Irgendwo in Botswana...


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Botswana's flag
Africa » Botswana » North-West » Okavango Delta
December 31st 2011
Published: December 31st 2011
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In Botswana erstreckt sich die Landschaft schier endlos zu allen Seiten. Hügel oder gar Berge sieht man so gut wie nicht. Buschland so weit das Auge reicht, Straßen die kilometerlang geradeaus führen und alle paar Stunden mal eine kleine Stadt. Manch einer würde sagen, wie langweilig das sein muss. Aber ich kann das nicht behaupten. An den Straßenrändern steht Vieh, wie Ziegen, Esel, Kühe und Pferde. Ab und zu laufen Menschen über die Straße oder ein Buschtaxi, bestehend aus einer Karre die von Eseln gezogen wird, karrt kreuz und quer vor einem her. Es gibt viel zu sehen. Man muss nur aufmerksam schauen.



Die Reise führt direkt in das Okavango-Delta. Auf dem Weg dorthin werden die Straßen immer schlechter: Aus einer Dreckstraße wird eine Dreckstraße mit großen Löchern und daraus wird dann eine Dreckstraße mit großen Löcher gefüllt mit Wasser. Mein Polo wäre wohl schon im ersten Wasserloch untergegangen. 2 Stunden lang fahren wir durch die Pfützen, mal tiefer, mal voll mit Schlamm, einmal bleiben wir sogar stecken und schaffen es nur mit Mühe wieder raus. Das ist nicht nur einfach eine Pfütze, das ist Sumpfland hier und wenn wir richtig stecken bleiben sollten, dauert es mit Sicherheit ein Weilchen bis uns jemand findet.

Nach 2 Stunden Fahrt sind die Pfützen immer noch da und jede ist anders aber lang nicht mehr so aufregend wie die Pfützen in der ersten Stunde. Tiere haben wir auch schon eine Weile nicht mehr gesehen. Elefanten, Impalas und andere Böcke scheinen uns nur am Anfang begrüßt zu haben. Ein Büffel hat sich nur ungern fotografieren lassen. Von den Zebras haben wir nur die Rückansicht gesehen... Gerade such ich noch im Busch nach irgendwelchen Zeichen der Wildtiere... Und dann... sind wir endlich da… Wo? Irgendwo in Afrika, Mitten im Okavango-Delta! Keine Stadt, kein Hotel, keine Straße, kein Handynetz, nur ein kleiner Campingplatz, auf dem noch irgendwo zwei andere Gruppen campen.

Ich steige aus dem Auto aus. Vor mir liegt Sumpfgebiet. Die untergehene Sonne färbt den Busch in alle Rottöne, die Frösche quaken, es ist schwül aber es geht auch ein Wind aber sonst ist da nichts. Diese Momente kann man nicht auf ein Foto bannen oder in Worte zwängen. Man kann schlecht beschreiben, was man an solchen Orten in solchen Momenten denkt. Man möchte nur, dass dieser Augenblick ewig bleibt.

Botswana versetzt mich in Erstaunen. Hier ist Afrika. Hier können
SchildkröteSchildkröteSchildkröte

Im Okavango-Delta schwimmen die in jeder Pfütze rum.
Abenteuergeschichten enstehen. Hier wueden genau diese Bilder aufgenommen, die man immer in den Bildbänden bewundert. Hier sind die Landschaften wie Gemälde der Natur.

Mit diesem Gedanken machen wir uns nach einer Nacht im Okavango-Delta auf die Suche nach einem Grenzübergang nach Namibia, der irgendwo in Afrika liegt. Die Dreckstraße zu dieser Grenze ist nicht zu vergleichen mit der im Okavango-Delta. Schlamm, Sand, Schlaglöcher, Wellblech und Acker wechseln sich hier ab. Ein Ziel ist lang nicht in Sicht. Die Menschen, die wir hier treffen, verstehen kein Englisch und wenn doch wissen sie selbst nicht genau wo sie sind. Es ist es auch nicht verwunderlich, dass wir an diesem Tag den Grenzübergang nicht finden. Erst am nächsten Morgen stoßen wir zufällig auf ein Exploration Camp. Die Leute hier suchen nach Gold, Diamanten und anderen Schätze. Diese Leute kennen sich hier im Nirgendwo aus und können uns den Weg zur Grenze zeigen.

Wie soll man diesen Posten auch finden: Kein Schild macht auf den Übergang aufmerksam, nur eine Sandstraße führt dorthin. Die Grenze selbst besteht aus einer Wellblechhütte und einem Machendraht. Man hält an, steigt aus, füllt Formulare aus, zeigt die Pässe während zum Fenster die Kühe reinschauen und verlässt nach
BüffelBüffelBüffel

Irgendwo im Grünen sieht man den Büffel
dem Zaun das Land. Zwei Meter weiter wieder eine Werllblechhütte, wieder Formulare, wieder die Pässe und ein neuer Stempel, dass man nun in Namibia ist.

Auf Wiedersehen Botswana!


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SandstraßeSandstraße
Sandstraße

Das war die straße zum Grenzübergang.
Die GrenzeDie Grenze
Die Grenze

Wellblechhütte und maschendrahtzaun.


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