Mit dem Roller unterwegs


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Asia » India » Goa » Palolem
April 16th 2012
Published: June 20th 2017
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Wow! Wer hätte das gedacht – wir können es
doch noch: ausschlafen!

Wir schälen uns heute erst um zwanzig vor
Zehn aus dem Bett. Es scheint uns ewig her vor, dass wir so lange geschlafen
haben.

Voll neuem Elan gehen wir am Strand
frühstücken und zwar mit abgezähltem Budget: mehr als 250 Rupees sind nicht
drin, denn wir sind pleite und in Palolem gibt es keinen Geldautomaten.

Beim Frühstück kommt uns dann auch endlich
die Idee, wie wir (vielleicht) steinreich werden, wenn wir wieder zu Hause
sind. Womit verraten wir hier aber natürlich nicht... Wie doof wäre das denn?!?

Die letzten 200 Rupees die wir haben
investieren wir dann gleich nach dem Frühstück in einen Motorroller, der uns
sowohl zu einem ATM, als auch zu anderen Stränden der Küste bringen soll.

Nachdem wir zumindest wieder Flüssig sind,
gilt es ein anderes Flüssigkeits-Problem zu lösen. Wir brauchen dringend
Benzin, aber Tankstellen sieht man hier nirgends und auch die kleinen Shops mit Benzin, wie
wir sie aus SOA kennen sind hier nicht zu finden. Nachdem wir uns das erste mal
am heutigen Tag ordentlich verfranzt haben und inständig hoffen, dass wir nicht
hier liegen bleiben, finden wir schlussendlich jemanden, den wir fragen können
und der uns dann auch erzählt, dass es an einigen Restaurants Benzin gibt.

Wir steuern also die nächsten Möglichkeiten
an und werden tatsächlich bei einem sehr netten, älteren Mann fündig. Dass der
Sprit, den er uns verkauft gestreckt gewesen sein muss stellen wir erst später
am Tag fest.

Nun endlich mit halbwegs vollem Tank machen
wir uns an die Erkundung der Umgebung und finden auch endlich, was wir
eigentlich gesucht haben: Agonda Beach. Hier ist es noch einmal eine ecke
ruhiger und auch idyllischer als „bei uns“ in Palolem. Ja, der Strand gefällt
uns ausgesprochen gut – nur nicht jetzt in der Mittagshitze, wo wir lieber
etwas Fahrtwind um die Nase haben.

Das Cabo De Rama Fort ist dann unser nächstes
Ziel.

Dort angekommen schlendern wir über das
Gelände des alten Forts in dessen Mitte eine hübsche Kirche und eine tolle
Bouganvilla steht. Der Ausblick von den Fort Mauern auf das Meer ist toll und
die alten Bäume mit ihren skurrilen Wurzeln haben es mir besonders angetan.

Es ist kochend heiß und wir sind froh über
jeden Meter Schatten.

Hinter der Kirche liegen auf einem Teil des
Geländes Blätter, die total unheimlich aussehen. Alles, was einmal grün gewesen
sein mag ist weg und es steht nur noch das Gerippe – alles in Grau.

Nach diesem netten Abstecher geht es als
nächstes in Richtung Cavelossim Beach – hier tummeln sich die 5 Sterne Resorts
und wie wir annehmen, entsprechend saubere Strände...

Wir cruisen also durch die Walachei, mir
entkommt einmal mehr ganz knapp eine Schlange (ich vermute eine
Weißlippen-Bambusotter), dann setzen wir irgendwann per Fähre über und finden
doch tatsächlich das im LP als Supertipp angegebene Blue Whale Shak Restaurant.
Der Strand der davor liegt ist wirklich schön sauber und extrem leer. Carlos,
der besitzer des Blue Whale Shak erzählt
mir später, dass es hier keine Verkäufer oder ähnliches gibt, weil dies von den
Eigentümern der Resorts untersagt wird. Ganz ehrlich: gut so.

Der Stand ist also wirklich toll und
während mir das Essen, welches seit dem Tipp im LP übrigens gut 4x so teuer ist,
nicht so dolle ist, genießen wir zumindest das Bad in Gesellschaft nur 2er
anderer Paare.

Wir können uns kaum loseisen und so ist es
schon 17:50 Uhr und somit ca. 40 Minuten vor dem Sonnenuntergang, als wir uns
auf den Heimweg machen, den wir auf ca. eine Stunde schätzen.

Wir schaffen es am Ende ohne gerast zu sein
in gut 40 Minuten und entgehen so der Fahrt im Dunkeln.

Netti, die das Essen im Blue Whale gemieden
hatte nachdem ihr der Lassi nicht schmeckte schiebt nun Kohldampf und will zum
Italiener... Der ist glücklicher Weise sehr gut und so schreibe ich diesen
Eintrag mit Laptop auf dem vollen Bauch – ich hatte ja auch eigentlich schon
gegessen... Na, ja – zum Abnehmen war Nepal deutlich besser geeignet als
Indien. Aber in Australien können wir uns ja eigentlich nichts zu essen leisten
– wird also wieder...


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