Nach dem der letzte Bericht ja breits ein bisschen was von Peru enthielt, hier nun der zweite Bericht aus Peru. Wir werden morgen bereits auch schon nach Bolivien aufbrechen. Die wichtigsten Sachen haben wir uns in Peru natuerlich noch angesehen. Erst Cusco und die Inkaruinen in der Naehe. Dort muss man zentral ein Gesamtticket fuer die Stadt kaufen. Hier hat sich zum resten Mal unser Internationaler Studenten Ausweis gelohnt. Wir haben ganze 60 Soles gespart was ungefair 12 Euro sind. Damit ist der Ausweis bereits eingespart. Da wir das Ticket fuer die ganze Stadt kaufen mussten, haben wir uns natuerlich gleich die Museen angesehen die wir mitbezahen mussten. Man hat hier in Peru das Gefuehl, dass die einfach ne Menge Sachen unsortiert und lieblos in einen Raum stellen, nichts beschriften und das ganze dann Museum nennen. Dann ging es los zu den Ruinen. Da Cusco die alte Hauptstadt der Inka war, kann man damit gleich in der Stadt anfangen. Die Spanier haben zwar fast alles abgrissen, doch die Grundmauern alter Tempel und Palaeste sind erhalten geblieben. Darauf wurden dann Kirchen errichtet. Sieht dann aber auch seltsam aus. In der unmittelbaren Umgebung von Cusco findet man 4 Ruinen, die alle durch eine
Strasse verbunden sind. Diese haben wir uns natuerlich alle angesehen. Dann sind wir nach Machu Picchu aufgebrochen. Was gar nicht soleicht war. Denn jeder, den man fragt, moechte einem natuerlich sein Angebot verkaufen, welches dann auch gleich teurer ist als die bequeme Reise mit dem Zug. Wir haben uns fuer die billigste und abenteuerlichste entschieden. Daruber hat man naturlich immer nur gehort, dass es das nicht gibt. Dazu muss man einen alten Uebernachtbus in ein kleines Dorf nehmen. Dann nachts 2 mal in Minibusse umsteigen, sich in einer Metallkiste ueber einen Fluss ziehen und zum Schluss 10 km an alten Gleisen entlag wandern. Macht dann 4 Euro statt 48 US $. Und 1 Tag statt 5 Std. Leider ist Steffi auf der Reise krank geworden und wir mussten unsere Plaene aendern. Zum Glueck sind wir in einen kleinem Ort mit nem guten billigen Hostel ausgestiegen von wo wir fuer 20 Cent weiterreisen konnten. Mit nem Minibus ging es mit 20 weiteren Passagieren nach Ollantaytambo. Wo wir uns eine schoene grosse Inkafestung angesehen haben, die eigentlich fuer die Rueckfahrt geplant war. Abends ging es dann mit dem Zug in das wohl teuerste Kaff in Peru. Aguas Calientes, das Tor zu Machu
Picchu. Da da jeder durchmuss und die meisten wie wir da auch uebernachten, sind die Preise entsprechend an Touristen angepasst. Zwar bekommt man hier auch eine Familienpizza fuer 6 Euro, was in Deutschland sicher nicht viel ist. Doch wenn man fuer 40 Cent hier nen kompletes zweigaeniges Menu bekommt, ist das ne Menge. Wir sind dann um 4:30 Uhr aufgebrochen und haben uns zu Fuss auf den Weg gemacht. Als wir dann nach 1 ½ Std. angekommen sind, war es eigentlich schon zu spaet, um den Huayna Picchu zu besteigen, der Berg, den man auf allen Fotos im Hintergrund sieht (siehe Fotos). Wir hatten aber ne Menge Glueck und haben es dann trotzdem noch geschafft. In Machu Picchu angekommen waren wir froh, dass wir uns die anderen Ruinen bereits angesehen hatten. Die Inka waren einfach groessenwahnsinig. Die Stadt ist fast vollstaendig erhalten geblieben. Und einfach riesig Man kann es eigentlich auch nicht beschreiben. Die Bergbesteigung war wahrscheinlich das gefaehrlichste was wir beide je gemacht haben. In 400 Metern Hoehe ungesichert winzige 500 Jahre alte Stufen zu nehmen…. Ein Falscher Schritt… Peru ist halt nicht Deutschland.
Dann ging es von Cusco aus weiter nach Puno. Die Stadt waere wahrscheinlich, wenn es
den Titikaka See nicht gaebe, voellig uninterresant. Und wenn wir ne halbe Stunde voher nicht durch Juliaca gefahren waeren in unseren Augen wohl auch die haesslichste Stadt in Peru. Wir wohnen hier aber echt toll. Die Eltern von einem Kommilitonen von Steffi aus Montevideo haben hier ein Hostel und Freunde der Famile sind hier halt auch Familie. Heute sind wir dann mit einem Boot auf den See zu den schwimmenden Inseln gefahren. Auf jeder Insel wohnt eine Familie, die heute nur noch vom Tourismus lebt. Wir haben das dann auch mal unterstuetzt. Nach einem herzlichen Willkommen und einiger Erklaerungen ueber den See und die Inseln wurden uns die Unterkuenfte und die Handarbeiten vorgefuehrt. Alles unheimlich interressant. Morgen geht es dann nach Bolivien, von wo auch unser naechster Bericht kommt.