Der Urwald rund um Puerto Maldonado

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Perus flagPublished: December 27th 2009South America » Peru » Madre de Dios » Puerto Maldonado
November 29th 2009

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in der Anakonda Jungel Lodge - mit Totenkopf- und Klammeräffchen
Am Samstag 29. November sind wir von Cusco nach Puerto Maldonado geflogen. Von 3300 Meter Hòhe auf ca. Tausend Meter in einer Stunde. Als wir aus dem dem Flugzeug ausstiegen - SCHOCK - 32 Grad heiss wars da!
Wir wurden von Sue Brannon abgehohlt und durften bei ihr und ihrem Mann Jim wohnen. Sie sind Missionare aus den USA, die bereits 9 Jahre in Peru leben. Den Kontakt zu ihnen bekamen wir durch Don Latte, den Pastor der Gemeinde in Arequipa.
Gleich am Flughafen haben wir auch noch Bernhard und Hanni aus der Schweiz kennengelernt. Sie waren im selben Flugzeug wie wir und Sue holte auch sie ab, um sie nach Hause zu fahren. Sie sind SChweizer, die vor 16 Jahren in Puerto Maldonado eine Gemeinde aufgebaut haben und vor 18 Monaten wieder dahin zurückgekehrt sind. Dieses Pastorenehepaar hat uns fuer eine Jungletour die Anakonda Lodge empfohlen, welche von einem Scheizer namens Donald und seiner thailaendischen Frau Wadee geführt wird. Also wurden wir dorthin gefahren und habe dort ein feines thai-Mittagessen genossen. Da haben wir auch unseren zukuenftigen Jungle-Guide Felix kennengelernt, der natürlich ein Freund von Donald ist. Zusammen mit Felix bastelten wir dann unsere Urwaldexkursion zusammen... Ein paar Tage Zelten im Urwald und Besuch am Lago Sandoval.
Speziell an dieser Anakonda Jungel Lodge sind auch die jugen Affen, die sie da grossziehen. Die Leute in Puerto Maldonado essen Affenfleisch. Und wenn ihnen ein Affe über den Weg läuft, erschiessen sie ihn meistens. Die Jungen werden dann in der Stadt als Haustiere verkauft. Und wenn sie noch Babies sind, bringt man sie eben zum Beispiel zu Wadee und Donald. Da hats zwei Klammeräffchen, ein Totenkopfaffchen, einen weissen Kaputziner und einen "SChnurrbartaffen" (keine Ahnung wie der richtig heissen würde ; ).


6-tàgiger Trip in den Urwald:

Tag 1)

8 Stunden Bootsfahrt den Rio Piedras und dann Rio Pariamanu hinauf. Zu Carmen und mir ist noch Russel aus Amerika hinzugestossen.
Zeltaufstellen auf einer Sandbank. Der Reisefùhrer Felix, der Bootsfahrer Ernesto und die Kòchin Wilma schlafen auf dem Boot.
Die Highligts dieses Tages waren der Brùllaffe auf einer Sandbank, den wir von Nahem gesehen haben. Felix wollte ihn einfangen, damit wir ihn mitnehmen kònnten, was natùrlich nicht geklappt hat. Weiter oben hatte sich ein totes Wasserschwein im Schwemmholz verfangen und bereits sassen zwei Geier daneben.
Nebst den Tieren, besonders Vògel hat es hier sehr viele, ist das Ufer voll von Goldminen. Das Gold ist in Staubform im Urwaldboden dem Fluss entlang zu finden. Die Arbeiter pumpen Wasser aus dem Fluss und spùhlen den Urwaldboden ùber eine lange Rampe runter. Auf der Rampe befindet sich ein Teppich, worin sich das Gold verfàngt, wàhrend die restliche Erde in den Fluss geschwemmt wird. Der Fluss ist deshalb auch ganz braun. Jeden Abend nach der Arbeit schùtteln die Arbeiter den Teppich aus und mischen den Goldstaub mit Quecksilber. Das Gemisch rùhren sie von Hand oder mit den Fùssen um! Offenbahr machen sie sich nichts aus dem giftigen Quecksilberdampf. Der Kondensierte Dampf setzt sich auf dem Fluss und fùhrt zur Verschmutzung. Da sich die Leute von den Fischen im Wasser ernàhren, kommt es bis zu Missbildungen von Kindern!
Beim Vermischen des Goldstaubs mit Quecksilber formt sich das Gold zu Nuggets, die sie in Puerto Maldonado gegen Geld tauschen kònnen. Ein Gramm Gold hat (wenn ich mich richtig erinnere) den Wert von 80-90 Soles. Das sind ca. 30 Franken. Eine "Mine" bringt laut unserem Fùhrer Felix, der selber Goldgràber war, zwischen 7 und 15 Gramm Goldertrag tàglich. sind es weniger als 7 Gramm, wird weiter flussaufwàrts gewandert. Jede Mine hinterlàsst ein hàssliches Loch im Ufer, das zum Teil ùber 10 Meter in den Wald hineinreicht.

Bereits an diesem ersten Abend merkten wir, wie viele Mùcken es hier hat und sprayen uns mit Antimùckenmittel ein.
Nach dem Nachtessen auf dem SChiff fuhren wir im Dunkeln flussaufwàrts um die weissen Kaimane zu suchen. Mit einer grossen Taschenlampe leuchtete Felix die Ufer ab. Die Kaimanaugen leuchten dabei rot auf. Wir haben mehrere gesehen und Felix versuchte eines zu fassen, damit wir es anfassen kònnten. Dabei wurde er vom Kaiman ùber Bord gezogen weil er es nicht loslassen wollte. Ist aber nichts weiter passiert - der Kaiman ist halt weggetaucht. Unser Bootsfahrer war zu wenig forsichtig hingefahren. An diesem Abend war also nichts mit Kaimanstreicheln ; (

Tag 2)

Tagwacht um 5.30h. Wir gingen noch vor dem Morgenessen zu einer nahegelegenen Felswand, wo die Papageien Mineralsalze lecken kommen. Die grùnen Papageien (Amazonen) kommen frùh am Morgen. Danach kommen die Aras. Leider sahen wir keine Amazonen in der Wand. Sie hatten sich erst in den Baumwipfeln zusammengefunden und wir hòrten sie. Doch sie wurden einerseits von den lauten vorbeifahrenden Booten verscheucht und dann auch vom Regen. Offenbahr kommen die Vògel nicht runter zur Felswand wenns regnet.
So sind wir zurùckgekehrt zum Boot und haben Zmorgen gegessen. Dannach haben wir uns nochmals aufgemacht zur "Colpa" um die Aras zu sehen. diesmal waren einige Aras an der Wand (glaub genannt grùn-roter Ara). Doch leider wurden auch sie nach kurzer Zeit verscheucht - vom einsetzenden Regen.
So kehrten wir wieder zum Boot zurück und Carmen nahm ein erfrischendes Bad im Fluss. Ihre Unterwäsche ist allerdings bis jetzt nicht wieder weiss ; )
Am Nachmittag machten wir uns auf zur colpa des mamales. Hier kommern die verschiedensten Tiere des Waldes den ganzen Tag hindurch baden und Salz lecken. Wir warteten eine lange Stunde - doch nichts regte sich. Russel nervte sich so ab den vielen Fliegen, dass er sich einen Spass draus machte, sie mit dem Antiinsektenspray "abzuknallen" ; ) Als ich dann aufstand um mal ins Gebüsch zu schauen, rannte ein Tier davon! Felix meinte, das sei ein Wildschwein gewesen. Ja,, so ist das halt, man kann die Tiere nicht zwingen sich zu zeigen ; )
Was wir an diesem Tag gesehen haben, sind riesigen Bäume und Lianen, welche Bäume "erdrosseln" und so selbst zu einem Baum heranwachsen. Und walking-trees - wandelnde Bäume ; ) Deren Wurzeln sterben auf der
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hinten auf jims motocarro - detras en el motocarro de jim - behind on jims motocarro
einen Seite ab und auf der anderen Seite wachsen neue. So bewegen sie sich langsam fort!
an diesem Tag sahen wir auch zwei SChlangen. Eine während dem Wandern im Wald. Ich sah sie nur noch im Gebüsch verschwinden. Doch Felix meinte, die wäre etwa drei Meter lang gewesen!
Am Abend war dann noch eine SChlange am Strand. Die hab ich jedoch nur von Weitem gesehen. Denn ich hatte gerade ein Bad im Fluss genommen und trocknete mich im Zelt ab, als Russel plötzlich schrie: "Dorothy, a snake!". Schnell zog ich meine sandigen Beine ins Zelt und schloss den Reissverschluss. Carmen nahm die SChlange in die Hand - sie hat Erfahrung mit 7 Schlangen als Haustiere. Vom Zelt aus hab ich mir die Schlang kurz angeguckt. Doch nahe kommen wollte ich der nicht!

Nach dem Nachtessen gingen wir diesmal flussabwärts auf Kaimansuche. Doch diesmal hatten wir gar kein Glück. Keinen einzigen Kaiman haben wir gefunden!

Tag3)

Nach dem Morgenessen machte sich Russel auf den Rückweg nach Puerto Maldonado. Carmen und ich gingen mit Felix nochmals zu der colpa de los loros. Diesmal hatten wir mehr Glück: Die Aras waren bereits an der Felswand. Mit unseren Fotokameras konnten wir leider nicht so stark zoomen. Wir wünschten Russel hätte mit seiner super Kamera ein paar gute Fotos machen können ; ) Insgesamt mit den Papageien, welche in den Bäumen hockten (und krähten), waren etwa 50 „cuacamayos“ zur Stelle.
Zurück am Strand nahm ich eine Abkühlung im Fluss. Der ist zwar immer braun und wenn man raussteigt ist man voll Sand und Blätter.
Vor dem Mittagessen fischten wir mit selbstgebastelten Ruten. Leider wollte kein Fisch anbeissen. Beziehungsweise sie waren so frech und knabberten die Würmer an. Und wir waren zu wenig geschickt, die Fische aus dem Wasser zu ziehen.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Ort, wo Felix mit Kollegen jeweils Brazilnüsse (Pecan) erntet. Der Brazilbaum ist riesig - bis zu 45 Meter hoch. Gross und schwer ist auch seine Frucht. Sieht aus wie eine Kokosnuss. Wenn man die mit der Manchette (grosses Messer) aufschlägt (da muss man x-mal draufschlagen!), sind bis zu 20 Nüsse drin. Wir mussten immer in einiger Entfernung zu den Bäumen warten, während Felix unter einem Baum eine Frucht suchen ging, damit wir nicht von einer erschlagen würden ; ) Leider fand er keine geniessbaren Nüsse. Die Erntesaison beginnt erst Ende Dezember. Wir haben
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auf der Reise den Rio Piedras aufwärts - on the way on rio piedras - subiendo rio piedras
eine Frucht geöffnet, deren Nüsse noch ganz weich und ungeniessbar waren.
Während den Spaziergängen im Wald erklärte Felix uns auch manches über die Verwendung der Einheimischen von Pflanzen. Vor allem die Baumrinden und Harze der verschiedenen Bäume scheinen heilende (und z.T. haluzinogene) Wirkungen zu haben. Wir kauten einen kleinen Span der Rinde eines Baumes, die bei Malaria helfen soll. Buuh, fürchterlich bitter! Doch es gibt auch süsse Überraschungen: Wir lutschten die Samen eines Baumes, welche von einem zuckersüssen Belag überzogen sind.
Auf dem Heimweg von den Brazilnussbäumen wurden wir von einer Regenwolke eingeholt. Anstatt mit einer Nuss kam da Felix mit drei grossen Palmblättern aus dem Wald zurück. Diese schichteten wir übereinander und stellten uns in einer Reihe darunter. So marschierten wir dann einige Minuten, bis der Regen wieder aufhörte ; )

An diesem Nachmittag kam ein anderes Boot mit zwei Touristen aus den Niederlanden an unserem Strand an - Simone und Jan-Eskol mit Führer Joséluis.

Am Abend dieses dritten Tages machten wir noch einen Nachtspaziergang. Erstaunlich - es ist in der Nacht fast genau so laut im Wald wie am Tag. Man hört haufenweise Grillen und Frösche. Wir sahen keine grossen Tiere. Doch eine Maus, die vor
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wasser wird heraufgepumpt und erde des ufergebietes wird über einen feinen teppich gespühlt
Schreck erstarrt auf einem Ast verharrte, weil Felix ihr mit der Taschenlampe in die Augen zündete. Und gerade neben unserem Strand fanden wir noch eine Ratte mit einem langen geringelten Schwanz.

Tag 4)

An diesem Morgen mussten wir Abschied nehmen von unserem kleinen Strand. Bereits bevor wir uns ein zweites Mal aufmachten zur colpa de mamales packten wir unser Zelt zusammen. Das Boot machte sich dann auf den Weg, um uns an einem anderen Ort wieder aufzuladen.
Auf dem Weg zur Colpa begegneten wir einem Tier, das für mich wie ein Reh aussah. Doch ich habs nur flüchtig gesehen, weil es natürlich sofort flüchtete. Das Tier war nicht auf den Karten aufgeführt, die Felix immer mitnahm, um uns die Tiere zu zeigen, wenn wir sie nur hörten oder rochen (wie z.B. die Schweine). Deshalb weiss ich leider nicht, was wir da gesehen haben ; (
Diesmal warteten wir 40 Minuten bei der colpa de mamales ohne dass ein Tier kam. So gingen wir hinein, um diesen Ort zu erkunden. Hier kommen alle Arten von Tieren Salz lecken und baden - auch der Gepard. Dessen Tatzenabdrücke haben wir gefunden!
Wieder im Boot, fuhren wir einige Minuten flussaufwärts, um noch
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zerstörtes ufergebiet - destruction de la orilla - destruction of the shore
in einem Bach baden zu gehen. Dies war das Highlight dieses Tages - mitten im Urwald konnten Carmen und ich ein Bad nehmen in glasklarem Wasser!
Danach ging ca. 6 Stunden flussabwärts zurück nach Puerto Maldonado. Wir stellten unser Zelt am Rand des Flusses „Madre de Dios“ auf. Es hatte dafür eigens eine gedeckte Plattform. Zum Glück! Denn an diesem Abend zog noch ein starkes, stundenlanges Gewitter vorüber.

Tag 5)

Am Morgen des fünften Tages verabschiedeten wir uns von Felix. Mit Führer Joséluis und Simone und Jan-Eskol - aber in unserem Boot - ging es eine Stunde weiter flussabwärts. Die Destination für die letzten zwei Tage hiess Lago Sandoval. Von der Anlegestelle am Fluss marschierten wir eine knappe Stunde landeinwärts auf einem überfluteten Weg. Nicht umsonst hatte uns Felix an diesem Morgen noch Regenstiefel gekauft ; ) Den letzten Abschnitt bis zum Fluss legten wir in einem Kanu zurück.
Wie wir auf den See hinauskommen, begegnen wir einem Reiher, der nach Fischen taucht. Wir beobachten ihn, wie er zwei Fische fängt und ganz verschluckt!
Wir paddeln über den See bis zur Anlegestelle unseres Hostals. Der Lago Sandoval die Form eines Halbmonds und hat keinen Abfluss. Mit der Zeit
DSC01036 - gold mit quecksilber mischenDSC01036 - gold mit quecksilber mischen
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mit den füssen wird der goldstaub mit quecksilber gemischt - barefoot mixing of golddust and mercury - pie nudo se mescla el polvo de oro con el mercurio
wird er zuwachsen. Offenbar tut niemand was dagegen. Die Leute, welche hier leben, essen die Früchte der Palmen, welche immer weiter in den See hinaus wachsen.
Das Zmittagessen hatte Joséluis am Morgen im Hafen gekauft. In grosse Blätter eingewickeltes Reisgericht mit Poulet, Ei und Oliven. Sehr lecker!
Am frühen Nachmittag nahmen wir ein Bad unten am See. Von 16-19h waren wir dann im Boot auf dem See unterwegs auf der Suche nach Vögeln und Affen. Wir sahen Reiher, Hoazine (esp:Shansho) und Kormorane. Über unsere Köpfe flogen ständig verschiedene Papageien und auch Eisvögel. Wir trafen eine Gruppe von Brüllaffen an, die am Ufer in den Bäumen nach Futter suchten. Leider konnten wir von ihnen keine Fotos machen. Doch später hörten wir das Männchen brüllen. Mit einem Laut, der wie ein brüllender Löwe tönt und bis zu 5km weit hörbar ist, markiert der sein Revier.
Die Stimmung auf dem See beim Sonnenuntergang war wunderschön! Wir waren am einen Ende des Sees angelangt und kehrten um. Nach halb sieben Uhr wird es sehr schnell dunkel. Mit unseren Taschenlampen leuchteten wir nun das Ufer ab auf der Suche nach Kaimanaugen. Sehr schnell merkten wir, dass sich die roten Lichter der Taschenlampe besser eignen. Offenbar
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abendstimmung an unserem strand - atardecer en nuestro playa - sunset on our beach
können die Mücken und Insekten rot schlecht sehen - zu Glück ; )
Hier am Lago Sandoval leben die schwarzen Kaimane. Die sind grösser als die Weissen, welche am Fluss leben. Hier hatten wir auch mehr Glück bei der „Jagd“ als einige Tage zuvor am Pariamanu. Joséluis konnte einen jungen Kaiman packen. Carmen und ich wollten ihn natürlich auch in der Hand halten. Das war kein Problem, weil der arme Kerl unter Schock stand. Wir mussten ihn nur gut unterhalb des Kiefers halten. Carmen war so mutig seine Zähne zu berühren, als er seine Schnauze öffnete. Der Preis dafür war eine aufgeschlitzte Fingerbeere! Die Zähne des Jungtieres sind messerscharf.
Zurück im Hostal gabs ein einfaches Nachtessen. Das Essen und die Bewirtung in diesem Hostal hat uns nicht überzeugt. Das Hostal wird von einer einheimischen Familie geführt, die ungewollt in die Tourismusbranche gerutscht sind, weil sie halt an einem wunderschönen Ort wohnen.
Unser Schlafzimmer haben wir mit zwei Taranteln geteilt! Carmen war von ihnen ganz fasziniert - ich weniger ; ) Doch in der Selva ist es selbverständlich, dass jedes Bett ein Moskitonetz hat. So musste ich nicht befürchten, dass mir nachts eine Tarantel übers Gesicht klettert.

Tag 6)
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unsere köchin wilma und guide felix - cocinera wilma y guia felix - cook wilma and guide felix

Um 4.45h war schon Tagwacht! Um 5h hiess es Abfahrt im Boot und Aufbruch zur Suche nach den Riesenseeottern (lobo del rio) im See. Hier lebt eine fünfköpfige Otterfamilie. Nach langem herumpaddeln im See und nachdem wir von einem Aussichtsturm aus noch Kakadus gesehen hatten, entdeckten wir um die Otterfamilie! Direkt unterhalb des Aussichtsturms waren sie auf Fischfang. Schnell und so leise wie möglich stiegen wir herunter ins Boot und hatten die Gelegenheit die Seeotter von Nahem zu beobachten.
Um 7h gabs Frühstück - ohne Milch für den Kaffee und ohne Butter fürs trockene Brot. Dafür gabs - wie überall hier - ein Spiegelei. Ich hab noch nie in meinem Leben so viel Spiegeleier gegessen wie hier auf der Reise in Peru!
Um 10h machten wir uns auf einen Spatziergang durch den Wald. Joséluis erklärte uns die Verwendung verschiedener Pflanzen - wie dies auch schon Felix getan hatte. Diesmal fanden wir eine der Pflanzen, mit denen sich die Eingeborenen die Gesichter bemahlen. Wir haben uns damit die Gesichter geschminkt. Sah aber nicht ganz so toll aus ; )
Nach dem Mittagessen gingen wir nochmals im warmen See baden und hatten Spass beim Fangnis-spielen - obwohl immer die gleichen wieder Fänger
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warten auf die Papageien - esperando los cuacamayos - waiting for the parrots
sein mussten ; )
Danach machten wir uns auf die Rückreise. Gleich an der Anlegestelle des Bootes hatte es eine Gruppe von Totenkopfäffchen in den Bäumen. Wir konnten sie über eine ganze Weile beobachten. Und versuchten natürlich gute Fotos zu schiessen. Unmöglich! Weiss nicht ob dies an unseren Kameras, am schaukelnden Schiff oder an den flinken Affen liegt. Auf jeden Fall haben wir von diesen süssen Äffchen nur verschwommene Bilder. Obwohl wir sie von ganz nah gesehen haben.
Für die Rückreise nach Puerto Maldonado nahmen wir denselben Weg wie wir hergekommen waren. Am Hafen holte uns Felix ab. Wir verabschiedeten uns von Joséluis, Simone und Jan-Eskol und machten uns auf den Weg in die Anakonda Jungel Lodge, wo wir übernachteten. Natürlich probierten wir da den besten Pisco Sour der Region Puerto Maldonado - zubereitet von der zertifizierten Meisterin Wadie, der Frau des Schweizers Donald, dem die Lodge gehört.


Abschied von Puerto Maldonado

Mit der Nacht von Sonntag auf Montag in der Anakonda Jungel Lodge beendeten wir unseren Jungel-Trip. Am Morgen verabschiedeten wir uns von den jungen Affen, die einem fast nicht mehr gehen lassen, wenn sie einem mal anhangen. Doch wir hatten genauso Freude an ihenen wie
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grün-roter Ara
sie an uns ; )
Montagnachmittag gingen wir zurück zu Sue Brannon. Jim war am selben Tag wie wir nach Manu aufgebrochen (12h upriver) und war noch nicht zurück. Wir verbrachten einen letzten Abend mit Sue. Und mit Winnie, dem Nachtaffen und Haustier der Brannons! Winnie ist gar nicht scheu und hat schnell Bekanntschaft mit uns aufgenommen. Sie ist so flink, dass sie einem immer wieder erschreckt, weil sie von einer Person zur anderen springt. Zum Teil mitten ins Gesicht! Doch zwischendurch hockt sie sich jemandem auf den Schoss und lässt sich streicheln. Ihr Fell ist ganz dick und extrem weich.
Am Dienstag morgen holten wir unsere frisch gewaschene Wäsche in der Wäscherei ab, gingen nochmals in der Anakonda Jungel Lodge vorbei, um uns definitiv von Donald, Wadie und auch von Felix zu Verabschieden. Sue wartete danach mit uns am Flughafen noch eine Weile. Doch schliesslich mussten wir uns auch von ihr verabschieden. Sie und Jim haben uns wunderbar beherbergt! Gott segne sie uns ihre Arbeit!





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Hola! Lebe das ganze Jahr 2010 in Asunción, der Hauptstadt Paraguays. Hier arbeite ich im Team der Sozialarbeitenden am Colegio Johannes Gutenberg. => www.kinderwerk-lima.de Im November 2009 habe ich den Süden Perus und ein Teil Boliviens einen Monat lang bereist. Für mehr Fotos von der Reise könnt ihr die Seite meiner Reisefreundin Carmen besuchen: http://www.travelblog.org/Bloggers/Carmencita/Trips/6299 ... full info
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ertrag nach einer langen nacht fischen ; ) - la ganancia despues una noche de pesca ; ) - earning after a whole night of fishing ; )
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das gab ein feines Zmittag ; ) - para un almuerzo riiiicoo ; ) - what a wonderful lunch ; )






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