Äthiopien 2019-20


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December 28th 2019
Published: February 2nd 2020
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Äthiopien







Die historische Route zu den heiligen Stätten der äthiopisch-orthodoxen Christen am „Dach Afrikas“




Travelblog und Bilder Copyright by Bernhard Sonnleitner





Dec. 28/2019 Addis Abeba



Nach der Ankunft am Morgen Rundfahrt in Addis Abeba. Wir besuchen das



National Museum (wo die Knochen des Frühmenschen Lucy – Australopitecus Afarensis, 3,2 Mill. Jahre alt - zu sehen sind), das Ethnologische Museum, und den Merkato. Der Merkato ist ein Straßenmarkt, der sich über ein ganzes Viertel zieht, angeblich der größte Mark Afrikas. Hier wird alles angeboten, was es zu verkaufen gibt, von der lebenden Ziege bis zum Kochtopf. Es gibt zwar Verkaufsstände, vieles wird aber auch einfach auf dem Boden sitzend feilgeboten. Der Verkehr rollt so dicht an den Feilschenden vorbei, dass Gott selbst, oder zumindest alle Schutzengel das Geschehen überwachen müssen.



Unterkunft im Jupiter International Hotel, 4*: kleines, aber feines Hotel unweit des Flughafens



Dec. 29/2019 Gonder und Simien Mountains National Park



Frühmorgens fliegen wir nach Gonder. Mit unserem Bus - der uns mit dem hervorragenden Fahrer Antena 10 Tage über Stock und Stein bringen sollte - fahren wir weiter in den Simien Mohntains NP. Wir wandern 2 Stunden am Rand des 3200 m hohen Plateaus entlang, von wo wir die spektakuläre Szenerie bewundern und zahlreiche Tiere beobachten können.



Der Höhepunkt ist, dass wir am Rückweg eine große Familienhorde Blutbrustpaviane finden, die man aus nächster Nähe in ihrem witzigen Familienleben beobachten kann, ohne dass diese sich stören lassen.



Unterkunft: Siemen Lodge; die Lodge besteht aus urigen Rundhütten und einer zentralen Rezeption mit Restaurant und Bar, erinnert an eine Berghütte, mit offenem Feuer in der Mitte. In der Nacht wird es sehr kalt, aber mit dem Ölradiator ist es ganz angenehm in unseren Hütten.



Dec. 30/2019 von den Simiens Bergen nach Axum



Nach dem Frühstück im urigen Restaurant der Lodge fahren wir vom Plateau der Simiens-Berge hinunter auf kurvenreicher Straße durch eine wilde Landschaft in das Tal des Tekeze Flusses. Trotz der zahlreichen Kurven genießen wir die spektakuläre Landschaft, durch die wir uns bewegen. Zu Mittag halten wir in der Stadt Shire und essen ausgezeichnet im guten Restaurant eines Hotels.



Nach der späten Ankunft in Axum nehmen wir Quartier im neuen Armah Hotel; sauberes, einfaches Hotel im Zentrum; Abendessen einige Häuser weiter im Yeha Hotel, das von Gruppen frequentiert ist. Sehr gutes Buffet, gemütlich, aber nichts Besonderes.



Dec. 31/2019 Tagesausflug zum Yeha Temple



Nach dem Frühstück brechen wir zum sabäischen Yeha Tempel auf.



Yeha ist eine Stadt im Zentrum der nördlichen Tigre Region. Es war die Hauptstadt eines Vor-Axumitischen Königreiches. Das älteste Gebäude aus dieser Periode in Äthiopen ist der Tempel von Yeha. Dieser Tempel wurde im Sabäischen Stil errichtet, und aufgrund des Vergleichs mit antiken Bauwerken in Süd-Arabien - wie mit dem berühmten Mondtempel von Marib im Jemen - mit etwa 700 v.Chr. datiert. Obwohl es keine Radiokarbondatierungen gibt, wird dieses Alter durch lokale Inschriften untermauert.







Außerdem ist Yeha der Standort eines alten Klosters der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo Kirche. Diese wurde der Legende nach von Abba Aftse, einem der sog. Neun Heiligen (syrische Missionare) gegründet. In seinem Bericht über Äthiopien erwähnt der Portugiese Francisco Álvares den Besuch dieser Stadt im Jahr 1520 (er nannte sie „Abbafacem“), und sie enthält auch eine Beschreibung des alten Tempels, des Klosters und der alten Kirche.



Im kleinen Dorf vor dem Tempel findet gerade der wöchentliche Bauernmarkt statt, wo man alles verkauft und kauft, was im bäuerlichen Alltag vonnöten ist.



Nachmittags besichtigen wir drei Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Axum:



Der Stelenpark - die Stelen sind Grabdenkmäler offensichtlich vornehmer Personen aus der Axumitischen Zeit mit bis zu 60 m hohen Stelen, die in Form sog. Stockwerke kunstvoll ausgestaltet sind. Die Tradition, Gräber mit einem aufgerichteten Stein zu markieren, reicht weit in die sabäische Zeit zurück. Die in dem Park zu sehenden Stelen dürften aus dem 3. und 4. Jh. n.Chr stammen und stellen den Höhepunkt dieser Kultur dar.



Der Stelenpark hat für Äthiopien besondere historische Bedeutung und wurde erst 1960 als historisches Denkmal gestaltet, indem die umgefallenen Stelen teilweise wieder aufgerichtet wurden. Die Stele Nr.2 war sogar von Mussolini nach Rom gebracht worden und erst 2008 wieder zurückgebracht und hier aufgestellt worden.



Zuletzt besuchen wir noch den Dongur Palast, vulgo „Palast der Königin von Saba“ – es handelt sich um die Grundfesten eines vornehmen Hauses aus der axumitischen Zeit, ziemlich sicher aber um keinen Königspalast.



Der heutige Silvester, der in Äthiopien nicht gefeiert wird, verbringen wir im Yeha Hotel mit Wein, sehr gemütlich; Ausklang in der Lobby unseres Hotels, wo der Nachtwächter die letzten Reserven der Bar mobilisiert.



Wir nächtigen noch einmal im Armah Hotel in Axum







Jan. 01/2020 Axum, Gondar



Morgens besichtigen wir noch die verbleibenden Sehenswürdigkeiten von Axum:



Mai Shum, das „Bad der Königin von Saba“, ein antikes Wasserbecken aus axumitischer Zeit, dessen Herkunft und Funktion völlig im Dunklen liegt, mit der Königin von Saba aber nichts zu tun hat.



Auf dem Hügel darüber liegen die Gräber von König Kaleb und dessen Sohn Gebre, unter denen das Axumitische Reich im 6. Jh. nach Chr. seine größte Ausdehnung erfuhr.



Anschließend besuchen wir noch den Kirchenbezirk, wo sich angeblich das Original der Bundeslade mit den Steintafeln der 10 Gebote Gottes befindet, für die sich hier ein eigenes Haus im Anschluss an die alte Marienkathedrale und dem dazugehörigen Kloster befindet. Dort sind auch die wertvollsten Heiligtümer der Äthiopischen Orthodoxie - in erbärmlichem Zustand - untergebracht. Auch die Bundeslade mit den beiden Originaltafeln der 10 Gebote Gottes ist hier so geheim untergebracht, dass niemand sie sehen darf, außer dem einen Mönch, der sie bewacht… In den engeren Bereich des Klosters haben nur Männer zutritt. Der Legende nach hat Menelik I., der seinen Vater König Salomon als junger Mann besucht hatte, diese aus Jerusalem entführt und hierher gebracht…



Die neue Marienkathedrale, errichtet von Kaiser Haileselassie in den 1960er Jahren, ist ein moderner Rundbau, der von allen Gläubigen besucht werden kann.



Mittags fliegen wir nach Gondar. Der Flug bringt uns, da er über Lalibela führt, einen wunderschönen Überblick über die Tafelberglandschaft des Äthiopischen Hochlandes.



In Gondar besuchen wir den Gemp – den kaiserlichen Palastbezirk, der auf 7 ha Fläche errichtet, umgeben ist von einer hohen Steinmauer und umfasst die Ruinen des 17. Jahrhunderts mit den Palästen von König Fasilidas, König Iyasu und Königin Mentewab, sowie zahlreiche andere Gebäude. Die Schlösser sind ein Mix aus äthiopischen, europäischen und wahrscheinlich auch indischen Stilen. Entsprechend den Beschreibungen von Reisenden des 17. Jh. war das Innere des Palastes von König Fasilidas extrem luxuriös, verziert mit Gold, Elfenbein und Edelsteinen.



Unterkunft im Haile Resort, einem Luxushotel, das dem bekannten Läufer Haile Gebreselassie gehört. Dieser war als Langstreckenläufer und Marathon-Weltrekordhalter in den Nullerjahren eine Legende, und ist heute einer der erfolgreichsten Geschäftsleute Äthiopiens.







Jan. 02 /2020 Gondar und Fahrt nach Bahir Dar.



Am Morgen besuchen wir in Gondar noch die Kirche Debre Berhan Selassie, was so viel bedeutet wie Berg des Lichtes. Die Kirche, die 1694 eingeweiht wurde ist aus Backstein errichtet. Sie hat eine rechteckige Struktur und die Decken sind reich dekoriert mit geflügelten Engeln und seine Wände mit eindrucksvollen Szenen des biblischen Geschehens, einschließlich des Lebens von Christus, Maria, sowie von Heiligen und Märtyrern. In der Kirche gibt es auch ein Bild des Gründers, Kaiser Iyasu I. Das Leben der Gläubigen in dieser historischen Umgebung macht ehrfürchtig.



Dann sehen wir auch noch das Wasserschloss des Fasilidas, eine kleine, aber feine Sommerresidenz. Das Wasser wird nur zum Tauffest Christi , dem Timkat-Fest - am 20. Jänner eingelassen, welches hier von tausenden Menschen groß gefeiert wird. Wir verfolgen den kühnen Aufbau der Tribünen mit Bambusrohr, der sich allerdings als prekär erweisen sollte. Beim Fest brach eine der Tribünen zusammen, was 200 Verletzte und mindestens 10 Tote fordern sollte…



Mittagessen in einem netten Lokal in der Stadt, dann Fahrt mit dem Bus nach Bahir Dar entlang des Tana Sees.



Unterkunft im Avanti Blue Nile Resort – das von außen noble 4* Hotel in traumhaft schöner Lage direkt am See hat sich kaum 3* verdient. Überall gibt es Unzulänglichkeiten. Wie üblich nimmt man die Beschwerden höflich zur Kenntnis und ignoriert sie. Leider typisch für die Situation des Tourismus in Äthiopien…







Jan. 03/2020 Bahir Dar (Tana See) and Blue Nile Falls



Nach dem Frühstück fahren wir zum Tis Isat, den Wasserfällen des Blauen Nil. Früher war er einer der spektakulärsten Wasserfälle in Afrika – 400 m in der Breite und 45 m hoch, donnerten die Wassermassen in die Tiefe und man konnte sie von Weitem hören und den kalten Sprühnebel spüren. Aber seit dem Bau eines Staudammes, zu dem der Blaue Nil vor dem Wasserfall abgeleitet wird, ist davon nicht viel übrig. Trotzdem ist die Wanderung zum Wasserfall nett und man kann die Landschaft genießen. Der Weg zum Wasserfall führt durch Dörfer, die unglaubliches Elend zeigen. Auf dem Pfad begegnen uns zahlreiche Einheimische mit oder ohne Packtiere, aber immer mit etwas zu Tragendem.



Nachmittags machen wir einen Bootsausflug auf dem Tana-See. Dieser ist Äthiopiens größter See mit 3500 km2 und bekannt für die Klöster, die auf etwa 20 seiner 37 Inseln vorzufinden sind. Die meisten Kirchen in den Klöstern haben interessante Gemälde und beherbergen zahlreiche Kirchenschätze und wertvolle Manuskripte.



Unser Boot fährt zur Halbinsel Zeghie. Die Fahrt über den ruhigen See dauert ungefähr eine Stunde. Durch eine schöne Kaffeeplantage führt der Pfad – vorbei an unmöglich vielen Souvenierläden mit aufdringlichen Verkäufern zum Kloster Ura Kidane Meheret, das im 14. Jh. gegründet wurde. Wir besuchen die Kirche, eine typische Rundkirche wie sie vielfach nach der Ära der Höhlenkirchen errichtet wurden (also ab dem 13. Jh.). Die farbenfrohen Malereien an den Außenwänden des Allerheiligsten Kubus stellen Szenen aus der Bibel mit grausigen Details dar. Das Gebäude selbst ist eine Holzkonstruktion, so wie die Bauernhäuser auch, verputzt mit Lehm. Die Malereien sind auf einem darüber gespannten Baumwolltuch gemalt. Dementsprechend müssen Gebäude und Malereinen regelmäßig erneuert werden, weshalb der Großteil der Malereien aus dem 19. Und 20. Jahrhundert stammen. Der Erhaltungszustand ist erstaunlich gut.



Erst nach Einbruch der Dunkelheit sind wir mit dem Boot zurück.



Unterkunft und Abendessen wieder im Avanti Blue Nile Resort.







Jan. 04/2020 Lalibela



Wir brechen früh nach Lalibela auf, da es trotz der relativ guten Straße eine weite Fahrt zurückzulegen gilt (310 km). Auf der Strecke besuchen wir das Awara Amaba Community Village, eine innovative Dorfgemeinschaft, in der Art eines Kibuz, die entsprechend der Grundsätze ihres Gründers auf Humanität und gegenseitige Hilfestellung – ohne jegliche religiöse Ausrichtung oder Ausgrenzung - beruht… erstaunlich!



Heute, 2 Tage vor dem orthodoxen Weihnachtsfest herrscht auf den Straßen reger Betrieb, alle sind zum Markt unterwegs, um sich mit Lebensmitteln für die Festtage einzudecken. Dazwischen bewegt unser Busfahrer sein Gefährt mit größter Sicherheit und gar nicht langsam Richtung Lalibela. Um 18 Uhr sind wir schließlich dort und haben noch so viel Tageslicht, dass wir erkennen können, dass die Heilige Stadt ein ebensolches Drecksnest mit staubigen Straßen ist, wie alle anderen äthiopischen Städte.



Unterkunft im Cliff Edge Hotel. Das Hotel ist typisch für Äthiopien: neu errichtet, bzw. renoviert sollte es eine Luxusherberge sein. Abgesehen davon, dass es noch eine halbe Baustelle ist, fehlt es überall an Kleinigkeiten, die jedoch sehr störend sind, wie z.B. nicht funktionierende Armaturen und fehlender Wasserdruck. Auch die Stromversorgung bricht gelegentlich zusammen, was jedoch nicht dem Hotel zuzuschreiben ist.







Jan. 05 /2020 Die Felsenkirchen von Lalibela



Heute früh besuchen wir die erste Gruppe der gewaltigen, aus dem Fels gemeißelten Kirchen von Lalibela, die aus dem vulkanischen Tuff mit ungeheurem, architektonischem Geschick, das die Welt noch niemals gesehen hat, herausgemeißelt wurden. Die UNESCO listet diese Kirchen als kulturelles Welterbe. In der ersten Gruppe befindet sich Bete Medahine Alem, mit 5 Gängen und 72 Säulen, runder Kuppel und verzierten Gewölben die größte. Bete Maryam ist die am schönsten ausgestaltete der Felsenkirchen.



Nachmittags besuchen wir die zweite Gruppe: Bete Emanuel ist architektonisch die beste. Bete Georgis ist die am feinste gestaltete von allen Kirchen Lalibelas, weshalb Kunsthistoriker schließen, dass sie am Ende dieses Clusters errichtet wurde, als die Geschicke der Steinmetze schon voll entfaltet waren. Sie ist auch die bekannteste, da sie als einzige noch nicht mit einem Dach ausgestattet ist, und sehr oft abgebildet wird.



Jerusalem war nach den Kreuzzügen gerade in die Hände des muslimischen Sultans Saladin gefallen. Da befahl angeblich ein Engel König Lalibela, an ebendieser Stelle ein zweites Jerusalem zu errichten. So ließ dieser die Kirchen angeblich in insgesamt nur 24 Jahren aus dem Tuffgestein stemmen. Die Art der Bauweise scheint in Äthiopien bereits ab dem 8. Jh. bekannt gewesen zu sein, und soll aus Indien, bzw. der heutigen Türkei stammen. Historiker vermuten aber, dass bereits Yermehane Kristos, Bruder und Vorgänger Lalibelas mit dem Bau der Kirchen begonnen haben könnte.



Unterkunft: Cliff Edge Hotel







Jan. 06/2020 Äthiopische Weihnachten



Am Morgen fahren wir nach Norden, um eine Exkursion zur Kirche Yermehane Kristos, einer Höhlenkirche im Norden von Lalibela zu machen. Wir fahren durch wunderschöne Gebirgslandschaft. Pilgerströme von Autobussen bewegen sich auch zu dieser Felsenkirche und bilden ein Verkehrschaos, sodass wir einen weiten Weg zur Kirche zu Fuß zurücklegen müssen: etwa 400 Höhenmeter in 2 Stunden, unter zahlreichen Pilgern und sonstigen meist jugendlichen Personen, die natürlich irgendetwas verkaufen möchten, oder einfach Kontakt mit den reichen Europäern suchen…



Angeblich von Yermehane, dem Bruder von Lalibelea im 12. Jh. gegründet, entfaltet die Kirche, die in einer Basalthöhle errichtet ist, ihre schlichte Schönheit im axumitischem Stil. Sie ist aus einer Kombination von Stein und Holz als Kuppelbau errichtet und weist wunderbare Bemalungen im Inneren auf, die Außenseiten sind weiß und schwarz getüncht. Die Gläubigen lagern auf dem Höhlenboden und lauschen unter Beifallskundgebungen den Worten des Priesters. Von Zeit zu Zeit tritt ein gold-rot gewandeter Priester aus der Kirche und zeigt unter lautem Beifall den Gläubigen, die sich dann erheben, das Kreuz. Im hinteren Teil der Grotte befindet sich ein Podest mit Knochen und Mumien – insgesamt ein seltsamer, aber überwältigender Eindruck.



Auf der Rückfahrt geraten wir bei einer weiteren Höhlenkirche unversehens in einen Stau abfahrender Pilgerbusse, der uns und alle anderen Durchfahrenden eine Stunde aufhält. Niemanden kümmert es, als ob die Zeit abgeschafft wäre. Weitere Staus folgen.



Wir beschließen, heute keine weiteren Kirchen mehr zu besuchen, da der Strom der eintreffenden Pilger gerade nicht abreißen will, und suchen unser Hotel auf.



Die Stadt, sowie die Felsenkirchen sind voll mit Gläubigen – während des übrigen Jahres haben die Touristen das Areal für sich, werden jedoch kräftig zur Kasse gebeten - $ 50 ist der stolze Eintrittspreis…



Am 7. Jänner wird hier der Christtag und der Geburtstag von Lalibela gefeiert. Etwa 30.000 Gläubige sind aus allen Teilen Äthiopiens mit Bussen, zu Fuß, oder sonst wie hierher gekommen. Die Gläubigen singen und tanzen um und in den Felskirchen – fröhlich und friedlich – wirklich beeindruckend!



Abends feiern wir gemütlich Abschied, bei gutem einheimischen Wein. Der aus Äthiopien stammende Wein mit der Bezeichnung „Rift Valley“ ist ausgezeichnet. Franzosen liefern das Know How in dem Weingut; das Weingut liegt im Oromo- auf ca. 1600m). In allen Hotels wird dieser Wein angeboten, und sticht durch Qualität und Preis die südafrikanischen aus.



Leider hat das Hotel nicht genügen Weingläser, sodass einige von uns den Wein aus Wassergläsern trinken müssen. Wenn die Äthiopier wüssten, dass dieses Problem sie in den Augen der Europäer schon sehr nahe an die Gotteslästerung bringt …



Unterkunft: Cliff Edge Hotel







Jan. 07/2020 Rückflug nach Addis und Abschied



Nach der Ankunft in Addis geht sich noch eine Fahrt auf den Aussichtshügel Etonto



über der Stadt aus, die von oben gar nicht nach einer 4,5 Mill. Einwohner Metropole aussieht.



Danach genießen wir einen Abschiedsdinner mit Kulturtanzshow in einem traditionellen Lokal. Tanz und Musik sind großartig und ehrliche Kunst.



Das Lokal mit äthiopischer Küche wird heute am Feiertag sehr stark von der wohlhabenden einheimischen Oberschicht aufgesucht. Alle sind festlich gekleidet, besonders schön sind die Frauen in ihren weißen, bunt bestickten Festtagskleidern. Um 22 Uhr müssen wir leider zum Flughafen.


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