Nach Taganga bin ich nach San Gil in der Region "Santander" gefahren. Dies ist ein schoenes kleines Staedtchen, auf ca. 1.500m, also tolles Klima, grosse Fluesse und die Berge drumherum. Hier kann man sich nach Herzenslust an Outdoor Aktivitaeten austoben. Von Raften ueber Klettern, Mountainbiking, Reiten, Caving gibts eigentlich so gut wie alles. Suedamerika ist mein lang ersehnter Abenteuerspielplatz. Hier gibt es alles von Lianen, Matsch, Klettern, Hoehlen usw. Ich habe mich in San Gil auf Caving und Reiten konzentriert. Beim Ersteren klettert man mit Helm, Weste und Stirnlampe ausgestattet durch stockdunkle Hoehlen, scheucht Fledermaeuse und Vampire auf (den Unterschied gibts nun wirklich, Fledermaeuse fressen Obst, die Vampire Blut - aber nicht meins) und springt in ein ganz schoen dunkles Wasserbecken, aus ca. 5m Hoehe.... alles vorher natuerlich ausgetestet, damit auch nix passieren kann. War mal eine neue Erfahrung, kostet etwas Ueberwindung aber ist sicherlich sehr spannend.
Das Reiten kennt man soweit ja. In einer Gruppe hintereinander hergetrabt. Aber auch ganz nett zum Landschaft gucken. Allerdings ist der Reitstil hier ein anderer. Da sitzt man nicht auf dem Pferd mit den Zuegeln schoen in beiden Haenden, durch den kleinen Finger laufend. Nein, hier ist das eher ein Cowboystil. Dickes Lasso als
Zuegel, in einer Hand gehalten und dann dem Pferd links oder rechts ganz cool auf den Hals "geschlagen". Klappt aber erstaunlich gut.
Leider konnte ich in diesem schoenen Oertchen nur drei Naechte bleiben - hab mich doch zu sehr an der Kueste festgesetzt.
Auf jeden Fall noch ein Grund wiederzukommen.
Ca. fuenf Busstunden - also wieder einmal nur ca. 250 km - suedlich von San Gil liegt Villa de Leyva (in der Region Boyacá), mein letzter Stopp in Kolumbien. Dies ist wieder einmal eine alte und schoene Kolonialstadt, wieder mal mit vielen kleinen Kopfsteinpflaster-Gaesschen und wieder einmal mit vielen schoenen Restaurants und wieder einmal ein Ort, denn ich noch gar nicht so schnell verlassen moechte. Auch hier lassen sich diverse Outdooraktivitaeten unternehmen, es gibt das groesste Terakkottahaus der Welt und die Landschaft veraendert sich - trotz Bergen (ca. 2.500m) von gruenen Wiesen zu einer eher wuestenaehnlichen Form. Hier kann man in den Weiten seinen Blick streifen lassen.
Zur Zeit der Dinosaurier war das ganze Gebiet tatsaechlich noch Meer. man kann sich das Ganze doch schlecht vorstellen, wenn man die heutige Landschaft so sieht. Aber Villa de Leyva ist diesbezueglich fuer seine fossilen Funde bekannt. Unter anderem hat man hier ein
ca. 12m langes krokodilaehnliches Fossil entdeckt. Das kann man in einem Museum bewundern und das Foto dazu seht ihr uebrigens auch noch unten.
Drei Naechte spaeter sitze ich allerdings schon wieder im Bus zurueck nach Bogotá. Zum einen freu ich mich wieder auf Ecuador und hier mit Susann vier Wochen durch das Land zu Reisen. Zum anderen moechte ich Kolumbien gar nicht gerne verlassen. Schliesslich habe ich ja auch noch gar nicht alles gesehen. Naja, Gruende gibt es ja derzeit genug zurueckzukommen. Mal schauen wie ich das in den naechsten Monaten als Station einbauen kann.
CronosaurierFossil - wahrscheinlich schon ueber 150 Millionen Jahre alt