Hola
Seit unserem letzten Eintrag ist mal wieder einiges passiert. Santiago war dann doch viel besser als erwartet. Eine so geordnete Stadt, passt eigentlich nicht wirklich nach Suedamerika. Man kann ohne Probleme die Strassen ueberqueren, es ist sauber... von unten wirkt sie echt klein. Naja, als wir dann oben auf einen Berg gewandert sind, weil der Sessellift leider kaputt war, haben wir dann gesehen, wie riesig es ist! Aber war super! Dann haben wir uns noch die Innenstadt angeguckt und am Samstag morgen sind wir dann aber auch schon weitergefahren, und zwar nach Valparaiso.
Die Stadt wurde uns von einem Chilenen empfohlen, den wir in Mendoza getroffen haben, und es hat sich wirklich gelohnt! Die Stadt ist Unesco-Weltkulturerbe und einfach wunderschoen. Sie liegt direkt am Meer, wobei gleich dahinter Huegel sind, auf denen die ganzen Haeuser sind. Man kann die suessen schmalen Strassen einfach hochlaufen und einige Wege auch mit Aufzuegen machen. Macht sehr viel Spass! Etwas anderes als die Stadt angucken haben wir dann aber nicht gemacht, weil wir dann abends nach Chañaral weitergefahren sind.
Dort gibt es wirklich nichts, ein winziger Fischerort, das Einzige, was es sehenswert macht, ist der nationalpark, der sich ganz in der Naehe befindet: Pan
de Azucar. Nachdem wir angekommen waren, mussten wir feststellen, dass es bei Weitem nicht so leicht war, dorthin zu kommen, wie im Reisefuehrer beschrieben. Wir dachten schon, wir muessten ein teueres Taxi dahin nehmen, denn die Minibusse, die angeblich um 9 Uhr fahren sollten, existieren natuerlich nicht. Aber wir haben noch 4 andere Maedels getroffen, die auch dahinwollten und dann haben wir zum Glueck jemanden an der Touristeninfo getroffen, und sind dort dann auch etwas guenstiger hingekommen. Im Park selber haben wir dann eine 10-km Wanderung zum Aussichtspunkt gemacht, der wirklich super war, und auf dem Weg dorthin haben wir auch einige suesse Fuechse und Guanakos, eine Art Lama, getroffen. Eigentlich wollten wir auch noch zur Pinguinklolonie, aber das Boot dahin war nicht wirklich in unserem Budget drin.
Abends ging es dann weiter nach San Pedro de Atacama, eine tolle Oase in der Atacamawueste. Morgens angekommen, haben wir erstmal unser superschoenes Hostel bezogen und haben uns erstmal die Stadt angeguckt. Dann haben wir eine Tour zum Valle de la Luna gebucht, ein Tal, in dem man sehr gut den Sonnenuntergang beobachten kann und davor hat man sich dann noch einige andere Sachen der tollen Mondlandschaft angeguckt. Hat sich auf jeden
fall gelohnt! Am naechsten Tag haben wir uns Mountainbikes ausgeliehen und sind zur Quebrada del Diablo gefahren, einen Canyon, in dem man unten schoen mit dem Mountainbike fahren kann, weil es ja nie regnet und das Rinnsal, was diesen Canyon mal geformt hat, trocken war. Super anstrengend, aber hat richtig viel Spass gemacht! Steffi wurde von drei Hunden attakiert, aber mehr als die Hose haben sie dann nicht erwischt, denn ihr panischer Schrei hat die Viecher dann schnell wieder vertrieben. Leider konnte man nicht ganz durch den Canyon durchfahren und deshalb mussten wir den gleichen Weg zuruecknehmen, den wir hingekommen sind. Aber es war echt toll!!
Die naechsten beiden Orte, in denen wir waren, sind nicht wirklich erwaehnenswert. In Iquiqie wollten wir uns eigentlich eine Geisterstadt und einen Riesegeoglyphen angucken, aber da wir uns zu spaet drum gekuemmert haben, und es mal wieder recht kompliziert war, dorthin zu kommen, haben wir das leider verpasst.
Im Moment sind wir in Arequipa in Peru. Wir haben ein super Hostel gefunden, in dem es sogar morgens zum fruehstueck frisch gepressten orangensaft gibt. Einfach herrlich! Leider sind sowohl unsere Nutella als auch unsere Dulce de Leche zu Ende gegangen, und beides kann man in
Peru leider nicht bekommen. Schade. Dann muss man entweder die Zuckermarmelade essen oder sich Wurst und Kaese aufs Brot tun was man vorher gekauft hat... naja, wird das Fruehstueck halt noch ein wenig gesuender ;-)
Am Sonntag haben wir uns erstmal ein wenig die Innenstadt angeguckt und sind dann ins Kloster gegangen (ja richtig gelesen). Die Nonnen wohnen nur noch in einem kleinen Teil, also ist es mehr ein stillgelegtes Kloster. Und es war echt beeindruckend: Eine kleine Stadt in der Stadt. Man kann sich fast alle Zimmer von innen angucken und es ist echt wie eine kleine Stadt. Das scoenste ist, dass die Heuser alle bunt angemalt sind, entweder in rot oder in blau. Wunderschoene kleine Strassen. Sehr putzig. Danach haben wir uns noch die Altstadt angeguckt und uns dann um unsere Trekkingtour in den Colca-Canyon gekuemmert, der zweittiefste Canyon der Welt.
Nachts um 1 ging es los mit dem Bus nach Cabanaconde, 6 Stunden von Arequipa entfernt. Der Tag bestand kurz gefasst aus einem Abstieg (1,1 Hoehenkilometer), einer lieder viel zu kurzen Pause unten in der Oase und dann aus einem langen Aufstieg. Unterwegs waren wir so 10 Stunden, und davon haben wir 8 mit hoch oder runterlaufen
verbracht. Aber es hat sich gelohnt! Was fuer eine Landschaft. Einfach nur beeindruckend!! Auf dem Weg nach oben gab es noch ein Suesses Alpaca zu bewundern. Ein gutes sehr guenstiges Hostel war dann auch schnell gefunden. Zu Essen gab es dann auch Alpaca im Menue mit Gemuese Suppe nur 2,40 Euro. Am naechsten Morgen sind wir dann frue aufgestanden und haben den Bus um 7 zum Cruz del Condor genommen. Hat sich wirklich gelohnt. Wir sind 2 Std. geblieben und haben min. 20 Condore gesehen. Die sind wirklich beieindruckend wenn die 5 Meter ueber einem Schweben.
Wieder in Arequipa angekommen konnten wir uns dann auch nur noch ausruhen. Der Canyon hat uns wirklich geschlaucht.