Mit Amma auf Tour/ Pilgerreise durch Suedindien, Ashram und auf Reisen nach Varanasi, buddhistische heilige Staetten, ins Himalaya an thailands straende


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June 22nd 2013
Published: July 17th 2013
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Wie meist, lange zeit vergangen seit meinem letzten blogupdate, bestimmt 4 monate, viel passiert, intensive und wie immer auch nur ansatzweise wieder zu geben, einiges hat hier im blog ja eh nichts zu suchen. Der erste teil des blogs ist mehr ueber amma und die tour und danach kommt mehr uebers reisen….

Mitte februar habe ich ja meinen yoga therapie kurs beendet und bin dann gleich nach varkala an einen wunderschoenen strand suedlich von amma ashram mit wunderschoenen steilklippen gefahren. Habe dort dahyana besucht, die gerade mit ihrem yogalehrerkurs angefangen hat. Konnten uns so zumindest mal kurz zwischen unseren kursen sehen. Und ich konnte das super essen in deren ashram geniessen, obwohl ich ausserhalb ein zimmer hatte und mich nach meinen 4 wochen wieder ans normale leben gewoehnte, wobei normal, ist mein leben zur zeit normal…. Haha. Auf jeden fall strand geniessen und einiges an dingen erledigen die aufgelaufen sind….

Dann nach ein paar tagen gings mit dem zug zurueck in ammas ashram, insbs. da auch amma von ihrer langen 7 wochen nordindien tour wieder zurueckgekommen ist. Habe dort dann ca. 4 bis 5 wochen verbracht, meine ersten yogatherapieberatungen mit bekannten und freunden durchgefuehrt, was echt spass gemacht hat, aber auch intensive und langwierig war, da die session meist mind. 2 stunden dauerten. Wollte es auch offiziell im ashram anbieten oder auch nen workshop draus machen, aber irgendwie sollte es diesmal nichts werden, was auch gut so war. Konnte so bereits einiges an materialein fuer mich aufbereiten, wie z.b. einen fragebogen, kundenempfehlungsbogen usw… war spannend.



Ausserdem habe ich ashram neben meiner eigenen spirituellen praxis, meinen uebungen, wie yogauebungen, meditation, mantrarezitation, singen, beten auch mein karma yoga (selbstlosen dienst) weiter tun koennen, dismal weiter an meinen eigenen oekoprojekten arbeiten, wasser und energieeinsparungen im ashram, das wir das was amma immer wieder lehrt auch im ashram noch besser umsetzen koennen, denn das ist fuer indien bereits sehr gut , aber doch noch einiges zu optimieren, aber wer bin ich das zu sagen, habe eben das getan was ich fuer noetig erachtete, war aber alles sehr langsam und schleppend, mehr ein lernprozess fuer mich als das wirklich so viel produktives dabei rum kam. Ausserdem habe ich wieder meinen zwei frauen helfen koennen, die morgens entweder fruehstueck gebracht bekamen oder der anderen aus dem bett in den rollstuhl und noch so einige andere besorgungen….

Ja und so gingen auch die ersten 3 wochen schnell im ashram rum und ich fuhr nochmal nach varkala an den strand, denn dahyana war nun mit ihrem kurs fertig und wir machten uns ein paar schoene erholsame tage, natuerlich wie auf allen reisen mit unserer taeglichen praxis.

Nach ein paar tagen gings wieder ins ashram und fuer die anstehende suedindien tour mit amma vorbereiten, anmelden und noch die dinge im ashram zu ende bringen, die ich angefangen hatte. Davor war noch ein besuch in ammas grossen krankenhaus in kochi angesagt, check ups, da ja mein blut nicht top war. Dabei wurden dann auch rausgefunden, das meine milz vergroessert ist, aber keiner konnte rausfinden warum, trotz magen spiegelung und anderen ersten tests. Ist aber alles nicht wild, da es mir ja gut geht, und kann alles nachwirkung von meiner malariainfektion von vor ueber 2 jahren gewesen sein. Egal, dann nach 2 tagen im krankenhaus und dayhana hatte dann nach ihrer zahnbehandlung noch starke blutungen, so dass sie noch mehrmals zum arzt am ashram und nochmal nach kochi musste, fast die tour nicht mitmachen konnte. Aber mit viel stress, hat alles gut geklappt und die tour startet dann auch wie so haeufig im ashram mit kleinem chaos, stress….

Ankuendigung der genauen abfahrt ca. 1 tag davor, um uns im hier und jetzt zu halten und immer auf alles vorbereitet zu sein, doch dann wurde das alles gleich nach 4 stunden nach vorne korrigiert und abfahrt war innerhalb von den naechsten stunden, was die ueblich minipanik bei vielen ausloeste. Schnell alles vorbereiten was noch moeglich war, zimmer auschecken, dinge einlagern, und ich musste gleich noch meine hauptaufgabe fuer die Tour noch mitorganisieren. Ich konnte mithelfen, die 1400 stuehle auf 6 verschiedene busse aufladen, was ein akt, aber war noetig, denn an den vielen orten, waren neben den eigenen tausenden stuehlen, auch unsere vom ashram fuer die grossen menschenmassen noetig.

Und dann ging es auch los, und warum einen tag vorher abreise, es ging nur fuer 3 stunden, zu ammas grossem international anerkannten und renommierten grossen krankenhaus in kochi, das spitzenmedizin auch fuer die armen erschwinglich oder sogar kostenlos anbietet, was leider auch den neid vieler anderer auf sich zieht, d.h. andauernd werden kontrollen angeordnet, um beanstandungen zu finden, d.h. auch regelmaessige reinigungseinsaetze von freiwilligen helfern sind von noeten. Ein grosser teil unserer arbeit war ausserhalb der werkstaetten (da hier permament erweitert und gebaut wird) den muell zu entsorgen, was ein spass. Inder, ja die vorurteile stimmen leider, alles was nicht mehr gebraucht wurde, wird einfach liegen gelassen, d.h. da waren teilweise meter von muell zu entsorgen unfassbar, aber wenn ca. 6o0 leute (die alle mit auf tour von amma gingen) gemeinsam anpacken, ohne einen wirklichen coordinator zu haben, funktioniert das irgendwie doch. Muell wird mit lastern abtransportiert, wo er dann doch wenigstens noch getrennt und angeblich auch recycelt wird, nur erschreckend, das der riesige muellberg direkt vor den hauesern einiger familien war, erschreckend.



Einige der helfer putzen im krankenhaus und dann nach einem tag arbeitseinsatz ging es zurueck zur schule und dem angrenzenden ashram, wo die naechsten tage das oeffentliche program fuer die vielen amma anhaenger, neugierigen, glaeubigen, hilfesuchenden oder auch einige wenige westlichen touristen stattfand. D.h. fuer uns wie bei jedem der folgenden programme hiess es aufbau des programs mit grossem chaos, jedes mal voellig unterschiedlich, neue herausforderungen, immer wieder wurde alles gemeistert.

Um sich das grob vorzustellen, so ein program fuer meist 2 tage wird meist in einer riesigen eigens errichteten halle/ zelt abgehalten und es kommen mehrere tausend menschen, voellig ueberfuellt in der wahnsinnigen hitze. Das ist meist an einem von ammas ahsrams oder ihrer vielen schulen. D.h. fuer uns es gilt alles aufzubauen, mit der helfern vor ort, die meist die grosse buehne und die vielen staende aufgebaut hatten oder noch mussten, meist in nachtarbeit. Von unserer seite, also den tourteilnehmern, wurde das gesamte soundsystem, die bestuhlung abladen und wieder aufladen, was gerne mal zwischen 2 und 6 stunden dauerte, verschiedenste verkaufsstaende, einer riesigen kueche die gratisessen fuer die menschenmassen taeglich mehrfach, besser rund um die uhr kochte, in kochtoepfen, die ich noch nie gesehen hatte, durchmesser von ueber 2 metern. Da haette ich 3 mal drin gekocht werden koenne, aber zum glueck war ja alles vegetarisch. Haha . Wahnsinn. Wirkt alles ungeplant, chaotisch, freiwillige helfer, die das als spirituelle praxis machen, karma yoga oder seva genannt, um an ihren negativitaeten und ego zu arbeiten, zu verringern. Alles ohne die fruechte der arbeit ernten zu wolllen, das ist das ziel, nur zu machen, weil es gemacht werden muss, zum wohle der anderen, fuer gott, was immer man fuer sich als richtig erachtet…. Daneben musste natuerlich das ganze essen vorbereitet werden, geschnippelt, obstsaefte und fruchtsalate vorbereitet und geschnippelt werden und noch so vieles mehr.

Dann nach dieser nachtschicht, fuer einige etwas schlaf, meist in schulen, d.h. in den klassenraeumen, voellig ueberfuellt ca. 15 bis 20 leute pro raum, auf dem boden, mit wenig platz, wenn moeglich mit moskitonetz und meist mit ventilator, da es so heiss war, ueber 40 grad regelmaessig. Alleine die unterbringung war ne grosse herausforderung. So viele menschen in einem raum, in einer schule und kaum geregelte schlafzeiten, menschenmassen rund um die uhr. Wobei es bei uns maennern meist was man so hoerte wesentlich harmloser zuging als bei den frauen, wo es permanente probleme gab, aber all dieses laesst einen weiter wachsen, mehr ueber sich selbst lernen, wenn man an extremzustaende versetzt wird.

Ja und dann zum programm, ueblicherweise waren die menschenmassen schon ganz frueh morgens am 1. Tag da um ihre sog. Darshantickets zu erhalten, um ammas umarmung zu erhalten und ggf. Auch mit ihr zu sprechen, wenn sie wollen. Bei den menschenmassen ist das mit den tickets die einzig moegliche organisationsform. Dann morgens um 10 kam amma dann raus, was meist mit singen, meditation, ansprache bzw. Unterweisungen von ihr zu moral/ ethic/ aktuellen problemen und herausforderungen startete und dann zum hauptpunkt dem darshan fuer alle besucher ueberging, der dann gerne auch bis morgens 7 uhr andauerte, unfassbar und das alles fuer amma ohne pause, oder richtigen essen. Zwischendurch wurden vorfuehrungen auf der buehne von den lokalen menschen gemacht, oder auch gemeinsam mantren rezitiert. Und nach 2 intensiven tagen wurde dann direkt noch in der nacht oder besser am morgen abgebaut, und mit der hoffnung auf kurzen schlaf, der manchmal moeglich war, aber teilweise hiess es dann aber auch,und nun direkt packen, wir fahren weiter zum naechsten programmort. Denn auch die abfahrtszeiten wurden immer ganz kurzfristig angekuendigt. Immer im hier und jetzt zu sein, flexible zu reagieren koennen, auf alles vorbereitet zu sein…. Ne herausforderung.

Denn auch die teils langen busfahrten in nicht unbedingt komfortablen bussen ohne toiletten waren spannend. Im Bus dann schlafen, oder auch singen, mantren rezitieren… und nach 3 stunden die langersehnte pipi-pause, und dann fast 600 menschen stroemen aus, was ein Bild. Man sieht die netten weissen und schwarzen popos, eine seite die frauen die andere seite die maenner, was ein bild. Fuer wirkliche notfaelle waehrend der fahrt, hatten wir insbs. Dayhana ne Gatorade flasche die sie dann nach meiner gekonnten verhaengung mit nem tuch gekonnt waehrend der schaukligen fahrt nutzte. Die entsorgung waehrend der fahrt war nicht immer einfacher , um nicht die eigenen mitfahrer zu treffen… auch ne herausforderung, wenn wir den bus bestiegen, konnte wir teils nicht mal richtig hinsetzen, und schon ging die 1 stuendige mantrarezitation der tausend namen der goettlichen mutter los, was ein kuenstlicher stress.

Teilweise gab es auch private stops mit amma im niemandsland, wo wir im offenen feld alles von soundsystem mit kueche schnell aufgebaut hatten, wo wir dann einfach im freien gemeinsam essen mit ihr hatten, sie gab es aus, und es frage und antwort stunden gab, was immer sehr spannend war.

Immer wieder ein kampf beim program sich dur ch die chaotischen menschenmassen zu arbeiten, sehr laut, schreiende inder und inder schlafen ueberall. Teilweise wurde noch ueberall gepinkelt oder mehr…. Viel zu viel muell ueberall. Das war spaeter auch eine meiner hauptaufgaben, da wir ja viel recycling durchfuehren und auch den leuten muellvermeidung und trennung beibringen wollen, was aber auf solchen rieisigen events kaum moeglich ist, insbs. da die lokalen organisatoren dann doch wieder zu plastiktellern und wasser in plastic zurueckgreifen, was in riesigen muellchaos ausartet, da die inder trotz muelleimer und saecken doch einfach alles liegen lasse, insbs. Die unteren klassen, mit weniger bildung. Und wir durften die wahnsinnigen muellmassen aufraeumen, eine herausforderung pur… ich hatte teilweise eine kaempfe mit den locals, discussion. Insbs. Wenn wir locale helfer hatten, studenten, die ich zu briefen hatte, natuerlich war deren englisch nur kaum vorhanden und muell anfassen wollte keiner. Teilweise kostete es mehr zeit und nerven die locals dabeizuhaben, als das sie halfen. Aber das war auch teil unseres job und das ist eine situation in die einem der guru oder Lehrer immer wieder bringt, um einen zu testen, wie man sich verhaelt, wie man sich entwickelt hat. Insbs. wenn man perfektionistisch veranlagt ist, wie dayhana oder auch ich, man versucht wie meist im leben, die eigenen standards von anderen erwartet. D.h. in kurz, durch die unterschiedlichen situationen auf so einer tour bekommt man seinen eigenen Spiegel vorgehalten um zu wachsen. Aber das kommt nur durch die gnade von gott oder des guru als ergebnis oder belohnung fuer die viele spirituelle praxis die man tut.

Die tour zeigt einem direkt ins gesicht, an welchen persoenlichen dingen man arbeiten muss, stellt alle beziehungen auf ne harte probe, ob partnerschaften oder auch nur freundschaften, auch dayhana und ich hatte ne harte zeit mit trennung und wieder zusammenkommen. Dank dayhana sehe ich viele meiner negative qualitaeten oder charaktereigenschaften klarer und klarer, denn sie spiegelt wie ich ihr diese sehr klar, was eine beziehung nicht immer einfach macht, aber dafuer fuer persoenliches wachstum sorgen kann, sofern man die dinge anerkennt und daran arbeiten will. Das ist der grund, warum wir schon ein paar mal aufgegeben haben und doch wieder zusammengekommen sind, denn sie ist ne wunderbare frau, die ich wohl auch liebe. Die wahrheit ist, wir muessen an unseren themen arbeiten, tun wir es heute nicht, dann kommen sie eben morgen, oder in der naechsten beziehung…. Wegrennen ist manchmal einfacher. Das leben sendet einem immer wieder menschen, die einem das schauen, helfen. Kein verstecken ist moeglich. Und die wahrheit zu akzeptieren ist nicht immer einfach, in themen, wie selbstsucht, egoismus, geiz, mangel an mitgefuehl….. das ist teil des spirituellen weges um zu wachsen.

Fuer die paare die gemeinsam auf tour waren, war das auch u.a. natuerlich schwierig, da keine privatsphaere war, keine gemeinsame unterkunft, da maenner und frauen getrennt, nicht mal haendchen halten oder kuessen in oeffentlichkeit akzeptiert ist, eben indien.



Auch fuer viele eine riesige herausforderung war das essen, das doch ueber die gesamte zeit sehr aehnlich, fuer mich zwar gut war, aber viele zu kaempfen hatten, die dann in den groesseren staedten auch mal kurz fluechten mussten und essen woanders holten, manche sogar in ihren wenigen freien zeit ins kino rannten, manche mussten die tour auch verlassen, war zu intensive. Alles ein test.

Alles in allem, schwer so eine tour in worte zu fassen, aber jeder der sie gemacht hatte, sagt danach, immer wieder. Alle entbehrungen werden durch das abarbeiten vieler themen, alten karma aufgewogen, um das vielfache…..

Nach 4,5 wochen auf tour ging es dann zurueck ins ashram, was auch gut so war. Dann war im ashram erstmal wieder er versuch auf normalisierung eingestellt, und wollte dann an meinen eigenen alten oekoprojekten arbeiten und den beiden hilfsbeduerftigen frauen morgens etwas helfen, aber dann kam es wie immer anders, dahyana und ich sollten an der uni mitarbeiten, da hier ein neues doktorprogramm fuer nachhaltige entwicklung aufgesetzt wurde und wir an den internationalen kooperationen mithelfen sollten. Alte bueroarbeit, gepaart mit indischen chaos, ne herausforderung und das noch zusammen mit meiner freundin im engen buero….mehr brauche ich nicht zu sagen, bis die computer erstmal arbeiteten, alles arbeitsfaehig war, oje…

Ansonsten im ashram, wie immer wunderbar, da amma da war fuer weitere 3 wochen, menschenmassen nur vereinzelt kamen, da sie nur wenig offentliche darshans gab, sondern privaten darshan mit den leuten hatten, die laenger im ashram leben.

Ansonsten highlights waren, das amma fuer alle abends masala dosa zubereitete, was ein super leckeres indisches leichtes essen ist, brotfladen mit masala kartoffeln, lecker und das fuer mehrere tausend leute, was dann an mehrenen staenden gleichzeitig ging, oder auch ein anderes highlight, bevor sie auf ihre naechste tour nach japan und suedostasien ging, gab es in der nacht davor eine je 1 stuendige session im kleinen swimming pool. Chaos pur, erst die fauen und dann wir maenner, vor allem da die meisten inder nicht schwimmen koennen und amma jeden persoenlich ins wasser stumpte und der pool schon voellig uberfuellt mit menschen war, mit einigen rettungsringen, was auch noetig war. Unfassbar das abstrampeln der chaotischen inder zu sehen. 1 stunden lachen, chaos, unverstaendnis aber absolut wert. Schreien daeuerhaft….



Dann aber verliess amma das ashram und auch fuer uns war es langsam wieder an der zeit dann eine woche nach amma auch wieder ein wenig zu reisen, da unser visum wieder nach 6 monaten auslief, was wir ja meist mit etwas reisen verbinden, also ging es wieder mal auf ne lange 50 std. zugfahrt nach Varanasi in den norden, wie immer ne herausforderung im zug, da sommerferien indien und die zuege ncoh voller als sonst schon sind, kaum moeglich, menschen liegen auf allen moeglichen freien flaechen auf dem boden, zwei personen im sowieso schon sehr kleinen bett, und ne lautstaerke, schwer manchmal zu schlafen, jeder redet mit mit jeden so laut er kann, das handy mit lauter musik ist pflicht, egal ob wer nebenan schlaeft, andauernd kommen verkaeufer vorbei, die ihre gaben anpreisen, besser anschreien und dann die gelegentlichen bettler oder transvestiten, indiens drittes geschlecht, anerkannt, die auch von jedem geld verlangen…, aber auch hier wie immer lern- und grenzerfahrung, aber auch immer wieder lernen wir sehr nette, hilfsbereite menschen kennen. Und sehr geldbeutelschonend, 2600km, 50 std. fuer 10 euro, eben in der untersten schlafklasse im zug…

Varanasi, war ja schon mal da, aber immer wieder sehr intensive, wohl die indischste aller indischen staedte. Der ganges, der heilige fluss, in dem wir auch 3 mal zum sonnenauf- und untergang badeten, uns aber nie zu weit rauszuschwimmen trauten, da manchmal auch leichen vorbeitreiben, da nciht alle toten menschen verbrannt werden duerfen und deren asche in den ganges gegeben wird und das wasser nicht sauber wirkte, mit dem vielen muell an seinen ufern, aber doch heilig, und angeblich wird keiner krank, da heilig, der ganges ist gott, eine gottheit, so koennen die inder auch den muell reinschmeissen, da gott alles haendeln kann, keinen ablehnt, so trank auch dayhana warum auch immer etwas wasser, verrueckt, wie sie meist ist. Sie versuchte auch, dass ich etwas trinke, da sie wenn ich redete immer wieder wasser in meinen mund spritzte.

Die inder machen alles am ganges, waschen sich, putzen zaehne, washcne ihre waesche oder holen das wasser fuer heilige gottesdienste.

Was an den verbrennungsstaetten direkt am ganges auch zu sehen ist, sehr intensive immer wieder fuer unsere westlichen augen, wenn man die leichen direkt im scheiterhaufen sieht… relativiert die sicht auf unser endliches leben in dieser sterblichen huelle, unserem koerper.



Ansonsten in der engen altstadt voller kuehe, riesigen bullen, bettler, hunde, muell, scheisse, viele haendler, hupende motorraeder, viel leckeres essen, pilger, affen, die die hausdaecher in ihrer gewalt hatten…. Erkunden die altstadt, und wie immer nach einigen tagen hatte einen die magie dieser wunderschoenen stadt voll im griff, man sieht den dreck nicht mehr. Es ist die heiligste aller staedte. , und wir machen auch einen ausflug nach sarnath an buddhas erleuchtungstag sogar, wo Buddha seine ersten juenger die ersten lektionen vor 2600 jahren gegeben hatte, sehr heiliger und toller ort, auch wenn ich shconmal vor 2 jahren dort war.

Machen wie immer auch unsere eigene spirituellen praktiken auf dem gaesthouse dach, mit tollen ausblick auf den ganges.

Da es in varanasis untertreaglich heiss ist, 47 grad und noch schwuel, was bei mir zu hitzepickeln fuehrte, was ich glaube ich noch nie hatte, sind fuer dann nach 6 tagen dann weiter gereist, selbst fuer die inder war das unertraeglich….

Sind dann mit dem zug nach bodghaya, wo Buddha unter dem heiligen boddhi baum erleuchtung erfahren hat, auch hier fuer 2 tage, magishcer ort, viele pilger, tempel, viele auslaendische tempel von buddhistichen laendern. Aber auch viele arme bettler, wie auch schon zuvor in Varanasi, hier prallt einem die armut so mitten ins gesicht, ob kinder, halbnackt oder alte menschen, verkrueppelte oder einfahc h nur ame, arm neben reich, mitten ins gesicht, das ist indien…. Extreme eben.



Dann ging es mit dem nachtzug nach siliguri, am rande des Himalaya, wo wir dann mit dem jeep nach Sikkim, in das alte koenigreich im Himalaya fahren, leider aber ist hier der monsoon schon viel zu frueh eingetroffen, so das wir auf 2000 m nur selten ne gute ausssicht haben, einiges an regen und dann auch heftig, und keine waesche trocknet, alles feucht und kuehl ist, was ein schock nach der extremen hitze. Leider haben wir uns auch beide, besser hauptsaechlich ich noch etwas eingefangen, so dass die ersten tage sowieso nicht so toll war, toilette war von noeten. Was es genau war haben wir nie rausgefunden, da es noch andere symptom gab die laenger anhielten, aber wichtig war, nach einigen wochen war wieder alles ok., insbs. Dahyanas mutter konnte aus kolumbien hier helfen.

Aber sehr nette menschen in der kleinen stadt namchi, aber nach 5 tagen verlassen wir hier wieder mit dem jeep auf nebenstrecken, da einige strecken von schlammlawinen noch blockiert waren und fahren auf teils viel zu engen schlechten strassen mit alter 80 und 90 er jahre musik, die ich aber seit dem auch nie mehr gehoert habe, also keine klassiker, die man auf den ueblichen parties dann noch mal hoerte, also mit viel spass dann nach 4 stunden in Darjeeling auf 2000 m auf einem wunderschoenen berggratt ankommen. Ist ne relative grosse stadt fuer die berge mit ca.200000 einwohnern und vielen(indischen) touristen, aber auch nachvollziehbar, obwohl anfangs nicht so, ja klar gibts den weltebannten tee von dort, der echt lecker ist, alte colonialcafes der briten, die diese bergstation errichtet und gross gemacht hatten, aber als dann der regen eines morgens die blicke auf unserer dachterasse in den Himalaya freigaben, haben wir verstanden, traumhaftes 270 grad panorama nach buthan, Nepal und natuerlich ins indische hiamalya, viele 8000er und dominiert vom magischen kanchennangu, dem 3. Hoechsten berg der welt, der unfassbar schoen da stand. Ich haette stundenlang vom dach ihn anschauen koennen und musste auch waehrend meiner yogapraxis immer wieder die augen oeffnen.



Haben hier eine teefabrik besucht (und Daniel fuer dich doch einiges gelernt und ergattern koennen, haha), sind zu schoenen buddhistischen kloestern gewandert, aber trotz allem nicht zu viel gemacht, aber uns natuerlich immer wieder auch ordentlich gezofft. Wir standen immer wieder am ende unserer beziehung, bis heute noch, raufen uns aber doch immer wieder zusammen, sind doch so verschiedenen von unseren charaktaeren, kulturen, aber auch gemeinsamkeiten, und natuerlich auch viele schoene momente zeiten, was aber auf dem spirituellen weg haeufig vorkommt, das es doppelt schwierig ist, obwohl man doch auf der anderen seite lernt, wie man mit anderen menschen umgehen sollte, ne herausforderung, wie ich sie noch nie zuvor hatte, soviel in aller kuerze zur beziehung dazu…

Wir haben auch einen buddhistischen naturarzt besucht, sehr interessante, kaum englisch, haben aber unsere puver bekommen und interessante wartezeiten im kloster gehabt.

Nach 10 tagen ging es dann mit dem nachtzug nach kalkutta, eine nacht bleiben, fuer mich eine der nettesten der indischen riesenmetropolen mit seinen ca. 15 mio. Einwohnern. Auch hier krass die armut auf den strassen neben dem reichtum…Fliegen dann am naechsten tag nach Bangkok.

Was eine andere welt. So sauber, weniger hektisch und laut, so viel mehr entwickelter als indien, soviel einfacher fuer uns, anders, aber doch lieben wir indien (oder besser ne hassliebe).

Ein paar tage Bangkok, dayhana startet ihre massageausbildungen im wat po kloster und ich fahre dann mit dem zug fuer 22 std. nach penang, Malaysia, um Thorsten und Melanie, meine freunde aus Deutschland aus studienzeiten zu besuchen. Die zugfahrt, 2. und unterste klasse, was ein luxus im vergleich zu indien, dafuer aber auch die preise dazu ordentlich mehr, insgs. Ist Thailand zwar noch guenstig, wenn man auf der strasse an den leckeren staenden ist, aber kein vergleich zu indien….

Egal, freue mich Thorsten und meli wieder zu sehen, er holt mich von der faehre mit der ueblichen verspaetung der bahn ab, da maschinenschaden in der nacht. Verbringen schoene erholsame tage in ihrem neuen haus und vor allem mit ihrem kleinen suessen baby und den zwei suessen katzen. Kleine ausfluege ins schwimmbad wo der kleine niklas seine ersten schwimmstunde hatte oder strand, essen gehen, indischer tempel sind angesagt, und kochen gemeinsam fuer thorstens neues kochbuch. Und sind auch einmal abgestuerzt in ner strandbar, was mir nen langer hangover am naechsten tag besorge, nach einem jahr ohne alcohol….

Erholsame tage die schnell zu ende gehen, wie immer leider. Dann gehts nach 6 tagen wieder mit dem zug gen norden, Bangkok, dummerweise verliere ich nach meiner ausreise aus Thailand mein 30 tages visum und bekomme bei einreise auf dem landweg per zug nur noch 15 tage, was zur folge hatte,dass ich gleich am naechsten tag nach meiner ankunft in bangkok ne monsterbotschafstour zu tun hatte. Erst zur thaibotschaft und mal schnell 60 euro fuer 7 tage verlaengerung des visums beantragen, da unser flug ja gebucht war und wir noch fuers indische visum beantragen hatten und mir somit die 15 tagethaivisum nicht ausreichen und von der thaibotschaft dann mit motorrad, bus, metro weiter zur indischen und paesse abgeben fuers neue indische visum und hoffe wir bekommen wieder ein neues, und optimalerweise 6 monate. Was ein abrippen der thais aber musste das tun. Nach 7,5 stunden hin und her zu den botschaften endlich geschafft. Dann noch ein paar tage Bangkok, darf mich als model fuer dayhanas neue massagetechniken zur verfuegung stellen und muessen entscheiden, wo an welchem strand, oder insel wir die letzten 10 tage verbringen sollen, was in Thailand aufgrund von monsoon aber auch der starken touristischen entwicklung und den preisen nicht einfach ist, aberentscheiden uns fuer ko lanta, suedlich von krabi. Was ne gute entscheidung war .



Trotz anfaenglichem schock, da anfangs zu viel regen, sogar muell und die straende auf dieser relative grossen insel nicht so schoen wirkten, was wir aber nach einigen tagen korrigieren mussten, zum glueck. Das wetter wurde besser, nicht viele touris, da nebensaison, die insel ist eh nnoch nicht so verseucht vom tourismus und hat noch viel gruen, dschungel bis an die straende und finden auf unserer motorradtour neben schoenen einsamen straenden, klippen, gutem essen auch unsere neue unterkunft, wo wir an einem traumstrand dann auch den 2. Teil der zeit verbringen. Auf steilklippen mit traumaussicht, einsam. Davor machen wir noch einen thaikochkurs mit der netten o, vom lokelen restaurant, die wir ansprachen, da ihr essen so gut ist, und sie so nett war. Sie verkoerperte die tollen eigenschaften der thais, die wir alle so schaetzen aber leider nicht zu haeufig aufgrund des vielen tourimus finden, demut, ehrlichkeit, freundlichkeit. Zu viele thais wollen einfach nur noch geld machen, zu traurig das zu sehen…

Machen auf der insel dann an dayhanas geburtstag ne weitere motorradtour, da die 4 inselbootstour, die ich ihr an diesem tag schenkte wegen schlechtem wetter am morgen ausfiel. Fanden wieder neue einsame straende, leckere shakes am strand, suesse hunde, cocktail aus der flasche beim sonnenuntergang und leckerem dinner. Sind in verlassene aussichtspunkte, alte restaurants eingebrochen, einsame straende besucht, die nciht mehr offen waren. Ein schooner tag. Am naechsten dann zur 4 inselbootsour, auch klassisches touriprogramm stand an. War es aber wert, echt tolle schoene kleine unbewohnte inseln mit stops zum schwimmen, zum schorcheln und dem hoehepunkt, schwimmen in einer smaragdgruenen unterwasserhoehle vom offenen meer durch einen kleinen eingang etwas veraengstigt, mit schwimmwesten in starken wellen in die hoehle rein, traumhaftes wasser, hoeren die wellen klatschen und schwimmen dann mit nur einer taschenlampe im dunkeln duch die hoehle und kommen nach 100 m ca. am ende in einer wunderschoenen inlandslagune raus, nur 40 m breit in mitten von steilklippen, palmen und kleinem strand, ein traum, wie aus dem altbekannten movie the beach, nur kleiner.



Am naechsten tag keine so schoene erfahrung auf unserem balkon. Werden von affen im eigenen bungalow terrorisiert, anfangs noch spassig, da die kleinen affen uns beim fruehstueck besuchten und wir diese noch verjagen konnten oder auf abstand halten konnten, doch dann kam der grosse anfuehrer und wir fluechteten schnell ins innere. Doch nachdem wir ihn von innen raus fotografierten, wurde er wild, fletsche die zaehne und sprang gegen die fensterscheiben,, die auch nicht so dick waren, versuchte sie zu oeffnen und wir hatten echt schiss, alle affenen war nun auf dem balkon oder hausdach und terrorisierten uns und liessen nicht von uns ab. Machten alle vorhaenge zu, aber nichts hoerte auf. Riefen dann eine locale nummer an um uns zu helfen, die sollten dann unsere eigentuemer anrufen, aber die kamen auch nicht, nach ner halben stunde wirkte es ruhig und wir sahen keine affen mehr und fluechteten dann erstmal. Und die locals kamen dann so langsam an, ach ihr hattet probleme, wollten gerade kommen, so typisch. Egal, alles ist gut gegangen, waren danach auf jeden fall mit steinen und stoecken bewaffnet, die wir vorher leider nicht hatten, sonst waere es vielleicht nie soweit gekommen.

Dann nach einigen tage ging es mit dem nachtbus in eisiger aircon kaelte gen Bangkok, fuenf umladungen von minibus zu neuem minisbus und kommen morgens frueh an, 1 tag organization in Bangkok bevor dann der flieger wieder gen kalkutta geht. Gemischte gefuehle, aber zum glueck kam der pass rechtzeitig mit 6 monatsvisum fuer indien in Bangkok an, das war das grosse unbekannte in Bangkok, was wir vorher nicht wussten, klappte das alles. Ja , zum glueck.



Dann ein tag wieder kalkutta, mit viel orga, dayhana postversendung und laptopreparaturen und den ueblichen taxifahrerabzockversuchen und nun sind wir im 5o std. zug gen sueden, zurueck in ammas ashram, wo wir die naechsten monate verbringen wollen. Wie lange, keine ahnung, wie immer alles noch offen, wann ich wieder zurueck komme auch, aber kann schon gut sein, dass es dieses jahr wird.

Freue mich auf jeden fall euch wieder zu sehen, denn das ist ja klar, vermisse euch engen freunde, familie sehr und auch Deutschland ein wenig…..

Lg

Euer Thorsten


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