Goodbye Bangkok, hello Calcutta


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India's flag
Asia » India » West Bengal
February 25th 2012
Published: June 20th 2017
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Es kommt, wie befuerchtet: das laeuten des Weckers trifft uns wie der Schlag und das Aufstehen faellt schwer. Wir packen in aller Eile noch zu ende und dann geht es mit 30 Minuten Differenz zum Plan los, Richtung Flughafen.
So einfach, wie gedacht ist es aber nicht, auf der Ecke ein Taxi zu finden und so rinnen die Minuten dahin. Als wir ein Taxi finden, welches uns fahren will sind wir erst erstaunt, dass er sogar nach Taximeter fahren will – damit hatten wir gar nicht mehr gerechnet. Aber die ersten beiden Haken, folgen auch sofort: in den Kofferaum geht schon mal kein Gepaeck, aber es muss eben irgendwie gehen und so kann sich auf der folgenden Fahrt keiner von uns bewegen, sondern ist eingekeilt zwischen Nebenmann und Gepaeck – egal, wir haben es eilig. Unser Taxifahrer hat es leider nicht ganz so eilig und faehrt erst einmal tamken. Alex, die eine Std. vor uns fliegt wird von Minute zu Minute nervoeser. Unser Fahrer bekommt das mit und zeigt in der Folge jedes mal stolz auf die Flughafen-Ausschilderung – uns egal – es soll einfach schnell gehen… Genau eine Std. vor Abflug von Alex's Flug halten wir am Flughafen und hasten dann, wie sollte es anders sein, auch noch ans andere Ende des Terminals. Wir sehen den Flieger schon ohne Alex starten. Meine kleine “wir hatten einen Unfall und haben es nun extra eilig” Story wird dann von dem freundlichen Emirates Angestellten nur belaechelt – es steht noch eine lange Schlange fuer eben den
Flug am Check In Schalter an und Alex solle sich einfach ans Ende stellen. “Puh” denken wir, das ging gerade noch einmal gut. Nun dauert alles ewig und wir stehen nachher mit Alex alleine da, denn es ist irgendwie schwierig einen Platz fuer sie zu finden. Als es dann endlich los geht ist Alex mit allen Beschleunigungs Extras ausgestattet und die Maschine wohl auch schon fast fertig “geboardet”. Gut, dass der Abschied dann so hektisch wird, sonst waeren wir alle noch sentimentaler geworden. So also noch ein schneller, letzter Gruss und Alex ist verschwunden…
Gerade ist Alex weg, stellen wir fest, dass nun auch wir Hackengas geben muessen. Auf geht's…
Das Anstellen und Einchecken bei Air Asia ist natuerlich eine ganze Ecke weniger angenehm und als wir gerade denken es ist geschafft und wir sind dran, erklaert uns der Schalterdrachen vom “All International Flights Check In” Schalter, dass wir uns nebenan anstellen muessen – sie wuerde alle Fluege AUSSER unserem abwickeln. So ein Mist – das war es dann mit meinem VAT-Refund und wohl entsprechend auch mit etwas im Magen, denn das Geld war einkalkuliert…
Wir halten also nervoes bei allen Kontrollen und hetzen im Dauerlauf durch den weitlaeufigen Flughafen, vorbei am VAT Refund Schalter und landen punktgenau 20 Minuten vor Abflug am Gate F2 . Laut den Air Asia Bestimmungen, haetten wir ab diesem Zeitpunkt kein Anrecht mehr auf Befoerderung gehabt. Und dann? Genau: der Flieger ist noch gar nicht da…Zurueck geht es aber auch nicht mehr und so sitzen wir kurz spaeter mit knurrenden Maegen, aber ohne Bath im Flieger. Fuer schlappe 18USD bekommen wir dann aber doch noch etwas zu Essen – was fuer ein Schnaeppchen.
Im Landeanflug auf Kalkutta wird mir zugegebener Weise ein wenig mulmig: wie werde ich Indien finden? Love it, or hate it?
Am Flughafen dann gleich der erste Lacher: wir besteigen einen Bus (aus der Steinzeit), der uns dann nach Fahrt in einem weiten Bogen ca. 15 Meter von unserem Flieger
absetzt… Welcome to India.
Im Flughafengebauede ist dann noch alles wie gehabt und wir warten eine ganze Weile auf unser Gepaeck. Die ca. 50 Fernseher, die in Bangkok schon unseren Check In verzoegert haben, kommen natuerlich vor unseren Rucksaecken heraus…
Als wir es endlich heraus geschafft haben, tauschen wir erst einmal ein paar Pfund in Rupien und buchen ein Taxi. Dank Claudi's Erfahrung erwaehren wir uns den Menschen, die uns fuer ein Handgeld zu unserem Taxi geleiten wollen – denken wir zumindest, denn der Mann, den wir dann fuer unseren Fahrer hielten, war auch nur einer derer, die die Taschen ins Auto legenund dann dafuer Geld kassieren wollen. Es scheint zu stimmen: in Indien ist Nichts umsonst.
Im uralten, gelben Taxi fahren wir dann in die Stadt und ich bin eher ueberrascht wie “normal” alles wirkt, als einen Kulturschock zu erleben. Erst als Claudi genau da, wo es das erste mal wirklich schlimme Armutzu sehen gibt, meint “so, jetzt sind wir gleich da” wird mir etwas mulmig.
Dort angekommen, wo wir hin wollten (und es nicht so schlimm ist, wie gerade zuvor bemerkt) kommt die naechste Sonderforderung. Unser Trinkgeld war dem ansonsten wirklich netten Fahrer nicht genug und so versucht er uns noch Geld fuer das Gepaeck abzunehmen. Aber nicht mit Claudi! Die liest ihm die “pre-book” Bestimmungen vor und dann ist die Diskussion auch beendet und wir checken in unserer Bleibe ein. Diese ist mal gar nicht luxorioes und drueckt zugegebener Weise erst einmal ein wenig meine Stimmung. Jetzt, wo ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, ist es aber auch schon okay – vielleicht finden wir zumindest ab und zu noch mal etwas, was eher dem bisherigen Standard entspricht…
Nach dem Einchecken begeben wir uns auf eine erste Erkundungstour und ich gewinne den Eindruck, dass das schon irgendwie klappen wird mit mir und Indien… Es ist schon gewoehnungsbeduerftig, wie die Armut einem zum Teil entgegen schlaegt und den sehr hartnaeckigen Bettlern wuerde man am liebsten allen etwas geben, aber davon muss man sich wohl etwas frei machen.
Wir essen also einen Happen und besorgen etwas Geld und wollen dann noch einmal ein wenig ins Zimmer, bevor wir uns wieder ins Getuemmel stuerzen; doch diese Rechnung haben wir ohne Shaid gemacht, der uns beim Chai Tee trinken in ein Gespraech verwickelt. Er ist ein wirklich netter junger Mann und als wir nach der Embassy fragen und von unserem Visa Problem erzaehlen meint er, dass er auch nicht genau wuesste, was wir am besten machen sollen, sein grosser Bruder Shakil aber totale Ahnung davon haette und wir doch am besten einmal mit dem reden sollten. Gesagt, getan und so folgen wir Shaid kurze Zeit spaeter in den Laden der Familie – Handycraft, ein ganz neues Geschaeft in einer versteckten Ladenzeile. Wir ahnen also schon, dass es nur darum geht uns etwas
“anzudrehen”, aber es kommt zum Glueck anders. Shakil ist einfach ein netter Mann, der selber Spass am Reisen und an Gespraechen mit Auslaendern hat. So sitzen wir die folgenden Stunden im Laden der Familie, trinken Tee und unterhalten uns mit Shakil und seinem Bruder – ganz ohne Verkaufsgespraech. Netti wird bei all den Weisheiten Shakil's und dank der kurzen Nacht total muede, aber es ist nicht leicht den Redefreuden Shakil's zu entkommen. So muessen wir versprechen morgen wieder zu kommen, damit er uns zu einem Cricket Spiel mitnehmen und die Regeln erklaeren kann. Indische Gastfreundschaft… Sein kleiner Bruder bringt uns aber natuerlich erst noch wieder nach Hause und gibt uns ein paar Tips, wo wir was bekommen. Hinter ihm herlaufend, scheint all das, was vorher einschuechternd wirkte, gar nicht mehr schlimm und so freuen wir uns, dass wir mit ihm gegangen sind.
Im “Hotel” angekommen, fallen wir alle auf's Bett und schlafen ein. Ich bin gerade kurz erwacht und schreibe diesen Bericht, waehren Netti und Claudi schon im Reich der Traueme weilen. Und dem schliesse ich mich jetzt auch an…

P.S.: noch ein praktischer Hinweis: wir sind jetzt 1,5 Std frueher in der Zeit als in SOA – also nur noch Deutsche Zeit plus 4,5 Std!


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29th February 2012

man,man,man, ich konnte indien noch nie leiden.passt bloß gut auf euch auf!!!!!!!!!!! und ich würde mir wünschen,von dir netti,mehr zu hören und sehen auf skype!!! kuss mama

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