Phnom Penh - Hauptstadt Cambodias und Schauplatz der Khmer Rouge


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March 24th 2013
Published: March 24th 2013
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Phnom Penh



Wir sind also in der Hauptstadt Kambodschas angelangt. Die Stadt ansich ist nicht so der Renner (verglichen mit anderen Hauptstädten, die ich schon besucht habe). Liegt vielleicht auch daran, dass ersst vor ca. 35 Jahren die Schreckensherrschaft der „Khmer Rouge“, der Roten Khmer zu ende ging. Die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt stehen auch total im Zeichen dieses Regimes. Wer sich unter den älteren unter euch nicht mehr ganz erinnert, die Khmer Rouge waren eine linksorientiere Gruppe, die zuerst durch Militärgewalt die Regierung stürzte und danach dem Land eine rund 4 jährige Herrschaft voller Gewalt und Schrecken aufzwang. Die Menschen wurden aus den Städten hinaus aufs Land getrieben um dort harte körperliche Arbeit zu verrichten. Wer gegen das Regime war oder prinzipiell eine andere Meinung hatte, wurde kurzerhand festgenommen und hingerichtet...nach der monatelangen Folter natürlich. Wurde man (nicht selten) zu unrecht angeklagt, wurde die gesamte Familie mithingerichtet. Der Slogan war „Das übel an der Wurzel packen“ und damit wurden möglichen späteren Racheakte vermieden. Ein andere Slogan war „Lieber einen Unschuldigen zu Unrecht verurteilen, als einen Schuldigen ungewollt laufenzulassen“!

Wir besuchten zuerst die „Killing Fields“ in Phnom Penh. An diesem Ort wurden die Gefangenen auf brutale Art und Weisse hingerichtet. Dafür wurden so ziemlich alle Gegenstände genutzt, die man finden konnte. Messer, Bamboostöcke, Axte, Kabel, Eisenstangen, Schaufel, ect...denn Kugeln waren teuer und wurden deshalb nicht eingesetzt. Babys wurden an Bäume geschlagen und in Gruben geworfen. Der Ort hat zahlreiche Massengräber und an jeder Stelle begegnet man einer neuen Greueltat. Insgesamt starben mehrere Millionen Menschen unter der Herrschaft der Khmer. Eine unglaubliche Zahl wenn man bedenkt, das Kambodscha nur 8 Millionen Einwohner hatte. Damit starb jeder vierte Einwohner in den rund 4 Jahren, in denen die Khmer Rouge an der Macht waren. Der Ort lässt sich vielleicht sehr gut mit einem der Konzentrationslagern aus Nazideutschland vergleichen.

In Phnom Penh selbst besuchen wir dann noch das „S21“ Gefängnis. Hier wurden die Gefangenen zuerst gefoltert und unter unmenschlichen Verhältnissen eingesperrt. Die einstige Schule wurde in brutales Foltergefängnis umgewandelt. Ich könnte euch jetzt studenlange Vorträge davon halten, wie brutal und grausam das alles war, aber ich denke wir haben genug gehört.

Wir reisen weiter nach Vietnam, nach Ho Chi Minh City oder früher Saigon, Hauptquartier der Amerikaner während des Vietnamkrieges.


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