Jaipur, Agra und Delhi


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November 24th 2018
Published: November 27th 2018
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Montag, den 19. November, haben Anja und ich das überlaufene Pushkar verlassen und sind nach Jaipur gefahren, einer Stadt über die wir schon viel Gutes gehört hatten und auf die wir uns bereits sehr gefreut hatten.

Wir haben uns ein Ola Cab gebrufen um uns nach Ajmer zum Bahnhof zu bringen (10km entfernt) und, genau wie beim letzten Mal, wollte auch dieser Fahrer, dass wir die Fahrt offiziell stornieren und er wollte uns dann inoffiziell für 400R dorthin bringen. Da Ola Cab uns Kosten zwischen 375R und 475R errechnet hatte, fanden wir die 400R ganz okay und akzeptierten sein Angebot. Es ist wirklich komisch/interessant, dass die Fahrer alle inoffizielle Fahrten machen wollen, entweder um der App nichts vom Profit abzugeben oder um weniger Steuern zu zahlen, ich weiß es nicht...

Unser Zug fuhr um 11h ab und wir waren überrascht zu sehen, dass er bereits um 10h15 dort war und wir bereits einsteigen konnten. Die Fahrt nach Jaipur dauerte rund 3 Stunden und es war nicht so eine tolle Erfahrung wie LonelyPlanet es uns hat glauben lassen ; der Zug war okay, aber ich denk wir bevorzugen Busse : die Aussicht ist besser, auch wenn sie keine Toiletten haben.



Am Bahnhof in Jaipur warteten bereits jede Menge Tuk Tuks darauf die neu angekommenen Menschen zu ihren Zielen zu bringen. Unser Tuk Tuk Fahrer war total komisch und das Tuk Tuk hat ein paar Mal unterwegs den Geist aufgegeben. Zum Glück haben wir es dann schlussendlich doch noch zu unserem Hostel geschafft! ^_^ Ahmed hatte uns das Backpacker Panda Stephels gebucht. Ein paar Tage zuvor hatten wir uns die gebuchten Hostels nochmal angeschaut und gesehen, dass dieses Hostel auf Hostelworld nur 5,1 Sterne hat! Ich weiß wirklich nicht, wie wir das haben übersehen können als er uns das Hostel vorschlug! Wahrscheinlich hatten wir es mit dem Backpacker Panda in Pushkar oder irgendwo anders verwechselt... Also versuchten wir ihn dazu zu bringen, die Hostelbuchung zu stornieren und ein anderes Hostel für uns zu buchen, aber wir haben es leider nicht geschafft. Wir waren richtig sauer, aber es war nichts dran zu machen. Anja hat dann vorgeschlagen erst mal das Hostel anschauen zu gehen und falls es wirklich so schlimm ist könnten wir ja dann immer noch in ein anderes Hostel gehen das wir dann selbst zahlen müssen würden. Schlussendlich war es dann doch nicht so schlimm. Der Typ an der Rezeption war nicht besonders freundlich oder hilfreich (er konnte kaum Englisch), aber wir hatten ein 6-Bett Zimmer für uns beide allein, es war sauber, die Betten waren gemütlich und die Temperatur im Zimmer war angenehm. Der Typ der am nächsten Tag dort arbeitete war dann auch viel netter und hilfsbereiter. Das einzig schade dort war, dass fast keine anderen Backpacker dort waren (wahrscheinlich wegen den schlechten Reviews) und dass es keine gemütlichen Sitzecken gab und dass die Dachterrasse nicht genutzt werden konnte (das hätte ein cooler Platz sein können).



Nach unserem Check-in (wieder gab es keine Schwierigkeiten dabei ; Gott sei Dank!), sind wir dann um die Ecke zu einem Kebab Laden gegangen der von Google empfohlen wurde und wir hatten richtig leckere Hühnchen Rollen! :-) Anja - ein richtiger Fleischliebhaber ^_^ - war darüber sehr glücklich. Es war ein bisschen fettig und mein Magen hat sich dann später ein bisschen darüber beschwert, aber es war nichts schlimmer Gott sei Dank! :-D

Nach dem Mittagessen (um 15h), haben wir dann einen Tuk Tuk zum Amber Fort genommen. Wir wollten erst einen Stopp beim Jaigarth Fort machen, aber man kann mit dem Auto nicht dorthin fahren und es gab keine Parkplätze dort von wo aus man hätte zu Fuß gehen müssen. Also haben wir diesen Halt von unserer Liste gestrichen und haben dafür einen Stopp am Jal Mahal gemacht, einem Palast mitten in einem See : wunderschön! :-)

Von dort aus sind wir dann zum Amber Fort gefahren und die Sicht darauf war atemberaubend ! Es ist nicht nicht riesen groß, sondern auch super schön! Ich habe es geschafft mit 2 von meinen Studentenkarten (einer von vor 2 Jahren und einer von letztem Jahr, beide mit demselben Bild) 2 Studententickets für Anja und mich zu ergattern und so haben wir insgesamt 800R sparen können! :-) Wir haben dieses tolle Gebäude während ungefähr 1 1/2 Stunden besichtigt und dann sind wir zurück in die Stadt gefahren. Es war definitv eins der Höhepunkte unserer Reise in Indien und ganz sicher das schönste Gebäude das wir in Jaipur gesehen haben!



Nach einer kurzen Dusche und Erholungspause im Hostel sind wir dann zum « Brew House » (Brauhaus) gegangen, dass im Internet ganz vielversprechend ausgesehn hatte. Unterwegs sahen wir dann noch einen Italiener den wir bereits in Jaisalmer getroffen hatten ; es war ganz lustig mitten in so einer großen Stadt ein paar Tage später nochmal zufällig auf ihn zu treffen! :-)

Das Brauhause hatte nicht - wie erwartet - viele verschiedene Arten Bier oder irgendwelches selbstgebrautes Bier, sondern nur das typisch indische Bier. Dafür hatten sie gute und billige Cocktails und gutes Essen, so dass wir den Abend dort dennoch genossen haben. :-)



Am nächsten Morgen haben wir das Hostel früh verlassen um Jaipur entdecken zu gehen. Zuerst wollten wir irgendwo frühstücken gehen (kein Frühstück im Hostel), aber um 8h morgens war noch nichts offen ; tatsächlich schien um diese Zeit die ganze Stadt noch zu schlafen. Also entschieden wir unseren Stadtrundgang schonmal anzufangen und später unterwegs zu frühstücken. Die ersten 45 Minuten unserer Besichtigung führten uns durch die Bazaarstraßen rund um die berühmte pinke Stadt. Die Geschäfte waren um diese Uhrzeit noch alle geschlossen und es war noch sehr ruhig. Dann kamen wir zum berühmten Hawa Mahal, dem Palast des Windes. Google Maps zeigte, dass dort auch ein Coffee Day! ist (das indische Starbucks) wo wir dann frühstücken wollten. Wie am Tag zuvor bekamen wir auch hier 2 Studententickets (200R p.P.) and waren darüber sehr froh (später erfuhren wir dann dass wir für den selben Preis uns besser ein Combiticket gekauft hätten mit dem wir auch in den Jantar Mantar konnten, aber das hat uns niemand gesagt und so mussten wir 2x Eintritt zahlen...). Der Palast des Windes war wirklich schön, mit vielen kunstvoll dekorierten Wänden und Pfeilern. Wir haben dort ziemlich viel Zeit verbracht bevor wir weitergezogen sind. :-)

Danach sind wir zum Jantar Mantar gegangen, eins der berühmtesten Astrologie Zentren Indiens. Dort gab es einige sehr interessante und riesige Instrumente zu begutachten. Wir nahmen uns einen Audio Guide um mehr über diese Instrumente und über das Zentrum zu erfahren, aber der Guide war nicht gut gemacht und wir haben absolut nichts von den Erklärungen verstanden. Naja, es war trotzdem sehr beeindruckend, auch wenn all das uns unverständlich erschien! ^_^

Nach der Besichtigung des Jantar Mantar sind wir dann zum Stadtpalast gegangen. Leider waren die Leute am Ticketschalter dort intelligent genug zu sehen, dass ich ihnen 2 quasi identische Studentenkarten gab und so bekam nur ich ein Studententicket und Anja musste den vollen Preis zahlen... Der Palast war wesentlich kleiner als erwartet, aber er war sehr schön! Die Architektur und die Dekoration waren fantastisch ! Es ist definitif der schönste Palast den wir in Indien gesehen haben!



Nach dem Besuch des Palasts war es bereits 14h30, aber der Rest der Stadtbesichtigung war auch eigentlich nur noch durch die Bazaars der pinken Stadt laufen. Wir sind auch noch auf einen Aussichtspunkt gestiegen und waren ziemlich enttäuscht : die Stadt ist nicht, wie alle sagen, komplett pink! Es sind nur die Gebäude in den großen Straßen und auch die sind nicht wirklich pink sondern eher orange ; in den kleinen Gassen in diesem viertel ist kaum etwas pinkes zu finden. Da war Jodhpur mit seinen blauen Fassaden doch schöner.

Jaipur ist die Hauptstadt von Rajasthan und wenn man dort ist kann man das auch ganz gut spüren. Es ist eine sehr belebte Stadt ; es ist sehr laut und es stinkt überall schrecklich. Die Bazaars sind nicht für Touristen gemacht wie in anderen Städten wo wir gewesen waren, sondern für die Einwohner Jaipurs. Ganz ehrlich, außer den touristischen Monumenten die wir besichtigt haben, ist die Stadt nicht besonders schön. Anders als in Udaipur zum Beispiel gibt es nirgendwo nette Restaurants oder Bars wo man sich einfach mal hinsetzen kann um was zu trinken und zu relaxen. Es gibt überall nur Straßenessen ; nach 2 Wochen wagten wir uns da noch immer nicht dran, denn a) war es zu schaft und b) weiß man da ja nie was drin ist und wir wollten nicht krank werden auf diese 3 Wochen). Als wir damit fertig waren Jaipur zu entdecken gegen 16h waren wir beide ziemlich fertig nach 7 Stunden rumlaufen und kaum etwas essen (wir hatten uns nur zum Frühstück 1 Sandwich und zum Mittagessen 2 Samosa geteilt).

Nach einer kurzen Pause zum duschen und ausruhen im Hostel sind wir dann doch nochmal weggegangen um zu Abend zu essen. Wir haben ein nettes Restaurant in einem der teuren Viertel Jaipurs in der Nähe unseres Hostels gefunden (Praddy’s Dinner) und haben dort sehr leckere Smoothies und Pasta gegessen. :-)



Am nächsten Morgen haben wir um 8h10 einen Zug von Jaipur nach Agra genommen. Es war ein langer Kampf gewesen um ein Ticket für diesen Zug zu bekommen. Wir hatten Ahmed schon Tage vorher gesagt, dass wir ein Ticket (Zug oder Bus) gegen 9 oder 10h nach Agra wollen, aber, selbstverständlich, hat dieser Typ bis zur letzten Sekunde gewartet um uns ein Ticket zu besorgen. Er sagte uns es gäbe nur noch Plätze in einem Bus um 6h15 und danach nichts mehr bis 17h. Als wir den Typen im Hostel gefragt haben ob das stimmt, hat der ganz schnell einen noch nicht voll besetzten Zug um 8h10 gefunden der um 12h30 ankommen würde und der einfach perfekt für uns war. Ahmed hatte den Bus bereits gebucht und uns glauben lassen, dass das unsere einzige Option ist. Ich habe ihm dann gesagt, dass er ein Lügner ist und dass er uns gefälligst diesen Zug buchen soll. Es war schließlich nicht unsere Schulde dass er uns angelogen hat und was gebucht hat das wir nicht wollen. Nach Stunden endloser Nachrichten und Drohungen hat er uns dann um 19h45 endlich das Zugticket geschickt! ^_^

Der Zug war okay, aber genau wie beim letzten Mal fanden wir auch dieses Mal, dass die Busse in Indien besser sind als die Züge, da man einfach mehr sieht.



Wir kamen, mit nur 30 Minuten Verspätung, um 13h in Agra an und haben sofort in Tuk Tuk zu unserem Hostel, dem Bedweiser Backpacker Hostel, genommen. Unterwegs kamen wir in einen ziemlich großen Stau der durch eine Demonstration der Muslime zu Ehren des Geburtstags des Propheten. Wir waren echt überrascht wie viele Muslime es hier in Agra gibt! Unser Hostel war ganz okay, hatte eine chillige Dachterrasse, freundliches und hilfreiches Personal, aber die Zimmer waren etwas zu klein und zu warm.

Nachdem wir endlich etwas zu Mittag gegessen hatten und Geld gewechselt hatten (wir hatten ein bisschen unterschäzt wieviel wir brauchen, vor allem mit all den Eintritten in Jaipur ; zu Glück konnten wir den Eintritt zum Taj Mahal und zum Agra Fort online mit Kreditkarte zahlen), sind wir dann zum Fluss gegangen um dort den Sonnenuntergang hinter dem Taj Mahal anzuschauen. Im Hostel hatten sie uns gesagt, wir sollen mit dem Boot fahren und den Sonnenuntergang vom Fluss aus schauen, aber die fragten tatsächlich 500R p.P. und das war uns einfach zu teuer um 15 Minuten Boot zu fahren und um ein Bild vom Sonnenuntergang hinter dem Taj Mahal. Anscheinend ist es so teuer weil es irgendwie illegal ist und der Fahrer die Polizisten dort bestechen muss, keine Ahnung... Also haben wir den Sonnenuntergang einfach vom Fluss aus angeschaut. Dort war es übrigens ekelerregend : es stank furchtbar und dieser Fluss ist so schmutzig dass man wahrscheinlich sofort stirbt wenn man reinfällt (anscheinend der meist verschmutzte Fluss der Welt nach dem Ganges). Dort trafen wir einen netten Koreaner der uns ein paar hilfreiche Tips für unsere Besichtigung des Taj Mahal am nächsten Tag gab, wie z.B. früher als 6h morgens dort sein wenn die Warteschlange bereits lang sein würde. Der Sonnenuntergang hier war sehr früh : um 17h war die Sonne schon komplett verschwunden und es wurde dort am Wasser ziemlich kalt.

Also haben wir das Flussufer verlassen und sind in ein kleines nettes Restaurant in der Nähe unseres Hostels gegangen, das Good Vibes Café. Wir haben ein Bier aus Tassen getrunken (sie durften offiziell keinen Alkohol verkaufen und gingen deshalb jedes Mal wenn jemand ein Bier wollte es auf der Straße kaufen und verkauften es im Restaurant dann wortwörtlich unter dem Tisch!^_^), hatten leckeres Curry und spielten Jenga. Danach sind wir zurück ins Hostel gegangen und haben dort noch ein Bier auf der Dachterrasse getrunken um meinen 9-monatigen-Travelversary zu feiern. :-)



Am nächsten Morgen sind wir um 4h45 aufgestanden um früh zum Taj Mahal zu gehen. Es war noch immer dunkel, aber der kurze, 15-minütige Weg, war gut beleuchtet und es waren jede Menge anderer Leute auch bereits dort unterwegs zum Taj Mahal. Wir waren ziemlich vorne in der Warteschlange, aber als wir durch die Security sagten diese mir ich müsste verschiedene Sachen in ein Schließfach bringen und dürfte sie nicht mit rein holen : Kaugummi, ein wasserfester Stift und mein Selfie-Stick denn diesen kann man auch als Tripod nutzen und die sind dort verboten... Bescheuert! Dadurch haben wir dann locker mal 15 Minuten verloren, aber nun gut, wir waren ja trotzdem noch früh.

Die Besichtigung des Taj Mahal war auf jeden Fall jede Aufregung und das frühe Aufstehen wert gewesen : so früh morgens ist der beste Moment um den Taj zu besichtigen, denn das ist der Moment wo am wenigsten Smog einem die Bilder ruinieren. Der Taj Mahal ist absolut faszinierend und atemberaubend ! Man könnte Stunden dort verbringen und ihn einfach nur anschauen! :-) Wir sind ein paar Stunden dort geblieben und haben das architektonische Meisterwerk bewundert, dann sind wir die 30 Minuten zum Agra Fort gelaufen.

Zuerst waren wir uns nicht sicher gewesen, ob wir die Festung besichtigen sollen oder nicht, aber der Typ im Hostel hatte gemeint dass sie wirklich schön ist und es wäre tatsächlich eine Schande gewesen sie zu verpassen! Die Festung in Agra ist nicht bloß aus dem originalen roten Sandstein gebaut, sondern hat auch jede Menge weißen Marmor aus der Zeit des Kaisers der auch den Taj Mahal als ein Mausoleum für seine Frau hat bauen lassen. Er hat tatsächlich die letzten 8 Jahre dort in der Festung als Gefangener verbracht nachdem sein eigener Sohn ihn vom Tron verjagt hat. Die Aussicht von der Festung auf den Taj Mahal und auf den Fluss wäre super schön gewesen, hätte nicht so viel Smog geherrscht...



Agra ist keine schöne Stadt, aber der Taj Mahal und das Agra Fort waren definitiv das Highlight unserer Reise in Indien! :-D



Um 14h45 haben wir Agra dann mit dem Bus verlassen und sind nach Delhi gefahren, wo wir um 19h ankamen. Wir sollten eigentlich an der Metro Station Akshardham aussteigen, aber da schrecklich viel Verkehr und Stau war, entschieden wir uns dafür vorher auszusteigen, und zwar and der Metro Station des botanischen Gartens. Von hier aus war es dann noch eine 45-minütige Metrofahrt zu der Qutab Minar Station, von der aus wir einen Tuk Tuk zu unserem Hostel nehmen konnten. Unser Fahrer hat natürlich einen zu hohen Preis gefordert (70R anstatt 50R) und zusätzlich dachte dieser Typ auch noch er wäre Teil von irgendeinem « The fast and the furious » Film! Wir waren echt froh als wir heil in unserem Hostel ankamen! ^_^ Es war bereits ziemlich spät und Anja war total fertig und etwas schlecht drauf, also haben wir nur noch im Hostel zu Abend gegessen (einen leckeren vegetarischen Burger) und sind dann früh zu Bett gegangen. Ich muss sagen, ich war auch ziemlich müde, schließlich waren wir bereits um 4h45 morgens aufgestanden um den Taj Mahal zu sehen ; es war ein langer Tag gewesen.



Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich um 8h frühstücken und dann losziehen, aber im Hostel war noch niemand wach und so mussten wir mit dem Frühstück bis 8h45 warten (was sich später als glücklich herausstellen sollte, da es furchtbar gewesen wäre mehr Zeit in Delhi zu haben). Das Frühstück war einfach, aber gut und das Personal in diesem Hostel war super freundlich und hilfsbereit! Die Zimmer waren ganz okay und es gab sogar gratis Trinkwasser!

Nach dem Frühstück sind wir dann die 20 Minuten zu Fuß zur Metrostation gegangen und von dort aus nach Alt Delhi gefahren. Eigentlich hatten wir noch das Qutub Minar besichtigen wollen, aber das waren noch 20 Minuten zu fuß von der Metrostation und da es auch ziemlich teuer war (500R), haben wir das dann schlussendlich fallen lassen. In Alt Delhi sind wir ungefähr 2 Stunden rumgelaufen und haben Sachen und Bazaare besichtigt, aber wir haben ziemlich schnell festgestellt, dass Delhi die furchtbarste Stadt ist in der wir je waren : sie ist einfach ekelhaft! Überall ist Müll und überall sieht man Bettler, kranke und sterbende Menschen in den Straßen ; die Stadt ist so verschmutzt dass man kaum den Mund aufmachen will zum reden aus Angst diese Luft in die Lungen zu lassen ; und der Gestank überall : grausam! Jeder den wir auf dieser Reise getroffen haben hat uns erzählt wie furchtbar Delhi ist, aber man denkt doch immer das Beste und dass die Leute wahrscheinlich übertreiben, aber nicht hier! Es gibt keine andere Möglichkeit es zu beschreiben : Delhi ist ein Drecksloch.



Wir wollten kein Straßenessen zu Mittagessen (es sah alles so schmutzig aus), also sind wir zu McDonalds im Bahnhof gegangen. Von dort aus haben wir dann eine Metro zum Akshardham Tempel genommen, der ein bisschen außerhalb des Zentrum liegt, und man dachte man wäre auf einmal in einem anderen Land : alles war sauber, es stank nicht so schlimm und der Eintritt war frei! ^_^

Dies ist der größte Tempelkomplex in Indien und wurde erst 2005 gebaut ; er is also noch ziemlich neu, aber einfach wunderschön! Die Architektur ist fantastisch, so tolle Monumente und Skulpturen in den Wänden und Pfeilern! Wir haben unsere Zeit dort sehr genossen und haben ein paar Stunden dort verbracht um dann um 18h15 die Wasser- und Lichtshow dort anzuschauen. Auch diese war super schön! Anja und ich waren beide froh unsere Indienreise dort zu beenden und nicht in der furchtbaren Altstadt von Delhi. ^_^



Anja und ich hatten eine richtig schöne Zeit zusammen in Indien und haben unsere Gesellschaft genossen, zusammen alle Hürden und Probleme überwunden. :-)

Meine Schlüsse zu Indien : Indien ist ein sehr schönes Land mit vielen wunderschönen Denkmälern und einer reichen Kultur. Es ist wirklich schade, dass das ruiniert wird durch den ganzen Dreck, die Verschmutzung und den furchtbaren Gestank überall. Die Sonne geht nie hinter dem Horizont unter sondern immer hinter einer dicke Smog-Wand. Überall ist Dreck und es riecht einfach ekelhaft. Es gibt viele freundliche Menschen hier in Indien, aber es gibt einfach so viele Leute die einen versuchen zu verarschen und einem sein ganzes Geld aus der Tasche zu ziehen, vor allem die Touristenagenturen (sogal Incredible !ndia, die offizielle Touristenagentur Indiens) und die Tuk Tuk Fahrer. Dann gibt es natürlich noch die indischen Touristen, die einfach die schlimmsten Touristen sind die ich je getroffen habe : sie laufen wie verrückt rum, schubsen und stoßen als ob es keine Morgen gäbe und machen ständig unerwünschte Photos von einem oder fragen (sehr unhöflich) ob man ein Selfie mit ihnen machen kann.

Das Essen in Indien ist ganz gut, wenn man welches finden kann das nicht zu schaft ist. Ich mochte besonders ihr Curry und ihre Naan (eine Alt flaches Brot) sehr gerne.

Indische Männer lieben es sich gegenseitig anzufassen : sie halten Händchen und sie umarmen sich an einem Stück. Wenn ihr denkt dass es komisch dass Franzosen sich zur Begrüßung auf die Wange küssen, dann solltet ihr euch die Inder mal anschauen! ^_^ Indische Frauen tuen das viel weniger und der physische Kontakt zwischen Männern und Frauen - zumindest in der Öffentlichkeit - ist noch seltener.

Inder sind auch ganz groß in der Tierquälerei. Ihr wisst ja dass Kühe in Indien heilig sind, right? Naja, ich muss sagen Kühe in Europe haben definitv ein wesentlich besseres Leben als die in Indien : hier leben sie wortwörtlich in Müll! Die Kühe in den Städten haben kein Essen außer das was sie auf den Straßen im Müll finden und das ist auch wo sie leben und schlafen. Sie leben genau wie Straßenhunde! Könnt ihr euch vorstellen was das ständige Essen von Plastik und Papier mit ihren Mägen macht? Die armen Tiere sterben wahrscheinlich alle jung und unter großen Schmerzen... Arme Tiere! Das gleiche gilt für die Behandlung der Pferde, Elephanten und Kamele : sie werden auch ständig mishandelt : sie werden geschlagen und gezwungen auf asphaltierten Straßen zwischen Autos, Tuk Tuks und Motorrädern zu laufen. Es ist einfach furchtbar für jemanden der Tiere liebt und an Tierrechte glaubt.

Indien hat viele Qualitäten, aber ich denke nicht, dass ich je hierher zurückkommen werde. Eventuell komme ich irgendwann mal die Berge im Norden oder den Süden besichtigen, aber garantiert nicht in nächster Zukunft.


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