ON TOUR - Woche 221 (Osttimor)


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Asia » East Timor
September 11th 2016
Published: September 11th 2016
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DiliDiliDili

Joao
Montag, 05.09.16
Ich konnte nicht wirklich schlafen. Kurz vor 03.00 Uhr stand ich auf und lief zum Strand. Es war ein komisches Gefühl, um diese Zeit alleine am Strand zu laufen, obwohl kaum eine Gefahr bestand, da es ein kleines Fischerdorf ist. Irgendwann tauchte eine Person auf, die ebenfalls auf ein Boot wartete. Wir unterhielten uns eine Weile. Um 03.45 Uhr kam schliesslich ein Boot. Der Herr sagte vorhin, dass es fünf Dollar kostet, doch der Fahrer wollte mich nicht zu diesem Preis mitnehmen, sondern verlangte zehn Dollar. Ich hatte keine andere Wahl, ausser ich hätte es bei einem weiteren Boot versucht, aber ich wusste ja nicht einmal, ob ein weiteres Boot fahren würde. Die Leute würden lieber kein Geld erhalten als einen günstigeren Preis machen. Die Bootsfahrt dauerte 2,5 Stunden. Wieder in Dili, ging ich direkt ins Hotel. Ich wäre am liebsten gleich schlafen gegangen, doch ich wusch erst einmal meine Kleider und dann wollte ich meine Fotos auf den Server laden. Doch wie so oft streikte genau heute mein Laptop mit dem Internet. Ich versuchte den Fehler selber zu finden, aber nach ein paar Stunden gab ich es auf. Auch ein Kollege von John, der sich mit Computern auskennt, konnte mir nicht weiter helfen. Ich hatte eigentlich geplant, hier endlich einmal etwas auszuruhen und Sachen aufzuarbeiten, doch dann teilte mir John mit, dass ich am nächsten Tag ausziehen müsse, weil der Eigentümer des Hotels kommt. Das hiess wieder packen. Es gab in den fünf Wochen nur wenige Male, wo ich zwei Nächte blieb und somit fast jeden Tag meine Sachen neu packen musste. Ich war wirklich müde und wusste noch nicht einmal, wie meine Reise weitergeht. Später kam John nochmals vorbei und brachte mir seinen Laptop, so konnte ich immerhin ein paar Fotos herauf laden und noch ein wenig an meinem Laptop ohne Internet arbeiten. Abends packte ich schon die meisten Sachen zusammen und ging noch kurz etwas essen.

Dienstag, 06.09.16
Gegen 10.30 Uhr kam mich John’s Cousin Manuel abholen. Wir fuhren zu ihm nach Hause, er wohnt gleich gegenüber von John. Ich hatte ein Zimmer für mich alleine und John organisierte Internet für mich. So arbeitete ich den ganzen Tag. Abends lud mich John zu sich nach Hause zum Abendessen ein und wir schwatzten ein wenig. Als ich danach weiter arbeiten wollte, streikte das Internet erneut. Es heisst, das Internetpaket ist unlimitiert für 24 Stunden, aber ich
DiliDiliDili

Goodbye Dili
war mir sicher, dass es trotzdem limitiert war, denn alles probieren half nichts. Immerhin konnte ich noch ein paar andere Sachen erledigen.

Mittwoch, 07.09.16
Am Morgen waren schon beide Frauen aus dem Haus, Manuel hatte auswärts übernachtet. Ich machte mir einen Kaffee und ass Kekse zum Frühstück. John organisierte mir erneut Internet, so konnte ich auch heute arbeiten. Es war wieder einmal unglaublich, wieviel Arbeit sich angestaut hatte. Zum Mittag- und Abendessen war ich wieder bei John Zuhause. Da Manuel heute erneut auswärts übernachtete und dieses Mal sein Telefon mitnahm, war erneut kein Internet vorhanden, es war wie verhext.

Donnerstag, 08.09.16
Ich packte alle Sachen zusammen und fuhr mit John zum Hotel von Tony. Dort wollte ich im Restaurant das Internet nutzen, doch auch hier lief es nicht richtig. Nach etwa einer Stunde erfolglosem Versuchen ging ich zum Supermarkt, um noch ein paar Sachen für die Fahrt nach Oecussi einzukaufen. Gegen 12.30 Uhr war ich wieder zurück und zu meinem Erstaunen lief das Internet endlich. Ich konnte schliesslich bis auf wenige Fotos alle auf den Server laden. John war noch auf der Arbeit. Ich dachte, er käme mich gegen 14.00 Uhr abholen, doch als es bereits 15.00 Uhr
Pante MacassarPante MacassarPante Macassar

Schlaf nachholen in der Haengematte
war, war er immer noch nicht hier. Er hatte es vor lauter arbeiten vergessen, aber als ich ihn anrief, kam er mich sofort abholen und fuhr mich zum Hafen. Der Abschied fiel schwer, er ist völlig anders als alle anderen Leute von Timor Leste. Am Hafeneingang traf ich mich mit Chandra, damit ich mein Ticket abholen konnte, er hatte es netterweise für mich gekauft. Wir mussten noch eine halbe Stunde warten, bis das Tor geöffnet wurde, dann durften wir auf die Fähre. Ich suchte mir einen Ort, um meine Hängematte aufzuhängen. Zuerst sah es aus, als wäre es der perfekte Ort, doch als immer mehr Leute kamen und abends die Lichter direkt auf meinen Ort schien, war es nicht mehr so toll. Die Leute rund um mich herum qualmten mit ihren Zigaretten, sodass es richtig unangenehm wurde. Die Fahrt dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Leider kam ich nicht zu viel Schlaf, da ständig Leute an mir vorbei liefen oder laut schwatzten.

Freitag, 09.09.16
Es war erst 04.00 Uhr morgens und so suchte ich mir einen neuen Ort für meine Hängematte, dieses Mal am Strand. So schlief ich nochmals ein paar Stunden. Gegen 07.30 Uhr stand ich auf. Gegenüber war ein Portugiese, der mich zu einem Kaffee einlud und wir schwatzten ein wenig, dann lief ich ins Zentrum. Auf dem Weg dorthin kam mir ein weiterer Ausländer auf dem Motorrad entgegen. Mike lud mich ein, meine Hängematte bei ihm hinter dem Haus aufzuhängen. Wir schwatzten eine Weile und tranken Kaffee. Er bot mir an, dass ich sein Motorrad ausleihen kann, was ich sehr gerne annahm. So deponierte ich mein Gepäck bei ihm und fuhr schon kurze Zeit später los Richtung Citrana. Anfangs war die Strasse ok, aber der letzte Drittel war ziemlich schlecht, vorallem ging es steil bergauf und bergab. Immer wieder kam ich an kleinen Dörfern vorbei. Erst nach drei Stunden erreichte ich Citrana. An der Grenze unterhielt ich mich ein wenig mit den Beamten, dann fuhr ich denselben Weg zurück nach Pantemacassar. Die Rückfahrt dauerte nicht so lange, weil ich keine Stops für Fotos mehr machte. Als ich wieder in der Stadt war, schaute ich mir noch die Festungsruinen in Fatusuba an, dann fuhr ich zurück nach Hause. Mike war noch nicht da. Ich ging schon mal duschen und Kleider waschen. Danach setzte ich mich ein wenig nach draussen zum arbeiten. Als Mike zurück kam, war es
Pante MacassarPante MacassarPante Macassar

kleines Paradies
Zeit für den Sonnuntergang, so setzten wir uns gemütlich an den Strand. Abends durften wir bei der Familie nebenan essen.

Samstag, 10.09.16
Mike und ich gingen zum Frühstück ins Dorf. Wieder Zuhause arbeitete ich weiter an meinem Laptop und Mike hatte ausser Haus noch ein paar Sachen zu erledigen. Als er zurück kam, war es bereits 13.45 Uhr. Kurze Zeit später liefen wir los, um eine Wanderung ins Dorf Kutet zu machen. Irgendwie war mein Magen nicht so top, sodass der vierstündige Fussmarsch etwas anstrengend war. Dafür konnten wir uns unterwegs bei einem Wasserfall etwas abkühlen. Als wir in Kutet ankamen, wurde es bereits dunkel. Da Mike den Pfarrer hier kennt und es schon fast sein zweites Zuhause ist, war für Übernachtung gesorgt. Uns wurde ein simples Abendessen serviert, Reis mit Nudeln und die von Mike mitgebrachten Würstchen. Danach setzten wir uns noch eine Weile draussen hin zum schwatzen. Als es mir zu kalt wurde, war es Zeit zum schlafen gehen.

Sonntag, 11.09.16
Morgens gab es Nudeln und Kaffee. Danach zeigte mir Mike das kleine Dorf ein wenig. Wir besuchten eine Familie. Hier gab es leider kein „heiliges“ traditionelles Haus mehr, sondern nur noch eine neue Betonversion. Es war trotzdem interessant anzuschauen. Die Nachbarn erlaubten uns leider nicht, ihr traditionelles Haus zu besuchen. Weiter wollten wir noch eine Art heilige Wasserquelle besuchen, aber Mike fand sie nicht wieder. So kehrten wir zur Unterkunft zurück und machten uns für den Rückweg parat. Auch heute gönnten wir uns nochmals ein Bad beim Wasserfall. Der Weg nach unten war viel angenehmer als gestern. Wieder zurück in der Stadt machte jeder seine eigene Sachen, ich wie immer am Laptop und Wäsche waschen. Abends suchten Mike und ich ziemlich lange nach Essen, die meisten Restaurants waren bereits geschlossen. Schliesslich fanden wir doch noch etwas Kleines und kehrten dann nach Hause zurück.


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Pante MacassarPante Macassar
Pante Macassar

Festung Fatusuba
Pante MacassarPante Macassar
Pante Macassar

in der Festung Fatusuba


12th September 2016

Blog
Hallo, Schön, mal einen deutschsprachigen Blog auf der TB-Homepage zu sehen. Ich war auch ein paar mal in Asien (China, Japan, Südkorea, Singapur, Malaysia, Indien, Israel), habe damals aber noch nicht bei TB geschrieben und habe keine Bilder mehr. Ausserdem fasse ich mich immer relativ kurz. Viele Grüße, Thomas
18th September 2016

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Hallo Thomas, doppelsprachig wäre mir definitiv zu viel, und wie Du siehst, schreibe ich viel zu viel... müsste mich auch mal etwas kürzer halten :-)

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