Hallo Familie, Kollegas...und andere Leute...
Ich habe euch wieder einiges zu berichten....es wird das letzte Mal sein, bevor ich dann am naechsten Samstag fuer 8 Tage auf die Galapagos Inseln gehe...und dann 4 Tage mit kreuchigem Ungeziefer im Dschungel lebe...am 21.2. bin ich zurueck. Bis dann habe ich keine Ahnung wie ich erreichbar bin -> wir werdens sehen.
Entonces, zuerst muss ich euch einige Fotos zeigen von Quitos Altstadt bei Nacht. Meine Hostmother hat mich liebenswuerdigerweise mal begleitet,....bei Nacht ist es sonst ein biiiisschen gefaehrlich fuer mich. Alles war bunt beleuchtet und sah mit ein wenig Nebel hinreissend aus...wie im Maerchen.
Dann habe ich mit meiner Klasse die Basilika von Quito besichtigt. Wir sind ueber "gwagglige" Leitern und lottrige Bruecken gestiegen bis zum obersten Punkt der Kirche, gerade unter dem grossen Kreuz. Ich glaube mit jemandem von der Baupolizei zusammen, waeren wir nicht bis zuoberst gegangen...
Und am letzten Freitag sind wir dann am Abend ab Quito bis Latacunga gefahren, fuer ein Wander-Weekend. (Sylvie aus Fribourg, Nicole aus Bayern-Muenchen und's Heidi aus Hemmental - www.hostaltiana.com) In Latacunga angekommen habe ich zuerst mal 11h geschlafen und am Morgen sind wir dann mit unserem Fuehrer "José" und einem alten
Jeep zum Cotopaxi-Vulkan gefahren. (Es hiess, 45min Fahrtzeit. Aber mit einem Reifenwechsel und mit einem wirklich alten Jeep hatten wir dann 2,5 Stunden :-)) Die Wolken, die immer gegen Nachmittag ueber dem Cotopaxi aufziehen, waren dann natuerlich schon vollll schwarz und es regnete. Zum Glueck konnten wir auf der Fahrt noch einige Fotos machen, vom Cotopaxi mit blauem Himmel. Wir sind dann 2h Richtung Krater gewandert...keuch...bis wir den Schnee beruehren konnten. (***bis auf 5000m***) Dann mussten wir leider umkehren, weil durch den Regen der Schnee ein wenig aufgelockert wurde und uns ab und zu ziemlich grosse Lavabrocken entgegengerollt sind. Naja....aber ich habe auf jeden Fall den Schnee beruehrt. :-) PS: Nach dieser Wanderung weiss ich nun, dass auch mein Koerper und meine Lunge sich an die Hoehe gewoehnt haben. Es war fast wie eine Wanderung im Engadin...ich fuehlte mich tooop fit*
Am naechsten Tag ging es dann mit einem zusaetzlichen Guide und einem etwas moderneren Jeep Richtung Tigua, einer Stadt beim Quilotoa-Vulkan. Die "Laguna de Quilotoa" war vorerst nicht sichtbar, weil die Wolken an diesem Tag ganz dick ueber dem See hingen. Als wir dann jedoch ca. 1,5h ueber Stock und Stein in den Krater hinein gewandert sind, wurde
das Wunder der Natur langsam sichtbar. Es ist einfach traumhaft dort. Die vielen verschiedenen Farben des Wassers und die Natur ringsherum... Das einzige was mich gestoert hat, waren die Touristen die zu faul waren wieder selber raufzulaufen. Es bestand die Moeglichkeit Pferde fuer den Rueckweg zu mieten....die schwitzten und keuchten und hinkten....es war kaum auszuhalten. Aber eben, an solche Bilder muss ich mich wohl gewoehnen.
Auf dem Weg Richtung Krater haben wir auch eine Indigenas Familie besucht. Die Familie lebt etwa mit 4 Kindern in einer Strohhuette, besitzt eine Kuh und bewirtschaftet ein wenig Land rund um die Huette. Die Kinder haben sich meeega ueber ein Bonbon gefreut und die Mutter hat Brot von unserem Guide gekriegt. In der Strohhuette lebt, schlaeft und kocht die ganze Familie zusammen mit einer Katze und ca. 10 Meerschweinchen - "Cuy" in spanisch. Die bringen Glueck und halten boese Geister von der Huette fern....und die schmecken auch ganz gut gegrillt. (...ich hab noch nicht probiert...denn ich denke immer an das suesse Meersaeuli von Carmen, dass immer bei uns in den Ferien war...*quiek* *quiek*:-))
Auf dem Heimweg sind wir noch bei einer kleinen Karneval-Veranstaltung vorbeigekommen...und ihr muesst wissen, wir fielen mit unseren Trekkingkleidern...und unseren blonden
Haaren und hellen Augen ziemlich auf. Die Einwohner von Latacunga haben das leider auch gemerkt und haben ohne miteinander zu kommunizieren beschlossen, dass die "Gringas" nun bestraft werden. Es wurde uns dann von allen Seiten her dieser ueber-eklige-mega-stinkende-Erdbeerspray angespritzt, der hier an Karneval sehr verbreitet ist...ja, ich war einfach von oben bis unten voll...aber habe leider kein Foto gemacht, da ich meine Kamera nicht herausnehmen konnte.
Und heute morgen sind wir dann mit dem Bus nach Ambatos gefahren. Eine haessliche Stadt, mit einem beruehmten Karneval-Umzug...ja...der leider erst in der Nacht stattfindet und nicht wie von diversen Seiten bestaetigt den ganzen Tag andauert. Drum haben wir dann nur eine komische Messe besucht und ich habe mir 6 "Copias"-CD's fuer 4$ gekauft...Salsa laesst gruessen.
Und jetzt...gehe ich nach Hause...meinen obligaten "Reis mit irgendetwas drin" essen und sagen das er heute ausgezeichnet schmeckt - wie jeden Tag...und dann wasche ich meine Stinksocken und dann....muss ich schlafen. Ich - K.O.
Es war ein herrliches Weekend, ich fuehle mich koerperlich mega fit und ich freue mich auf weitere Erlebnisse in Suedamerika. Ich werde mich wie gesagt wieder bei euch melden, wenn ich mit abgeschaelter Haut von den Galapagos-Inseln und Stichen und Ausschlaegen
vom Cuyabeno-Dschungel wieder zurueck in Quito bin...
Ich vermisse euch alle und hoffe, dass es euch gut geht.
Dicke Kuss
marion
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Kurzer Input zu eurer Weiterbildung...nur ganz kurz...Wikipedia laesst gruessen:
Bei den indigenen Völkern Südamerikas - auch: Indios Südamerikas - unterscheidet man Andenvölker von den Völkern des Tieflandes. Die bekanntesten indigenen Völker sind die nach ihrem ehemaligen Herrschertitel auch „Inka“ genannten Quechua, sowie die Aymara, Tupi und Mapuche. Die Bezeichnung „Indio“ wird entgegen der häufigen Benutzung von den indigenen Völkern als abwertend und rassistisch konnotiert angesehen.
Nur wenige indigene Völker haben es bis zur Anerkennung ihrer Sprache als Amtssprache gebracht, so die Aymara (Bolivien), Quechua (Peru, Bolivien), Guaraní (Paraguay).
In einigen Ländern stellen die indigenen Völker einen wesentlichen Anteil der Bevölkerung, so in Ecuador und Bolivien.