Mit dem Boot von Huay Xai nach Luang Prabang


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February 3rd 2019
Published: February 10th 2019
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Montag Morgen, den 28. Januar, habe ich Chiang Mai verlassen und habe meine Reise nach Laos in einem Minibus begonnen. Die Fahrt würde 3 Tage dauern : 1 Tag zur Grenze, 1 Tag um die Grenze zu überqueren und um mit dem Slowboat nach Pakbeng zu fahren, 1 Tag um mit dem Slowboat von Pakbeng nach Luang Prabang zu kommen.

Der Minibus war komplett voll und weil ich erst am Schluss abgeholt wurde bekam ich natürlich einen der schlimmsten Sitze ; ich war eingezwängt zwischen einem Haufen Rucksäcke und Miguel aus Spanien. Die Reise war sehr lang und ich war froh über die lange Mittagspause die wir machten ; vor allem war ich glücklich als Lawrence, Richard und Jeff in Chiang Rai ausstiegen und ich für die nächsten 2 Stunden Fahrt einen besseren Sitzplatz bekam. :-) Ich fand es aber auch schade, dass sie nicht mit uns zur Grenze kamen, denn sie waren eine ganz lustige Truppe und es wäre sicher lustig mit ihnen auf dem Slowboat geworden. :-) In Chiang Rai haben wir einen kurzen Stopp am Wat Rong Khun, oder weißer Tempel, eingelegt. Dieser Tempel wurde erst 1997 eröffnet und ist unglaublich schön! Ich habe in den letzten Monaten viele schöne Tempel gesehen und es braucht schon einiges damit ich von einem Tempel beeindruckt bin, aber dieser war echt fantastisch : er ist komplett weiß und ein architektonisches Meisterwerk. Ich kann euch definitiv empfehlen den schauen zu gehen wenn ihr mal in der Gegend seid.

Gegen 16h oder 17h sind wir dann endlich an unserer Endstation für diesen Tag angekommen : Chiang Khong. Wir übernachteten im Chiangkhong Green River Guesthouse da die ganze Reise organisierte : den Minibus, die Übernachtung, das Überqueren der Grenze und das Ticket für das Slowboat. Der Besitzer dieses Gasthauses war sehr nett, vielleicht etwas exzentrisch, aber okay. Er gab uns alle wichtigen Informationen zu unserer Reise und erklärte wie alles ablaufen würde. Ich habe den Abend mit Christine aus Norwegen und mit Miguel aus Spanien (Mallorca) verbracht, die beide um die 40 waren schätze ich. Christine und ich teilten ein Zimmer mit Janni und Katarina aus Schweden, die ruhig waren aber nett.

Abendessen und Frühstück waren im Preis inbegriffen und überraschend gut. Die Betten waren zwar steinhart, die Dusche war nicht besonders und das Bad roch, aber was solls ; ich hatte nicht viel besseres erwartet. Das beste an diesem Gasthaus war die Aussicht von der Terrasse und der Sonnenaufgang dort ; man hat nicht alle Tage einen wunderschönen Sonnenaufgang in Thaïland bei dem man den Mekong Fluss und Laos auf der anderen Seite sieht ! :-D



Am 2. Tag wurden wir mit dem Minibus zur Grenze gebracht. Der Übergang von Thaïland nach Laos war ziemlich einfach, aber es hat gut 2 Stunden gedauert. Es gab jede Menge Formulare auszufüllen um das Visum für Laos zu bekommen und es wäre wesentlich einfacher gewesen hätten wir diese Formulare schon im Gasthaus bekommen, aber wer weiß, vielleicht dürfen sie uns die Formulare nicht geben... Wir haben es jedenfalls alle über die Grenze geschafft und wurden dann mit einem Minibus zu dem Punkt am Fluss gebracht von dem das Slowboat (wörtlich « langsames Boot ») abfuhr.

Die Frau die uns die Tickets für das Boot gab sagte sie könnte auch ein Gasthaus für uns in Pakbeng reservieren und es wäre billiger bei ihr und einfacher für uns. Von Freunden die diese Reise schon gemacht haben wusste ich, dass das nicht stimmt, aber das Gasthaus das sie anbot war ziemlich billig (4€ in einem 3er Zimmer) und Christine wollte gerne dort buchen, also haben Naki aus Deutschland und ich zugestimmt das Zimmer mit ihr zu teilen. Das Buchen hat länger gedauert als erwartet und schlussendlich waren wir die letzten die im Boot einstiegen. Es gab 2 Boote and diesem Tag und wir durften zum Glück in das Boot einsteigen wo am wenigsten los war. Da wir die letzten waren hatten wir Glück und durften im vorderen Teil des Bootes auf den Sofas sitzen ; die waren super bequem, wir konnten und setzen und legen wie wir wollten und wir hatten jede Menge Platz. :-) Außerdem hatten wir gute Gesellschaft dort : 2 Päarchen aus Schweden saßen auch dort und die waren definitiv in Partylaune. Es schien, dass jeder im Boot viel Alkohol mitgebracht hatte, außer mir. Ich hätte Bier im Boot kaufen können, aber die Schweden gab mir eins von ihren Bieren ab (sie hatten um die 20 große Biere) und bestanden darauf, dass das erste Bier gratis ist. :-) Ich hatte viel Spaß mit ihnen und wir haben GuessUp gespielt, ein Ratespiel das ich auf dem Handy habe, und wir hatten eine super Zeit zusammen. Irgendwann waren wir dann alle ziemlich kaputt und haben den Rest des Nachmittags damit verbracht zu schlafen, Musik zu hören und uns die Landschaft anzuschauen. Eine 2-tägige Bootsfahrt kann ganz schön langweilig werden, aber die Landschaft hier war wunderschön so dass es einem nicht hätte langweilig werden können! :-D

Als wir dann in Pakbeng ankamen ging jeder in eine andere Richtung zu seinem jeweiligen Gasthaus. Unseres war nicht besonders ; wir zahlten zu viel, das Frühstück war nicht inklusive und das Personal dort war nicht besonders freundlich. Also sind wir kurz nach unserem Check-in losgezogen um mit ein paar anderen Leuten in unserem Gasthause essen zu gehen : Euan, Alex und Fabia aus England, Rionach aus Irland und Saidi aus den USA, die alle gute Freunde von mir werden würden in den nächsten Tagen. Wir sind zu einem netten Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft gegangen (BKC) und das Essen dort war ganz gut. Danach sind wir zur « Happy Bar » gegangen, die genau nebenan war. Stephen aus England hat sich dann zu uns gesellt, aber er war ziemlich betrunken und bekifft ; er war nett aber etwas komisch (später stellte sich dann heraus dass er eigentlich ein super netter Kerl ist).



Am nächsten Tag haben Christine, Naki und ich in der Monsavanh Bäckerei gefrühstückt und es war sehr lecker dort. :-) Danach haben wir noch schnell ein paar Sachen für die Bootsfahrt eingekauft (Chips, Plätzchen und Bier), bevor es dann wieder aufs Boot ging. Heute gab es nur ein einziges Boot für alle Leute die am vorherigen Tag auf 2 Boote verteilt waren (verrückt!) und so wurde es ganz schön eng!!! Stellt euch das mal vor! Wir kamen gerade noch rechtzeitig und bekamen einen guten Sitzplatz, aber viele andere mussten sich in den super heißen hinteren Raum des Boots quetschen und andere mussten vorne auf Plastikstühlen sitzen... Morgens war die Fahrt ziemlich ruhig, alle Leute die ich am Tag vorher kennengelernt hatte waren entweder müde oder hatten einen Kater und schliefen. Ich schrieb an meinem Blog, aber als es dann Zeit fürs Mittagessen war beschloss ich, dass es auch Zeit für das erste Bier war. :-D Kurz darauf schlossen sich Christine und Naki mir an, dann Stefan aus Österreich, Stephen und auch Euan. Von diesem Moment an wurde die Fahrt viel lustiger und wir haben einen schönen, lustigen Nachmittag mit ein paar Bier und der wunderschönen Landschaft genossen. :-)



Als wir dann endlich in Luang Prabang ankamen war es bereits um die 17h und wir sind alle zu unseren verschiedenen Hostels gefahren ; Rionach, Saidi und ich hatten dasselbe Hostel, das Chill Riverside Hostel. Das Hostel war ganz cool, es hatte eine super Terrasse von der aus man eine schön Aussicht auf den Fluss hatte, das Frühstück dort war gut und die Zimmer waren in Ordnung. In meinem Zimmer habe ich Alessandra aus Italien getroffen, die die nächsten Abende mit uns verbringen würde. Später haben wir dann die anderen wieder getroffen : Fabia und Alex, Naki, Stefan, Euan und Stephen. Wir sind zum Nachtmarkt gegangen, aber wir konnten dort kein Essen finden, nur Kleider und Souvenirs, also sind wir zu einem kleinen Restaurant in der Nähe unseres Hostels gegangen und haben dort zu Abend gegessen. Es hat ziemlich lange gedauert, aber das Essen war okay, bis auf das von Naki ; er bekam seins nicht nur zu letzt, er bekam auch eine Lebensmittelvergiftung davon...

Danach sind wir alle zusammen zu Utopia gegangen, die absolut beste Bar! Sie ist riesig, mit vielen gemütlich Ecken zum rum chillen und selbst ein paar Lagerfeuern um sich in der Kälte der Abende in Luang Prabang aufzuwärmen. :-D Die anderen Mädels und ich waren ziemlich müde und so sind Alex und Fabia, Rionach, Saidi und ich früh ins Bett gegangen während die Jungs noch weggegangen sind.



Am nächsten Morgen sind Rionach, Saidi und ich losgezogen Luang Prabang erkunden. Es ist eine hübsche kleine Stadt mit jeder Menge Tempeln, kleine Straßen, Bars und Restaurants. :-) Es hat mir dort sehr gut gefallen, aber gegen Mittag wurde es dort einfach zu heiß und wir brauchten eine Pause, also sind wir zum Markt gegangen, wo wir ein sehr gutes Sandwich gegessen haben. Laos war von 1893 bis 1949 Teil des französischen Indochine und deshalb gibt es hier überall sehr viel europäisches und - selbstverständlich - französisches Essen mit vielen Sandwichs und guten Bäckereien.

Nach dem Mittagessen ist Saidi dann zurück zum Hostel gegangen während Rionach und ich zum « Traditional Arts and Ethnology Centre » gegangen sind und ich danach noch zum UXO (Unexploded Ordnances) Visitor’s Centre ». Beide Museen waren relativ klein aber sehr informativ. Im ersten Museum haben wir einiges über die verschiedenen ethnischen Gruppen in Laos gelernt (es gibt mehr als 149!) und im zweiten habe ich gelernt wie sehr Laos während der verschiedenen Kriege in Südostasien bombardiert wurde ; es gab mehr als 580.000 Bombardierungen in Laos und die meisten Bomben waren Nestbomben (Bombies) ; mehr als 270 Millionen Bombies wurden über Laos abgeworfen und es gibt heute noch um die 80 Millionen nicht explodierte Bombies in Laos ; fast jeden Tag stirbt hier eine Person auf Grund der Explosion einer Bombe, heute noch! Stellt euch das bloß mal vor! :S

Gegen 17h habe ich dann die anderen wieder getroffen und wir sind zum Phou Si Berg gegangen der sich im Zentrum der Stadt befindet und von dem man einen wunderschönen Sonnenuntergang betrachten kann. Ich hatte viele Touristen erwartet, aber was wir dann dort oben sahen übertraf alles! Wir hatten gerade noch Glück Sitzplätze rund um den Tempel zu bekommen von denen aus man den Sonnenuntergang schön sah.

Danach sind wir dann zur Redbull Bar gegangen wo wir ein paar Bier zur Happy Hour getrunken haben und ein paar Pizzabaguette aßen bevor wir - mal wieder - zur Utopia Bar gingen. Wir saßen rund um eins der Lagerfeuer und hätten kaum einen schöneren Abend haben können! :-D Wir sind erst um 23h30 gegangen als Utopia zu machte und alle Gäste raus warf. :-) Wir sind dann noch zu unserem Hostel gegangen um den Abend auf unserer Terrasse ausklingen zu lassen so dass es dann relativ spät war als wir endlich ins Bett gingen... ^_^



Am nächsten Morgen, Freitag, den 1. Februar, wollten wir eigentlich alle zu den Kuang Si Wasserfällen fahren. Leider hatte ich morgens einen roten Ausschlag auf meinem Bauch entdeckt und ich hatte Angst es könnte der Anfang einer Gürtelrose sein ! Das würde jetzt am Ende meiner Reise noch fehlen! Da eine Gürtelrose ansteckend sein kann und ich meine Freunde definitiv nicht anstecken wollte, bin ich also kurzer Hand zu einer Klinik gefahren. Das Personal dort war sehr nett und der Arzt konnte gut English. Er hat mir dann glücklicherweise bestätigt, dass es definitiv keine Gürtelrose ist sondern nur eine normale Allergie - es stellte sich raus dass ich allergisch auf irgendwas in der neuen Hose war die ich am Tag vorher gekauft hatte. Ich war so erleichtert! :-D

Glücklicherweise ging dort alles super schnell und ich war früh genug zurück um mit meinen Freunden zu den Wasserfällen zu fahren. Die Kuang Si Wasserfälle sind wunderschön, mit super klarem, türkisem Wasser und nicht allzu vielen Touristen. Wir haben die kleine Wanderung zum Gipfel des Wasserfalls genossen und sind danach im natürlichen Pool der vom Wasserfall gebildet wird schwimmen gegangen. Wir hatten es sehr gut dort und es war schade, dass die Tour die wir machten es und nur erlaubte 2 1/2 Stunden dort zu bleiben... Es gab dort auch ein Bär-Rettungszentrum und wir bekamen ein paar super süße Schwarzbären zu sehen, ich fand das toll! :-D

Als wir zurück nach Luang Prabang kamen sind wir auf ein Bier und für ein paar Snacks zu Utopia gegangen und dann sind wir wieder zum Nachtmarkt gegangen, wo wir diesmal die Essensstände fanden. Es gab dort jede Menge verschiedenes Essen und wir haben eine riesige Schüssel vegetarisches Essen (Nudeln, Gemüse, Reis) für nur 1,50€ gegessen! :-D Wir haben auch ein paar Desserts in der Bäckerei nebenan gekauft (Ori Bäckerei) und die Schokoladenbrownies dort waren unglaublich! Nach dem Abendessen sind wir dann - selbstverständlich - wieder zu Utopia gegangen, aber ich war ziemlich müde und so bin ich kurz nachdem Utopia schloss ins Bett gegangen. Es war ein langer aber sehr schöner Tag gewesen ; Luang Prabang und diese Gegend sind wirklich sehr schön! :-D



Samstag waren wir dann alle ziemlich kaputt und wollten nur relaxen. :-) Stefan, Rionach und ich sind zu Saidis Hostel gegangen (unseres war voll und sie hat wechseln müssen) um dort unseren Bus für den nächsten Tag nach Vang Vieng zu buchen, denn in ihrem Hostel war es definitiv günstiger als in unserem und dann sind wir alle zur Ori Bäckerei gegangen um eine Kaffee zu trinken. Den Rest des Tages haben wir dann in Utopia verbracht, haben gelesen, relaxt und ein paar Bier getrunken. :-) Abends sind wir dann zurück zum Nachtmarkt gegangen um dort zu Abend zu essen, haben einen Dessert in der Ori Bäckerei gegessen und sind dann zurück zu Utopia gegangen. Ganz ehrlich, wenn Utopia Zimmer hätte und einen eigenen Nachtmarkt, dann hätten wir diese Bar wahrscheinlich nicht ein einziges Mal verlassen! ^_^ Als Utopia zu machte sind wir dann noch auf ein Bier zu uns ins Hostel gegangen. Euan und Rionach wollten unbedingt ein Rugbyspiel schauen, aber es begann erst um Mitternacht als alle Bars schon geschlossen hatten und sie konnten kein Livestreaming finden, also sind sie frustriert früh ins Bett gegangen und Stefan und ich haben alleine noch eins getrunken, denn Saidi hatte nachmittags den Bus nach Vang Vieng genommen und Naki war immer noch krank. :-)



Sonntag Morgen ist Naki dann in unser Hostel gezogen denn er war immer noch krank und konnte Luang Prabang nicht verlassen, aber sein Hostel war voll. Stefan kam auch vorbei und so sind Rionach, Alessanra, Naki, Stefan und ich ein letztes Mal zusammen zu Mittag essen gegangen. Wir haben uns für unsere Lieblingsbäckerei entschieden und haben dort richtig gut gegessen. Es war zwar etwas teurer, aber das Essen war fantastisch. Ich habe mich für Nudeln mit geräuchertem Lachs entschieden und ich muss sagen, ich hatte schon lange keine so guten Nudeln mehr! :-D

Um 13h wurden Rionach und ich dann am « Y not Lao Hostel », Saidis Hostel, abgeholt. Unser Minibus war relativ leer und das fanden wir richtig cool, aber dann mussten wir nach gut 15 Minuten den Bus wechseln und der war dann voll... Ich habe neben Lukas aus der Schweiz gesessen und wir haben ihn, Kevin aus Kanada, Kevin aus den USA und Danielle (aus den USA? Ich kann mich nicht mehr erinnnern...) kennengelernt. Wir waren eine ganz coole Gruppe und wir hatten es ganz gut zusammen auf unserer 5-stündigen Fahrt nach Vang Vieng. Die Straße war ziemlich schlecht : sehr holprig und an einigen Stellen echt gefährlich, aber wir haben es zum Glück problemlos nach Vang Vieng geschafft (am nächsten Tag kam Stefan nach Vang Vieng und sein Bus kam durch ein Dorf in dem eine Schießerei statt fand und sein Bus wurde tatsächlich von einer Kugel erwischt! °_°). Wir hatten alle verschiedene Hostels gebucht, denn einige wollten ins Nana’s Backpacker Hostel gehen, dem größten Partyhostel in Vang Vieng, während andere, so wie ich, es lieber ruhig wollten. Ich bin also ins Easy Go Hostel gegangen, aber das war nicht besonders und so bin ich kurz nach meinem Check-in zu den anderen ins Nana Hostel gegangen. Die Musik dort war allerdings viel zu laut und so sind Rionach und ich zum Nachtmarkt gegangen und haben irgendwo anders ein Bier getrunken. Euan, Stephen, Saidi, Fabia und Alex waren vor uns in Vang Vieng angekommen und so waren wir nun alle dort außer Stefan (er reist nicht Sonntags ^_^). Als die Happy Hour im Nana Hostel vorbei war sind die anderen dann zu uns gekommen und wir sind zusammen zu Viva gegangen, einer Bar/Club wo es von 22h bis 23h gratis Bier und Whisky mit Sprite oder Cola gab. Dort haben wir dann viele Leute wiedergesehen : die 4 Schweden vom Boot, ein paar Brasilianer die in unserem Hostel in Luang Prabang waren, Lukas, Kevin, Kevin und Danielle aus unserem Bus. Wir waren eine sehr große Gruppe und hatten einen richtig lustigen Abend. Als die Happy Hour bei Viva vorbei waren sind wir zu Sakura gegangen, einer Disko, wo wir zu teils guter teils schlechter Musik getanzt haben bis die um Mitternacht zu machten und dann sind wir zurück zu Viva gegangen. Viva ist die einzige Disko/Bar die bis 3h morgens auf hat. Dort habe ich Rohan aus England kennengerlernt. Zuerst hat er versucht mit mir zu flirten, aber als klar wurde, dass daraus nichts werden würde sind wir dann Freunde geworden und ich habe ihm Tips gegeben wie er mit einer Frau flirten soll damit daraus was wird. Er hat es dann bei einem anderen Mädel versucht und ich habe mit den 2 Volunteers hinter der Bar, einer Holländerin und einer Engländerin, gewettet ob er es schafft oder nicht (ich habe ja gesagt und gewonnen! ^_^) und wir hatten jede Menge Spaß, betrunken wie wir waren! :-D Das war genau der richtige Start in unsere Zeit in diesem Party-Ort! ^_^



Der nächste Morgen war dann etwas hart weil wir alle einen Kater hatten. Ich hatte eigentlich mit den anderen um 12h30 zum Tubing gehen wollen, aber ich habe morgens mein Buch aufgeklappt und als ich das nächste Mal auf die Uhr schaute war es bereits 15h und mein 300 seitiges Buch war zu Ende... ^_^ Also sind Euan, Saidi, Stephen, Fabia und Alex alleine zum Tubing gegangen. Rionach hatte einen zu schlimmen Kater um mitzugehen... :-) Rionach und ich hatten ein spätes Mittagessen gegen 16h und sind dann zum Nanas Hostel gegangen um dort am Pool abzuhängen und auf die anderen zu warten. Stephen kam bereits um 17h zurück denn er war so betrunken, dass man ihn nicht mehr zurück ins Wasser lassen wollte und ihn mit dem Tuk Tuk zurück zum Hostel gebracht hat! ^_^ hahaha Er bestand darauf, dass er eigentlich gar nicht so betrunken war, aber man sah ihm an, dass er uns mindestens doppelt sah und später an diesem Abend war er so betrunken, dass 4 oder 5 andere Typen ihn zu seinem Bett tragen mussten! Dabei wollte er immer wegrennen und in den Pool springen obwohl er nicht schwimmen kann! ^_^ Sie mussten ihn schließlich in ein anderes Zimmer bringen weil sie Angst hatten er würde sich zu Tode fallen wenn sie ihn aufs obere Bett in seinem Zimmer legen und er hat es dann nachts irgendwie geschafft die Toilette in seinem Zimmer zu zerstören! Hahaha

Die anderen kamen gegen 19h zurück und waren alle ziemlich betrunken. Wir haben Euan nicht mal zu sehen bekommen, er war so schnell im Hostel dass wir ihn nicht sahen und dann ist er nicht mehr aufgetaucht... ^_^ Fabia und Alex waren ziemlich kaputt und sind früh ins Bett gegangen. Also waren es nur Rionach, Saidi und ich, aber Saidi ist zur Sakura Bar gegangen während wir im Viva waren und so haben wir sie nicht mehr gesehen. Stefan kam gegen 19h30 in Vang Vieng an und er hatte dasselbe Hostel wie ich gebucht, also bin ich zurück gegangen um ihn zu begrüßen und was mit ihm zu Abend essen zu gehen bevor wir mit Rionach einen trinken waren. Da die meisten unserer Freunde entweder schon im Bett waren oder vom Tubing noch betrunken waren und ich ziemlich müde war sind wir allerdings früh zurück gegangen und haben nicht mehr lange gefeiert. Wir sind allerdings um Mitternacht wieder wach geworden denn rund herum waren jede Menge Feuerwerke zu ehren des Chinesischen Neujahrs ; nicht die schlechteste Art in seinen Geburtstag reinzufeiern! ;-)



Am nächsten Tag war also mein 30. Geburtstag. Bis auf Stefan war von den anderen morgens nichts zu hören und so sind wir zusammen frühstücken gegangen und dann haben wir einen Buggy gemietet um die Gegend zu entdecken und um zu den Lagunen zu fahren. Es gibt insgesamt 5 Lagunen in Vang Vieng, aber wir sind nur zu den Lagunen 1 und 3 gefahren und haben die Pha Hon Kham Höhlen besichtigt. Es gibt dort 2 Höhlen die beide ziemlich weit oben im Berg sind, aber ich habe mich über die kleine Wanderung und die Bewegung gefreut! :-D Außerdem war die Sicht von dort aus sehr schön. Es war ganz lustig den Buggy zu fahren und im Buggy mitzufahren, aber ich bin ziemlich sicher es war nicht halb so aufregend und lustig für mich wie für Stefan! ^_^ Die 1. Lagune war zwar schön, aber viel zu touristisch, wogegen die 3. Lagune sehr schön war und viel ruhiger. Es war ein sehr schöner und lustiger Tag gewesen! :-D

Als wir gegen 14h oder 15h zurückkamen sind wir zum Nana Hostel gegangen und haben dort mit unseren Freunden ein paar Bier getrunken. Fürs Abendessen hatte ich einen Tisch im Bamboo Tree Restaurant reserviert und alle meine Freunde kamen mit (Saidi, Rionach, Stefan, Euan, Stephen, Fabia, Alex, Lukas und Kevin), selbst Euan und Stephen, die beide einen schrecklichen Kater hatten und ihr Handy verloren hatten. ^_^ Wir haben dort sehr lecker gegessen (ich hatte eine leckere Pizza!) und die anderen hatten mir einen tollen und leckeren Kuchen gekauft und mir eine Geburtstagskarte geschenkt. I hatte also einen super tollen Tag und ich bin sehr froh, dass ich ihn mit diesen tollen Leuten verbracht habe! :-D ‹3

Nach dem Abendessen sind wir dann noch zu einer Bar gegangen, aber dort war es sehr ruhig und die Kellnerin war übelst komisch, betrunken und high und so sind wir bald wieder zu Viva gegangen um dort noch ein paar Bier zu trinken. Ich war allerdings ziemlich müde und so war der Abend früh vorbei, aber das macht nichts, ich hatte einen tollen Geburtstag! :-D ‹3



Am nächsten Tag, Mittwoch den 6. Februar, bin ich früh aufgestanden um pünktlich im Nana Hostel zu sein für die Tour die ich gebucht hatte. Zu erst sind wir zur Elephantenhöhle gefahren (sehr enttäuschend : eine mini kleine Höhle voller Touristen auch wenn eine Steinformation definitiv wie ein Elephant aussieht) und dann sind wir zur Wasserhöhle gegangen wo wir dann Tubing gemacht haben. Es war ganz cool mit den Reifen in die Höhle zu fahren, aber es war definitiv weniger aufregend als ich es mir vorgestellt hatte. Während dieser Tour lernte ich Alison und Dan aus Irland und einen Japaner (ich kann mich an seinen Namen nicht erinnern) kennen die ganz nett waren. Wir bekamen ein ziemlich gutes Mittagessen (gebratener Reis, 2 Spießchen mit Hühnchen und Gemüse, 1 Baguette, viel Obst), aber wir mussten mit dem Essen warten bis die aus unserer Gruppe die das Ziplining machten fertig waren. Der Ort wo das ganze stattfand war ziemlich schön, aber es waren definitiv zu viele Touristen dort!

Nach dem Mittagessen sind wir dann zu einem anderen Teil des Flusses gefahren um dort unsere Kayaktour zu starten. Ich war etwas enttäuscht, dass sie nur 2-Personen-Kayaks hatten, aber was solls. Ich teilte mir ein Kayak mit dem Guide und so hatte ich auf nichts aufzupassen, ich musste nur paddeln. Es war trotzdem eine ganz schöne Tour und die Landschaft war wunderschön! :-D

Wir hatten die selbe Route wie die, die Tubing machten, aber das Tubing erschien mir ziemlich langweilig weil der Fluss nur ganz wenig Strömung hatte. Man kann dort definitiv problemlos alle 100m ein Bier trinken und ich kann verstehen warum die anderen so betrunken waren! ^_^

Als wir mit dem Kayaking fertig waren sind die anderen dann alle zur 1. Lagune gefahren und ich war die einzige die zum Tham Phu Kam Aussichtspunkt fuhr. Normalerweise geht ein Guide mit einem hoch, aber da ich die einzige in der Gruppe war, die dort rauf wollte, sagten sie ich soll allein gehen. Ich dachte mir : « Okay, es kann wirklich nicht schwierig sein wenn sie mich alleine raufgehen lassen und sie mir nur 1 1/2 Stunden für die Tour geben ». Das stimmt theoretisch auch, aber tatsächlich war das Ganze wesentlich abenteuerlicher als gedacht. Der Weg hoch war zwar etwas steil aber ganz okay, selbst mit meinen Flip Flops. Als ich dann allerdings am « 1. Gipfel » - wie ich ihn gerne nenne - ankam, änderte sich das : es gab auf einmal 2 Wege, einer nach rechts und der andere nach links und es gab keine Information in welche Richtung man gehen soll. Ich dachte mir, dass es entweder ein runder Weg ist bei dem man in egal welche Richtung gehen kann oder dass es 2 Aussichtspunkte geben muss. Beide Hypothesen stellten sich als richtig heraus. Ich bin nach rechts gegangen und bin zuerst auf einem « normalen » Wanderweg durch Jungle gelaufen bis dann auf einmal nur noch sehr steile und spitze Felsen vor mir auftauchten. Ich bin trotzdem losgelaufen, denn man konnte noch einen Weg vermuten und schließlich hatte es einen Weg bis hier gegeben, also konnte ich mich ja nicht verlaufen haben. Das Ganze war ziemlich aufregend! Irgendwann kam ich dann zu einem Metallgeländer das nach oben führte und ich wusste, ich war auf dem richtigen Weg. Als ich dann an der Spitze des Berges ankam raubte es mir den Atem ! Ich stand auf sehr hohen, spitzen Felsen, kein Geländer oder irgendwas in Sicht, purer Abgrund um mich rum! Aber die Aussicht war einfach unglaublich! ‹3 Von dort aus sah ich dann auch den anderen, « richtigen » Aussichtspunkt, ungefähr 10 oder 20m entfernt. Ich war überzeugt, dass es einen direkten Weg dorthin geben muss und ich nicht den ganzen Weg zurücklaufen muss und tatsächlich fand ich auch einen Weg. Allerdings war dieser Weg definitiv nicht sehr viel benutzt und ich hatte Angst mit meinen Flip Flops auf eine Schlange oder eine Spinne zu treffen oder sogar einem Affen zu begegnen, wer weiß! Ich habe es glücklicherweise geschafft zum Aussichtspunkt zu gelangen, aber die Sicht dort war eindeutig nicht so gut wie dort wo ich vorher war. Das Ganze war sehr aufregend gewesen und ich fand es toll! :-D

Abends waren Stefan und ich dann wieder alleine, weil Saidi schon nach Vientiane gefahren war, Alex, Fabia und Euan müde vom Tubing waren das sie an diesem Tag gemacht hatten und Rionach mit Kevin unterwegs war. Wir sind zu einem italienischen Restaurant am Fluss gegangen und haben sehr lecker dort gegessen. Von dort sind wir zu Sakura gegangen und haben ein paar gratis Cocktails getrunken, danach sind wir zu Viva gegangen und haben mehr gratis Getränke getrunken und hatten einen lustigen feucht fröhlichen Abend. :-D



An meinem letzten Tag in Vang Vieng war ich Klettern. Es war eine große Herausforderung für mich, denn 1. habe ich ziemliche Höhenangst seit ich in Indien in nachts in ein tiefes Loch gefallen bin und 2. fühlte ich mich nicht 100%ig nach unseren Cocktails am Abend vorher. Es war trotzdem ein super Morgen, mir hat das Klettern gut gefallen und ich war sehr stolz auf meine Leistung : ich habe zwei 4 Wände gemacht, eine 5 und eine 6a! :-D



Und das wars für den ersten Teil meiner Reise in Laos. So weit mag ich dieses Land sehr : die Slowboat tour war klasse, Luang Prabang und Vang Vieng waren super schön! Jeder Ort bot eine wunderschöne Landschaft und die Leute hier sind sehr freundlich. Das einzige was nicht so toll ist : es ist viel teurer als erwartet und es gibt wenig lokales Essen, hauptsächlich europäisches, wie Pizza, Burger, Falafel, etc.


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