Mount Batur bei Sonnenaufgang


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October 8th 2018
Published: October 10th 2018
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Um 1:30 Uhr klingelt der Wecker. Pünktlich wie immer lädt uns Gojink samt Gepäck ein und es geht zum Fuße des Mount Batur. Noch schnell die Kopflampen aufgesetz und die Taschenlampen in die Hand, startet unser nächstes Abenteuer um 3:45 Uhr. Es fühlt sich erst ein wenig an, wie eine Nachtwanderung auf einer Klassenfahrt, denn die Straße ist asphaltiert - aber das soll sich noch schnell und deutlich ändern...
Nach 20 Minuten wird es deutlich steiler und wir wandern über Lava-Geröll, was dann so klingt, als würde man über Holzkohlebriketts laufen. Es dauert nicht lange und wir bekommen eine Ahnung davon, was wir uns da zu nachtschlafender Zeit eingebrockt haben. Es wird immer steiler und unwegsamer und die ersten Lichter der Taschenlampen bergaufwärts scheinen in fast unerreichbarer Ferne zu sein. Es gibt ein paar kurze Pausen, so etwa als unser Guide eine Pause zum Beten an einem Tempel macht, aber wir alle haben ab und zu den Gedanken, dass der Sonnenaufgang diese Strapazen nicht wert sein kann....
Nach 2 Stunden der Anstrengung und einigem Frieren haben wir es dann aber doch geschafft und sind am Gipfel angelangt. Wir suchen uns einen Platz, was sich allerdings als gar nicht so einfach erweist. Es ist kalt und wir frieren. Kann ein Sonnenaufgang das wert sein?

Die Antwort ist: ja - kann er. Als um kurz vor sechs das erste Sonnenlicht den Agung in weiches Morgenlicht hüllt, sind die Strapazen wie vergessen - nur die Kälte noch nicht ganz.

Schnell geht neben dem Agung die Sonne auf und der Anblick ist wunderschön. Wir verweilen bei einem heißen Tee noch eine ganze Weile, ehe wir den Abstieg in Angriff nehmen. Wenige hundert Meter bergab, wartet dann eine besondere Begegnung auf uns: eine Affenhorde ist in Begriff die Spitze zu erklimmen um nach übrig gebliebenen Frühstück zu suchen - aber wir sehen wohl auch so aus, als gäbe es noch etwas zu holen... Netti holt ein paar Überbleibsel unseres Frühstücks aus dem Rucksack und schon bult die Runde um uns. Ein Affe hat es inzwischen auf meine Schulter geschafft, da schreit Netti plötzlich laut um Hilfe. Ein weiterer Affe war ohne Vorwarnung von hinten auf Nettis Rücken gesprungen und Netti so den Schock ihres Lebens verpasst. Die Affen sind sehr friedlich und so legt sich unsere Aufregung schnell. Lustig war es allemal.

Der weitere Weg ins Tal ist dann mühsam: ob der Massen, die sich zuvor den Berg hinauf gequält haben, kommt es geradezu zum Stau. Es ist auch wirklich rutschig und unwägbar und so sind wir froh, als wir nur mit leichten Blessuren wieder Asphalt unter den Füßen haben. Zum Parkplatz sind es allerdings auch jetzt noch einmal 40 Minuten Fußmarsch...

Während wir nach über 4 Std. Fußmarsch am Ende sind, wartet am Auto angekommen ein gut ausgeschlafener Gojink auf uns und fährt uns direkt zum nächsten Highlight: dem Muttertempel. Der Tempel ist schön und ob der noch immer frühen Stunde menschenleer - aber so recht mag sich keine Freude einstellen, denn der Tempel liegt am Hang und wartet mit für uns in dem Moment schier unbezwingbar vielen Treppenstufen auf. Anfangs schlagen wir uns alle noch wacker doch dann geben Emma und Netti den Kampf irgendwann gemeinsam auf, während Tyrone und ich versuchen den Guide schonend darauf hinzuweisen, dass wir weitere Gebäude nicht mehr unbedingt sehen müssen. Zu diesem Zeitpunkt ist längst klar, dass die zwei weiteren Tempel, die wir auf dem Programm hatten heute ohne uns auskommen werden müssen... Als wir Gijonk darüber ins Bild setzten, ist dieser leicht irritiert, fährt uns aber natürlich umgehend nach Ubud. Vor den Toren Ubuds halten wir noch bei einer der vielen Silberschmieden, finden aber leider nichts, was uns das Herz höher schlagen lässt.

Nächstes Ziel ist unsere neue Unterkunft. Die Verabschiedung von Gojink fällt uns schwer, hat er doch sehr dazu beigetragen, dass die letzten Tage wunderschön waren. Immer aufmerksam mit vielen kleinen Gesten und stets sicherem Gefühl beim Fahren. Wir haben ihn richtig lieb gewonnen und können ihn nur jedem wärmstens empfehlen, der mal auf Bali ist und individuell reisen möchte: https://www.facebook.com/bligojinkbali/#

Tja - und was sollen wir sagen? In unserer neuen Unterkunft angekommen und von Besitzerin Ulli herzlich empfangen wird uns schnell klar, dass gleich das nächste Abenteuer auf uns wartet: das Haus, dass wir gebucht haben ist komplett offen, hat im Schlafbereich keine Fenster, ein freiliegendes Bad und ist auch zur Decke hin offen. Es soll also eine spannende Nacht werden. Am schlimmsten hat es jedoch Tyrone erwischt, denn sein (zumindest geschlossenes) Zimmer riecht sehr stockig und leider hilft da dann auch die neue Bettwäsche nicht, die Ulli noch aufzieht...

Also nichts wie weg hier... Wir gehen etwas essen und während Tyrone eine Pause braucht, erkunden wir Mädels erstmals Ubud.

Die Stadt ist niedlich und besticht durch allerlei kleine Shops mit Mode, Schmuck und allerlei Schnickschnack. Wir schlendern einmal über den sehr touristischen Markt und buchen noch unsere Rafting Tour für morgen, ehe es uns wieder in das Guci verschlägt um Tyrone einzusammeln. Gemeinsam gehen wir dann zur Coconut Massage und sind alle begeistert. Die Balinesische Massage tat nach dem anstrengenden Marsch heute sehr gut. Es stehen mittlerweile auch weit über 20 gelaufene KM auf dem Fitnesstracker.

Zum Abschluss gehen wir noch äußerst lecker Sushi essen. Das war mal ein Erfolg und wir bleiben gerne lange, denn ein wenig steht uns unsere Unterkunft schon bevor. Unsere Abreise haben wir unterdessen schon für einen Tag früher geplant...







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10th October 2018
Die Sonne ist da

Sooo schön!
Das war wohl wirklich die Anstrengung wert. Tolle Aussicht

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