Das verschlafene Erdbeben


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October 11th 2018
Published: October 12th 2018
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Als ich heute aufwache und mich auf die Terasse setzte, spricht mich die balinesische Frau aus dem Zimmer gegenüber an: „did you feel de eathquick in night?“ Ich frage “what?“, sie wiederholt „did you feel eathquick?“ - ich schaue sie verständnislos an.... „de eathquick at 3... you not wake up?“. Langsam dämmert es mir... „eathquick“ heißt „earthquake“ - ich kann es kaum glauben, aber sie insistiert, sagt aber auch, dass auch ihr „boyfriend“ geschlafen habe. Da weder Emma noch Tyrone in der Nacht bei uns auf der Matte standen bin ich mir sicher, dass auch sie nichts mitbekommen haben. Ich Google also Erdbeben Bali 11.10.2018 und finde sofort mehrere Meldungen. Ein Beben der Stärke 6 hat um 3 Uhr Nachts Bali und Java erschüttert. In Denpasar (wo wir uns befinden) gab es 3 Tote. Und wir? Wir haben Nichts mitbekommen (obwohl mein FitnessTracker mir anzeigt, ich sei um die Zeit für 10 Minuten wach gewesen...??). Sicher gut so, auch wenn man sich schon fragt, warum die eigenen Warnglocken nicht funktioniert haben. Wir hätten sicher leicht Panik geschoben.

Auch am Strand, an den wir uns nach dem Packen begeben, ist das Beben Hauptgesprächsthema. Unsere Surflehrer sind allesamt aufgewacht, aus den Häusern gerannt und haben sich erst danach wieder Schlafen gelegt. Irre...

Wir haben also noch einmal vor zu surfen. Kaum eine Überraschung, nachdem es uns beim ersten Mal so gefallen hat.

Als wir ankommen ist der Wasserstand aber noch zu hoch und die Wellen zu groß - vor 13h kann es nicht losgehen.

Gar kein Problem: Tyone, Netti und ich nutzen die Zeit um so lecker zu frühstücken, dass wir spontan einen Tisch für unser Abschiedsessen reservieren.

Dann befällt mich doch noch der Shopping-Wahn und Netti berät tapfer und verhandelt am Ende einen Top-Preis. Natürlich abermals nicht ohne „beleidigte“ Verkäuferin, das Verlassen des Ladens und das hinterher gerufene „Mam - yes, Mam - okay“...

Wir schaffen es so gerade zu um 13h an den Strand.

Emma und Rudy entschließen sich, einfach nur ein Brett zu mieten, während Netti und ich uns für einen weiteren Kurs entscheiden.

Emma und ich trumpfen inzwischen mit unseren Surfsuits auf - der ein oder andere denkt sich sicher seinen Teil, als er uns dann bei dem Versuch zu surfen beobachtet. 😉

Aber „hey“ das sind ja schließlich auch Schnorchelsuits, die uns im Wasser beim Schnorcheln mit UV Schutzfaktor 50 vor einem Sonnenbrand bewahren sollen... 😉

Die Stunden auf dem Brett machen wieder extrem viel Spaß, es ist aber deutlich schwieriger als letzte Woche. Die Wellen, die Strömung und die Wassertiefe sind eine echte Herausforderung. Zumindest ich habe das Gefühl, dass das Gleichgewicht schwerer zu halten ist und ich weniger auf dem Brett stehe, als die Woche zuvor.

Nach der obligatorischen Pause starten wir die zweite Runde. Emma rauscht mit einem anderen Brett zusammen und schneidet sich so in den Daumen, dass sie etwas früher aufhören muss.

Ach, es war wieder toll. Das könnten wir wirklich öfter machen. Aber natürlich nur bei gleichen Wassertemperaturen...

Wir genießen den letzten Strand-Tag und lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen, ehe wir alle noch einmal bei Nicola und Rudy unter die Dusche springen. Danach geht es noch zur Mani-/Pediküre bzw. zur Massage. Ganz ehrlich: wir könnten alle dauerhaft täglich eine vertragen.

Das Abendessen ist nicht ganz so gut wie erwartet, aber es schmeckt, wenngleich die auf der Straße neben uns zur Schau gestellte Würgeschlange merkwürdiges Publikum anlockt und Männer wie Bäume auf einmal ganz rührselig werden und Schlangen küssen.

Tja - und schon sind unsere Tage auf Bali schon gezählt und wir müssen uns verabschieden. Natürlich nicht, ohne das Thema Nummer eins der letzten Tage noch einmal anzugehen: was darf nach Australien eingeführt werden und wo zum Teufel bekommen wir Bohem Mojitos her? Die letzten beiden Tage waren eine einzige Jagt auf die begehrten grünen Schachteln...

Unser Taxi Fahrer zu unserem Hotel versucht uns abzuzocken und so sind wir froh, ihn am Hotel los zu sein und uns für die Fahrt zum Flughafen ein größeres Vehikel bestellen zu lassen. Der neue Fahrer hingegen spricht und versteht kein Wort, schaut aber freundlich aus der Wäsche und viel wichtiger: er fährt uns zu DEM K-Circle Markt, der Netti beim Rauskommen jubeln lässt.

Nach eingehender Studie der Einfuhrbestimmungen hat Emma eigentlich schon keine Lust mehr auf Australien, denn wir bekommen das Gefühl, uns könnten sämtliche gekaufte Waren abgenommen werden. Neben Tabak und Alkohol dürfen nämlich sämtliche tierische und pflanzliche Produkte (so auch Holz, Tee, Kaffee etc.) nicht eingeführt werden und selbst unsere noch nassen Schwimmsachen könnten ein Problem werden. Schon ein komisches Volk, die Australier. Aber wir freuen uns trotzdem darauf!


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