddhistische Kloster Nepals. Als wir erfuhren, dass in einer
SteinmaennchenSteinmaennchenSteinmaennchen

Mit Fleischmaennchen (Gorak Shep 5180 Meter).
Kammer ein Lama sitze, von welchem man nicht wisse, ob er tot oder nur sehr tief in die Meditation versunken sei, zog dies eine Serie von Moenchs-Scherzen nach sich.

Tengboche - Periche (Tag 5): Auf Abwegen

Mit gewisser Befriedigung begruessten wir den britischen Soldaten, der zwar noch weiter bis nach Periche aufgestiegen war, aber anschliessend wegen AMS umkehren musste. Als wir nach knapp fuenf Stunden Marsch in immer duennerer Luft eine groessere Sieldung erreichten, waren wir ueberrascht, dass alles Lodges den Untertitel "Dingboche 4410m" trugen - wir dachten, in Periche angekommen zu sein. Wir hatten im Nebel eine Abzweigung uebersehen und uns verlaufen. Ganz Dingboche war entvoelkert, kein Tee oder Dhal Baat wartete auf uns. Frust pur. Gluecklicherweise kam uns irgendwann ein einsamer Porter entgegen, der uns zu verstehen gab, dass wir einen zirka 4600 Meter hohen Grat ueberqueren muessten, um nach Pheriche zu gelangen; besser, als die halbe Strecke nach Tengboche zurueckzustapfen.

Zur Staerkung packten die Schweden aus ihren riesigen Rucksaecken gerfriergetrocknete Mahlzeiten aus. Wir kochten Wasser auf ihrem Methanolbrenner ab und genossen ein heisses Rindsgulasch.

Mit neuem Elan ueberwanden wir den Grat und erreichten Pheriche - endlich. Die uns empfohlen wordene Lodge sah sehr verheissungsvoll aus. Als wir um den Zimmerpreis feilschen wollten, erlebten wir unser blaues Wunder: Ausgebucht! Wie vom Donner gerueht standen wir da und erfuhren von der 60-koepfigen taiwanesischen Studentengruppe, die spaeter eintreffen sollte. Wer Krakauers "Into Thin Air" gelesen hat, weiss, was er von Taiwanesen und Bergen zu erwarten hat. Wir befuerchteten das Schlimmste und nahmen uns ein Zimmer am anderen Ende des Dorfes.

Am Abend, gemuetlich um den Ofen sitzend, kamen wir mit dem Lodgebesitzer ins Gespraech. Er hatte am 21. Mai dieses Jahres den Everest bestiegen; auch machte er uns grosse Lust auf den Island Peak (knapp 6200 Meter hoch und ein sogenannter "Trekking Peak", also ein Berg, der ohne groesseren buerokratischen Aufwand und gegen eine geringere Gebuehr bestiegen werden kann). Spaeter zeigte er uns noch einen uralten Skistiefel, welchen ihm Messner als Kind geschenkt haben soll.

Periche - Thokla (Tag 6): Fussbad

In der Frueh wurden wir fuer eine halbe Stunde mit wunderbarer Aussicht auf Ama Dablam (6812 Meter) verwoehnt, bis der Nebel uns wieder einhuellte; wir bekamen auch die Taiwanesen zu Gesicht. Sie luden uns zur kollektiven Fruehgymnastik ein, was wir dankend ablehnten. Ein Taiwanese hatte ein Pulsoxymeter dabei, mit welchem Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen werden kann: Alex 91%!,(MISSING) Hindi 89%!,(MISSING) Max 85%!a(MISSING)lle Werte waren gut. Wir konnten mit unserer bisherigen Akklimatisierung zufrieden sein.

Nachdem sich die bunte taiwanesische Schlange talabwaerts in Bewegung gesetzt hatte (natuerlich liessen sie sich ihre riesigen Reisetaschen tragen), machten wir uns auf den Weg nach Thukla (4600 Meter). Da eine Bruecke fortgespuelt worden war, war der Aufstieg eher abenteuerlich. Wir mussten einige Seitenarme des Flusses wild ueberqueren, fanden keinen Pfad und bekamen nasse Fuesse. Thokla selbst war eine Entaeuschung (Stichwort nass-kaltes Rattenloch). Die Temperatur betrug 10 Grad und ueberall war der Duft von Zoo und Klo zu riechen. Als kleines leckeres Extra trocknete der Koch vor unserer Ankunft Yakscheisse im Garten und wusch sich anschliessend die Haende nicht.

Thokla - Gorak Shep (Tag 7): Hoehenrausch

Da wir alle bisher keine Probleme mit der Hoehe gehabt hatten (Alex, Bjoern und Max mit .250 Mg Diamox taeglich), schenkten wir uns die Akklimatisierungsnacht in Lobuche (einer Muellkippe auf zirka 4900 Metern) und wanderten direkt nach Gorak Shep (5180 Meter). Unterwegs kamen wir an der italienisch-nepalesischen Forschungspyramide vorbei. Zwar meinten die Italiener, dass wir in ein paar Minuten auf eine Besichtigungstour eingeladen wuerden, aber anschliessend liessen sie
Team AwesomeTeam AwesomeTeam Awesome

Zwischen Lukla und Namche.
sich nicht mehr blicken (die Schweine). Am Abend bekam Hindi starke Kopfschmerzen, konnte aber dank Diamox durchschlafen. Im Gegensatz zu allen Warnungen aus Guidebooks verbrachten wir eine sehr angenehme Nacht auf knapp 5200 Metern (kein Gekotze, keine Erstickungsanfaelle...).


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Bruecke sponsored by Helvetas.
MarktMarkt
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Samstagsmarkt in Namche.
HighlanderHighlander
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Es kann nur einen geben!
SnacksSnacks
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Wenn sie von einer Klippe "stuerzen", darf man sie essen.
SchirmSchirm
Schirm

Die Sherpas haben ihn ausgelacht.
HutschmuckHutschmuck
Hutschmuck

Pfluecken erlaubt?
Kochen Kochen
Kochen

Einsam in Dingboche.


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