3 Wochen Indonesien


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Asia » Indonesia » Lombok
May 22nd 2018
Published: May 24th 2018
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Ich bin wieder in Kuala Lumpur, wo ich Vanessa begrüsse. Wir werden die nächsten 3 Wochen zusammen einen kleinen Teil von Indonesien bereisen. Wir haben bereits einiges geplant, doch so ganz nach Routenplan sollen diese Ferien ja auch nicht verlaufen. Wir fliegen nach 2 Tagen kurzem Sightseeing und gutem Street Food Essen zusammen nach Lombok, die Insel östlich von Bali. Wir haben auf dieser Insel mehrere Stationen eingeplant und sind zuerst in einem coolen zeitgenössisch eingerichtetem Resort, etwas abseits von Kuta im Süden der Insel. Viele sagen, dieses Kuta sei so wie Bali vor 20 Jahren. Wirklich beurteilen können wir dies natürlich nicht. Doch alles sieht recht bescheiden aus, erinnert mich stark an Siargao auf den Philippinen. Es gibt im kleinen Zentrum ein paar coole Restaurants und Bars, alles ist recht einfach eingerichtet, während das Essen vorzüglich ist. Es gibt bereits viele Restaurants, die von Europäern geführt werden, man wäre hier also sicher nicht mehr der Erste, der auf die Idee käme was eigenes zu eröffnen. Lombok bietet viel Natur, dies haben wir auf einer ersten Scooter Tour auch bemerkt. Wir fuhren zu wunderbaren Buchten und Aussichtspunkten. Auch die Einheimischen hier sind erneut sehr offen und herzlich. Wenn wir an einem Dorf vorbeifahren, winken uns die Kinder wieder zu und auch die Erwachsenen schauen zuerst und lächeln einen dann an. Teils fahren wir rechts abseits der Hauptstrasse zu den Buchten, verfahren uns und kehren dann wieder auf die normale Strasse zurück, so muss das eben auch sein. Wir hatten in diesen beiden ersten Tagen in Kuta eine coole erste Zeit auf Indonesien. Danach ging es nach Senggigi, nicht weit von den bekannten Gili Islands entfernt im Norden der Insel. Dort unternahmen wir unter anderem mit zwei Kollegen aus der Schweiz eine wunderbare Tour der Küste entlang nach Pamenang und zurück durch den Monkey Forrest nach Senggigi. Auf dem Weg nordwärts, sahen wir dann auch weisse Sandstrände, rund um Kuta waren vor es vor allem dunkle Sandstrände. Nach einer Erfrischung im Meer fuhren wir weiter um die hügeligen Buchten bis wir einen coolen Spot erblickten. Die Szenerie von der Strasse aus über diese Bucht war spitze. Ein kleiner, steil abfallender Strand, Kinder spielten im Wasser, gleich dahinter nur ein paar Meter vom Meer weg, waren einfachste Hütten, wo gegessen und gekocht wurde. Palmen die fast bis ins Meer reichten ergänzten dieses wunderbare Bild. Wir kamen extra nochmals zurück um diesen Anblick zu fotografieren. Wir machten halt, wählten direkt aus der Kühltruhe den Fisch aus, assen Gemüse und Reis und tranken Bier. So konnte wir zu viert für umgerechnet 15.- alle direkt am Meer essen. Unsere Gastgeber waren auch hier sehr freundlich und liessen auch eine gewisse Nähe zu. Der Umgang mit den Touristen dünkt mich sehr ehrlich in Indonesien. Man hat immer Bedenken, wenn irgendwelche Verkäufer am Strand auf einen zukommen und was von dir wollen. Doch hier wollen Sie auch einfach mal reden und Ihr Englisch etwas verbessern. Man ist sich dies als Tourist gar nicht so gewohnt. Und mit einem Lächeln, lässt sich ohnehin jede Situation besser meistern. Unsere Reise führte uns nach 2 weiteren Tagen nach Gili Air. Die nicht sehr grosse Insel erkundeten wir am nächsten Tag mit dem Fahrrad, halt so gut es ging. Manchmal bestanden die Strandwege nur noch aus Sand, da fällt das Fahren halt schwer, da half nur noch laufen und stossen. Um die ganze Insel ist praktisch Sandstrand, überall kann man schnorcheln und baden. Autos gibt es hier nicht, dafür Lombok Ferraris, so nennen Sie die Pferde hier, die halt die Waren oder Touristen transportieren. Teils haben es die Rösschen ganz schön eilig und man muss in den engen Strässchen schon gut auf die Seite gehen. Mir gefällt auch hier irgendwie der Kontrast, teils kann man hier ganz ruhig baden und chillen und sich in den etlichen Restaurants kulinarisch wirklich verwöhnen lassen. Wir waren mal ganz fein italienisch essen und wenn der Strom mal wieder ausfällt, was in dieser Nacht wohl 3 mal der Fall war, erscheint das Restaurant im Kerzenlicht sogar noch cooler. Kein Strom, bedeutet dann auch, dass man sich auf der Insel mit der Handytaschenlampe orientieren muss. Die 3 Inseln sind natürlich auf die Touristen ausgelegt, doch dank Ihrer Grösse sind hier grössere Resorts unmöglich zu bauen. Daher behalten Sie mit Ihren kleineren Guesthouses auch einen gewissen Charme. Auf einer Schnorcheltour, konnten wir dann zusammen auch das erste Mal Seaturtles bestaunen. Für uns als Anfänger und nicht Taucher erprobte Touristen natürlich eine ganz coole Sache. Auch war es spannend teils in tieferen Gewässer mal ins Meer zu springen. Da sah man auch mal die steilen Klippen, die sich direkt unter uns in die Tiefe stürzten, manchmal beschleicht einem da auch ein mulmiges Gefühl. Als weitere Station in Lombok fuhren wir an die westliche Südspitze. Dort gibt es nur spärlich Hotels, dafür hat man die Möglichkeit Ausflüge auf die Secret Gilis zu unternehmen. Dies machten wir dann am nächsten Tag auch gleich, wir fuhren mit den Fahrrädern vom Hotel zum kleinen Pier in Sekotong und erkundeten uns. So richtig organisiert war es nicht. Dachte man. Wir sagten den Einheimischen dort was wir genau sehen wollten, eigentlich wollten wir nach Gili Nanggu und am Abend wieder zurück. Sie meinten wir sollen noch auf Gili Sudak und Gili Kedis. Wir willigten ein. Sie telefonierten kurz und 10 Minuten später kam ein kleines Boot, ein Perahu ans Pier. Darauf ein Vater der noch sein kleines Töchterchen mitnahm, wir konnten so ganz Privat mit diesen beiden selbst bestimmen wann wir wo welche Insel sehen wollten. Das Boot gehörte bis 16:00 uns. So hatten wir einen schönen Erholungstag und konnten auf der einen Insel schnorcheln, auf dieser Lunch essen und auf der nächsten, die wohl nur wenige Quadratmeter gross war noch ein wenig dösen. Nach gut 10 Tagen Lombok waren wir nicht ganz sicher wie die Reise weitergehen sollte. Wollen wir weiter östlich nach Sumbawa, diese Insel ist dann wirklich Natur pur und gestaltet sich, wie wir hörten, auch im Transport etwas anspruchsvoller. Oder gehen wir stattdessen westlich nach Bali und vielleicht auf Java. Vanessa muss einfach am Tag X wieder in Singapur sein um den Rückflug in die Schweiz nicht zu verpassen, dies galt es natürlich zu berücksichtigen. Natürlich hat uns Sumbawa neugierig gemacht, doch wir erachteten die Zeit als doch etwas zu knapp um diese Insel nicht nur im Schnelldurchlauf zu sehen. Daher nahmen wir dann das Schnellboot und fuhren in 2 Stunden rüber nach Bali.
Wir wussten beide nicht so recht was wir von Bali erwarten sollen. Man hört immer wieder beides. Zu voll, zu viele Touristen, scheiss Verkehr oder halt das Leute seit 20 Jahren immer wieder auf diese Insel zurückkehren und wie gefesselt von Ihr sind. Wir liessen uns dann für ein paar Nächte nicht gleich in Kuta nieder sondern in Seminyak, etwas weiter nördlich. Der Süden ist halt sehr touristisch und der Verkehr ist hier wirklich fast zum unerträglich. In Seminyak war es mit dem Verkehr, der sich durch die engen Strassen zog etwas erträglicher und auch unser Hotel entsprach den typischen Bali Götterinsel Bildern. Die Religion ist hier sehr präsent und halt auch anders als im sonst muslimisch geprägten Indonesien. Doch hier auf Bali konnte sich der Islam nie wirklich durchsetzen. Mir gefällt die Architektur und die Einrichtungen hier von Anfang an. Abgesehen von den Hipster Läden und Restaurants und den Galerien die es in Seminyak zu Hauf gibt, sieht man eben auch viele Einheimische die das touristisch geprägte Südbali doch etwas relativieren. Sehr leckeres Essen, feine Strände in Kuta Selatan und wunderbare Abschnitte abseits der Toruistenhochburg Kuta und Denpasar machen auch den Süden Balis spannend.
Zum Glück sind wir dann aber doch noch etwas nördlich und zwar nach Ubud gefahren. Bereits auf dem Weg dorthin sahen wir etliche Tempelanalgen und viel mehr Grün und Natur als im Süden. Unser Guesthouse war dann etwa 8km ausserhalb von Ubud. Was uns aber auch die Möglichkeit gab, praktisch bei einer Familie zu leben und zu sehen, wie die die religiösen Traditionen hier gelebt werden. Als wir zum Beispiel frühstückten, kam die ganze Familie in Ihren schönen Kleidern und unzähligen kleinen Opfergaben, die man hier auf Bali überall sieht, welche aus geflochtenen Palmblättern bestehen, die dann überall verteilt wurden. Auch gefällt mir wie schlicht und doch elegant die Menschen hier gekleidet sind, die Männer mit Ihrer Kopfbedeckung dem Udeng und dem Hüfttuch dem Sarong. Wir lassen uns vom Gastgeber einige Sachen erklären, auch über den Glauben an Karma. Halt schon eine andere Herangehensweise und Vorstellungen über das Leben an sich, als wir dies haben. Generell stellen wir auch fest, das die Spiritualität hier ebenfalls eine zentrale Rolle spielt. Dies sehen wir auch auf Touren durch verschiedene Tempelanlagen rund um Ubud. Ubud ist wirklich komplett anders als der Süden, dies scheint mir auch mehr das wahre Bali zu sein. Eingebettet in der Natur, neue Bauten verbunden mit alten Tempelanlagen zeigen sich Teils in malerischer Umgebung. Wir bleiben 4 Nächte in Ubud und können uns so ziemlich selbständig alles ansehen und bestaunen. Alles in allem hat sich die Entscheidung nach Bali zu kommen doch sehr gelohnt. Es war spannend zu sehen, wie sich die Götterinsel zeigt. Als Kind hatte ich immer diese Bilder von den Vögele oder Kuoni Reiseprospekten im Kopf. Wie sich irgendeine Balinesin, in einem farbenprächtigen Sarong vor eine Tempelanlage stellt oder wie mehrere Balinesinnen den traditionellen Tanz Legong aufführen. In Ubud im Guestouse kamen wir diesen Bildern am nächsten. Den Legong Tanz sahen wir dann ganz unerwartet in einem Restaurant am letzten Tag wieder ganz im Süden der Insel. Wir besuchten das vom Schweizer Heinz von Holzen geführte Restaurant Bumbu in Nusa Dua. Ein gelungener Abschluss unserer Indonesien Reise. Wir hatten viele, ehrliche Begegnungen mit Einheimischen und konnten von Lombok und Bali mal eine kleine Prise Indonesien kosten.

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