Kyōto und Hiroshima


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February 13th 2018
Published: February 12th 2018
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In Kyoto waren wir eine gute halbe Stunde Fussmarsch weg vom Bahnhof, dafür in der Fussgängerzone mit vielen Geschäften, Essbuden und Restaurants, neben der Kawaramachi-Strasse. Am ersten Abend machten wir einen Spaziergang mit im Quartier Gion, wo sich noch alte Holzhäuser finden und wo wir viel über Maikos (Schülerinnen) und Geikos (so heissen die Geishas in Kyoto) erfuhren. Am nächsten Tag buchten wir eine Führung, wo wir allerdings nur im Bus einen Kommentar in Englisch hatten, ausserhalb waren wir auf uns gestellt. Wir besuchten den Tenriyuji Tempelkomplex mit dem grossem Bambushain in den Arashiyama- Hügeln, oberhalb hat es einen wundervollen Garten mit Villa des jap. Filmschauspielers Okochi, wo wir dicken Grüntee + etwas Süsses erhielten.

Danach kam der goldene Kinkaku-ji Tempel mit schönem Garten und zuletzt der rot-orange Fushimi-Inari Taisha Schrein mit den 1000 roten Torii (Toren). Am Tag darauf besuchten wir den Kaiserpalast von Kyoto, der ca. 700 Jahre als Residenz diente bis ca 1860. Dann ein langer Fussmarsch zum Nanzen-Ji Tempelkomplex, wo der „Philosophenweg“ beginnen sollte, den wir dann später wirklich noch fanden: sehr schön am Hang einem kleinen Kanal entlang. Leider waren die Ausblicke auf die Stadt nichts besonderes, ausser wenn es zwischendurch einen Tempel hatte. Kyoto ist keine schöne Stadt - ausser den sehr vielen Tempeln (manchmal eingebaut zwischen modernen Häusern) und der Lage in einem Kranz von Hügeln.

Der nächste Tag brachte Dauerregen, weshalb wir zuerst das Museum for traditional Crafts besuchten, mit wunderschönem Kunsthandwerk, auch Handwerkern bei der Arbeit. Danach sahen wir nebenan im Nationalmuseum für moderne Kunst (zusammen mit einer Riesenmenge Japanern - es ging in Einerkolonne von einem Bild zum nächsten!) eine Ausstellung über Van Gogh und seine Beziehung zu Japan - und auch umgekehrt. Danach marschierten wir im strömenden Regen zum Tempelkomplex Kuomizudera. Dabei trafen wir viele “Maikos“: junge Chinesinnen in gemieteten Kimonos, das ist hier eine richtige Industrie! Überhaupt stellen auch hier die Chinesen die grösste Touristengruppe, wie auch in Australien. Kuomizudera ist eine grosse Anlage am Berg mit einer Pagode und einer grossen Haupthalle, die leider eingerüstet war. Auch die besondere Lage kam beim Dauerregen nicht zur Geltung, wir verzichteten denn auch auf den Pilgerweg zur 2. Pagode und marschierten zum Sanjisangendo - Tempel mit den 1000 Statuen. Was für ein Frust, als wir durchnässt um 15:55 vor dem Tor standen und keinen Einlass mehr erhielten. Wir trösteten uns mit einem Zvieri und einem Taxi ins Hotel.

Am 11.2. morgens reisten wir mit dem Shinkansen (1x umsteigen) nach Hiroshima, wo wir im 15. Stock des Hotels Granvia (endlich wieder Aussicht) direkt am Bahnhof wohnen. Am Nachmittag besuchten wir die Burg von Hiroshima - natürlich wieder aufgebaut in den 90er Jahren, aber schon früher min. 3x abgebrannt seit dem 16. Jhdt. Vom Rest des grossen Palastes sieht man nur die Grundmauern, nebenan den (rekonstruierten) Gokoku-Schrein.

Zu Fuss erreichten wir den „A-Bomb-Dome“ (die Ueberreste eines Ausstellungsgebäudes) und den Peace - Memorial-Park mit dem Monument (und einem Archiv) für die Toten. Für das Museum hat es leider nicht mehr gereicht. Zurück auf dem Weg durch die Innerstadt suchten wir ein italienisches Lokal - das einzige war wegen eines privaten Events geschlossen, so dass wir schliesslich einen Snack im 21. Stock des Hotels genossen (teurer als das ganze Tempura - Nachtessen 2 Tage vorher!). Heute machten wir eine lange Fahrt mit dem Tram und eine kurze mit der Fähre zur Insel Miyajima, wo es von Tempeln wimmelt. Die ganze Insel ist ein Shinto-Heiligtum. Am bekanntesten ist das grosse Torii (Tor) im Wasser vor dem Itsukushima-Schrein. Die Insel ist ein Austern-Zentrum, man kann sie in allen Arten haben: gekocht, gebacken, frittiert - nur roh habe ich sie nirgendwo angeboten gesehen. Ich habe zum Mittagessen 5 frittierte Austern sowie Moules in Miso-Suppe genossen und zum Znüni bereits ein Curry-Brötchen mit 2 gebackenen Austern darin - nicht schlecht!

Auf dem Heimweg besuchten wir in Hiroshima den Shukkeien-Garten des örtlichen Lords aus dem 16. Jhdt. - natürlich restauriert, aber - trotz Winter - sehr schön im letzten Sonnenschein. Es ist 4 Grad kalt, wenn die Sonne scheint und es nicht windet, kann man das gut aushalten. Morgen geht es weiter nach Nagasaki.

Noch ein Wort zu den Bildern: ich habe noch nicht herausgefunden, wie man die Reigenfolge ändert. Auch fotografiere ich meist mit der Leica, diese Bilder kann ich nicht versenden. Ich bin deshalb froh, wenn ich manchmal auf Handy-Bilder von Anne zurückgreifen kann, wenn ich nicht daran gedacht habe, extra noch ein Handy-Bild aufzunehmen.


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13th February 2018
Kyoto-Menu mit Deep Fried Fish u. Auberginen

Annelies Blick
Annelies schaut das Essen mit Skeptik an :-) Was ich sehr wohl verstehe. Ich liebe Japan, aber im Gegensatz zu den meisten Leuten heutzutage mag ich die japanische Küche nicht. Eventuel Tempura oder Yakitori. Danke für die interessanten Briefe. LG. Corinne

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