Published: August 17th 2007South America » EcuadorJuly 28th 2007
Huigra und La Nariz del Diablo
Zusammen mit Lenka und Jimmy waren wir diesmal per Auto unterwegs. Jana konnte leider nicht mit, da sie mit den Tuecken der Klimaanlagen Bekanntschaft gemacht hat und kraenkelte.
Obwohl uns das Wetter in Guayaquil noch verwoehnte, wurde es Richtung Berge immer mehr bewoelkt und nieselte sogar etwas. Aber genau das gab der Landschaft ein besonderes Flair. Lenka kannte die Strecke schon, die fuer Jimmy zu einer wahren Herausforderung wurde, da er sonst nur den Stadtverkehr von Guayaquil oder die Wege Richtung Strand kennt. Trotzdem gab es auch fuer sie neue Sachen zu entdecken und so kamen wir alle gegen Nachmittag in unserem Domizil in Huigra an. Ganz anders als die Hacienda, die wir einige Wochen zuvor kennengelernt hatten, war hier alles fuer Touristen ausgelegt. Eben ein Hostal. Nachdem wir 5 Minuten verschnauft und jeder sein Bett hatte, ging es auf in die Stadt.
Verlassen kann man Huigra nicht nennen. Dafuer sind die Einwohner zu geschaeftig und verkehren zu viele Busse. Der Zug faehrt schon lang nicht mehr, aber die Gleise zeugen noch von alten - vielleicht besseren Zeiten. Wir treffen nur freundliche Menschen, die meisten in den typischen bunten Trachten und Hueten. Aber


unterwegs
es gab nicht nur Berge sondern auch viel gruen zu bestaunen
der Rundgang vorbei an der Plaza mit Besuch im oeffentlichen „Stadtbad“ dauert nicht allzu lang, so dass Micha, Lenka und mir noch Zeit fuer einen Kaffee bleibt. Schnell ist eine Oertlichkeit gefunden, aber da faellt uns ein, dass es in der ganzen Stadt keinen Strom gibt. Haben wir uns vielleicht zu frueh gefreut? Nein, wie fast ueberall wird mit Gas gekocht und ruckzuck ist die Bestellung aufgegeben.
Wir beobachten das bunte Treiben. Alles scheint draußen auf der Straße zu sein, aber dies ist ohne Strom kein Wunder. Es dauert nicht lang und uns wird heißes Wasser, Milch, Kakao und loesliches Kaffeepulver gebracht (leider typisch fuer Ecuador). Nach einiger Zeit ueberlegen wir uns nachschenken zu lassen, als ploetzlich der Strom zurueck kommt. Schnell ertoent irgendwoher Musik. Jetzt ist es noch gemuetlicher und die Frage nach einer 2. Tasse Schoki oder Kaffee stellt sich nicht mehr.
Nachdem wir auf der Hacienda mit dem Abendessen reichlich verwoehnt wurden, lassen wir den Abend mit Bier und Cola ausklingen.
Durch den Nebel geht es am naechsten Tag nach Alausi. Dort wollen wir mit dem Zug zur Nariz del Diablo (Teufelsnase) fahren. Auch hier treffen wir die Leute in ihrer traditionellen Kleidung und


auf dem Weg nach Alausì
hatten auch wir manchmal mit dem morgendlichen Nebel zu kaempfen
da der Zug erst gegen Mittag faehrt, haben wir noch Zeit um ueber den Markt zu schlendern und auf einen Aussichtspunkt zu steigen. Der Blick ueber die Stadt und die angrenzenden Berge ist toll. Schade nur, dass wir gerade vom Fruehstueckstisch kommen, denn auf dem Markt gibt es neben saemtlichen Obst/Gemuese, Kuecken, Kleidung und Schwein am Spieß auch cui (Meerschweinchen), was von Micha und mir auf jeden Fall noch probiert werden muss.
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