Std Domingo


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South America » Ecuador
April 1st 2007
Published: April 1st 2007EDIT THIS ENTRY

Was lange braucht wird endlich gut.

Also. Wo fang ich an. Jetzt hab ich mich auch schon eine Weile hier nicht mehr zu Wort gemeldet, aber es war einfach schon so viel los.
Als ich vor fuenf Wochen in Std Domingo angekommen bin, kam ich mit der Erwartung an alles sei organisiert. Dem war dann nicht so ganz so. Eigentlich dachte ich erst einmal in einem Waisenheim zu arbeiten und dannn an der Schule. Gekommen ist schliesslich alles anders, aber irgendwie hat es dann doch funktioniert, man muss einfach offen sein fuer neues und eine gewisse Spontanitaet ist auch immer ganz hilfreich. So Hab ich erst einmal eine Woche in dem Gaestezimmer eines anderen Waisenheimes gewohnt und in einem Ernaehrungszentrum fuer unterernaehrte Kinder unter 5 Jahren gearbeitet. Die Muetter kommen mit ihren Kindern und wohnen dann die ganze Woche in dem Zentrum. Die Aufgabe von mir und Bettina, einer Voluntarierin aus Wien, war es auf die Kinder aufzupassen und mit den Muettern Aktivitaeten uns einfallen zu lassen. Die Arbeit mit den Kindern war teilweise recht anstrengend aber auch interessant. Es war eine gute Moeglichkeit mal Einblicke in die Familienverhaeltnisse zu bekommen. Einige der Muetter waren selber noch Kinder und waren gerade mal 14 oder 15 Jahre alt. So kam es vor, dass z.B. eine Mutter ihrem Kind die Puppe weg genommen hat und hinter einen Eisenschrank geworfen hat, damit das Kind nicht mehr damit spielen kann. Oft fehlt jegliche Liebe im Umgang miteinander. Bettina und ich haben bei manchen Kindern eine ganze Woche gebraucht, bis man mit ihnen spielen konnte, da sie davor nur geschlagen haben und einen lieben Umgamg einfach nicht gewohnt waren.Was man teilweise von den Familien mitbekommt ist schon arg. Familien die von 30$ leben, aber wie!!!!! Mit Ratten und Kakerlacken in einer Holzhuette ohne Boden bzw. Erdboden, wo das Wasser durchlaeuft wenn es regnet. Gewohnt habe ich dann nach der ersten Woche in einer Pfarrei mit einem Pfarrer aus Sued-Tirol, der jetzt demnaechst 70 wird und schon laenger in Sued-Amerika als in seiner Heimat ist. Er ist aber super nett und es ist echt interessant mit ihm zu reden.
Nach drei Wochen hat es mir mit den kleinen schreienden Gofen irgendwie gereicht. Jetzt Wohne ich auf einer Finca/ Bauernhof und arbeite in einer Kakaofabrik mit und auch auf der Finca. Die Caritas baut gerade eine Schokoladen-"Fabrik" auf um die Projekte finanzieren zu koennen. Der erste Teil die Roestung und teilweise Verarbeitung des Kakaos steht bereits. Im Juni soll dann die neue Halle stehen und aus Spanien die neue Maschiene fuer Schokolade kommen. Auf der Finca ist es auch interessant, da halt alle Fruechte die wir bei uns nur im Laden kennen dort wachsen. Von Bananen Kakao Kaffee Jackfruit Zuckerrohr Orangen Lemonen usw. ueber 50 verschiedene Fruechte. Die Familie roestet auch ganz selbstverstaendlich sich selber den Kaffee. In zwei Wochen ist der Kaffee reif. Ob ich helfen koennte Kaffe nach Deutschland zu exportieren, wurde ich auch schon gefragt.
Das Wetter ist im Moment sehr anstrengend. Es regnet fast jeden Tag gegen vier, den restliche Tag ist es aber schoen. Dies fuehrt dazu, dass eine Luftfeuchtigkeit herrscht, dass alles zu spaet ist. In meinem Schrank hat mein Schlafsack und mein Flies zum Schimmel angefangen, obwohl sie eigntlich ganz trocken waren.
Im Moment hab ich mir aber erst einmal gruendlich den Magen verdorben. Nachdem ich meine Medizin aufgegessen nhatte und nichts helfen wollte bin ich mal zum ARzt und der hat mir erst mal ne Infusion gegeben. Jetzt geht es schon besser.
Mein Spanisch ist so ne Sache. Um sich durchzuschlagen reicht es aus. Aber um tiefsinnigere Gespraeche zu fuehren eher weniger. Mein Grammatik ist auch ne Katastrophe. Dachte irgendwie das wurde schneller besser gehen, andererseits was will ich nach zweieinhalb Monaten auch erwarten von einer ganz ganz neuen Sprache. Aber so ganz zufrieden bin ich im Moment nicht damit.
Gruss Daniel


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KakaoKakao
Kakao

Sonnentrocknung
HandarbeitHandarbeit
Handarbeit

Viel Handarbeit, bei kraftraubender Hitze


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